Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

25.03.2016

Indien: Zu schwerer Panzer

Trotz der erfolgreichen Tests mit dem indischen Arjun Mk 2-Panzer, lehnt die indische Armee eine Beschaffung dieses Typs ab.

Im technischen Vergleich gegenüber dem russischen T-90 schnitt der Arjun Mk 2 in vielen Belangen besser ab. Trotz der beachtlichen Feuerkraft und seines modernen Feuerleitsystems wäre der Panzer mit gegenwärtigen 62 Tonnen viel zu schwer. Mit diesem Gewicht hat der Arjun Mk 2 große Schwierigkeiten in den Wüstengebieten, aber auch auf den meisten Strassen Indiens.

Ebenso sieht die Armee Probleme beim Überqueren vieler Brücken Indiens und im Bahntransport. Nach den ersten Tests und Truppenversuchen hat die Armee einen Verbesserungskatalog aufgestellt, der 73 Punkte beinhaltet. Der Nachteil dabei ist jedoch, dass diese den Panzer noch schwerer machen würden. Alleine die geforderte explosive, reaktive Panzerung würde 1,5 Tonnen zusätzliches Gewicht ausmachen.

-nt-


25.03.2016

Indien: Sea Harrier ausgemustert

Ende März 2016: Die indische Marine hat die restlichen „Sea Harrier“ seiner Flotte außer Dienst gestellt.

1983 hatte Indien 30 „Sea Harrier“ von Großbritannien für seine Trägerflotte beschafft. Die letzten „Sea Harrier“ von denen nur noch elf einsatzbereit waren, hatten ihren Dienst auf dem Flugzeugträger INS Viraat versehen. Die Piloten werden nun auf den russischen Flugzeugtyp MIG-29K umgeschult.

-nt-


24.03.2016

Kommandoübergabe bei EUFOR Althea

Am 24. März 2016 fand die feierliche Kommandoübergabe der EU-Mission EUFOR "Althea" im Camp Butmir in Sarajewo/Bosnien und Herzegowina (BiH) statt.

Der österreichische Offizier, Generalmajor Friedrich Schrötter, übernahm das Kommando von seinem Landsmann, Generalmajor Johann Luif, der diese Funktion 15 Monate inne hatte.

Für den 51-jährigen neuen Commander EUFOR, wie die Funktion offiziell heißt, ist es kein Neuland: Vom Dezember 2006 bis Juni 2007 war er bereits Kommandant des österreichischen Kontingents und stellvertretender Kommandant der gesamten EUFOR-Truppe in Bosnien und Herzegowina. Zuletzt war Schrötter Leiter der Gruppe Einsatzgrundlagen im Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport.

Mehr zu Generalmajor Friedrich Schrötter

Zum österreichischen Einsatz in BiH

-red-


24.03.2016

China: Weniger Soldaten

Mitte März 2016 hat die Chinesische Volksbefreiungsarmee damit begonnen den Befehl zur Reduzierung der Streitkräfte um 300 000 Soldaten umzusetzen.

Vorrangig werden Soldaten mit nicht-kämpfenden Funktionen aus dem Dienst entlassen und in Berufe des zivilen Lebens überführt. Zu diesem Zweck werden auf Divisionsebene, Kurse für ausscheidende Offiziere und Soldaten eingerichtet, die sie auf ihre zukünftigen Funktionen und das zivile Leben vorbereiten.

-nt-


21.03.2016

Slovenian soldiers managing refugee crisis

Like many other European countries, Slovenia is still dealing with migration issues. More than 120 members of the Slovenian Armed Forces are involved in managing the migration flow via the Western-Balkan-route.

Almost 100 soldiers are patrolling along the Slovenian-Croatian border in mixed patrols with policemen. Less than 20 soldiers supply the police as well as civil protection units that care for migrants in accommodation centers. They predominantly prepare, transport and share hot meals.

