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Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

01.12.2020

Heeres-Logistik für Coronatests

Österreich hat für die geplanten Corona-Massentests insgesamt zehn Millionen Testkits bestellt. Mehr als 1, 6 Millionen wurden bereits geliefert.

Die erste Lieferung der Testkits kam am 26. November 2020 an. Bis 11. Dezember 2020 sollen alle bestellten Tests basierend auf einem Verteilungsschlüssel in den Heereslogistikzentren Wien, Eisenerz, Wels, Salzburg, St. Johann, Klagenfurt und Graz angeliefert werden. Die Testkits werden abhängig von den Vorgaben aus den Bundesländern aus den Heereslogistikzentren entweder an den mit der Testung beauftragten Verband, ein Lager der Länder oder an zivile Stellen wie Einsatzorganisationen oder Gemeinden zugestellt.

Da in Tirol die Massentestungen bereits am 4. Dezember 2020 starten, sind 600.000 COVID-Testkits auf dem Weg in das Bundesland. Im Burgenland werden für den Bildungsbereich etwa 10.600 Testkits sowie weitere 220.000 für die Massentestungen bereitgestellt. Ab 1. Dezember werden der Truppenübungsplatz Bruckneudorf, die Martinkaserne in Eisenstadt sowie Montecuccoli-Kaserne in Güssing beliefert. In Niederösterreich werden etwa 70.000 Tests für den Bildungsbereich beschafft und etwa 1,26 Millionen für die Massentestung, die am 12. Dezember starten soll. 1,41 Millionen Testkits werden in Wien für die Testungen ab 4. Dezember zur Verfügung gestellt. Täglich wird das Heereslogistiklager die Wiener Teststationen mit 150.000 Tests beliefern. In Kärnten wurden 15.000 Tests für den Bildungsbereich und 420.000 Stück für die Massentestungen bestellt. Mit 940.000 bestellten Tests werden in der Steiermark die Lehrertestungen von 5. bis 6. Dezember und die Massentests vom 12. bis 13. Dezember durchgeführt. In Salzburg starten die Lehrertestungen ebenfalls am 5. Dezember. Dazu wurden 200.000 Tests vom Bundesheer beschafft. 50.000 bzw. 700.000 Testkits wurden für die Lehrer- und Massentests in Oberösterreich organisiert. 220.000 Tests stehen in Vorarlberg bereit.

-red-


30.11.2020

5.400 Soldaten im Corona-Einsatz

In den Bundesländern wird auf Hochtouren an den letzten Vorbereitungen für die geplanten Testungen des Lehr- und Schulpersonals gearbeitet.

Insgesamt 5.400 Soldaten und Zivilbedienstete werden die diese Woche startenden Massentests in den Bundesländern ermöglichen. Aufgrund der Vorgaben der Gesundheitsbehörden ergeben sich unterschiedliche Aufgabenstellungen. Die Streitkräftebasis ist für die Logistik der Schutzausrüstungen und Testkits für ganz Österreich zuständig. Zusätzlich werden Sanitätsfachpersonal sowie Soldaten und Zivilbedienstete für die Organisation der Teststraßen abgestellt. Im Einsatz stehen rund 600 Soldaten. Bei den Testungen in den Bundesländern unterstützt das Bundesheer das Fachpersonal im organisatorischem Ablauf sowie bei der Anschaffung und dem Transport der Testkits. Im Burgenland sind 100, in Kärnten 300, in Oberösterreich 500, in Niederösterreich 1.000, in Salzburg 200, in der Steiermark 130, in Tirol 450, in Vorarlberg 120 und in Wien 2.000 Soldaten und Zivilbedienstete im Einsatz.

Insgesamt sind aktuell 8.248 Soldaten des Bundesheeres für die Überwachung der Staatsgrenze, im Ausland oder zur Bewältigung der Corona-Krise im Einsatz.

-red-


29.11.2020

Bundesheer übernimmt Betreuung

Sanitätspersonal des Bundesheeres übernimmt die Betreuung des steirischen Pflegeheimes St. Lorenzen im Mürztal (Bezirk Bruck-Mürzzuschlag).

Im dem Seniorenheim wurden 36 der 40 Bewohner sowie drei Viertel des Pflegepersonals positiv auf das Coronavirus getestet. Um die weitere Betreuung der Bewohner zu gewährleisten, hilft das Bundesheer mit Fachpersonal aus. Vom 30. November 2020 bis 2. Dezember 2020 werden acht diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger aus dem Sanitätszentrum Graz mit drei weiteren medizinischen Fachkräften die Bewohner betreuen. 

-red-


20.11.2020

Corona-Massentests

Das BMLV hat mit der Planung der Umsetzung von Corona-Massentests begonnen.

