Österreich

Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

08.08.2022

Bundesheer birgt 13,5 Tonnen Kriegsmaterial

Im ersten Halbjahr 2022 haben Experten des Bundesheeres 13,5 Tonnen Kriegsmaterial geborgen.

Insgesamt wurden von 515 Fund- und Wahrnehmungsmeldungen untersucht. Die meisten Bergungen im ersten Halbjahr 2022 gab es in Niederösterreich mit 253 Einsätzen. Seit 2013 wurden bereits über 300 Tonnen Kriegsmaterial in über 10.000 Einsätzen untersucht, geborgen und abtransportiert. Üblicherweise werden die Kriegsrelikte auf den Sprengplätzen des Bundesheeres in Großmittel oder Allentsteig vernichtet. Im Durchschnitt sind die Mitarbeiter des Entminungsdienstes zwei bis drei Mal täglich in ganz Österreich im Einsatz.

Ein Fund von Kriegsmaterial muss sofort bei der nächsten Polizeistation oder telefonisch gemeldet werden. Bis zum Eintreffen des Entminungsdienstes gilt es unbedingt Abstand zu halten und die Gegenstände auf keinen Fall zu berühren.

-red-


25.07.2022

„Constructor 2022“ am Truppenübungsplatz Allentsteig

Von 25. bis 29. Juli 2022 findet die Übung „Constructor 2022“ am Truppenübungsplatz Allentsteig statt.

An der Übung nehmen 720 Soldaten teil. Unter der Leitung der Heerestruppenschule wird die Zusammenarbeit verschiedenster Waffengattungen und Geräte, wie unter anderem der Einsatz von Drohnen oder Kampfpanzern, gemeinsam mit Bodentruppen trainiert. Ziel ist es, Berufssoldaten-Anwärter und Lehrgangs-Teilnehmer deren Abschlussprüfungen vorzubereiten. Außerdem sollen verschiedene Kaderanwärterausbildungen und Lehrgänge des Bundesheeres zusammengebracht werden, um das Zusammenwirken unterschiedlicher Waffengattungen am Gefechtsfeld zu trainieren.

Die teilnehmenden Soldaten kommen aus Österreich. Unterstützt wird das Training unter anderem durch fünf Kampfpanzer „Leopard“ 2A4, sechs Schützenpanzer „Ulan“, einen Bergepanzer, vier Panzerhaubitzen „M-109 A5Ö“, drei schwere Granatwerfer, ein gepanzertes Sanitätsfahrzeug „Dingo“, ein Schwerlasttransportsystem für 70 und eines für 30 Tonnen Last und einen 76-m-Kran.

-red-


21.07.2022

Griechenland/Österreich: Konsultationsgespräche

Von 27. bis 29. Juni 2022 trafen sich Vertreter Österreichs und Griechenlands zu Gesprächen über eine bilaterale Kooperation und den EU-Grenzschutz.

An den Konsultationsgesprächen in Alexandroupolis nahmen der Generalsekretär und Verteidigungspolitische Direktor des Verteidigungsministeriums, Dr. Arnold Kammel, und der griechische Verteidigungspolitische Direktor Dr. Konstantinos Balomenos teil. Ein besonderer Fokus lag auf dem Thema der illegalen Migration, da Griechenland nicht nur seine nationalen Grenzen, sondern auch die EU-Außengrenze in Richtung Türkei und Mittlerer bzw. Naher Osten, schützt. Im Anschluss an die Gespräche konnten Experten aus Österreich und Griechenland bei einem Workshop Wissen über die Instrumentalisierung von illegaler Migration als hybride Bedrohung und die Rolle des Militärs bei deren Bekämpfung austauschen.

-red-


20.07.2022

Bundesheerkooperation mit US-Nationalgarde

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner unterzeichnete am 19. Juli 2022 das „State Partnership Program“ (SPP) mit der Nationalgarde Vermont.

Die Unterschriftenzeremonie fand im Verteidigungsministerium statt, wobei unter anderem der Kommandant der Nationalgarde der USA, General Daniel Hokanson, und der Kommandant der Nationalgarde Vermont, Generalmajor Gregory Knight, anwesend waren. Bei dem militärischen Festakt, der durch Militärmusik begleitet wurde, betonten sowohl die Kommandanten der Nationalgarde als auch Verteidigungsministerin Tanner die gemeinsamen Werte und die historische Zusammenarbeit zwischen dem US-Bundesstaat Vermont und Österreich.