From 11 to 20 March 2016 1 335 members of the Slovenian Armed Forces were tasked with issues regarding migration. 1 227 soldiers had to support the police, mostly for the border control, 108 members of the Slovenian Armed Forces had to support civil protection units.

The Austrian Minister of Defence, Hans Peter Doskozil, recently visited Slovenia after his Slovenian colleague, Andreja Katic, had invited him. As all the countries along the Western-Balkan-route are faced with the migration crisis, the Austrian minister pointed out the importance of regional cooperation. The ministers agreed that because of this common challenge the cooperation in will be strengthened in the future. Minister Katic also presented the adoption of article 37 a of Slovenian Defence Law that gives more power tot he Slovenian Armed Forces in order to assist the police concerning border protection. Both ministers confirmed that within a spirit of solidarity and humanity it was an effective and comprehensive response to migration. As a consequence the entire International Community will be in charge.

Minister Doskozil emphasized that Europe has to define a clear objective and a path for future migrant policy that will be followed by all other European countries. One of the opportunities to find a common way will be realized by the meeting of defense ministers oft he Central European Initiative (CEDC) that will take place at the end of March in Vienna.

Marko Pislar


17.03.2016

Indien: Modernisierung von Schützenpanzern

Indien hat die Modernisierung seiner 1 500 BMP 2K-Schützenpanzer international ausgeschrieben. Die Schützenpanzer sollen neue Motoren und Anti-Tankraketen bekommen. Bis zu 15 000 Anti-Tankraketen sollen zusätzlich beschafft werden.

-nt-


16.03.2016

China: Bessere Schutzmasken

Mitte März 2016 wurde bei dem ABC-Regiment der 38. Armeegruppe ein neues Schutzmaskenmodell eingeführt. Die neue Schutzmaske verfügt über ein Filtersystem in Form eines Kanisters. Der Filter kann eine Reihe von giftigen Substanzen abhalten und lange Zeit gelagert werden.

Die Maske zeichnet sich auch durch eine verbesserte Tragequalität aus. Die Möglichkeit der Kommunikation beim Tragen zwischen Soldaten wurde verbessert und die Sichtlinsen können verändert werden. Die Maske lässt sich leichter anlegen und man kann wesentlich freier und angenehmer Atmen, als in dem bisherigen Modell

-nt-


08.03.2016

China: Neue Panzerlandungsschiffe

Am 7. März 2016 wurden bei der chinesischen Ostseeflotte drei Panzerlandungsschiffe vom Typ 072A in Dienst gestellt. Die Wuyi Shan (914), die Culai Shan (915) und die Wufai Shan (917) werden sowohl für Landungsunternehmen als auch für den Transport von Soldaten und Ausrüstung eingesetzt werden. Diese Klasse von Panzerlandungsschiffen hat eine Verdrängung von mehr als 5 000 Bruttoregistertonnen (BRT).

Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 20 Knoten. Die Landungschiffe können zehn gepanzerte Fahrzeuge und 250 Infanteristen aufnehmen. Für Hubschrauber gibt es ein Landungsdeck. Die Schiffe zeichnen sich durch eine niedrige Radarsignatur aus. Eine Gattling-Maschinenkanone dient dem Eigenschutz gegen anfliegende Raketen und zur Zielbekämpfung auf Nahe Entfernung.

-nt-


04.03.2016

Kroatien: Grenzkontrollen ohne Armee/No armed forces on Croatian borders

Croatia is the only country along the Balkan`s migratory route that has not yet set it´s armed forces on alert or deployed them in order to control the national borders neighbouring countries were doing so, the discussion about Croatian Armed Force`s part concerning the management of the migrant crisis was raised again.

The deployment of Armed Forces is considered as a last resort despite the calls for tightened measures at the national border. Presently Armed Forces are not in charge to exercise border controls. They are realized within the authorization of the Ministry of the Interior of the Republic of Croatia.

