Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

01.08.2016

Militärkommando Tirol trainiert Friedensstudenten

Vom 25. bis 30. Juli 2016 konnten 32 Studenten aus 21 Nationen ihre Fähigkeiten für eine Verwendung in internationalen Friedenseinsätze trainieren.

In einer intensiven Kooperation mit dem Militärkommando Tirol hat die Universität Innsbruck, Masterstudiengang „Frieden, Entwicklung, Sicherheit und internationale Konflikttransformation“ das Projekt „Native Challenge“ ins Leben gerufen. Die Studenten des 1. bis 3. Semesters nehmen dabei an praktischen Übungen teil, bei denen konkrete Konfliktszenarien simuliert werden. Sowohl im urbanen Umfeld als auch im alpinen Gelände sind Aufgaben zu bewältigen, die auf die jungen Leute bei einem etwaigen Einsatz zukommen könnten.

Zusätzlich zur akademischen Wissensvermittlung soll eine realitätsnahe Ausbildung das Risikopotenzial bei Entsendungen in Krisengebiete verringern. Diese Absicht wurde bei einer praxisbezogenen Ausbildung durch einsatzerfahrene Spezialisten der 6. Jägerbrigade und des Militärkommandos Tirol verwirklicht. „Die einzelnen Teams werden von Offizieren und Unteroffizieren gecoacht, die alle auf Auslandserfahrungen zurückgreifen können.

"Ausbildungsleiter Oberst Bernd Rott vom Jägerbataillon 24 denkt sich die Szenarien aus, die er von seinen Erfahrungen in Auslandseinsätzen ableiten kann“, so der Tiroler Militärkommandant, Generalmajor Mag. Herbert Bauer, als Verantwortlicher für den „militärischen“ Teil des Studiums.

Oberst Raimund Lammer


28.07.2016

Besuch des Verteidigungsministers in der Freistädter Tilly-Kaserne

Der Verteidigungsminister, Mag. Hans Peter Doskozil, überzeugte sich am 21. Juli 2016 von der Richtigkeit seiner Entscheidung, die Tilly Kaserne weiterhin militärisch zu nutzen: Er besuchte die Freistädter Soldaten.

Doskozil wurde vom Kommandanten der 4. Panzergrenadierbrigade, Brigadier Mag. Christian Riener, in Empfang genommen. Begleitet wurde er von einer Delegation, die sich aus Vertretern der Politik und aus dem Militär zusammensetzte.

Der  Kasernenkommandant, Oberleutnant Gunther-Wieland Huber, briefte den hochrangigen Besuch über die Tilly Kaserne und hob Alleinstellungsmerkmale und Besonderheiten des Kasernenstandorts Freistadt hervor. Eine anschließende Kasernenrunde wurde auch von einem Filmteam des ORF begleitet.

Bei einer Pressekonferenz informierte der Verteidigungsminister über die Zukunft der Tilly-Kaserne und die Formierung des Jägerbataillons 15.

Auf dem nahe gelegenen Garnisonsübungsplatz „Geyerhof“ konnte er sich von der Leistungsfähigkeit der Freistädter Soldaten überzeugen. Die Rekruten der Lehrkompanie zeigten dabei ihre erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten auf der Gefechtstrainingsanlage, beim gesicherten motorisierten Marsch, beim Stellungsbezug und beim koordinierten Führen des Feuerkampfes.

In persönlichen Gesprächen überzeugte sich der Bundesminister davon, dass die Ausbildung unter den derzeitigen Bedingungen in Freistadt idealer nicht sein konnte.

Der Besuch in der Tilly-Kaserne endete mit der Übergabe zweier symbolischer Geschenke an den Verteidigungsminister: ein Messer mit dem Wappen der Lehrkompanie und ein Gedenkstein der Tilly Kaserne.

 

Oberleutnant Gunther-Wieland Huber 


23.07.2016

Schweizerischer Stop and Shop in Hörsching

Am 21. Juli 2016 vormittags landete eine Staffel Pilatus PC21 der Pilotenschule der Schweizer Luftwaffe auf dem Fliegerhorst Vogler in Hörsching. Zweck der Zwischenlandung war die Betankung der Flugzeuge durch das Österreichische Bundesheer, bevor es nach Polen zu einer Übung weiterging.

