Bundesheer stärkt Luftabwehr

Österreich

Geplant ist die Einführung moderner Mittel- und Kurzstrecken-Luftabwehrsysteme (MRAD/SHORAD), um bestehende Fähigkeitslücken zu schließen.

Das Österreichische Bundesheer treibt die Modernisierung seiner bodengebundenen Luftabwehr konsequent voran. Neben bestehenden Systemen kurzer Reichweite stehen vor allem zukünftige Beschaffungen im Fokus. Parallel dazu wird die Luftraumüberwachung modernisiert. Die bisherigen Radaranlagen werden schrittweise durch das neue Military Air Surveillance & Acquisition Radar System (MARS) ersetzt. Ergänzend kommt mit dem Passive Emitter Tracker (PET) ein System zur passiven Aufklärung elektromagnetischer Emissionen hinzu. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Drohnenabwehr. Bestehende Systeme werden angepasst und neue Technologien integriert, um unbemannte Bedrohungen frühzeitig erkennen und bekämpfen zu können.

Die vorhandenen Fliegerabwehrmittel werden ebenfalls weiterentwickelt. So werden die leichten Lenkwaffen „Mistral“ vom Standard MISTRAL 1 auf MISTRAL 3 aufgerüstet. Dadurch verbessern sich Reichweite, Präzision und Wirksamkeit gegen moderne Ziele deutlich. Ergänzt werden sie durch modernisierte 35-mm-Fliegerabwehrkanonen sowie mobile Systeme wie den „Skyranger“. Das vernetzte Luftraumüberwachungssystem „Goldhaube“ sorgt mit stationären und mobilen Radaren für eine durchgehende Kontrolle des österreichischen Luftraumes. Neben Technik bleibt gut ausgebildetes Personal ein zentraler Faktor – entsprechend wird verstärkt in Ausbildung und Spezialisierung investiert.

-red-