Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

14.03.2019

Myanmar: Bau einer ukrainischen Panzerfabrik

Das staatliche ukrainische Waffenhandelsunternehmen Ukrspetexport baut eine Panzerfabrik im Zuge einer Unternehmenskooperation in Myanmar (Südostasien).

Beide Seiten unterschrieben das Joint-Venture-Agreement im März 2019. Die Ukrainer begannen bereits mit der Auslieferung von Maschinen. Der Bau der Fabrik soll bis Mitte 2020 abgeschlossen sein, ab dann soll die Produktion anlaufen. Es wird erwartet, dass im neuen Panzerwerk BTR-4U-Schützenpanzer und 2S1U-Panzerhaubitzen produziert werden.

-red-


13.03.2019

Russland: Toiletten für „Armata“-Panzer

„Erleichterung“ für russische Panzersoldaten: Die nächste Baureihe des russischen T-14 „Armata“-Kampfpanzers wird mit Toiletten an Bord ausgestattet.

Dadurch bleiben die Soldaten während der „Verrichtung ihres Geschäftes“ geschützt und müssen sich nicht ins Freie begeben. Im T-14 befinden sich auch Wasser- und Essensrationen, da mit dem neuen russischen Kampfpanzer längere Kampfeinsätze möglich sind. Der „Armata“ ist der neueste russische Kampfpanzer. Er verfügt über einen unbemannten Turm und drei Mann Besatzung. Die Hauptbewaffnung ist eine 125-Millimeter-Glattrohrkanone.

-red-


12.03.2019

Türkei: Waffendeal mit Russland trotz Warnungen der USA

Noch im Sommer 2019 will die Türkei das russische Boden-Luft-Raketen-System S-400 einführen - trotz Warnungen aus den USA.

Die USA kritisieren den Waffendeal. Die Türkei beschafft ein System, das mit der Ausrüstung der NATO-Verbündeten nicht kompatibel sei, heißt es seitens der Amerikaner. Die Vereinigten Staaten drohen nun sogar den geplanten Verkauf von F-35-Kampfjets an die Türkei abzusagen. Der türkische Präsident will trotz dieser Drohung am Deal festhalten: Im Juli 2019 sollen die ersten S-400-Raketen geliefert werden. Auch ein Umstieg auf das amerikanische „Patriot“-Flugabwehrsystem ist noch möglich. Jedoch müssten hierfür die Bedingungen und der Preis passen, meinte Erdogan.

-red-


11.03.2019

Frankreich: Flugzeugträger wieder auf Einsatzfahrt

Der französische Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ brach am Dienstag, dem 5. März 2019, zu seiner ersten Einsatzfahrt seit Dezember 2016 auf.

Die mehrmonatige Einsatzfahrt mit dem Namen „Clemenceau“ führt ins östliche Mittelmeer und ins Rote Meer, wo das Schiff eine gemeinsame Übung mit ägyptischen Einheiten absolvieren wird. Eine weitere Übung ist mit Indien im Indischen Ozean geplant. An Bord der „Charles de Gaulle“ sind 2.000 Mann, 20 „Rafale“-Kampfjets, zwei E-2C „Hawkeye“-Frühwarnflugzeuge, zwei Eurocopter „Dauphin“ sowie ein „Caiman Marine“-Mehrzweckhubschrauber stationiert.

Das Schiff wird in einer Trägergruppe, die verschiedene Fregatten, Versorgungsschiffe und U-Boote umfasst, verschiedene multinationale Übungen, unter anderem gemeinsam mit den Seestreitkräften Portugals, Dänemarks, des Vereinigten Königreichs und der USA, absolvieren. Ein Ziel ist die Stärkung der Interoperabilität zwischen den verschiedenen Marinestreitkräften. Es ist die erste Einsatzfahrt für die „Charles de Gaulle“ nach über zwei Jahren, da das Schiff in Toulon grundüberholt wurde. Bei dieser Grundüberholung leisteten die Werftarbeiter mehr als vier Millionen Arbeitsstunden.

-red-


08.03.2019

Russland: Neue Flugabwehrsysteme ab 2020

Die russische Armee will die Flugabwehrsysteme S-500 und S-350 voraussichtlich ab 2020 in den Dienst stellen. 

Eine erste Gruppe von Offizieren nahm 2019 an einem Kurs zur Gebrauchsweise des S-500-Systems teil. Außerdem erwartet die russische Armee Ende 2019 die erste Lieferung von S-350 „Witjas“-Luftabwehrsystemen. Das S-350 „Witjas“ ist ein mobiles Boden-Luft-Raketensystem mit einer Reichweite von 120 km im Radius bei einer Höhe von bis zu 30 km. Es ist zum Bekämpfen von Kampfflugzeugen, Marschflugkörpern und ballistischen Raketen konzipiert.

Ab 2020 sollen die ersten S-500 „Prometei“-Systeme folgen. Die Einsatzreichweite des Raketenabwehrsystems beträgt 640 km im Radius bei einer Höhe von bis zu 200 km. „Prometei“ soll im Stande sein, gleichzeitig zehn Interkontinentalraketen und deren Sprengköpfe, die sich mit Hyperschallgeschwindigkeit bewegen, zu zerstören.

-red-


06.03.2019

Mali: Chinesisches Kontingent erhöht Sicherheitsmaßnahmen

Das chinesische Kontingent des Sector East der UN-Stabilisierungsmission in Mali (MINUSMA) erhöhte in den vergangenen Wochen die Sicherheitsmaßnahmen seines Camps in Gao.

