Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

14.08.2018

Sichtbares Zeichen für gemeinsame Werte

Am 13. August, dem Gedenktag der dritten Bergisel-Schlacht unter Andreas Hofer, lud das Militärkommando Tirol als Traditionstruppenkörper des Tiroler Landsturms und der Tiroler Landesschützen zu einer Gedenkveranstaltung am Berg Isel ein.

„Traditionspflege im Bundesheer ist die Weitergabe von Werten und Normen, die als vorbildhaft und nachahmenswert erachtet und von Generation zu Generation weitergegeben werden. Tradition ist somit Erbe der Vergangenheit und Auftrag für die Zukunft. Was wir aus der dritten Bergiselschlacht lernen können, ist der Wille, für die Freiheit einzutreten und dafür auch zu kämpfen!“  Mit diesen Worten erinnerte der Tiroler Militärkommandant Generalmajor Herbert Bauer daran, wie das Bundesland unter Andreas Hofer zum dritten Mal befreit wurde. Bauer meinte darüber hinaus: „Ein Staat hat die Verpflichtung für die Sicherheit seiner Bevölkerung zu sorgen. Das ist nur zu erreichen, wenn rechtzeitig dafür gesorgt wird, ausreichend Personal und Soldaten zur Verfügung zu haben, die entsprechend ausgerüstet und bewaffnet sind.“

Der Abgeordnete zum Nationalrat, Hermann Gahr, fand als Vertreter des Landes Tirols ähnliche Worte. Er betonte, dass der Friede gesichert werden müsse, wobei er eine europäische Perspektive einnahm und betonte, dass es wichtig sei „unser Land im europäischen Geist weiterzuentwickeln“, dem auch die Vergangenheit nicht im Weg stehe, denn „der Traditionstag am Bergisel steht für Moderne und Tradition, die verbunden gehören“. Zusätzlich thematisierte er die „Allgemeine Wehrpflicht“ und meinte: „In einem Land wo Wohlstand, Freiheit und Sicherheit selbstverständlich sind, ist es zumutbar eine gewisse Zeit dem Staat zu dienen. In Italien und Deutschland denkt man wieder über die Einführung der Wehrpflicht nach. Ein Grund diese Entscheidung der Österreicher von damals als klug und zukunftsweisend zu beurteilen.“

Im Zuge der Gedenkveranstaltung stand auch die 40jährige Partnerschaft der Stabskompanie des Militärkommandos Tirol mit der Schützenkompanie Wilten im Fokus. Generalmajor Bauer gratulierte den beiden Einheiten zu diesem Jubiläum und sagte: „Jahraus und jahrein rücken diese beiden Einheiten gemeinsam aus und setzen damit ein sichtbares Zeichen für gemeinsame Werte um unsere Heimat Tirol!“

Frank Nalter/Militärkommando Tirol


31.07.2018

Assistenzeinsatz in Gasen beendet

Das Österreichische Bundesheer hat einen Assistenzeinsatz zur Beseitigung von Sturmschäden in Gasen/Steiermark am 26. Juli 2018 beendet.

Nach schweren Unwettern mit Sturmschäden im Bezirk Weiz im Juni 2018 ersuchte die Landeswarnzentrale das Militärkommando Steiermark am 14. Juni 2018 um Unterstützung. Ab 15. Juni wurde deshalb ein Assistenzeinsatz des Bundesheeres durchgeführt. 64 Soldaten aus der Steiermark und Kärnten leisteten insgesamt 9.500 Arbeitsstunden.

Bei den Arbeiten wurden mit Hilfe von Motorsägen Verklausungen im Fischbach-, Steinbach-, Finkenpeter- und Hofstättergraben sowie gestürzte Bäumen an der Landesstraße beseitigt. Die fachkundige Anleitung für den Einsatz erfolgte durch die Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung des Landes Steiermark.

-red-


24.07.2018

Spatenstich für Akademie-Turnhalle

Am 23. Juli 2018 erfolgte an der Towarek-Schulkaserne in Enns der Spatenstich für den Neubau einer Turnhalle.

In Anwesenheit des Verteidigungsministers Mario Kunasek erfolgte der offizielle Baubeginn der Sporthalle. Sie wird über 1000 Quadratmeter groß sein und neben der Halle, Umkleideräume sowie eine zweigeschossige Kletterwand umfassen. In dieser Anlage können die Mitarbeiter und Soldaten der Heeresunteroffiziersakademie Gymnastik-, Kardio- und Krafttraining betreiben. Der Bau der Halle soll im Juni 2019 abgeschlossen sein. Die Kosten belaufen sich auf 3,62 Millionen Euro.

-red-


16.07.2018

Neuer Generalstabschef

Der Verteidigungsminister, Mario Kunasek, hat am 16. Juli 2018 Generalmajor Mag. Robert Brieger zum neuen Generalstabschef des Österreichischen Bundesheeres (ÖBH) bestellt.

