70 Jahre BMLV

Österreich
(Symbolbild: pixabay)
(Symbolbild: pixabay)

Am 11. Juli 2026 feiert das Bundesministerium für Landesverteidigung sein 70-jähriges Bestehen.

An diesem Tag im Jahr 1956 wurde das Amt für Landesverteidigung, bis dahin als Sektion im Bundeskanzleramt geführte wurde, in ein eigenes Bundesministerium umgewandelt. Damit war der entscheidende Schritt zu einer eigenständigen, ressortgeführten Landesverteidigung vollzogen. Das Österreichische Bundesheer war bereits im Jahr zuvor, 1955, gegründet worden. Erster Bundesminister für Landesverteidigung wurde Ferdinand Graf (ÖVP), der am 15. Juli 1956 angelobt wurde.

Mit dem Staatsvertrag im Mai 1955 erlangte Österreich seine volle Souveränität zurück und damit auch das Recht auf eine eigenständige militärische Landesverteidigung. Bereits im Sommer 1955 wurden mit dem Wehrkompetenzgesetz die ersten organisatorischen Maßnahmen zur Wiedererrichtung der Landesverteidigung gesetzt. Gleichzeitig wurde das Verbot der Alliierten zur Ausübung militärischer Aktivitäten aufgehoben. Der 7. September 1955, an dem das Wehrgesetz mit der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht beschlossen wurde, gilt heute als Gründungstag des Österreichischen Bundesheeres. Von grundlegender Bedeutung für den Auftrag und das Einsatzspektrum des Bundesheeres war der Beschluss der immerwährenden Neutralität am 26. Oktober 1955.

Ebenfalls im Sommer 1955 wurde die B-Gendarmerie in die „Provisorische Grenzschutzabteilung“ übergeführt. Im Sommer 1956 erfolgte schließlich die Umgliederung in eine militärische Organisationsstruktur. Dabei entstanden 32 Bataillone, acht Brigaden sowie Gruppenkommanden in Wien, Graz und Salzburg. Mit der Gründung des Bundesministeriums für Landesverteidigung wurde schließlich auch die organisatorische Grundlage für eine eigenständige, ressortgeführte militärische Landesverteidigung geschaffen.

-red-