Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

19.04.2021

Erste Frau wird Regimentskommandantin

Am Freitag, den 16. April 2021 ernannte Bundesministerin Klaudia Tanner Oberstleutnant Jasmine Krutzler zur Kommandantin des Versorgungsregiment 1.

Krutzler ist die erste Frau in einer derartigen Position im Österreichischen Bundesheer. Die Hauptaufgaben des Versorgungsregimentes liegen in der Logistik und der Versorgung für die im In- und Ausland eingesetzten Soldatinnen und Soldaten. Während der Covid-19-Krise unterstützen die etwa 220 Berufssoldaten des Regiments unter anderem in Konzernen, im Postverteilungszentrum, bei den Massentests und beim Contact-Tracing. Krutzler übernimmt das Regiment von Major Oliver Jäger-Sunstenau.

-red-


14.04.2021

Studie lobt COVID-Einsatz des Bundesheeres

Das Austria Institut für Europa- und Sicherheitspolitik analysierte den Streitkräfte-Einsatz im Ländervergleich während der Corona-Pandemie.

Die Studie kommt zum Schluss, dass Österreich trotz der geringen Größe des Bundesheeres nicht nur die Aufgaben im Inland erfüllt hat – Spitzenzeiten waren 8.500 Soldaten gleichzeitig im Assistenzeinsatz- sondern auch seinen Auslandsverpflichtungen gerecht geworden ist. Laut der Studie ist in Österreich zudem die Akzeptanz der Streitkräfte bei Assistenzeinsätzen höher als in anderen Ländern, in denen die Bevölkerung nicht an Unterstützungsleistungen der Polizei oder des Militärs gewohnt ist. Kritisch wird in der Studie jedoch auf die in Österreich nicht vorhandene Kapazität von Militärspitälern als „Reservespitäler“ eingegangen. Die Militärmedizin war in den vergangenen Jahren massiv zurückgeschraubt worden.

Das Austria Institut für Europa- und Sicherheitspolitik wurde vor 25 Jahren gegründet. An der Spitze stehen der ehemalige Verteidigungsminister Werner Fasslabend (ÖVP) sowie der ehemalige Innenminister Caspar Einem (SPÖ) und der ehemalige Volksanwalt Peter Fichtenbauer (FPÖ).

Hier geht's zur Studie

-red-


14.04.2021

Neuer Präsident der ÖUOG

Vizeleutnant Markus Auinger wurde einstimmig gewählt.

Anlässlich seiner Versetzung in den Ruhestand übergab der Steirer Vizeleutnant Othmar Wohlkönig am 25. März 2021 Corona bedingt in einer Videokonferenz die Präsidentschaft der Österreichischen Unteroffiziersgesellschaft (ÖUOG) an seinen Vizepräsidenten, den Niederösterreicher Vizeleutnant Markus Auinger. Die physische Übergabe der Fahne erfolgte in einem kleinen Kreis am 9. April 2021. Als Interessensgemeinschaft der größten Berufsgruppe des Bundesheeres ist die ÖUOG nicht nur das Sprachrohr von nahezu 30.000 Unteroffizieren des Präsenz-, Miliz-, Reserve- und Ruhestandes, sondern als wehrpolitischer Verein auch Meinungsbildner in der Öffentlichkeit.

In seiner Abschlussrede bedankte sich Wohlkönig nicht nur bei seinen Wegbegleitern, sondern blickte als überzeugter Berufsunteroffizier auch in die Zukunft. „Selbstverständlich mache ich mir Gedanken über die Zukunft unseres Bundesheeres und der unserer Unteroffiziere. Daraus ergeben sich auch Wünsche. So wünsche ich mir für unser Bundesheer, dass der derzeitige auch in der Öffentlichkeit spürbare Aufwärtstrend nachhaltig genutzt wird und dass in den kommenden Wochen die Weichen richtiggestellt werden. Vor allem aber, dass sich unser Bundesheer – sobald es die COVID-19-Lage wieder zulässt - ausgerichtet auf die Militärische Landesverteidigung und ausgestattet mit einem ordentlichen und planbaren Regelbudget in seinen Kernfähigkeiten ständig weiterentwickeln kann. Ein einsatzfähiges Bundesheer muss im Interesse aller Parteien sein“.

