International

21.07.2021

Polen/USA: Kauf von Kampfpanzer Abrams

Die polnische Armee wird 250 US-Kampfpanzer der Klasse „Abrams“ kaufen.

Die erste Lieferung soll bereits 2022 eintreffen. Dem polnischen Verteidigungsministerium zur Folge handelt es sich um die neueste Version „M1a2 SEPv3“. Die USA und Polen haben 2020 eine Verteidigungskooperation vereinbart. Diese sieht die Stationierung von 1.000 zusätzlichen US-Soldaten in Polen vor, derzeit sind dort 4.500 US-Soldaten stationiert. Die US-Truppenverstärkung ist Teil der NATO-Strategie, die auf Sorgen ihrer Mitglieder mit Blick auf Russland reagiert. Die Zusätzlichen US-Soldaten werden in einem Rotationssystem nach Polen verlegt.

-red-


19.07.2021

Großbritannien/Ukraine: Manöver „Cossack Mace“

Ab dem 19. Juli 2021 nehmen Soldaten des 4. Bataillons des Royal Regiment of Scotland in der Ukraine an der Übung „Cossack Mace“ teil.

Die Ukraine bemüht sich seit längerem darum NATO-Mitglied zu werden. Ziel des Manövers ist daher, neben dem Ausbau der infanteristischen Fähigkeiten, auch die Zusammenarbeit mit dem NATO-Mitglied Großbritannien zu stärken. Das Royal Regiment of Scotland ist ein mechanisiertes Infanteriebataillon mit Sitz in Catterick. In den vergangenen Jahren wurde das Bataillon im Irak und Afghanistan eingesetzt.

-red-


19.07.2021

Afghanistan: Waffenruhe in Provinz Badghis

Mitte Juli starteten die Taliban eine Offensive gegen die Hauptstadt der westafghanischen Provinz Badghis.

Der dortigen Provinzregierung ist aber das Aushandeln einer Waffenruhe mit den radikalislamischen Kämpfern gelungen. Die Feuerpause soll von Stammesältesten vermittelt worden und seit 14. Juli 2021 in Kraft sein. Eine zeitliche Begrenzung wurde nicht vereinbart. Anfang Juli hatten die Taliban mit dem Sturm auf die Provinzhauptstadt begonnen – nur wenige Stunden nach der Bekanntgabe Washingtons, dass der US-Truppenabzug zu 90 Prozent abgeschlossen sei.

-red-


16.07.2021

Westsahara: IS will Boko Haram übernehmen

Während der IS in Syrien und im Irak beinahe seine gesamte Macht verloren hat, ist er in Afrika am Vormarsch.

 

Besonders in der Subsahara konnte der IS zuletzt durch neue Allianzen und eine Strategieänderung seine Stellung ausbauen. Das der IS in der Sahara agiert, ist bereits seit 2015 bekannt. Er fungiert dort als „Dachmarke“ für lokale Dschihadistengruppen. Nach dem Tod des Boko Haram-Anführers Anbubakar Shekau Anfang Juni, soll es nun zu einer „feindlichen Übernahme“ durch die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat Provinz Westafrika (ISWAP) kommen. Noch ist unklar, wie Boko Haram auf den Zusammenschluss reagieren wird. Einst waren ISWAP und Boko Haram zusammengehörende Milizen, bevor sich Boko Haram mit der Gruppe verwarf. Der ISWAP operiert gänzlich anders als Boko Haram. Statt unter der Zivilbevölkerung Angst und Schrecken zu verbreiten, setzt ISWAP darauf, die lokale Bevölkerung zu unterstützen, um in der Bevölkerung weiter Fuß zu fassen.

 

-red-


15.07.2021

Afghanistan: Druck auf Sicherheitskräfte steigt

Nach eigenen Angaben haben die Taliban seit Beginn des Abzuges der US- und NATO-Truppen 85 Prozent des Landes erobert.

 

Die Taliban sollen beinahe 250 der knapp 400 Bezirke des Staates kontrollieren. Die Richtigkeit dieser Angaben kann derzeit nicht unabhängig geprüft werden. Allerdings konzentriert sich die afghanische Regierung mittlerweile auf größere Städte, wichtige Straßen sowie auf Grenzposten, um sich gegen den Vormarsch der Dschihadisten abzusichern. US-Experten fürchten, dass die Hauptstadt Kabul in wenigen Monaten fallen könnte, da die Taliban beinahe alle größeren Städte umzingelt haben sollen. Die Türkei will die afghanische Regierung in ihrem Kampf gegen die radikalislamischen Taliban unterstützen und nach dem US-Truppenabzug Sicherheitsinfrastrukturen für den Flughafen bereitzustellen. Die Taliban warnten bereits davor, die türkische Truppenpräsenz in Afghanistan auszuweiten. Dennoch wurde im Juli ein Luftabwehrsystem auf dem Flughafen Kabul installiert, um die Hauptstadt vor Raketenangriffen zu schützen. Die Taliban erhöhen unterdessen den Druck auf die Sicherheitskräfte. Tausende sollen über die Grenze geflohen sein oder den Taliban ihre Waffen und Ausrüstung in Massenkapitulationen übergeben haben.

