International

28.11.2022

Großbritannien: Luft-Boden-Transfer mit Roboter

Die britische Armee testete den Prototyp des Luft-Boden-Nutzlasttransfergerätes "Sparrow".

Auf einem Marinestützpunkt wurde der Einsatz von "Sparrow" auf unbemannten Luftfahrzeugen erprobt. Der Prototyp ermöglicht die autonome Lieferung und Abholung von Nutzlasten durch ein unbemanntes Luftfahrzeug. Befestigt man "Sparrow" an einer Drohne, kann die Robotereinheit selbstständig auf- und absteigen, um Nutzlasten zu liefern oder zu sammeln. Die Drohne bleibt währenddessen geschützt auf einer geeigneten Höhe. Das System hat vier Propeller, kann vollständig autonom manövrieren und Objekte am Boden identifizieren. Eine Besonderheit des Systems ist, dass die Propeller nicht nur dem Auftrieb dienen, sondern auch Luftströmungen entgegenwirken und die Manövrierfähigkeit erhöhen. 

-red-


28.11.2022

Finnland: Neue Panzerhaubitzen

Die finnischen Streitkräfte erhalten 38 selbstfahrende Haubitzen des Typs K9.

Bereits 2017 kaufte Finnland erstmals 48 Stück der südkoreanischen K9-Panzerhaubitzen. Dort tragen sie die Bezeichnung K9 Moukari. In dem damaligen Vertrag wurde eine Option auf weitere 48 Stück vereinbart. Nun stimmte der finnische Verteidigungsminister Antti Kaikkonen dem Kauf von 38 weiteren K9-Haubitzen im Wert von etwa 134 Millionen Euro zu. Damit solle die Schlagkraft der finnischen Armee gestärkt werden. Die K9-Panzerhaubitze wurde in Südkorea entwickelt, hat eine Länge von 12 m, ein Gewicht von 47 Tonnen und eine Geschwindigkeit von 67 km/h. 

-red-


25.11.2022

Australien/Südkorea: Luftbetankungs-Übung

Australien und Südkorea führten die erste gemeinsame Luftbetankungsübung durch.

Während der Übung „Vigilant Storm 23“ unterstützte ein Airbus KC-30A Multi Role Tanker Transport der Royal Australian Air Force die Luftwaffe der Republik Korea beim Auftanken des Kampfflugzeuges KF-16U. Die Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei der Luftbetankung war bereits einige Wochen zuvor getroffen worden. Diese Vereinbarung und die gemeinsam durchgeführte Übung sei ein wichtiger Schritt, um die Partnerschaft zwischen australischen und südkoreanischen Luftstreitkräften zu verbessern.

-red-


24.11.2022

Deutschland/Griechenland: Panzer-Ringtausch

Die griechischen Streitkräfte erhalten im Auftrag Deutschlands Schützenpanzer des Typs Marder 1A3.

Die Lieferung erfolgt zwischen Oktober 2022 und Ende 2023 und umfasst neben den Panzern auch Munition, Ausbildungs- und Logistikleistungen. Bei den zur Verfügung gestellten Fahrzeugen handelt es sich um Marder 1A3 des deutschen Konzerns Rheinmetall aus ehemaligen Beständen der Deutschen Bundeswehr. Im Gegenzug liefert Griechenland Schützenpanzer sowjetischer Bauart sowie weitere militärische Ausrüstung an die Ukraine. Dieser „Ringtausch“ wurde von der deutschen Bundesregierung entwickelt, um die Ukraine im Krieg gegen Russland zu unterstützen. Das deutsche Unternehmen Rheinmetall ist bereits an Ringtauschen mit den tschechischen und slowakischen Streitkräften (Kampfpanzern Leopard 2A4) beteiligt.

-red-


23.11.2022

Frankreich: Fregatten-Lieferung

Die französische Marine erhielt die Fregatte „Lorraine“ der Aquitaine-Klasse.

Der französische Schiffsbaukonzern Naval Group übergab „Lorraine“ auf dem Marinestützpunkt Toulon an die französische Rüstungsbeschaffungsbehörde. „Lorraine“ wurde 2018 auf Kiel gelegt und im November 2020 vom Stapel gelassen. Sie ist die letzte der acht geplanten FREMM-Fregatten (Frégate Européenne Multi-Mission) der französischen Marine. Außerdem ist es das zweite Schiff, das nach einem modifizierten FREMM-DA-Standard (défense aérienne) gebaut wurde (nach der Fregatte „Alsace“ im April 2021). Die ersten sechs Schiffe des Programmes wurden als Varianten zur U-Boot-Abwehr gebaut und zwischen 2012 und 2019 geliefert. Die beiden FREMM-DA-Fregatten sollen die beiden 2019 außer Dienst gestellten F70-AA-Fregatten „Cassard“ und „Jean Bart“ ersetzen.

-red-


23.11.2022

Türkei: Kampfdrohnen-Prototyp

Die Türkei führte erste Roll- und Startversuche mit ihrer neuen Kampfdrohne Bayraktar Kizilelma „loyal wingman“ durch.

