Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

08.09.2017

Russland: Militärmanöver Zapad 2017

Kommende Woche findet das russisch-weißrussische Militärmanöver "Zapad 2017" statt.

100.000 russische Soldaten sollen an der vierjährig stattfindenden Übung teilnehmen. Sie wird vom 14. bis zum 20. September dauern und auf den Territorien beider Staaten abgehalten. 

Die NATO kritisierte das Manöver an der Grenze zur EU, während Russland den rein defensiven Charakter der Truppenübung betont. Für die Dauer der Übung wird die USA zusätzliche Truppen in die baltischen NATO Staaten verlegen. 

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-red-


07.09.2017

Schweiz: Gemeinsame Luftraumüberwachung

Die Schweiz und Österreich wollen ihre Zusammenarbeit in der Luftraumüberwachung stärken, der Schweizer Bundesrat hat ein entsprechendes Abkommen genehmigt. 

Bisher beschränkt sich die Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Österreich auf den Austausch von Luftlagedaten. Ein neues Abkommen soll nun Grenzüberschreitungen und damit die sogenannte "Nacheile" bei nicht-militärischen Bedrohungen ermöglichen.

Maßnahmen der Luftwaffe sollen schon im Hoheitsgebiet des jeweils anderen Staates eingeleitet werden dürfen. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Luftwaffen wird damit erleichtert. Mit den übrigen Nachbarländern verfügt die Schweiz bereits über entsprechende Abkommen. Die Parlamente beider Länder müssen dem Vorhaben noch zustimmen. 

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-red-


06.09.2017

Japan: Höhere Militärausgaben gefordert

Das japanische Verteidigungsministerium fordert von der Regierung die Erhöhung des Budgets um 2,5 Prozent auf umgerechnet rund 48 Milliarden US Dollar.

Begründet wird dies unter anderem mit der erhöhten Bedrohungslage, dem Kauf von sechs F-35 Kampfflugzeugen und dem Ausbau des Raketenabwehrsystems. 

Weiters sollen unbemannte Aufklärungsdrohnen vom Typ Global Hawk beschafft werden. Die Marine plant außerdem die Beschaffung von zwei Zerstörern sowie den Bau eines neuen U-Bootes, das mit Lithiumbatterien betrieben werden soll. 

-nt-


04.09.2017

China: Akademikeransturm

Bis Ende August haben sich rund eine Million Hochschulabsolventen für den Dienst bei der Volksbefreiungsarmee (PLA) beworben. 

Das ist ein knapp 5,6 Prozent höherer Wert als noch im letzten Jahr. In den kommenden Wochen geht die diesjährige Rekrutierung in die Endphase. Bewerber müssen sich einem Gesundheitstest, einer Überprüfung der politischen Gesinnung und einem Bewerbungsgespräch unterziehen.

-nt-


29.08.2017

Japan: Nordkoreanische Rakete

Eine nordkoreanische Rakete flog über die japanische Insel Hokkaido und stürzte anschließend in den Pazifik. 

Der japanische Premierminister Shinzo Abe sprach von einer beispiellosen Bedrohung, die USA und Südkorea sicherten dem Land Untersützung zu. 

Die Rakete war vermutlich vom Typ Hwasong-12, zerfiel über dem Pazifik in mehrere Teile und stürzte schließlich ins Meer. 

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-red-


28.08.2017

China: Zivile Zusammenarbeit

In einem gemeinsamen Fünfjahresplan wollen die Zentrale Militärkommission und das Ministerium für Wissenschaft und Technologie zusammenarbeiten. 

Konkret soll es zivilen Forschungsunternehmungen und Betrieben möglich sein, sich an militärischer Forschung und Entwicklung zu beteiligen. Ab 2020 sollen die ersten Projekte starten.

Die Zusammenarbeit wird vor allem auf den Gebieten der integrierten Informationstechnologie, der Quantencomputer und der Gehirnforschung stattfinden. 

-nt-


26.08.2017

Israel: Neue Batterien für Panzer

Die israelische Armee hat nachladbare Lithiumbatterien für ihre Panzer entwickelt und wird demnächst mit Truppenversuchen beginnen. 

Die vom Verteidigungsministerium gemeinsam mit Epsilor Electric Fuel entwickelten Batterien sind für Panzerfahrzeuge geeignet und sollen die alten Säurebatterien ablösen. Sie können drei Mal mehr Energie speichern und haben eine wartungsfreie Lebensdauer von zehn Jahren. 

Bis dato mussten die Motoren der Fahrzeuge auch während Überwachungsaufgaben regelmäßig gestartet werden, um die Batterien zu laden. Mit den neuen Lithiumbatterien sollen solche Einsätze nun bis zu 12 Stunden am Stück durchführbar sein.

-nt-


24.08.2017

Japan: Verbesserte Raketenabwehr

Das japanische Verteidigungsministerium hat bekannt gegeben, seine Raketenabwehr auszubauen. 

Zu diesem Zweck soll eine Landversion des bisher nur auf Zerstörern verwendeten Aegis-Waffensystems aufgebaut werden. Anfliegende Raketen werden von diesem Waffensystem mittels Radar erfasst und mit "Standard 3"-Raketen bekämpft. Die Landversion soll aus einem SPY-1 Radar und einer Batterie "Standard 3"-Raketen bestehen.

Derzeit sind vier Aegis-Zerstörer im Dienst der japanischen Marine. Ein fünfter soll angeschafft und die bestehende Flotte modernisiert werden. Die Modernisierung der Raketenabwehr soll bis zu den olympischen Spielen 2020 abgeschlossen sein. 

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-nt-


22.08.2017

Singapur: USS McCain beschädigt

Der Lenkwaffenkreuzer USS John S. McCain wurde am Montag, dem 21. August 2017, bei einer Kollision mit dem Öltanker Alnic MC2 nahe Singapur schwer beschädigt.

Der Unfall passierte nahe der stark befahrenen und engen Straße von Malakka. Derzeit werden noch zehn Matrosen des amerikanischen Schiffes vermisst. Beide Schiffe konnten nach der Kollision aus eigener Kraft den nur einige Kilometer entfernten Hafen von Singapur ansteuern.

Die Unfallursache ist derzeit Gegenstand von Untersuchungen. Es ist bereits der vierte Zusammenstoß eines US-Schiffes in asiatischen Gewässern dieses Jahr. Während die Suchanstrengungen um die vermissten Matrosen weitergehen, hat der "Chief of Naval Operations" John M. Richardson einen temporären Einsatzstopp verfügt.  

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-red-


17.08.2017

Indien: Haubitze getestet

Die indische Armee testet derzeit die in Eigenproduktion hergestellte Haubitze "Dhanush" 155-mm/45.

In den letzten Monaten hat es bei verschiedenen Schießversuchen allerdings Rückschläge gegeben. Bei insgesamt sechs Prototypen traf die Granate beim Schuss die Mündungsbremse. 

Gegenwärtig wird der Grund für die Zwischenfälle untersucht, Experten analysieren dabei auch die verwendete Munition. Die indische Armee hat 114 "Dhanush" bestellt, 18 davon sollen noch dieses Jahr ausgeliefert werden. Der Rest folgt in den kommenden zwei Jahren. 

-nt-