International

11.10.2021

USA/Taiwan: Ausbildung der Armee

Zwei Dutzend US-Soldaten sollen seit mehreren Monaten taiwanesische Armee- und Marineangehörige trainieren.

Medienberichten zufolge bilden die US-Streitkräfte die Truppen heimlich aus, um für Bedrohungen Chinas gerüstet zu sein. Die militärischen Spannungen zwischen Peking und Taipeh haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Experten fürchten nun, die Ausbildung der taiwanesischen Armee könnte den militärischen Konflikt zwischen China, Taiwan und den USA weiter befeuern. Peking sieht Taiwan als abtrünnige Provinz, das sich 1949 von China abgespalten hat und will Taiwan wieder mit dem Festland vereinigen, notfalls mit militärischer Gewalt. Die USA verstehen sich als Schutzmacht Taiwans, US-Kriegsschiffe sind in der Straße von Taiwan omnipräsent.

-red-


08.10.2021

Taiwan: Militär fordert mehr Geld

China soll ab dem Jahr 2025 in der Lage sein, Taiwan ohne große Verluste zu erobern.

Das sagte der taiwanesische Verteidigungsminister Chiu Kuo-cheng am 6. Oktober 2021 vor einem parlamentarischen Ausschuss. Die Volksrepublik dürfte bis 2025 ihre militärischen Fähigkeiten so stark ausgebaut haben, dass bei einer Invasion kaum Kosten entstehen würden. Das taiwanesische Verteidigungsministerium drängt angesichts der verstärkten Spannungen mit China auf zusätzliche Rüstungsausgaben in der Höhe von 7,4 Milliarden Euro. China betrachtet den Inselstaat als „abtrünnigen“ Teil der Volksrepublik, während sich Taiwan als unabhängig sieht.

-red-


07.10.2021

Tschechien: Kauf von Caesar-Kanone und Spyder-Raketen

Die Tschechische Regierung hat den Erwerb von 52 französischen Caesar-Artilleriegeschützen und des Spyder-Boden-Luft-Abwehrraketensystems beschlossen.

Ceasar ist ein 155-mm selbstfahrendes Artilleriesystem, das auf einem 8x8-Fahrgestell basiert. An der Konstruktion der Systeme wird die tschechische Industrie mit 40 Prozent Anteil beteiligt sein. Der Vertrag erweitert die industrielle Partnerschaft der beiden Nationen und trägt zur Entstehung einer europäischen Verteidigungsindustrie und -technologiebasis bei.

Das israelische Short Range Air Defense-Raketensysteme "Spyder" kann Luftziele erkennen, identifizieren und eliminieren. Damit bietet es städtischen Einrichtungen, Kernkraftwerken und Flughäfen Schutz. Die tschechische Armee wird bis 2026 vier dieser Batterien aufstellen. Jedes System verfügt über ein Radar, vier Trägerraketen, ein Ladefahrzeug und Führungssysteme. Alle Systeme sind mit dem 8x8 Tatra 815 Serie 7 System, das standardmäßig von der tschechischen Armee genutzt wird, kompatibel. Hauptnutzer werden das 25. Flugabwehrraketenregiment in Strakonice und das 251. Flugabwehrraketenkommando sein. Das System soll zwanzig Jahre genutzt werden und das veraltete sowjetische KUB-System 2K12 ersetzen, das seit den 1970er-Jahren eingesetzt wird.

-red-


07.10.2021

Großbritannien/Deutschland: Gemeinsames Bataillon

Die Bundeswehr und die British Army haben das deutsch-britische Amphibien-Pionierbataillon 130 gegründet.

Das neue Bataillon ist in erster Linie amphibisch ausgerichtet, verfügt aber gleichzeitig über andere technische Fähigkeiten. Beide Nationen betrieben das amphibische Brücken- und Übersetzfahrzeug M3-Rig, das einzeln als Fähre verwendet oder mit anderen Übersetzfahrzeugen verbunden werden kann. Die dadurch entstehende Brücke kann für Militärfahrzeuge, Kampfpanzer und anderes schweres Gerät genutzt werden. Bei der Übung "Anakonda" 2016 bauten Ingenieure in 34 Minuten eine 350 Meter lange Brücke über den Fluss Weichsel in der Nähe der polnischen Stadt Chelmo. Großbritannien und Deutschland sind die einzigen Nationen der NATO, die über diese Brückenfähigkeit verfügen.

-red-


06.10.2021

Russland: Hyperschallflugkörper

Die Marine startete den Flugkörper „Zirkon“ von einem Atom-U-Boot in der Barentssee aus.

Am 4. Oktober 2021 wurde der Hyperschallflugkörper erneut getestet. Schon im Dezember, November und Oktober 2020 sind Abschüsse von Schiffen erfolgt. Das russische Verteidigungsministerium wertete den Test als Erfolg. Das U-Boot, mit dem die Rakete abgeschossen wurde, ist die Sewerodwinsk, das gegen alle Über- und Unterwasserzielen eingesetzt werden kann. Experten gehen davon aus, dass die „Zirkon“ im Jahr 2023 einsatzbereit sein wird.

-red-


06.10.2021

Großbritannien: Militär im Treibstoff-Einsatz

Seit Ende September kommt es aufgrund des Fehlens von etwa 100.000 Lastwagenfahrern zu langen Warteschlangen vor Tankstellen.