In case of a deployment of Armed Forces in order to control boundaries, the respective authorisation will require an amendment of the topical legislation. The adoption of respective amendments will not automatically entail a deployment of Armed Forces along the border, but would authorize it in case of a situation that would surpass Police Force’s capacities.

The situation along the Croatian national border is determined by the natural terrain, facilitating the control of illegal entries into the territory. The boundary with Serbia is formed by the Danube river, that makes the terrain marshy and dense and leaves a section of 50km to control. Also the border with Bosnia and Herzegovina is largely composed by rivers. The remaining stretch is efficiently controlled by Police Forces.

Regardless a legal solution, possible amendments will precede a major influx on migrants expected in the upcoming spring season. It could prevent the opening of new migratory routes towards Croatia via Bosnia and Herzegovina and Montenegro.

The engagement of Croatian Armed Forces is restricted to building measures (such as constructing the winter transit camp in Slavonia) and the provision of logistic support for Croatian Police Forces.

Vesna Pintaric


01.03.2016

Senegal: Österreichische Soldaten bei der FLINTLOCK 2016

Vom 8. bis 29. Februar 2016 nahmen rund 60 Soldaten des Jagdkommandos in Senegal an der Übung FLINTLOCK 2016 teil. Insgesamt beteiligten sich etwa 1 700Soldaten und Zivilpersonen aus 29 Nationen an dieser Übung.

Die Soldaten stammen aus West- und Nordafrika, Europa und Nordamerika. Unter anderem wurde mit einer österreichischen C-130 „Hercules“ das Absetzten von Lasten und Personen sowie der Transport von Verwundeten trainiert und insgesamt drei Lastenabwurfübungen durchgeführt. Dabei wurden Güter wie Verpflegung, Wasser, Medikamente, Zelte, Munition, Waffen und Treibstoff aus dem fliegenden Transportflugzeug mittels Fallschirm abgeworfen. Ziel der Flugübungen war die Zusammenarbeit zwischen europäischen, amerikanischen, kanadischen und senegalesischen Infanteriesoldaten.

Im Zuge von FLINTLOCK 2016 trainierten die Soldaten den größten Abwurf von Material, den die österreichischen Luftstreitstreitkräfte jemals durchgeführt haben. Insgesamt wurden dabei 1 500 Kilogramm in Form von vier Lastpaketen kurz nacheinander abgeworfen. Je nach Größe und Gewicht des Stückgutes wird dieses mit einem oder mehreren Lastenfallschirmen ausgestattet und verladen. Eine Last von 400 Kilogramm, die zugleich die Maximallast für ein Paket darstellt, benötigt drei Fallschirme. Das Absetzen erfolgte aus einer Höhe von ca. 240 Metern. Die C-130 „Hercules“ reduziert dabei ihre volle Fluggeschwindigkeit von etwa 580 km/h auf ein Drittel. Das Paket ist dabei durch eine Ausziehleine mit dem Transportflugzeug verbunden, wobei durch den Fall der Fallschirm automatisch geöffnet wird.

Gemeinsam mit polnischen Streitkräften wurde auch ein Verwundetentransport geübt. Die Sanitäter an Bord waren dabei aus Polen. Österreich stellte die C-130 „Hercules“ zur Verfügung. Um die afrikanischen Streitkräfte zu unterstützen, leisteten 31 österreichische Soldaten (Spezialkräfte) in Bakar zusätzlich „Military Assistance“ und berieten die Afrikaner in sämtlichen militärischen Belangen.

Die senegalesischen Soldaten wurden von den österreichischen Einsatzkräften in infanteristischen Themen wie den Schutz von Räumen und Grenzen ausgebildet und erhielten Schulungen in der Ausbildungsmethodik wie den Umgang mit Soldaten und Unterricht im Kriegsvölkerrecht sowie der Pionierarbeit. Das österreichische Medical Team bildete im Bereich Erste Hilfe und medizinische Versorgung aus. Die Kommunikation erfolgte dabei auf Französisch und Englisch

-red-