Auinger hat sich für seine Funktionsperiode klare Ziele gesetzt. „Neben der Unterstützung der Bundesministerin bei ihrem Kampf um ein ordentliches Regelbudget, sowie der Stärkung der Miliz, werden wir uns auch verstärkt für die Weiterentwicklung der Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie für die Anhebung des Stellenwertes der Unteroffiziere einsetzen. Dazu gehört auch, das seit Jahren geforderte Dienst- und Besoldungsrecht für Militärpersonen“.

-red-


12.04.2021

Moderne Systeme für Panzertruppe

Am 12. April 2021 übergab Bundesministerin Klaudia Tanner in der Welser Hessen-Kaserne drei Schwerlast-Transportsysteme.

Die geländegängigen Sattelzugmaschinen mit Sattelanhänger wurden speziell für den militärischen Einsatz entwickelt. Sie können bis zu 70 Tonnen schwere Panzer und Gerät befördern. Weitere militärische Ausstattungen und Ausführungen, wie die Tarnung mit spezieller Lackierung, die Infrarotbeleuchtung und die Vorbereitung für informations- und kommunikationstechnologische Erweiterungen, sind im Lieferumfang enthalten. Die Gesamtkosten betragen 5,8 Millionen Euro. Das Schwerlast-Transportsystem wird auch in der Deutschen Bundeswehr verwendet.

-red-


08.04.2021

Rückstau bei Stellungen abgebaut

Der Rückstau von 13.000 Männern, deren Stellung wegen der COVID-19-Pandemie verschoben wurde, ist bis auf 1.943 Stellungspflichtige abgearbeitet.

Um das zu erreichen wurde das Personal in den Stellungsstraßen aufgestockt sowie die Stellungszeiten und -tage ausgedehnt. In Kärnten und der Steiermark wurde der Überhang bereits abgearbeitet. In Wien, Niederösterreich und Oberösterreich sollte dies in den kommenden Tagen der Fall sein. Tirol rechnet mit einem Ende des Rückstaus bis Anfang Mai.

-red-


01.04.2021

Bundesheer bereitet sich auf Blackouts vor

Österreich ist zuletzt am 9. Jänner 2021 an einem flächendeckenden Blackout vorbeigeschrammt.

Es ist ein Szenario, das wir „ohne Zweifel vermehrt üben müssen“, sagt Bundesministerin Klaudia Tanner. Die Vorbereitungen für zukünftige Blackouts laufen daher auf Hochtouren. Bis 2024 soll die Autarkie in den ersten Kasernen gegeben sein. Geplant sind insgesamt zwölf „Sicherheitsinseln“, mindestens eine in jedem Bundesland. Diese Kasernen sollen in jedem Bereich eigenständig sein, von der Energieversorgung bis zur Verpflegung, um die Truppen handlungsfähig zu halten. In der zweiten Stufe sollen sie unter anderem auch die zivile Sanitätsversorgung sicherstellen können.

-red-


31.03.2021

Soldatinnen im ÖBH: „Auf gutem Weg, aber nicht am Ziel“

Seit 1998 dienen Frauen im Bundesheer. Derzeit gibt es einen Frauenanteil von etwa vier Prozent.

Mentorinnen, Fitness-App und mehr Sichtbarkeit sollen den Frauenanteil erhöhen. „Wir sind am richtigen Weg, aber das Ziel haben wir noch lange nicht erreicht. Es liegt noch sehr viel Arbeit vor uns“, sagt Bundesministerin Klaudia Tanner. Künftig sollen vermehrt weibliche Informationsoffiziere angeworben werden und die Rekrutierungsmaßnahmen unterstützen. Seit 2004 bietet das Bundesheer regelmäßig Vorbereitungstage oder –wochenenden sowie Schnupper- und Karrieretage an. Ab April startet eine neue Rekrutierungskampagne. Neben der Verbesserung der Infrastruktur, sehen die neuen Maßnahmen die Fortführung des Projekts „Fit fürs Heer“ vor. Eine zusätzliche Fitness-App soll Einsteigerinnen beim Erreichen der geforderten körperlichen Leistungen helfen. Junge Soldatinnen werden durch ein Mentoring-Programm in ihrer Ausbildung begleitet. 2020 wurde ein eigenes Referat geschaffen, dass den Frauenanteil bei Einsätzen zum Ziel hat. 

