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Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

12.11.2020

Ausweitung des COVID-Einsatzes möglich

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner sichert Aufstockung der Kräfte des Bundesheers im COVID-Einsatz zu.

Das Bundesheer hilft bereits seit Beginn der COVID-Krise, um die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die österreichische Bevölkerung so gering wie möglich zu halten. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner informierte am 11. November 2020 die Landeshauptleute, dass eine Aufstockung des Bundesheer Personals rasch möglich wäre. Sollte weitere Hilfe von Seiten der Behörden notwendig sein, könne man die bisher eingesetzten Kräfte in allen Bundesländern verdoppeln. Aktuell befinden sich rund 500 Soldatinnen und Soldaten in ganz Österreich im Einsatz. Sie unterstützen unter anderem die Gesundheitsbehörden beim Contact Tracing und in den Teststraßen.

-red- 


03.11.2020

Bundesheer unterstützt Polizei nach Anschlag in Wien

Nach dem Terroranschlag in der Wiener Innenstadt am 2. November 2020 wurde das Bundesheer zur Unterstützung der Polizei angefordert.

Noch in der Nacht auf den 3. November übernahmen Soldaten den Objektschutz in Wien, um die Polizei zu entlasten. Das Jagdkommando wurde ebenfalls alarmiert und steht für etwaige Aufträge, gegebenenfalls mit gepanzerten Fahrzeugen, in einer Wiener Kaserne bereit. Darüber hinaus hält sich auch die Militärpolizei für etwaige Einsätze zur Verfügung. 

-red-


02.11.2020

Bundesheer unterstützt Slowakei bei Coronoavirus-Tests

Die Slowakei testet landesweit Personen auf das Coronavirus. 30 Sanitäter des österreichischen Bundesheeres helfen bei den Testungen.

Mit den Massentests sollen bisher unbekannte Coronavirus-Ansteckungsherde ermittelt werden. 30 Sanitäter, davon vier Frauen, waren am 31. Oktober und 1. November im Raum Bratislava im Einsatz. Die logistische Basis für diesen humanitären Einsatz war die Benedek-Kaserne am Truppenübungsplatz Bruckneudorf, wo die Soldaten auch untergebracht waren. Die Entsendung der Soldaten fand im Rahmen der humanitären Hilfe bzw. der Katastrophenhilfe statt und basierte auf einem Beschluss der Bundesregierung. Der Einsatz erfolgte in Uniform, ohne Waffen und Munition.

-red-


29.10.2020

Französisches Armeelager in Wiener Neustadt entdeckt

Im Oktober 2020 wurde ein vermutliches Feldlager der französischen Armee aus 1805 bei Wiener Neustadt entdeckt.

Wie der ORF berichtet, fanden Mitarbeiter des Amtes für Rüstung und Wehrtechnik, des Ludwig-Boltzmann-Instituts und der Zentralstelle für Meteorologie und Geodynamik die archäologischen Überreste bei der Erprobung von Sensortechnik am Rande eines militärischen Schießplatzes. Das Bundesamt für Denkmalschutz wurde umgehend informiert, weshalb bereits erste Grabungen stattfanden. Am 28. Oktober 2020 besichtigten Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Vertreter der französischen Botschaft die archäologischen Funde, darunter Keramiken, Knochenreste, Musketenkugeln und Knöpfe. Im Frühjahr 2021 sollen alle Fundstellen geöffnet und untersucht werden.

-red-

ORF-Artikel: Lager der französichen Armee entdeckt

Artikelserie: Reiseführer in die Franzosenzeit


27.10.2020

Bundesheer-Leistungsschau als Hybrid-Event

Die Informations- und Leistungsschau des Bundesheeres zum Nationalfeiertag wurde 2020 als hybrides Event veranstaltet.

Um trotz der COIVD-19-Pandemie eine anspruchsvolle Veranstaltung bieten zu können, wich das Bundesheer auf verschiedene Kanäle aus: Auf der Website „nationalfeiertag2020.jetzt“ wurde ein virtueller Rundgang am Heldenplatz konzipiert, es gab eine ORF-Livesendung und auch Kurzfilme des Regisseurs Stefan Ruzowitzky wurden ausgestrahlt. In Summe konnten so mehr als eine Million Besucher verzeichnet werden, wobei der virtuelle Rundgang mit über 500.000 Zugriffen bis 14:00 Uhr der Publikumsfavorit war. Im Mittelpunkt der Website stehen vier 360° Virtual Reality Panoramen: ein Mannschaftstransportpanzer Pandur „Evolution", das Transportflugzeug C-130 „Hercules“ in der MEDEVAC-Konfiguration, der S-70 „Black Hawk“ und der Puch G „Sandviper“ des Jagdkommandos. Der „virtuelle Heldenplatz“ („nationalfeiertag2020.jetzt“) bleibt auch weiterhin online.

-red-


09.10.2020

Bildungskooperation mit KZ-Gedenkstätte Mauthausen

Am 8. Oktober 2020 unterzeichneten die Verteidigungsministerin Mag. Klaudia Tanner und die Direktorin des Mauthausen Memorials, DDr. Barbara Glück, eine Absichtserklärung über eine Zusammenarbeit des ÖBH und der KZ-Gedenkstätte Mauthausen.