Kizilelma ist ein einmotoriges, unbemanntes Kampfflugzeug mit Tarnkappeneigenschaften und künstlicher Intelligenz. Das maximale Startgewicht soll 6.000 kg, davon 1.500 kg Nutzlast, betragen. Die Kampfdrohne wird bei verschiedenen Kampfszenarien, wie Luftunterstützung, Unterdrückung und Zerstörung feindlicher Luftverteidigung und Luft-Luft-Kampf zum Einsatz kommen. Das unbemannte Flugzeug, das zunächst als Bayraktar MIUS bezeichnet wurde, bestand die ersten Tests. Bereits 2021 stellte die Türkei ihr Konzept für die Kampfdrohne vor. Der Prototyp wurde vom türkischen Verteidigungsunternehmen Baykar entwickelt und soll 2023 seinen Erstflug absolvieren. Der Plan sieht vor, dass Kizilelma auch vom Landehubschrauber-Dock der TCG Anadolu der türkischen Marine aus operieren wird.

-red-


22.11.2022

Thailand: Neue Schulflugzeuge

Die thailändische Luftwaffe stellte die ersten beiden Schulflugzeuge des Typs T-6C Texan II in Dienst.

Die beiden Flugzeuge des US-Unternehmens Textron Aviation wurden auf dem Luftwaffenstützpunkt in Kamphaeng Saen in Dienst gestellt. Ihnen werden weitere zehn T-6C Schulflugzeuge folgen. Mit den Maschinen wird die bestehende PC-9-Flotte der thailändischen Luftwaffe ersetzt. T-6C ist ein leichtes Turbopropflugzeug, das für Schulungs- und Ausbildungszwecke verwendet wird, da es ein ähnliches Flugverhalten wie ein leichter Jet besitzt. 2024 soll Thailand außerdem acht Kampfflugzeuge des Typs AT-6E „Wolverine“ erhalten. Dabei handelt es sich um eine bewaffnete Serienversion des T-6 für das Waffentraining oder leichte Angriffsrollen.

-nt-


22.11.2022

Norwegen: Luftüberwachungsradar

Norwegen beschafft das Luftüberwachungsradar TPY-4.

Die norwegische Behörde für Verteidigungsmaterial hat sich für das Frühwarn-Multimissionsradar TPY-4 von Lockheed Martin entschieden. Das bodengestützte TPY-4 soll die Fernüberwachungsfähigkeit Norwegens verbessern. Insgesamt werden acht militärische Luftüberwachungsradare, mit einer Option auf drei zusätzliche, beschafft. Drei der Radarsysteme werden an bestehenden Standorten installiert und ersetzen die aktuellen Systeme, während die restlichen fünf an neuen Standorten installiert werden. Das erste Radar wird bis Ende 2025 in Gyrihaugen installiert. Die Lieferung der Radargeräte soll bis 2030 abgeschlossen sein.

-red-


21.11.2022

Indonesien: Sturmgewehr-Test

Die indonesischen Streitkräfte testen das neue Sturmgewehr IFAR 22.

IFAR 22 wurde von der indonesischen Firma PT Republik Armamen entwickelt. Es ist ein Sturmgewehr mit Hinterschaftlader für das NATO-Kaliber 5,56 x 45 mm. Das IFAR 22 wird mit einem 508-mm- und einem 406-mm-Lauf angeboten. Die Gesamtlänge des Sturmgewehres beträgt 780 bzw. 698 mm bei einem Gewicht von 3,7 bzw. 3,6 kg. Der Schütze kann den Gasdruck in drei Stellungen verändern. Außerdem gibt es die Möglichkeit für das Visier Laserpunkt, Zielfernrohr oder Nachtsicht zu verwenden. Als Magazin, wird das 30-schüssige STANAG 4179 verwendet. Das Sturmgewehr IFAR 22 ist auch für Linkshänder geeignet. Waffenkontrollen einschließlich Sicherung und Wahlschalter befinden sich auf beiden Seiten der Waffe, der Auswurf von Patronen kann je nach Benutzerpräferenz nach rechts oder links erfolgen.

-nt-


21.11.2022

Deutschland: Marineleichtgeschütze für Fregatten

Die neue Fregattenklasse F126 der deutschen Marine erhält acht Marineleichtgeschütze des Typs MLG27-4.0.

Das MLG27-4.0 ist ein hochmodernes Schiffabwehrssystem, mit Tageslichtkameras, Infrarotsensoren und Laserentfernungsmessern zur Bekämpfung zahlreicher Bedrohungen. Kernstück des fernsteuerbaren Waffensystems ist die Revolverkanone BK-27M. Diese kann Einzelfeuer, Feuerstöße (Kadenz einstellbar) oder Dauerfeuer mit bis zu 1.700 Schuss pro Minute schießen. Das Marineleichtgeschütz MLG27-4.0 gehört zur neuen SeaSanek RCWS-Produktfamilie der Rheinmetall Waffe Munition GmbH. Die vier Fregatten der F126-Klasse werden derzeit von der niederländischen Schiffswerft Damen Naval in Kooperation mit Blohm+Voss Shipyards GmbH und Thales Netherlands B.V. auf den deutschen Werften Wolgast, Kiel und Hamburg produziert. Die erste Fregatte soll 2028 ausgeliefert werden. Außerdem umfasst der Vertrag eine Option für zwei weitere Fregatten. 

-red-