Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

19.05.2015

Russland: Erhöhte Abwehrvorbereitungen

Am 9. April 2015 stellte Präsident Putin­ in einer Besprechung mit führenden Offizieren der russischen Streitkräfte fest, dass Russland zunehmend von offensiven ausländischen Kräften bedroht wird und dafür nun gerüstet sein muss.

Die Bedrohungen können von Russland nicht ignoriert werden. Um für etwaige Konflikte vorbereitet zu sein, ordnete Putin eine verstärkte Übungstätigkeit der Streitkräfte an. Gemeinsame Übungen mit befreundeten Ländern sollen intensiviert und die militärische Präsenz Russlands auf der Krim und in der Arktis verstärkt werden.

-nt-


19.05.2015

Österreich/Estland/NATO: Cyber Übung „Locked Shields“

Von 20. bis 24. April 2015 fand die größte internationale Cyber Übung „Locked Shields“ statt. Organisiert wurde sie durch das NATO Cooperative Cyber Defence Centre of Excellence in Tallinn/Estland.

Über 400 Cyber-Spezialisten aus 16 Nationen nahmen an dieser Übung teil, darunter 16 Experten aus Österreich. Ziel war es, die Cyber-Abwehrfähigkeit, besonders von Behördenorganisationen im Bereich kritischer IT-Infrastrukturen, zu optimieren. Über ein groß angelegtes Computernetzwerk trainierten Expertenteams - von ihren jeweiligen Standorten im Heimatland - Angriffs- und Abwehrszenarien im Cyber­space. Sogenannte „Blue Teams“ waren dabei jeweils mit dem Schutz einer komplexen und kritischen IT-Infrastruktur betraut und mussten deren Betrieb im Hacker-Angriffshagel eines „Red-Teams“ möglichst störungsfrei aufrechterhalten. Die rechtlichen Voraussetzungen zur Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten stand ebenfalls im Mittelpunkt dieser Übung.

-red-


19.05.2015

Libanon: Rüstungsgeschenke

Die libanesische Armee hat 98 Land Rover-Fahrzeuge und 48 Panzerabwehrlenkwaffensysteme „Milan“ als Geschenk von Saudi Arabien erhalten.

Die Fahrzeuge und Waffen sollen die libanesische Armee in ihrem Kampf gegen Terroristen unterstützen und sind Teil eines langfristigen Unterstützungsprogrammes Saudi Arabiens.

-nt-


19.05.2015

China/Kirgistan: Antiterrorübung

Vom 21. bis 24. April 2015 nahmen Soldaten einer Spezialeinheit des Militärkommandos Lanzhou an einer Antiterrorübung im Rahmen der Shanghai Cooperation Organization (SCO) in Kirgisistan teil. Die Übung fand im unwegsamen Gebiet statt, um den Kampf gegen Terroristen im Gebirge zu schulen.

-nt-


19.05.2015

China: Raketenkauf

China wird von Russland das Flugabwehrsystem S-400 „Triumf“ (NATO-Code: SA-21 „Growler“) beschaffen. Sechs Luftabwehrbataillone sollen damit ausgestattet werden.

Die S-400 ergänzt die Luftabwehr Chinas, die sich bis dato auf chinesische HQ-9 und russische S-300 abstützt. Mit der Flexibilität der „Triumf“ lässt sich eine ganze Zielpalette, von Flugzeugen bis hin zu Raketen, auf große Entfernung bekämpfen. S-300 und HQ-9 eignen sich hingegen gut für den Kampf gegen Flugzeuge, konnten aber keine befriedigenden Ergebnisse in der Abwehr von Cruise Missiles und anderen Raketen erzielen. Mit der Beschaffung der S-400 hat China einen wesentlichen Schritt zur Absicherung seines Luftraumes getätigt. Durch die große Reichweite der S-400 wird sich auch die Luftlage an den Grenzen Chinas verändern.