Besonders die Sicherheit am Westausgang des Camps, das für den Verkehr gesperrt war, wurde wesentlich verbessert. Der Westausgang ist in unmittelbarer Nähe der verkehrsreichen R-17-Straße, von wo die Bedrohung durch Beschuss und Autobomben besonders groß ist. Die Verteidigungsanlagen des Camps wurden durch neue Bunker, Beobachtungstürme, T-förmige-Wände zum Abfangen von Explosionen und Annäherungshindernissen, wie Spanische Reiter etc., verstärkt. Die Zufahrt am Westeingang wurde in vier Zonen geteilt: 1. Wartezone, 2. Inspektionszone, 3. Pufferzone und 4. Einfahrtzone. Um für etwaige Angriffe gerüstet zu sein, wird das Beziehen der Gefechts- und Alarmpositionen regelmäßig geübt.

In jüngerer Zeit gab es vier Anschläge auf das Camp. Die Offiziere des chinesischen UN-Kontingent gehen davon aus, dass sich die Sicherheitslage in und um Gao verschlechtern könnte und laufend mit Gefechten und Anschlägen gerechnet werden muss.

-nt-


05.03.2019

Serbien: Vier neue MiG-29-Kampfflugzeuge

Die serbischen Luftstreitkräfte erhielten am 25. Februar 2019 vier neue MiG-29-Kampfflugzeuge aus Weißrussland.

Damit wächst die MiG-29-Flotte Serbiens weiter an: Bereits im Dezember 2016 kaufte der südosteuropäische Staat sechs MiG-29-Jets von der Russischen Föderation. Dieser Deal beinhaltet auch die Lieferung von 60 gepanzerten Fahrzeugen, Flugabwehrsystemen sowie Kampf- und Transporthubschraubern.

-red-  


01.03.2019

Russland: Smartphone-Verbot für Soldaten

Die russische Duma stimmte für ein Verbot von Smartphones für im Dienst stehende Soldaten.

Das neue Gesetz verbietet es Armeeangehörigen ein Handy mit Aufnahmefunktionen (Foto, Video, Audio) sowie Internetzugang (Social Media) zu verwenden. Der Gebrauch von Tablets und Laptops ist völlig unzulässig. Weiterhin erlaubt sind Handys mit einfachen Anruf- und Nachrichtefunktionen (SMS). Außerdem dürfen Soldaten nicht über das russische Militär schreiben oder mit Journalisten sprechen.

Diese neuen Maßnahmen haben einen Grund: Journalismus-Projekte deckten klassifizierte, geheime Aktivitäten der russischen Armee auf, teilweise sogar in Echtzeit, da viele Soldaten einen fahrlässigen Umgang mit Social Media pflegten. Dadurch wurden Truppenbewegungen und Stationierungen öffentlich bekannt.

Russland ist nicht das einzige Land, das solche Maßnahmen bereits getroffen hat: Die U.S. Army hat ein ähnliches Verbot über Fitness-Tracker verhängt, nachdem diese Stationierungen von amerikanischen Stützpunkten im Nahen Osten verrieten. Die US-Soldaten dürfen weiterhin Social Media nutzen, jedoch unter Einhaltung von Richtlinien.

-red-


28.02.2019

China: Neue Artillerie-Technologie

Die Chinesische Volksbefreiungsarmee entwickelt eine neue Technologie für die Artillerie.

Seit einigen Jahren arbeiten Ingenieure an der Entwicklung der „Magnetized Plasma Artillery“ (Magnetische Plasma-Artillerie). Diese neue Waffentechnik basiert auf folgendem Konzept: Das Kanonenrohr wird innen mit einer Magnetschicht versehen - ein Generator stellt diese her. Beim Abschuss des Geschosses wird als Treibladung Gas in Plasma verwandelt. Das Plasma in Zusammenhang mit der reduzierten Reibung der Magnetschicht treibt die Granate mit hoher Geschwindigkeit aus dem Rohr. Die Granate erreicht eine Anfangsgeschwindigkeit jenseits von Mach 6.

Im Gegensatz zur „Railgun“ (Schienenkanone), die eine besonders aufwendige Infrastruktur benötigt, könnte die „Magnetized Plasma Artillery“ bei Panzerhaubitzen und Panzerkanonen angewendet und nachgerüstet werden. Durch die Reduzierung der Reibung innerhalb des Geschützrohrs wird die Granate nicht nur schneller, sondern auch präziser.

Außerdem wird dadurch die Lebensdauer des Rohres wesentlich gesteigert, da die Reibung reduziert wird. 155-mm-Granaten eine Panzerhaubitze können damit eine Reichweite von bis zu 100 km erreichen. 2015 wurde für diese Technologie ein Patent eingereicht. Gegenwärtig laufen die Vorbereitungen für den Test im scharfen Schuss.

-nt-


26.02.2019

Russland: Unterwasserfahrzeug „Poseidon“ präsentiert

Das russische Verteidigungsministerium präsentierte am 20. Februar 2019 erstmals die atomar angetriebene, unbemannte Unterwasserdrohne „Poseidon“.

Das neue Waffensystem kann nukleare Sprengköpfe mehrere hundert Kilometer weit transportieren. „Poseidon“ soll bis zu 200 km/h schnell sein und wird von bemannten U-Booten aus gestartet. Russlands Präsident Putin sagte, dass die Tests mit dem Unterwasserfahrzeug erfolgreich verlaufen waren. Daher solle es noch im Frühjahr 2019 in den Dienst der russischen Marine gestellt werden.

-red-

Weiterführende Informationen:

Präsentation der „Poseidon“ (Video des russischen Verteidigungsministeriums)