Generalmajor Brieger (61) war zuvor der Stabschef des Verteidigungsministers und ist seit 1975 beim ÖBH. Er folgt General Mag. Othmar Commenda nach, der Ende Juni 2018 in den Ruhestand getreten ist.

Brieger war zwölf Jahre lang für die militärstrategische Führung sowie die Planung und Vorbereitung der Einsätze des Bundesheeres im In- und Ausland in verschiedenen Leitungsfunktionen im Verteidigungsministerium verantwortlich. Unter seiner Führung als Gruppenleiter erfolgte die Planung und Vorbereitung für den Tschad-Einsatz 2008–2010. Brieger war maßgeblich am Transformationsprozess des Österreichischen Bundesheeres sowie an der Ausarbeitung und Umsetzung der Streitkräfteplanung „ÖBH 2010“ mitbeteiligt.

Generalmajor Brieger kann auf eine langjährige Auslandserfahrung verweisen: Er war unter anderem Kommandant des österreichischen Kontingents im Kosovo in den Jahren 2001 und 2002. Außerdem führte er von 2011 bis 2012 als Kommandant der EUFOR-Truppe in Bosnien und Herzegowina 1.700 Soldatinnen und Soldaten aus insgesamt 25 Nationen.

-red-


10.07.2018

Österreichisches Assistenzmodell als Vorbild für effizienten EU-Außengrenzschutz

Verteidigungsminister Mario Kunasek und Innenminister Herbert Kickl haben am 10. Juli 2018 an der Landesverteidigungsakademie in Wien ein zivil-militärisches Kooperationsmodell vorgestellt.

Kunasek und Kickl sagten auf der Pressekonferenz, dass der österreichische Assistenzeinsatz ein Vorbild für eine europäische zivil-militärische Zusammenarbeit zur Bewältigung von sicherheitspolitischen Herausforderungen sei. „Das Österreichische Assistenzmodell ist als Best Practice-Modell zum Export geeignet“, betonte Innenminister Kickl. Durch die Verwendung von militärischem Fachpersonal und Gerät soll die zivile Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache (Frontex) entlastet und die EU-Außengrenze undurchlässiger werden.

Man erhoffe sich positive Synergien durch eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Frontex, Polizei und Militär. „Das Frontex-Mandat und andere Gesetze müssen evaluiert und angepasst werden, damit das Militär Assistenzleistungen erbringen kann“, sagte Verteidigungsminister Kunasek auf die Frage, wie das Modell im europäischen Rahmen konkret aussehen könnte. Außerdem sei Österreich dazu bereit, auch Truppen in Drittländer z. B. nach Afrika zu Assistenzleistungen (Logistik und Überwachung) zu entsenden. Derzeit stehen 800 österreichische Soldaten im Assistenzeinsatz zur Überwachung der Bundesgrenze. 100 weitere bewachen Botschaften in Wien.

Verteidigungsminister Mario Kunasek will die Ergebnisse einer Konferenz, die zwischen 100 internationalen und nationalen Experten an der Landesverteidigungsakademie stattfindet, sowie weitere Handlungsvorschläge beim informellen Verteidigungsministertreffen im August in Wien den Vertretern anderer EU-Länder in Form eines Konzeptpapieres präsentieren.

-tn-


05.07.2018

Milizsoldaten zeigten ihren Kindern den Soldatenalltag

Die Straßer Milizsoldaten haben einen Familienerlebnistag organisiert, um ihren Kindern den Alltag eines Soldaten beim Bundesheer zu zeigen.

„Warum hast du eine Uniform an?“ Diese Frage stellen die Kinder von Milizsoldaten häufig ihren Vätern und Müttern, wenn diese zu einer Übung einrücken. Harald Wonisch, Milizbeauftragter des Jägerbataillons 17, betreut etwa 700 Milizsoldaten und veranstaltete heuer erstmals einen Familienerlebnistag für seine Milizkameraden und deren Kinder am Straßer Garnisonsübungsplatz. „Es ist mir wichtig, dass auch die Familien und speziell die Kinder unserer Milizsoldaten wissen, was Papa und Mama beim Bundesheer leisten“, so Wonisch.

Nach einer Standeskontrolle, dem Errichten eines Feldlagers und dem Beziehen der Gruppenzelte folgte ein gemeinsamer Orientierungsmarsch, das Überqueren eines Gewässers und eine Wettfahrt mit dem Boot über einen Teich. Das Essen wurde selbst zubereitet: Brotbacken im selbstgebauten Ofen und Würstelgrillen rundeten den ereignisreichen Tag ab. Bis zum Zapfenstreich erzählten die Väter ihren Kindern am Lagerfeuer noch die eine oder andere Anekdote aus dem Soldatenleben.