-nt-


19.05.2015

China: Soldatennachwuchs

Die Chinesische Volksbefreiungsarmee macht sich Sorgen wegen des Soldatennachwuchses. Es geht um Quantität und Qualität.

Durch die Ein-Kind-Politik, fällt es jungen Menschen schwer eine Karriere in der Armee anzustreben, da sie sich verpflichtet fühlen ihre Eltern zu unterstützen. Speziell auf dem Land ist das ein Problem. Hinzu kommt noch der erleichterte Zugang zu den höheren Schulen, die viele Jugendliche ebenfalls in eine andere Lebensrichtung bringt. Ein Hauptproblem ist aber der allgemeine Gesundheitszustand. Schon in den vergangenen Rekrutierungen hat die Armee ihre Gesundheitsstandards senken müssen, da heute immer mehr Jugendliche die ehemals harten Aufnahme­kriterien nicht schaffen. Außerdem benötigt man auch eine große Anzahl von Absolventen höherer Schulen. Laut einem Gesundheitsreport über die Jugendlichen von Peking, der nach Untersuchungen in den Grundschulen erstellt wurde, leiden 21,6 Prozent der Kinder an Übergewicht, 50,2 Prozent an hohem Blutzucker, 46 Prozent an hohem Blutfett, 30,7 Prozent an hohem Blutdruck und 81,19 Prozent an Kurzsichtigkeit.

Bei der Ein-Kind-Politik der Han-Chinesen schuf die Regierung die Möglichkeit ein zweites Kind zu bekommen. Die meisten Familien wollen trotzdem kein weiteres Kind, da sie fürchten, dass sie ihm finanziell nicht dieselben Chancen bieten können. Die Armeeführung legt nun der Regierung nahe, Abhilfe und Anreize zu schaffen. Beim Gesundheitsstatus muss die Regierung ein Programm entwickeln, bei dem die Gesellschaft generell durch Ernährung und Sport gesunde Werte erreicht. Durch die Ein-Kind-Politik sind natürlich sämtliche Grosseltern und Eltern bestrebt ihren Prinzen oder ihre Prinzessin mit Essen zu verwöhnen - sie werden praktisch gemästet. Punkto Bewegung haben Kleinkinder kaum Möglichkeiten mit ihres­gleichen herumzutoben, da sie ständig unter Aufsicht der Erwachsenen sind.

-nt-


19.05.2015

Philippinen/USA: "Balikatan 2015"

Von 20. bis 30. April 2015 fand die Übung „Balikatan 2015“ (Schulter an Schulter) im Gebiet von fünf philippinischen Inseln statt. 5 000 Soldaten der philippinischen Streitkräfte, 6 500 US-Soldaten sowie 70 australische Soldaten nahmen mit 90 Schiffen und Flugzeugen an der Übung teil. Das Training umfasste die Verteidigung von nationalen Grenzen, internationale Sicherheitseinsätze und die Durchführung humanitärer Hilfe. Im Zuge der Übung wurden auch Verbesserungen der Infrastruktur durchgeführt, wie der Bau von Schulen.

-nt-


30.04.2015

Indien/Nepal: 200 Jahre Gurkha-Soldaten

Am 24. April 2015 feierten die Gurkha-Regimenter in der indischen Armee ihren 200. Geburtstag. Das erste Gurkha-Regiment wurde am 24. April 1815 von der East India Company aufgestellt. Die Gurkha-Soldaten machten sich schnell als furchtlose Kämpfer einen Namen. Die Gurkhas wurden und werden sowohl von der britischen, als auch der indischen Armee erfolgreich eingesetzt. Gegenwärtig gibt es sieben Gurkha-Regimenter in der indischen Armee (1/3/4/5/8/9/11). Die Soldaten werden in Nepal angeworben und in Subathu ausgebildet. Sowohl in Indien wie in Großbritannien werden Feiern zu Ehren der Gurkha-Soldaten abgehalten.

-nt-