-red-


29.03.2021

120 Hochgebirgsjäger in den Kosovo entsandt

Das Hochgebirgs-Jägerbataillon 23 aus Tirol und Vorarlberg hat am 24. März 2021 insgesamt 120 Soldatinnen und Soldaten in der Pontlatzkaserne verabschiedet, sie werden in den Kosovo entsandt.

Als Teil des multinationalen Verbandes der Kosovo Force (KFOR) bewachen die Soldatinnen und Soldaten Kulturgüter oder patrouillieren in den Minderheitenenklaven sowie an der administrativen Grenzlinie. Bei gewalttätigen Demonstrationen unterstützen sie die lokale Polizei. Der Einsatz der Hochgebirgsjäger dauert bis Mitte Oktober 2021. Österreich ist seit 1999 an der NATO-geführten und durch die UN-Sicherheitsresolution 1244 mandatierten Kosovo Force beteiligt. Österreich zählt zu den bedeutendsten Investoren der Region und ist an der dauerhaften Stabilisierung und wirtschaftlichen Entwicklung des Kosovo interessiert.

-red-


19.03.2021

„Gefährliche Fauna“: Datenbank für Sicherheit im Auslandseinsatz

Verletzungen und Vergiftungen durch Säugetiere und Reptilien, wie durch Giftschlangen, spielen in vielen Ländern Afrikas eine wichtige Rolle.

Giftschlangenbisse können zu Lähmungen, Blutungen und Muskelspasmen oder –nekrosen, Gewebeschädigungen, Herzbeschwerden und infolgedessen auch zum Tod führen. Die Projektreihe „Gefährliche Fauna“ macht auf tierische Gefahren aufmerksam. Dazu haben Experten eine Datenbank für Soldaten im Einsatz erstellt. Das Projekt konnte Ende 2020 für den Einsatzraum Nordafrika abgeschlossen werden, nun wird es auf Zentralafrika ausgeweitet. Die Zusammenarbeit dieser Projektreihe zwischen dem Naturhistorischem Museum und dem Bundesheer besteht seit 2012.

-red-


18.03.2021

Modifizierter „Black Hawk“ gelandet

Ein neues Cockpit und mehr Einsatzmöglichkeiten zeichnen den modifizierten Mehrzweckhubschrauber aus.

Die neuen Fähigkeiten beinhalten unter anderem die Integration des Behördenfunks, ein Helmvisier, GPS-gestützte Anflugverfahren und die Nutzung des Luftraumes nach Sicht- und Instrumentenflugregeln. Durch den Tausch von Komponenten im Bereich des Avioniksystems verfügt der modifizierte S-70 „Black Hawk“ außerdem über neue Möglichkeiten zur Nutzung des Luftraumes. Die Maschine verfügt über zwei Triebwerken, die je 1.940 PS leisten, dadurch erweist er sich vor allem als hochgebirgstauglich. Diese Fähigkeit kann er vor allem bei Einsätzen in gebirgigen Lagen (Galtür) ausspielen. Der Hubschrauber, der weltweit in 24 Staaten eingesetzt wird, bietet seinen Insassen hohen Schutz sowie Sicherheit (Crashfestigkeit) und zeichnet sich durch geringen Personal- und Wartungsaufwand aus. Neben dem Einbau des neuen Cockpits wurden drei weitere „Black Hawk“ beschafft, die mit derselben Avionik ausgerüstet werden; der Zulauf ist für 2022 vorgesehen.

-red-