-red-


03.07.2018

Girls‘ Camp 2018 beim Bundesheer

Zwischen 29. Juni und 1. Juli 2018 hatten junge Frauen die Möglichkeit den Soldatinnen-Alltag beim Bundesheer kennenzulernen.

84 Interessentinnen blickten in Ried im Inkreis, Allentsteig und Villach hinter die Kulissen und erlebten den Alltag einer Soldatin beim ÖBH. Für ein Wochenende schlüpften sie in die Rolle einer Soldatin und sammelten Eindrücke beim Exerzierdienst, erhielten eine Einweisung in die Selbstverteidigung und militärische Körperausbildung, lernten mit Waffe und Gepäck zu marschieren, wie man sich tarnt und in freier Natur überlebt.

Das Konzept des Girls´ Camps wurde von Soldatinnen für Interessentinnen am Soldateninnenberuf entwickelt. Erfahrene Soldatinnen und Soldaten informieren Frauen im Alter zwischen 17 und 30 unter anderem darüber, wie man sich auf die Ausbildung zur Soldatin vorbereiten kann, wie man richtig trainiert und über die Karrierechancen bei den unterschiedlichen Waffengattungen des Bundesheeres.

Derzeit leisten über 600 uniformierte Frauen inklusive Heeressportlerinnen ihren Dienst beim Bundesheer. Zwei weitere Girls‘ Camps werden im Sommer an sechs verschiedenen Standorten in ganz Österreich durchgeführt.

-red-

Weiterführende Informationen:

Termine und Infos zu den Girls’ Camps


27.06.2018

Grenzschutzübung „Pro Borders“ in Spielfeld

Das Bundesheer und die Polizei haben am Dienstag, den 26. Juni 2018, gemeinsam eine Grenzschutzübung in Spielfeld/Steiermark durchgeführt.

Ziel der Übung war die Überprüfung der Leistungsfähigkeit der Grenzkontrollsysteme im Bereich des Grenzmanagements. Außerdem sollten gemeinsame Maßnahmen, die bei einem Assistenzeinsatz für eine verstärkte Grenzsicherung erforderlich wären, getestet werden.

500 Polizisten und 220 Soldaten nahmen an der Übung teil. Vom Bundesheer wurden zwei Mannschaftstransportpanzer „Pandur“ mit Sperrgitter, ein geschütztes Mehrzweckfahrzeug „Husar“, zwei S-70 „Black Hawk“, zwei „Agusta Bell 212“ Transporthubschrauber sowie ein Verbindungshubschrauber „Allouette III“ eingesetzt.

-red-

Weiterführende Informationen:

Spielfeld: Grenzschutzübung als Botschaft (Artikel)

Österreich übt den Grenzschutz (Artikel)


26.06.2018

Österreichische Militärmusiken in Salzburg

Die Salzburgarena war am 21. und 22. Juni 2018 Schauplatz von Konzerten unterschiedlicher Militärmusiken.

Die Militärmusiken Salzburg, Niederösterreich, Oberösterreich, Tirol, Vorarlberg, Kärnten, Burgenland und die Gardemusik präsentieren bei freiem Eintritt dem Publikum ihr Können. Begonnen wurde an beiden Tagen um 19:00 Uhr mit einer Fanfare aller acht teilnehmenden Militärmusiken. Anschließend erfolgten Showvorführungen der Militärmusik Salzburg, der Militärmusik Vorarlberg und der Gardemusik.

Nach der Pause spielten am Donnerstag alle Militärmusikkapellen in einem Großkonzert. Den Abschluss bildete schließlich der "Große Österreichische Zapfenstreich" des Österreichischen Bundesheeres - dirigiert vom Militärmusikchef und umrahmt vom Einzug des Ehrenbataillons der Garde sowie von Fackelträgern der Salzburger Pioniere.

Die Österreichische Militärmusik ist wichtiger Bestandteil der Traditionspflege im Österreichischen Bundesheer und wesentlich für den Nachwuchs der zivilen Musikkapellen.

-red-


21.06.2018

Bundesheer verlängert Botschaftsschutz

Der Assistenzeinsatz für den Schutz ausländischer Botschaften wird für das zweite Halbjahr 2018 verlängert. Somit nimmt das Bundesheer während des österreichischen EU-Vorsitzes diese Bewachungsaufgabe weiter wahr.

Aktuell werden neun diplomatische Einrichtungen (Botschaften und internationale Einrichtungen) in Wien als Assistenzleistung für die Polizei von etwa 100 Soldaten bewacht. Dieser Einsatz, der im August 2016 begann, war im März 2018 aufgrund einer Messerattacke vor der iranischen Botschaft in die Schlagzeilen geraten und wurde daraufhin einer Evaluierung unterzogen.

-red-

Interview mit Oberst Sacken vom Militärkommando Wien