„Das Verteidigungsministerium hat in Abstimmung mit dem Bundeskanzleramt und dem Gesundheitsministerium mit den Planungsarbeiten begonnen“, sagt Verteidigungsministerin Klaudia Tanner. Bundeskanzler Sebastian Kurz will noch vor Weihnachten mit den Corona-Massentests beginnen, um gefahrlose Familienfeiern in der Weihnachtszeit zu ermöglichen. Am 5. und 6. Dezember, dem Ende des zweiten Lockdowns, solle alle etwa 200.000 Pädagoginnen und Pädagogen getestet werden. Am 7. und 8. Dezember soll die Testung aller 40.000 Polizistinnen und Polizisten folgen. Kurz vor Weihnachten ist eine großflächige Testreihe für die gesamte Bevölkerung geplant. Die Teilnahme an den Tests ist freiwillig.

In der Slowakei war zuletzt die gesamte Bevölkerung im Alter von zehn bis 65 Jahren zu Covid-19-Schnelltests aufgerufen. Die dortigen Massentests wurden vom Militär organisiert und durchgeführt. Österreich hat die Slowakei mit 30 Soldaten unterstützt und dabei wertvolle Erfahrungen gesammelt.

-red-


17.11.2020

Mehr Geld für das Bundesheer

Bundesvoranschlag 2021 sieht für das Bundesheer Auszahlungen in der Höhe von 2,673 Milliarden Euro vor.

Der Bundesvoranschlag 2021 sieht für das Österreichische Bundesheer (ÖBH) Auszahlungen in der Höhe von 2,673 Milliarden Euro vor, das entspricht einem Anstieg von 127,1 Millionen Euro (+5 Prozent) gegenüber 2020. Im Vergleich zu 2018 (191,1 Millionen Euro) und 2020 (347,1 Millionen Euro) bedeutet das ein Plus von 470,6 Millionen Euro für das nächste Jahr. Insbesondere das Investitionsbudget wird kräftig angehoben und zum Abbau des Investitionsstaus beitragen. In den kommenden vier Jahren wird dem ÖBH außerdem ein Zusatzbudget in Höhe von 654,1 Milliarden Euro bereitgestellt.

Neben dem Investitionspaket für die Cybersicherheit (20 Millionen Euro für 2021 und 2022) ist ein Ausstattungspaket, zusätzlich zum bisherigen Finanzrahmen, vorgesehen. Insgesamt 400 Millionen Euro sollen 2021 bis 2024 in die Terrorabwehr, das Katastrophenschutzpaket, ein Sanitärpaket und das ABC-Paket fließen. Neben der Erprobung von Drohnensystemen und der Verbesserung der technischen Aufklärung soll mit den Geldern ein Lkw-Flottentausch, die Beschaffung von Sanitätsfahrzeugen, medizinischen Geräten und Spezialmaschinen (zur Verbesserung der Autarkie der Kasernen, Anm.) erfolgen.

Für die Miliz werden 200 Millionen Euro bereitgestellt. Mittel für die Beschaffung von Black-Hawks und Mehrzweckhubschraubern sind bereits im Bundesfinanzrahmen 2020 bis 2023 enthalten. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner ortet vor allem großen Aufholbedarf bei der Ausrüstung der Miliz, zusätzliche Mittel sollen die Einsatzfähigkeit der Verbände erhöhen. Für 2021 sind dafür 70 Millionen Euro, des insgesamt 200 Millionen schweren Milizbudgets, vorgesehen. 2021 sind für den Miliz- und Assistenzeinsatz im Zusammenhang mit COVID-19 zudem 14,1 Millionen Euro veranschlagt. Laut Beschluss des Verteidigungsministeriums sind außerdem 30 Millionen Euro für den Ankauf, die Lagerung und Verteilung von Gütern vorgesehen. Die Mittel werden aus dem COVID-19-Krisenbewältigungsfonds gedeckt, es handelt sich um Schutzausrüstung, Beatmungsgeräte und Testungsmöglichkeiten.

-red-


13.11.2020

Bundesheer bereitet sich auf Stromausfall-Szenario vor

Das Wiener Gardebataillon übte eine Woche lang den Umgang mit den Auswirkungen eines großflächigen und langandauernden Stromausfalles im Großraum von Wien. 

„Die Corona-Pandemie und der Terroranschlag haben gezeigt, dass wir uns auch auf Bedrohungen abseits eines militärischen Konflikts vorzubereiten haben, denn man verlässt sich auf uns", sagte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner. In der Maria-Theresien-Kaserne in Hietzing ist daher für eine Woche der Strom ausgefallen, so lautete die Übungsannahme der "AUTARK2020". Bei der Übung sollen Erfahrungen gesammelt, bereits ausgearbeitete Pläne und Überlegungen geprüft und diese aufgrund der Erkenntnisse weiter entwickelt werden. "Ein europaweiter Strom-, Infrastruktur- sowie Versorgungsausfall ist ein realistisches und unterschätztes Szenario. Übungen, wie die AUTARK20 helfen, Schwachstellen im Kleinen zu erkennen und Vorbereitungen für das große Szenario zu verbessern", sagt Herbert Saurugg, internationaler Blackout- und Krisenvorsorgeexperte. 

