Bangladesch: Luftwaffenstützpunkt ausgebaut
Bangladesch modernisiert den Luftwaffenstützpunkt Lalmonirhat Air Base nahe der Grenze zu Indien im Rahmen des Programmes „Forces Goal 2030“ .
Die Anlage liegt weniger als 20 Kilometer vom strategisch wichtigen Siliguri-Korridor entfernt, der Nordostindien mit dem übrigen Staatsgebiet verbindet. Der seit Jahrzehnten kaum genutzte Stützpunkt wird umfassend ausgebaut. Geplant sind eine vier Kilometer lange Start- und Landebahn, Radarsysteme, ein Großhangar für Kampfflugzeuge, Drohnen und Transportmaschinen sowie zusätzliche Sicherheitsinfrastruktur. Parallel dazu wird auch der Luftwaffenstützpunkt Bogura modernisiert.
Dhaka begründet die Maßnahmen mit der Stärkung der nationalen Luftverteidigungs- und Überwachungsfähigkeiten. In Neu-Delhi wächst jedoch die Sorge, Bangladesch könne im Krisenfall den Siliguri-Korridor überwachen oder bedrohen. Indien reagierte bereits mit dem Ausbau eigener Militärstützpunkte in Westbengalen, Assam und Bihar. Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält das Projekt durch Berichte über chinesisches Interesse an der Anlage.
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