Das SPP ermöglicht einen Austausch von Fähigkeiten, Erfahrungen und Know-How. Insbesondere in den Bereichen Antizipation, Früherkennung und Aufklärungsfähigkeit, Cyberabwehr, Einsatzführung im urbanen Raum und Hochgebirge, Drohnennutzung und -abwehr, Militärmedizin, Katastropheneinsatz und die internationale Terrorismusbekämpfung soll zukünftig enger zusammengearbeitet werden.

-red-


18.07.2022

Workshop „In Verteidigung der Demokratie“

Am 13. Juli 2022 veranstaltete das Bundesheer am Fliegerhorst Vogler in Hörsching den Workshop „In Verteidigung der Demokratie“.

Der Workshop ging der Frage nach, wie kompetent „man“ ist, wenn es darum geht Gefahren für die Demokratie im Netz zu erkennen. Im Fokus stand dabei die Umfassende Landesverteidigung mit den vier Teilbereichen geistige, zivile, militärische und wirtschaftliche Landesverteidigung.

Zu Beginn gaben die Teilnehmer eine Einschätzung zu ihrer eigenen Medienkompetenz, zur Frage, ob die Demokratie bedroht sei und welche Rolle das Bundesheer in der Verteidigung der Demokratie habe ab. Anschließend wurden die Fragen der inneren und äußeren Bedrohung der Demokratie und die Rolle der Medien in Arbeitsgruppen behandelt.

Ziel des Workshops war es darzustellen, welche Arten von Desinformationen Mitglieder der Gesellschaft im Alltag ausgesetzt sind, wie man diese erkennen und ihnen begegnen kann. Vor allem jüngere Menschen nutzen Soziale Medien als Quelle für Informationen und müssten daher umso mehr auf den Umgang mit Desinformation geschult werden. Bildung und Medienkompetenz sind wichtige Elemente, um Fake News zu erkennen.

Etwa 70 Pädagogen, Schüler, Hochschüler- und Schülervertreter, Demokratie-Peers sowie Informationsoffiziere nahmen an dem Workshop teil. Im Jahr 2023 soll die Veranstaltung zu einem anderen Thema aus dem Bereich der Umfassenden Landesverteidigung fortgesetzt werden.

-red-


05.07.2022

Fünf neue Bergefahrzeuge

Am 5. Juli 2022 übergibt Verteidigungsministerin Klaudia Tanner drei leichte und zwei mittlere Bergefahrzeuge in der Maria-Theresien-Kaserne an die Truppe.

Dabei handelt es sich um Lastkraftwagen mit teleskopierbarem Tiefladeanhänger. Während die Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH die Fahrzeuge gebaut hat, wurden die 30 t schweren Anhänger von der österreichischen Empl Fahrzeugwerk GesmbH und der deutschen Doll Fahrzeugbau GmbH erzeugt. Die leichten Bergefahrzeuge sind mit einer 12 t Rahmenwinde ausgestattet und haben einen Pritschenaufbau. Das mittlere Bergefahrzeug hat zwei Winden, einen Ladekran und einen teleskopierbaren Abschlepparm. Insgesamt sollen in den nächsten Jahren 71 leichte und 24 mittlere Bergefahrzeuge sowie 35 Tiefladeanhänger um etwa 71 Millionen Euro beschafft werden.

Die fünf übergebenen Fahrzeuge werden beim Aufklärungs- und Artilleriebataillon 4 in Allentsteig, dem Stabsbataillon 3 in Mautern, dem Pionierbataillon 3 in Melk, dem Versorgungsregiment 1 in Gratkorn und dem Panzerstabsbataillon 4 in Hörsching zum Einsatz kommen. „Die Aufgabenbereiche des Bundesheeres sind sehr breit gefächert. Die neuen Fahrzeuge sind nicht nur für Bergungen von militärischem Gerät notwendig, wir unterstützen damit in Assistenzeinsätzen auch die österreichische Bevölkerung“, sagt Verteidigungsministerin Tanner bei der Übergabe der Schlüssel an die Kraftfahrer.

-red-


05.07.2022

Fallschirmsprung-Weltmeisterschaft erfolgreich beendet

Von 20. bis 30. Juni 2022 fanden in Güssing die 45. Militärweltmeisterschaften im Fallschirmspringen statt.

Der internationale Wettkampf, an dem 35 Nationen teilnahmen, wurde vom Österreichischen Bundesheer ausgetragen. Die 335 Wettkämpfer traten in den Disziplinen Zielspringen, Formation und Style gegeneinander an. Das österreichische Militär-Nationalteam beendete die Fallschirmsprung-Weltmeisterschaft auf Platz drei des Medaillenspiegels. Insgesamt konnte die österreichischen Soldaten vier Gold- und zwei Bronzemedaillen gewinnen.