Im Fachjargon wird diese Unterstützung fremder Armeen als Host Nation Support bezeichnet. Kommenden Freitag macht die Staffel wieder einen Zwischenstopp in Linz bevor es zurück in die Schweiz geht.

AbtÖA/MilKdoOÖ


14.07.2016

Ausmusterung neuer Unteroffiziere in Enns

Am 13. Juli 2016 wurden 144 Absolventen der Heeresunteroffiziersakademie in Enns bei einem militärischen Festakt zu Wachtmeistern befördert. Danach erfolgte die feierliche Ausmusterung in der Ennser Stadthalle.

„Mit Ihnen verstärkt sich das Bundesheer mit bestens ausgebildeten und didaktisch geschulten Unteroffizieren. Nun können sie das anwenden, was sie gelernt und geübt haben“, meinte Verteidigungsminister Hans-Peter Doskozil in seiner Ansprache. Um den Soldatenberuf attraktiver zu machen, will der Minister bessere Perspektiven für die Zukunft schaffen, wie Anstellung auf Lebenszeit, bessere Abgeltung und zeitgemäße Infrastruktur. „Wir müssen so attraktiv werden, dass die Menschen gerne zu uns kommen!“

Die Ausbildung zum Unteroffizier findet an der Ennser Heeresunteroffiziersakademie sowie an den Waffenschulen statt, wo die waffengattungsspezifische Ausbildung erfolgt. Neben militärischen und sportlichen Lehrzielen werden die Lehrgangsteilnehmer in den Bereichen EDV, Wehrpolitik, Politische Bildung, Rechtslehre und in der Persönlichkeitsbildung geschult. Nach ihrer Ausmusterung kehren die Unteroffiziere wieder in ihre Waffengattungen zurück.

-keu-


13.07.2016

Informationsoffizierstreffen

Am 12. Juli 2016 fand eine bundesweite Zusammenziehung der Informationsoffiziere des Österreichischen Bundesheeres an der Landesverteidigungsakademie in Wien statt.

Den 133 teilnehmenden Informationsoffizieren wurden bei dieser jährlichen Fortbildungsveranstaltung sicherheitspolitische Themen wie die aktuellen Herausforderungen der österreichischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik, personelle Auswirkungen der Strukturanpassung oder lauende Einsätze des Bundesheeres nähergebracht. Weitere Schulungsbereiche waren Vorträge über die Kaderanwärter- und GWD-Ausbildung.

Höhepunkt der Veranstaltung war ein Vortrag vom des Chefs des Generalstabes, General Mag. Othmar Commenda, der sich zur aktuellen Personalsituation und dem Budget äußerte. Sein Fazit: „Wir sind auf dem richtigen Weg!“

-red-


08.07.2016

Brückenbau nach Starkregen

Pioniere des Bundesheeres errichteten in der ersten Juliwoche eine Ersatzbrücke zu einem Wohngebiet in Bad Wimsbach, Oberösterreich.

Die starken Regenfälle am Wochenende führten zu erheblichen Überflutungen in Oberösterreich, besonders auch im Bezirk Wels-Land. In Bad Wimsbach wurde eine Brücke unbenützbar und ein Wohnhaus von der Außenwelt abgeschnitten. Der Bürgermeister hat daraufhin den Einsatz des Bundesheeres zur Instandsetzung der beschädigten Infrastruktur beantragt. Das Militärkommando Oberösterreich beauftragte den 2. Baupionierzug aus Hörsching mit der Errichtung einer Ersatzbrücke. Eingesetzt wurde eine D-Brücke, die aus einzelnen Brückenelementen besteht, die in beliebiger Länge zusammengesetzt werden können.

Nach der Erkundung und dem Transport schraubten die Pioniere die zwölf Meter lange Brücke vor Ort zusammen. Anschließend wurde sie mit einem erst vor wenigen Monaten an die Melker Pioniere ausgelieferten Autokran in die Brückenlager eingehoben und die Fahrbahnelemente eingesetzt. Aufgrund des raschen Baufortschrittes konnte die Brücke bereits am Donnerstag, den 7. Juli, und nicht wie geplant am Freitag fertiggestellt werden. Bis zum Neubau der beschädigten Originalbrücke ist für die Bewohner die Verbindung zur Außenwelt über die Pionierbrücke sichergestellt.