Zeitweise waren bis zu 90 Prozent der Tankstellen ohne Treibtstoff. Bei der Bewältigung der Krise unterstützt seit 1. Oktober das Militär. Rund 200 Militärangehörige, darunter 100 Lastwagenfahrer, befinden sich im Einsatz, um die Tankstellen mit Nachschub zu versorgen. Besonders in London und im Südosten des Landes ist die Lage angespannt. Im Norden Englands und in Schottland hat sich die Lage mittlerweile entspannt. Wegen des EU-Austritts haben viele Lkw-Fahrer das Land verlassen, zudem hat die COVID-19-Pandemie zu einem Rückstau bei Fahrprüfungen geführt.

-red-


05.10.2021

EU: Ausbildungsmission

Die Europäische Union erwägt eine militärische Ausbildungsmission mit dem Namen „EU Military Advisory and Training Mission Ukraine“ (EUATM).

Dabei soll es sich um eine Ausbildung für ukrainische Offiziere handeln, um die militärischen Fähigkeiten der Armee zu verbessern. Laut einem Dokument des Europäischen Auswärtigen Dienstes, das der Zeitung „Welt am Sonntag“ vorliegt, würde eine derartige Mission ein „Ausdruck der Solidarität mit der Ukraine“ angesichts der militärischen Aktivitäten Russlands in der Grenzregion und der Krim sein. Die Ukraine ist seit 2014 mit prorussischen Separatisten im Kriegszustand, die eine Abspaltung der beiden Verwaltungsbezirke Donezk und Luhansk anstreben.

-red-


05.10.2021

China: Militär zeigt geheime Flugkörper

Auf der Airshow China 2021 wurde erstmals eine CH-6 Drohne präsentiert.

Das unbemannte Fluggerät kann für Luftangriffe und für Aufklärungsmissionen eingesetzt werden. Die Drohne erreicht eine Fluggeschwindigkeit bis zu 700 km/h und kann 20 Stunden eingesetzt werden. Neben der CH-6 wurde auch die militärische Mini-Drohne CH-817 vorgestellt. Sie hat eine Flugzeit von 15 Minuten, kann einen Sprengkörper tragen und eignet sich daher als Angriffsdrohne. Weitere Neuheiten waren die WZ-7 Drohne, die bei der Überwachung von Grenzen und Seegebieten zum Einsatz kommen soll, oder der J-16D Kampfjet, der elektronische Signale stören kann. Chinesischen Staatsmedien zu Folge befinden sich beide Flugkörper bereits im Einsatz. Im Kampf gegen Terroristen soll künftig die Aufklärungsdrohne F-95 verwendet werden. Neben Aufklärungssensoren und ELOKA-Mittel kann sie auch Waffen transportieren. Bei der Gefechtsfeldaufklärung wird die Armee von der FH-97 unterstützt. Zusätzlich wird sie für Artilleriebeobachtung eingesetzt. Mittels einer FH-901 Kampfdrohne, die sich an Bord befindet, können Ziele unmittelbar ausgeschaltet werden. Darüber hinaus wurde ein Anti-Drohnen-Lasersystem und eine Überschallwaffe präsentiert. Auch eine überarbeitete Version des Kampfjets J-20 war zu sehen.

-nt-


04.10.2021

Japan/USA: Manöver auf JS Izumo

Vom 3. bis 7. Oktober werden F-35 B des US-Marinekorps auf dem japanischen Stützpunkt Iwakuni stationiert.

Die High-Tech-Kampfjets werden Lande- und Startversuche auf dem modernisiertem Hubschrauberträger JS Izumo durchführen. Die Manöver finden vor der Küste Japans statt. Die japanische Marine hat 157 Stück der F-35 Kampfflugzeuge bestellt, davon sind 42 Stück vom Typ F-35 B. Die Flieger eignen sich aufgrund ihrer STOVL-Eigenschaften besonders für den Einsatz auf See.

Die JS Izumo war ursprünglich als Hubschrauberträger im Einsatz. Mit der Kaufentscheidung für die F-35 wurde der Umbau des Schiffes beschlossen. Neben einem Flugdeck, das der Abgashitze des F-35 Triebwerks standhält, wurden auch ein Raytheon's Joint Precision Approach und Landing System eingebaut. Nach den Tests sollen weitere Umbaumaßnahmen am Bug und Hangardeck folgen. Das Schwesterschiff JS Kaga befindet sich bereits in einer Werft und wird dort denselben Umbauarbeiten unterzogen. 2026 sollen beide Schiffe als Flugzeugträger einsatzfähig sein.

-nt-


04.10.2021

Deutschland: Ankauf von ROSY

Die Wechselbrücken-Flotte der Deutschen Bundeswehr wird mit dem Schnellrauch-Verdunkelungssystem ROSY ausgestattet.

In einem ersten Schritt sollen 540 Systeme ausgeliefert werden. Jedes besteht aus zwei Werfern mit Magazinen, einem Schnellverschluss und einem Steuergerät. ROSY erzeugt eine sofortige, großflächige, multispektrale Unterbrechung der Sichtlinie und kann eine dynamische Nebelwand erzeugen, die fahrenden Fahrzeugen einen längeren Sichtschutz bietet. Dadurch eignet es sich sowohl für Militär- als auch Zivilfahrzeuge in unerwarteten Angriffssituationen, etwa bei Aufklärungseinsätzen oder Konvois-Fahrten sowie bei offensiven und defensiven Einsätzen. Bis Anfang November 2021 wird Rheinmetall 150 Stück der Systembausätze an die Bundeswehr ausliefern. Bis Ende Oktober 2022 sollen die weiteren 390 Stück folgen. Mit dem Kauf stellt die Bundeswehr sicher, über genügend Lastwägen zu verfügen um 2023 die Führung der NATO-Speerspitze, die Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) zu übernehmen.

-red-


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