Ein besonderes Highlight war die Goldmedaille von Zugsführer Sebastian Graser. Der Salzburger Heeres-Leistungssportler holte sich die erste Goldmedaille für Österreich seit 1986 beim Zielspringen. Bei insgesamt acht Sprüngen aus 1.000 Meter Höhe konnte er sich mit einer Gesamtabweichung von nur drei Zentimetern gegen seine Mitstreiter durchsetzen. Weitere Medaillen sicherten sich die Heeressportlerin Sophie Grill (3x Gold) und Gefreiter Michael Urban (2x Bronze).

-red-


21.06.2022

Blackout-Simulation „Neustart“

Wie kann man sich auf einen Blackout vorbereiten bzw. diesen Krisenfall bewältigen? Die Blackout-Simulation „Neustart“ liefert Antworten.

Ein europaweiter Strom-, Infrastruktur- sowie Versorgungsausfall ist wahrscheinlicher denn je. Der Ukraine-Krieg, Probleme mit internationalen Lieferketten und Hitzewellen sind nur einige Faktoren, die das europäische Stromversorgungssystem belasten. Die Blackout-Vorsorge ist daher in Städten, Gemeinden, Behörden, aber auch Unternehmen wichtig. Oft werden die weitreichenden Folgen (Lieferkettenkollaps, fehlende Telekommunikation, Wasserversorgung etc.) jedoch nach wie vor unterschätzt.

Um die Tragweite eines Blackouts begreiflich zu machen und gleichzeitig Vorsorge- und Bewältigungsstrategien zu vermitteln entwickelten Till Meyer, Entwickler didaktischer Spiele, und Herbert Saurugg, Blackout- und Krisenvorsorgeexperte, die Simulation „Neustart“. Sie macht es möglich, die Tragweite eines Blackouts zu erfassen und gleichzeitig Krisenbewältigung zu trainieren. Mithilfe von „Neustart“ kann der Ablauf eines Blackouts mit geringem Zeit- und Ressourcenaufwand durchgespielt werden. Die Basisversion der Simulation richtet sich an Spielergruppen jeder Art, die professionelle Version wird für das Training von Fachpersonal eingesetzt.

-red-

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01.06.2022

Übungs- und Ausbildungsplan 2022

Das Bundesheer hat für das Jahr 2022 einige große internationale Übungen in Europa, Afrika und Kanada geplant.

Geübt wird unter anderem im Bereich der ABC-Abwehr, im alpinen Gelände und bei den Luftstreitkräften. Bis zu 150 österreichische Soldatinnen und Soldaten werden zu den etwa 30 Übungen entsendet, die in Kooperation mit internationalen Organisationen, der Europäischen Union und der NATO durchgeführt werden. Im Juni 2022 nehmen beispielsweise 80 österreichische Soldaten an der Übung „Fire Blade“ der Europäischen Union in Ungarn teil. Ebenfalls im Juni 2022 findet die NATO-Übung „Coalition Warrior Interoperability Exercise“ statt. Im Fokus der gemeinsamen Ausbildungen steht die gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik in Europa, aber auch die internationale Zusammenarbeit sowie die Standardisierung der Einsatztechniken.

-red-


24.05.2022

„Dädalus22“: Bundesheer überwacht Luftraum

Von 22. bis 26. Mai 2022 findet das Weltwirtschaftsforum in Davos (Schweiz) statt. Mit der Luftraumsicherungsoperation „Dädalus22“ sichert das Bundesheer in dieser Zeit den österreichischen Luftraum.

Mehr als 1.000 Soldaten, 20 Luftfahrzeuge sowie je zehn Flächenflugzeuge und Hubschrauber werden über dem temporär errichteten Flugbeschränkungsgebiet über Teilen Vorarlbergs und Tirols eingesetzt. Damit wird zum einen für Sicherheit bei der Veranstaltung, zum anderen für den Schutz der örtlichen Bevölkerung vor Gefahren aus der Luft gesorgt. „Dädalus22“ wird in Kooperation mit den Schweizer Streitkräften durchgeführt. Seit 1. Februar 2019 gibt es ein Abkommen mit der Schweiz über die Zusammenarbeit im Bereich der grenzüberschreitenden Sicherung des Luftraumes gegen nichtmilitärische Bedrohungen aus der Luft.

-red-