Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

21.02.2018

Kampf im Cyberraum - ASDEM18

191 Teilnehmer aus 22 Nationen üben bei der vom Kommando Führungsunterstützung und Cyber Defence (KdoFüU&CD) durchgeführten „Austrian Strategic Decision Making Exercise 18“ den „Kampf“ im Cyberraum.

Das Schwergewicht liegt auf der strategischen Entscheidungsebene. In 36 Lageeinspielungen werden die Entscheidungsprozesse optimiert. Die Übung wird sich innerhalb von drei Tagen von einer Cyberkrise zu einer Cyberverteidigung hin entwickeln. Hierbei stehen aber weniger die technischen Möglichkeiten im Vordergrund, sondern das Zusammenspiel der Ministerien und der Wechsel der Führungsverantwortung.

In der Phase Cyberkrise führt das Bundesministerium für Inneres (BMI) und das bei Übergang zur Cyberverteidigung die Verantwortung an das Bundesministerium für Landesverteidigung (BMLV) überträgt. Parallel werden die Übungseinlagen an internationale Militärs aus der European Defense Agency, des Cooperative Cyber Defence Centre of Excellence und zivile Experten über WLAN an Tablets verteilt. Diese Beobachter können dadurch die Lage miterleben, für den eigenen Bereich beurteilen und Folgerungen ziehen. 

Die Teilnehmer werden in vier Arbeitsgruppen, die sich aus Personen der Bereiche Militär und Nachrichtendienste (BMLV), Innere Sicherheit, Infrastruktur und Finanzen (BMI, BMVIT, BMF), Kanzleramt und Äußeres (BKA und BMEIA) sowie aus Vertretern von Unternehmen der Kritischen Infrastrukturen (KRITIS) zusammensetzen.

In Zukunft werden öfters Ministerien-übergreifende Übungen dieser Art im Amtsgebäude Stiftgasse stattfinden, um das derzeit im Entwurf vorliegende Netz- und Informationssicherheits-Gesetz (NIS-G) umzusetzen.

-bob-


20.02.2018

ECMAN ist Mission Ready

Mit einem Festakt in der Wiener Rossauer-Kaserne wurde am 20. Februar 2018, das European Centre for Manual Neutralisation Capabilities (ECMAN) eröffnet. 

Im Beisein hochrangiger Vertreter des Österreichischen Bundesheeres, angeführt vom Chef des Generalstabes, General Mag. Othmar Commenda, Repräsentanten europäischer Armeen und der European Defense Agency wurde das neue Europäische Zentrum für Handentschärfung eröffnet. Neben Österreich, das die Führungsrolle in dem Projekt übernimmt, sind die Tschechische Republik, Deutschland, Finnland, Irland, Italien und Schweden daran beteiligt. 

Der künftige Direktor des Zentrums, Oberstleutnant Jürgen Pirolt, ließ die vergangenen acht Jahre, die seit dem ECMAN-Kickoff-Meeting vergangen sind, Revue passieren. Er bedankte sich auch bei der European Defense Agency, die den strukturellen Rahmen zur vertieften Zusammenarbeit liefert. 

ECMAN soll das Know-How im Bereich manueller Handentschärfung bündeln und zu diesem Zweck Ausbildungen und Trainings organisieren. Ziel ist es, das internationale Referenz-Zentrum im Bereich manueller Handentschärfung zu werden. Ein ausführlicher Bericht zu ECMAN befindet sich im TRUPPENDIENST-Heft 1/2018, das im März 2018 erscheint.

-red-


16.02.2018

Digitale Kriegsgräberfürsorge

Das Österreichische Schwarze Kreuz (ÖSK) arbeitete gemeinsam mit Experten aus Brüssel und Österreich Konzepte zur Digitalisierung der Kriegsgräberfürsorge aus.