Österreichs Behörden, Einsatz- und Rettungsorganisationen sind zwar für derartige Situationen gerüstet, die Bevölkerung kann aber durch Vorsorgemaßnahmen zur Krisenbewältigung beitragen. Der Zivilschutzverband empfiehlt jedem Haushalt ausreichend Wasser, haltbare Lebensmittel, einfache Licht- und Energiequellen sowie Medikamente und Erste-Hilfe-Material zu lagern. Der Vorrat sollte zumindest für sieben Tage - besser für zwei Wochen - für die gesamte Familie ausreichen. 

Weitere Informationen zum Thema Blackout finden Sie bei den Truppendienst-Artikeln zu diesem Thema. 

Alle Informationen zur persönlichen Bevorratung und eine Checkliste zum Download finden Sie auf der Homepage des Zivilschutzverbandes


12.11.2020

Ausweitung des COVID-Einsatzes möglich

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner sichert Aufstockung der Kräfte des Bundesheers im COVID-Einsatz zu.

Das Bundesheer hilft bereits seit Beginn der COVID-Krise, um die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die österreichische Bevölkerung so gering wie möglich zu halten. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner informierte am 11. November 2020 die Landeshauptleute, dass eine Aufstockung des Bundesheer Personals rasch möglich wäre. Sollte weitere Hilfe von Seiten der Behörden notwendig sein, könne man die bisher eingesetzten Kräfte in allen Bundesländern verdoppeln. Aktuell befinden sich rund 500 Soldatinnen und Soldaten in ganz Österreich im Einsatz. Sie unterstützen unter anderem die Gesundheitsbehörden beim Contact Tracing und in den Teststraßen.

-red- 


03.11.2020

Bundesheer unterstützt Polizei nach Anschlag in Wien

Nach dem Terroranschlag in der Wiener Innenstadt am 2. November 2020 wurde das Bundesheer zur Unterstützung der Polizei angefordert.

Noch in der Nacht auf den 3. November übernahmen Soldaten den Objektschutz in Wien, um die Polizei zu entlasten. Das Jagdkommando wurde ebenfalls alarmiert und steht für etwaige Aufträge, gegebenenfalls mit gepanzerten Fahrzeugen, in einer Wiener Kaserne bereit. Darüber hinaus hält sich auch die Militärpolizei für etwaige Einsätze zur Verfügung. 

-red-


02.11.2020

Bundesheer unterstützt Slowakei bei Coronoavirus-Tests

Die Slowakei testet landesweit Personen auf das Coronavirus. 30 Sanitäter des österreichischen Bundesheeres helfen bei den Testungen.

Mit den Massentests sollen bisher unbekannte Coronavirus-Ansteckungsherde ermittelt werden. 30 Sanitäter, davon vier Frauen, waren am 31. Oktober und 1. November im Raum Bratislava im Einsatz. Die logistische Basis für diesen humanitären Einsatz war die Benedek-Kaserne am Truppenübungsplatz Bruckneudorf, wo die Soldaten auch untergebracht waren. Die Entsendung der Soldaten fand im Rahmen der humanitären Hilfe bzw. der Katastrophenhilfe statt und basierte auf einem Beschluss der Bundesregierung. Der Einsatz erfolgte in Uniform, ohne Waffen und Munition.

-red-


29.10.2020

Französisches Armeelager in Wiener Neustadt entdeckt

Im Oktober 2020 wurde ein vermutliches Feldlager der französischen Armee aus 1805 bei Wiener Neustadt entdeckt.

Wie der ORF berichtet, fanden Mitarbeiter des Amtes für Rüstung und Wehrtechnik, des Ludwig-Boltzmann-Instituts und der Zentralstelle für Meteorologie und Geodynamik die archäologischen Überreste bei der Erprobung von Sensortechnik am Rande eines militärischen Schießplatzes. Das Bundesamt für Denkmalschutz wurde umgehend informiert, weshalb bereits erste Grabungen stattfanden. Am 28. Oktober 2020 besichtigten Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Vertreter der französischen Botschaft die archäologischen Funde, darunter Keramiken, Knochenreste, Musketenkugeln und Knöpfe. Im Frühjahr 2021 sollen alle Fundstellen geöffnet und untersucht werden.

-red-

ORF-Artikel: Lager der französichen Armee entdeckt

Artikelserie: Reiseführer in die Franzosenzeit