Bundesregierung beschließt Wehrdienstreform
Mit höheren Bezügen, verpflichtenden Milizübungen und einer Zivildienst-Garantie soll die Landesverteidigung langfristig gestärkt werden.
Die Bundesregierung hat beim Sommerministerrat in der Schwarzenberg-Kaserne in Wals die Reform des Wehrdienstes beschlossen. Diese sieht ab 1. Jänner 2027 eine Erhöhung der Vergütung für Grundwehrdiener auf 1.000 Euro pro Monat sowie die Einführung von Urlaubstagen vor. Zudem wird der Wehrdienst durch verpflichtende Milizübungen um insgesamt drei Monate erweitert. Für Zivildiener ist zunächst eine freiwillige Verlängerung um zwei Monate vorgesehen. Ab 2028 soll eine sogenannte Wehrdienst-Garantie greifen. Sinkt die Zahl der Grundwehrdiener unter einen festgelegten Schwellenwert, wird der Zivildienst dauerhaft auf elf Monate verlängert. Für die Umsetzung der Reform ist eine Zweidrittelmehrheit im Parlament erforderlich.
Ziel dieser Reform ist es, angesichts der veränderten sicherheitspolitischen Lage die Landesverteidigung zu stärken und den Grundwehrdienst zu attraktiveren. Bundeskanzler Christian Stocker betonte unter anderem, dass die Stärkung der Landesverteidigung im Mittelpunkt stehe und Frieden keine Selbstverständlichkeit mehr sei.
-red-