Das Ziel ist die Umsetzung einer einheitlichen europäischen Kriegsgräber-Erinnerungskultur. In Linz diskutierten deshalb Vertreter der Europäischen Union mit ÖSK Repräsentanten und EDV-Spezialisten, um Wege in die digitale Zukunft zu finden. Dabei wurde auch die künftige Miteinbindung von nationalen Bildungsinstitutionen (Jugendarbeit) als notwendiges Instrument zur Umsetzung betrachtet.

-red-


15.02.2018

Rüstung - Transparenz bei Luftfahrzeugbeschaffungen

Derzeit wird der Luftraum über Österreich durch die Flotten des „Typhoon" der Tranche 1 und Saab 105OE überwacht.

Da die Saab 105OE ihre maximale Nutzungsdauer bald erreichen, müssen neue Trainingsflugzeuge angeschafft werden. Eine Evaluierungskommission wird alle Optionen der aktiven Luftraumüberwachung prüfen und für eine transparente Neubeschaffung sorgen. Ihre Ergebnisse werden Ende Juni 2018 vorgelegt.

„Die 105OE muss 2020 außer Dienst gestellt werden“, sagt Leiter der Kommission Generalleutnant Norbert Gehart, der auch für Rüstung und Beschaffung im BMLV verantwortlich ist. Der stellvertretende Leiter der Kommission ist der Kommandant der Luftstreitkräfte und Air Chief Generalmajor Karl Gruber. Er sieht ein Problemfeld in der letzten Beschaffung: „Der Eurofighter ist ein hervorragendes Flugzeug. Österreich hat bei der letzten Beschaffung nicht alle Komponenten gekauft, die für eine effektive Luftraumüberwachung benötigt werden. Es fehlen die Nachtsichtfähigkeit, das Warn- und Selbstschutzsystem und eine allwettertaugliche Lenkwaffe.“

Als externer Rechtsberater für Vergaberecht und Compliance sind der Anwalt der Finanzprokuratur Dr. Wolfgang Peschorn sowie Vertreter anderer Ministerien eingebunden. Lobbyisten sind keine an Bord. Mehrere Arbeitsgruppen sorgen für den Anspruch der Transparenz:

  • Arbeitsgruppe 1: liefert die Grundlagen aus militärischer Sicht.
  • Arbeitsgruppe 2: liefert die Kostenprognosen für die verschiedenen Varianten.
  • Arbeitsgruppe 3: bearbeitet alle rechtlichen und vergaberechtlichen Aspekte und bewertet die Kostenprognosen nach betriebswirtschaftlichen und budgettechnischen Aspekten
  • Arbeitsgruppe 4: liefert die militär- und rüstungspolitische Bewertung und Einbindung bestehender internationaler Kooperationen

-bob-


15.02.2018

Europäische Sicherheitspolitik

Brigadier i.R. Wolfang Wosolsobe, ehemaliger Generaldirektor des Militärstabs der EU, debattierte in einer Diskussionsveranstaltung in Wien über die europäische Verteidigungspolitik.

Von der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik über die Rolle Österreichs in der NATO und die zukünftigen Entwicklungen der EU wurde ein weiter Bogen gespannt. Auf europäischer Ebene sind vor allem in den vergangenen Jahren Schritte gesetzt worden, die künftig zu einer stärkeren Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich führen könnten. Zu nennen sind etwa die Ständige Strukturierte Zusammenarbeit (pesco) oder die Einrichtung eines militärischen Planungs- und Durchführungsstabes.

Auch aktuelle Herausforderungen, wie das gespannte Verhältnis zur Türkei, das sich vor allem in der Beziehung zur NATO niederschlägt oder Perspektiven einer europäischen Verteidigungspolitik ohne Großbritannien wurden angesprochen. Diskutiert wurde die künftige Bewertung der Neutralität Österreichs im Angesicht stärkerer militärischer Kooperation. Hier sei jedenfalls, so Wosolsobe, auch im Einklang mit der aktuellen politischen und rechtlichen Praxis noch Handlungsspielraum.

-red-


13.02.2018

Panzerhalle ab März wieder geöffnet

Die Panzerhalle im Heeresgeschichtlichen Museum ist ab 4. März wieder geöffnet. 