Militärkommando Oberösterreich


05.07.2016

Rekruten für den Islamischen Staat

Der ORF berichtet auf seiner Website über die Gefahr der Rekrutierung von IS-Kämpfern auf dem Balkan. Das wirtschaftliche und politische Umfeld sowie die Geschichte sind vor allem in Bosnien und Herzegowina ein Nährboden für radikale Bewegungen.

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-red-

 


02.07.2016

40 Jahre PC-6 und OH58

Am 30. Juni 2016 fand unter der Anwesenheit zahlreicher Ehren- und Festgäste am Fliegerhorst Brumowski ein Festakt anlässlich 40 Jahre Pilatus Porter PC-6 „Turbo Porter“ und Bell OH58 „Kiowa“ im Österreichischen Bundesheer statt.

Der Kommandant des Luftunterstützungsgeschwaders, Oberst Wolfgang Rafetseder, begrüßte unter anderem zahlreiche ehemalige Angehörige beider fliegerischer Staffeln. Der Leiter des Teilstabes Luft des Streitkräfteführungskommandos, Brigadier Mag. Karl Gruber (selbst ehemaliger Kommandant der OH58-Staffel) und der Kommandant der Luftunterstützung, Brigadier Andreas Putz, gingen in ihrer Reden auch auf persönliche Erlebnisse und Erfahrungen mit beiden Luftfahrzeugtypen ein.

Die PC-6 ist ein leichtes Transport- und Verbindungsflugzeug, der OH58 ein bewaffneter leichter Mehrzweckhubschrauber.

Gerd Hiess


30.06.2016

Erste Frau in den Generalstabsdienst ausgemustert

Am Abend des 29. Juni 2016 wurden acht österreichische Offiziere des Bundesheeres in der Ruhmeshalle des Heeresgeschichtlichen Museums feierlich in den höchsten Dienst des Militärs, den Generalstabsdienst, übernommen.

Erstmals befand sich eine Frau unter den Absolventen, die ihre Ausbildung zum Generalstabsoffizier abschließt. Frau Major des Generalstabsdienstes Dr. Karoline Resch (41) ist somit die erste weibliche Absolventin in der Geschichte des Österreichischen Bundesheeres, die diese Bezeichnung trägt. Den Lehrgang absolvierten auch zwei ausländische Hörer, ein Offizier aus der Schweiz und aus Deutschland. Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil überreichte den neuen Generalstabsoffizieren persönlich ihr Dekret. General Othmar Commenda hieß die neuen Spitzenführungskräfte ebenfalls willkommen.

Am 3. September 2013 war der 20. Generalstabslehrgang gestartet. Zuvor mussten die Offiziere ein mehrstufiges Aufnahmeverfahren durchlaufen. Zusätzliche Voraussetzung für den Lehrgang ist ein Abschluss an der Theresianischen Militärakademie. Die Ausbildung des Generalstabsdienstes dauert insgesamt drei Jahre und erfordert rund 6 500 Unterrichtsstunden. Hauptlehrfächer sind unter anderem Truppenführung, operative Führung, Streitkräftemanagement und Sicherheitspolitik. Neben fachspezifischen Inhalten eignen sich die Teilnehmer die Fähigkeit an, komplexe Probleme zu lösen und lernen, ihr kritisches und kreatives Denken zu erweitern.

Der Generalstabslehrgang ist die höchste militärische Ausbildung, die man beim Österreichischen Bundesheer absolvieren kann. Durch die breite, komplexe, operative und militärstrategische Ausbildung sind die Absolventen befähigt, die höchsten Kommandanten-Funktionen beim Bundesheer sowie in internationalen Stäben auszuüben.

-red-


27.06.2016

ÖOC-Team nimmt Formen an

Das österreichische Team für die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro vom 5. bis 21. August 2016 wird konkreter.

Das Österreichische Olympische Comite (ÖOC) nominierte in einer zweiten Nominierungswelle weitere 29 Sportler. Zusammen mit den 17 bereits Genannten vom 29. März ergibt das eine vorläufige Anzahl von 46 Athleten; je 23 Damen und 23 Herren aus 15 Sportarten. Die endgültige Olympiamannschaft für die Spiele wird am 15. Juli bekanntgegeben.

ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel rechnet mit maximal 68 Teilnehmern und 55 Betreuern. 31, der 46 nominierten Sportler gehören dem Heeres-Sportzentrum an.

-red-