 

-red-


15.07.2021

China: Auslieferung leichter Panzer

Die PLA Marineinfanterie erhält ZTQ-15 Panzer.

 

Es handelt sich um eine Weiterentwicklung des leichten Panzers 15. Das Marinekorps ist gegenwärtig mit ZTD-05A ausgestattet. Der ZTQ-15 zeichnet sich durch seine verbesserte Panzerung, verbesserte Feuerkraft und sein verbessertes Antriebssystem aus. Die Modifizierungen erlauben dem ZTQ-15 eine bessere Duellfähigkeit mit schwereren Panzern. Zudem kann er im schwierigem Terrain, wie im Hochgebirge und Dschungel eingesetzt werden. Der Motor ist für den Einsatz in Höhen über 4.000 m konzipiert. Mit der verbesserten 105-mm-Panzerkanone können herkömmliche Panzerungen durchschlagen werden.

 

-nt-


15.07.2021

Deutschland: Modernste Schießanlage eröffnet

Seit 8. Juli 2021 verfügt das Jägerbataillon 29 in Donaueschingen (Baden-Württemberg) über die modernste Schießanlage der Bundeswehr.

 

Das "Geheimnis" der Anlage liegt in der Überdachung. Ein Gitter aus perforierten Stahlblechen (Rasterkassetten) bricht den Schall und reduziert die Lärmbelästigung nach außen. Zwar reflektieren die engen Wände des Schießstandes den Schall und verstärken ihn dadurch, die Geräuschkulisse vor den großen Schiebetüren ist aber eine gänzlich andere und ohne Gehörschutz ertragbar. Zudem verfügt die Anlage über die neueste Technik. Auf dem Delta-Schießstand wird die Ausbildung mit stark verkleinerten Zielen ermöglicht, damit die große Kampfentfernung des Maschinengewehrs kompensiert werden kann. Auf den Alpha-Ständen werden Ziele mit einer Entfernung von 300 m bekämpft.

 

-red-


14.07.2021

Schweiz: Kauf von US-Tarnkappenjets

Bern will 36 Stück des F-35 Kampfflugzeuges des US-Rüstungsunternehmen Lockheed Martin kaufen.

 

Nach einem monatelangem Entscheidungsprozess hat sich das Schweizer Verteidigungsministerium gegen den Eurofighter von Airbus, die F/A-18 Super Hornet von Boeing und die Rafale von Dassault entschieden. Die F-35A habe in der Evaluation "den höchsten Gesamtnutzen und gleichzeitig die tiefsten Gesamtkosten" erzielt, wird das Verteidigungsministerium zitiert. An der Kaufentscheidung hagelt es heftige Kritik, auch innerhalb der EU. Mit Beschaffungskosten von fünf Milliarden Franken (rund 4,6 Millionen Euro) wäre es das teuerste Schweizer Rüstungsgeschäft aller Zeiten.

 

-red-


14.07.2021

Iran/USA: Angriff auf US-Botschaft

Die US-Botschaft in Bagdad ist erneut Ziel eines Raketenangriffes geworden.

 

Laut der irakischen Armee sind am 6. Juli 2021 drei Geschosse auf die diplomatische Vertretung in Bagdad abgefeuert worden. Die Einschläge gingen in der stark abgesicherten Grünen Zone nieder. Wenige Stunden zuvor waren 14 Raketen auf einen von US-Soldaten genutzten Militärstützpunkt im Westen des Landes abgefeuert worden. Seit dem Amtsantritt Joe Bidens Ende Jänner 2021 kommt es immer wieder Bomben- und Raketenangriffen auf US-Soldaten oder amerikanische Zivilsten im Irak. Derzeit sind etwa 2.500 US-Soldaten Teil der Anti-Terror-Koalition.

 

-red-


13.07.2021

Ukaine/Russland: Marinewebseite Ziel von Hackern

Die Webseite der ukrainischen Marine war Ziel eines Hackerangriffes und kurzzeitig nicht in Kontrolle der Ukraine.

 

Das ukrainische Verteidigungsministerium macht Hacker für den Angriff verantwortlich und beschuldigt Russland mit diesen in Verbindung zu stehen. Bei der Attacke sollen gefälschte Berichte über die internationale Militärübung "Sea Breeze 2021" veröffentlich worden sein. Ende Juni hat Kiew gemeinsam mit anderen NATO-Ländern mit der zweiwöchigen Militärübung begonnen. Russland hatte die ukrainische Regierung aufgefordert das Manöver abzusagen.

 

-red-


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