Zwischen 4. März und 4. November 2018 kann die Panzersammlung des Heeresgeschichtlichen Museums jeden Sonntag zwischen 1000 Uhr und 1600 Uhr besichtigt werden. Außerdem findet jeden ersten Sonntag im Monat um 1230 Uhr eine geführte Tour durch die Panzerhalle statt.

Link: Panzersammlung HGM

-red-


07.02.2018

Österreich gewinnt "Winter Survival"

Das österreichische Team hat den tschechischen Vergleichswettkampf "Winter Survival 2018" gewonnen. 

Der internationale Wettbewerb für Soldaten wurde von der tschechischen Verteidigungsuniversität in Brünn organisiert und fand in den Bergen von Jesenik statt. Insgesamt 22 Teams aus sieben Staaten nahmen heuer teil. Die Teams, bestehend aus jeweils drei Soldaten, mussten an vier Wettkampftagen unterschiedliche militärische Aufgaben bewältigen. So wurde unter anderem ein Marsch auf Skiern absolviert, Hindernisse überwunden und eine Nacht in einem Notbiwak verbracht.

Das österreichische Team wurde vom Jägerbataillon 26 aus Spittal an der Drau gestellt und setzte sich vor zwei tschechischen Teams in der Gesamtwertung durch.

-red-


01.02.2018

75 Jahre Stalingrad

Am 2. Februar 1943 endete die Schlacht um Stalingrad mit der Kapitulation der 6. Armee der Deutschen Wehrmacht.

Heute, 75 Jahre später, ist das Boltzmann Institut in einem Moskauer Archiv auf Dokumente zu 4.000 österreichischen Kriegsgefangenen gestoßen. Die Daten werden nun vom Boltzmann-Institut für Kriegsfolgenforschung untersucht und in eine Datenbank eingepflegt. Angehörige könnten damit Näheres über ihre vermissten Vorfahren in Erfahrung bringen. 

Mehr dazu:

Stalingrad: Schicksal von 4000 Österreichern vor Klärung (Kurier)

Namen von Stalingrad Opfern veröffentlicht (Radio Ö1)

Neue Unterlagen zu Stalingrad-Vermissten (Boltzmann Institut)


30.01.2018

Besucherrekord im Heeresgeschichtlichen Museum

Im vergangenen Jahr konnte das Heeresgeschichtliche Museum (HGM) einen Besucherrekord verzeichnen. 

Insgesamt 248.129 Menschen besuchte das Museum, das im Wiener Arsenal untergebracht ist. Vor allem Veranstaltungen wie "Auf Rädern und Ketten" oder "Montur und Pulverdampf" zogen wieder viele Besucher an.

Zum Museum gehören außerdem das Bunkermuseum Ungerberg in Bruckneudorf, das Militärluftfahrtmuseum in Zeltweg, die Patrouillenbootsstaffel in der alten Werft Korneuburg und die Fernmeldesammlung in der Starhemberg-Kaserne. Im Jahr 2018 steht die Geschichte der Republik Österreich im Zentrum, der sich das HGM mit der Ausstellung "Schutz und Hilfe. Das Österreichische Bundesheer 1955-1991" zuwendet.

-red-


23.01.2018

Bundesheer in Bereitschaft

Auf dem Flugplatz Hohenems stehen derzeit drei Hubschrauber und 300 Bedienstete des Österreichischen Bundesheeres in Bereitschaft. 

Grund sind einerseits das Weltwirtschaftsforum in Davos, andererseits die weiter angespannte Wettersituation in Vorarlberg. Mehrere Orte sind wegen der starken Schneefälle der vergangenen Tage derzeit nicht erreichbar, es besteht die höchste Lawinenwarnstufe. 

Mehr dazu:

300 Bundesheer-Bedienstete in Bereitschaft (orf.at)

Bundesheer: Grenzüberschreitende Luftraumsicherungsoperation Dädalus 2018 (APA OTS)

-red-