Die langfristige Kooperation soll durch eine „Staats- und wehrpolitische Bildung“ in der Offiziers- und Unteroffiziersausbildung einen Beitrag zur Strategie gegen Antisemitismus und Rassismus leisten. Neben der Kooperation der Bildungseinrichtungen des Bundesheeres mit dem Mauthausen Memorial soll eine gemeinsame Erarbeitung von Inhalten zum Thema „Totalitarismus, Rassismus und Antisemitismus“ am Beispiel des KZ-Systems Mauthausen erfolgen. Außerdem sind Gedenkstättenbesuche durch Soldaten geplant. Das ÖBH – besonders das Militärkommando Oberösterreich – unterstützt die Gedenkstätte Mauthausen bereits bei der Gedenk- und Befreiungsfeier sowie bei Abholzungsarbeiten im Bereich des ehemaligen Steinbruchs.

-red-


05.10.2020

77 Offiziere zur Truppe ausgemustert

Am 2. und 3. Oktober 2020 musterten 53 Berufs- und 24 Milizoffiziere, darunter fünf Frauen, an der Theresianischen Militärakademie aus.

Der Festakt fand im Beisein von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und dem Generalstabschef Robert Brieger statt. Es wurden die Sponsion des Jahrganges „Hauptmann Neusser“ zum „Bachelor of Arts in Military Leadership“ sowie die Beförderung zum Leutnant gefeiert.

Aufgrund der Corona-Pandemie fand der Festakt in stark eingeschränkter Form statt. Für die Veranstaltung wurde ein spezielles Sicherheits- und Hygienekonzept erstellt: Besucher und Ehrengäste durften nur mit Einladung und nach einer Zutrittskontrolle teilnehmen und es gab zugewiesene Sitzplätze mit entsprechendem Abstand. Außerdem waren Experten des ABC-Abwehrzentrums und zusätzliches Sicherheitspersonal vor Ort.

-red-


30.09.2020

Neue Großraumbusse für das ÖBH

Am 29. September 2020 übergab Verteidigungsministerin Klaudia Tanner in der Maria-Theresein-Kaserne sechs Reisebusse an das Kommando Streitkräftebasis.

Die neuen Busse des Herstellers MAN werden künftig für den Transport der Soldaten in Österreich sowie bei Personalrotationen ins Ausland eingesetzt. Der Kaufpreis für die Anschaffung betrug knapp 2 Millionen Euro (332.000 Euro pro Fahrzeug). Zusätzlich wurden für das Jahr 2021 sechs weitere kleinere Busse in Auftrag gegeben. Diese sollen für Fahrten der Truppe zu Verlegungen und Angelobungen sowie für Repräsentationsaufgaben der Garde und sonstige Vorhaben im In- und Ausland eingesetzt werden.

-red-


29.09.2020

Military English 1B

Am 25. September 2020 wurde bei der Veranstaltung „Tag der Sprachen“ in der Landesverteidigungsakademie das neue Lehrbuch für die militärische Englischausbildung im Bundesheer vorgestellt.

Laut den Autoren, Oberst Herwig Preining und Vizeleutnant Rudolf Handler, soll das Lehrbuch dabei helfen, die spezifischen Bedürfnisse von Kursteilnehmern der militärischen Englischausbildung (Military English Training) zu erfüllen. Das Buch trägt den Titel „Military English 1B“, hat 89 Seiten, die sich auf acht Kapitel unterteilen und kann zur Gänze als PDF auf der Homepage des SIB im Intranet des BMLV abgerufen werden. Mit dem Werk soll die Materialbeschaffung für Kursteilnehmer künftig deutlich erleichtert werden. Für die Zukunft planen die beiden Autoren unter anderem die Publikation von Lehrbüchern für die Level 2A und 2B, aber auch eine App und ein interaktives Student’s book sind angedacht.

-red-


23.09.2020

Ein Dilemma und viele Perspektiven

Das Zentrum für Menschenorientierte Führung und Wehrpolitik veranstaltete vom 16. bis 18. September 2020 eine Diskussionsveranstaltung zum Thema „Werte und Normen – Dilemma-Bearbeitung“.

Bei der Veranstaltung wurde der Film „Terror – Ihr Urteil“ von Lars Kraume vorgeführt und anschließend diskutiert. Die Zuschauer schlüpfen bei diesem Film in die Rolle der Schöffen/Geschworenen und sollen ein Urteil über den Protagonisten fällen. Dieser hat als Pilot der Bundeswehr eine von Terroristen entführte zivile Passagiermaschine abgeschossen, bevor diese in einem mit 70.000 Besuchen besetzten Stadion zum Absturz gebracht werden konnte. Ziel der Veranstaltung war es, dieses Dilemma aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und dadurch Kernfragen aus der Sicht der jeweiligen Fachrichtungen mit Relevanz für die Ausbildung von Traineranwärtern zu erarbeiten.

Für die Veranstaltung konnten verschiedene Experten aus den Bereichen Recht & Weisung, Psychologie & Gesellschaft, Ethik & Theologie, Militär sowie Ausbildung & Führungsverhalten gewonnen werden. Diese diskutierten auf Basis ihrer jeweiligen Expertisen ihre Ansichten zum Thema und arbeiteten Fragen dazu aus. Zudem wurde analysiert, inwiefern dieses oder ähnliche Dilemmata in die Praxis von Auswahlverfahren, in die Ausbildung oder die Einsatzvorbereitung eingebunden werden könnten. Dabei zeigte sich besonders die Bedeutung der Selbstreflexion als Weg zur Erkenntnis über eigene Werte und die Recht-, Zweck- und Verhältnismäßigkeit der eigenen Handlungen. Als Fazit zeigte sich, dass komplexe Herausforderungen gesamtheitliche, interdisziplinäre Lösungsansätze brauchen.

Oberst Bernhard Schulyok