Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

13.11.2019

Japan: F-15-Modernisierung

Das U.S. State Department hat dem Wunsch des japanischen Militärs nach einer Modernisierung seiner F-15J-Kampfflugzeugflotte zugestimmt.

Die Kosten für die Generalüberholung werden etwa 4,5 Milliarden US-Dollar (etwa 4 Milliarden Euro) betragen. Die F-15J sollen dabei mit einem APG-82-Multimode-Radar ausgestattet werden, das derzeit bei F-15E-Jets der U.S. Air Force eingesetzt wird. Zusätzlich werden 116 Honeywell-Computersysteme und 101 elektronische Kriegssysteme vom Typ BAE Systems sowie „Anti-Spoofing“-GPS-Ausrüstungen beschafft. Die neue Bewaffnung besteht wahlweise aus Luft-Boden-Marschflugkörpern vom Typ AGM-158 oder der Langstreckenvariante AGM-158 JASSM.

Das Modernisierungsprogramm betrifft insgesamt 98 von 200 japanischen F-15J-Kampfflugzeugen. Sie stammen aus den 1980er-Jahren und wurden bereits mehrmals modernisiert. Bis dato hatten die japanischen F-15J keine Luft-Boden-Angriffsmöglichkeiten und kamen somit nur beim Luftkampf zum Einsatz.

-nt-


09.11.2019

China: Neues Sturmgewehr

Das chinesische Militär führt ein neues Sturmgewehr ein, das die seit 25 Jahren eingesetzten QBZ-95-Gewehre ablösen soll.

Die Neuanschaffung trägt bislang noch keine offizielle Typenbezeichnung. Laut Militärexperten verfügt das neue Sturmgewehr über eine hohe Verlässlichkeit, eine einfache Handhabung, hohe Zielgenauigkeit und einem geringen Rückstoß. Mit seiner modernen elektronischen Zieloptik ist es dem Schützen damit zu jeder Tageszeit und bei jedem Wetter möglich sein Ziel zu erfassen. Das Gewehr wurde bereits erfolgreich in unterschiedlichen Vegetationen und Klimabereichen getestet.

Die Waffe hat das Kaliber 5,8 x 42 mm und einen etwa 35 cm langen Lauf, der für Scharfschützen und Spezialkräfte zusätzlich verlängert werden kann. Das Sturmgewehr lässt sich semi- oder vollautomatisch schießen und verfügt über eine Feuergeschwindigkeit von bis zu 750 Schuss pro Minute. Die Einsatzreichweite beträgt 300 Meter, in der Scharfschützenversion bis zu 400 Meter.

-nt-


08.11.2019

Deutschland: Neue Marinehubschrauber

Am 28. Oktober 2019 wurde der erste Marinehubschrauber NH90 NTH „Sea Lion“ an die Deutsche Bundeswehr ausgeliefert.

Der Hubschrauber soll den seit 1975 eingesetzten Typ Mk 41 „Sea King“ ersetzen. Derzeit werden die Piloten auf den neuen Helikopter eingeschult, bevor in wenigen Wochen die offizielle Indienststellung des „Sea Lion“ bei der Marine erfolgt.

-red-


07.11.2019

China: Panzer-Großmanöver

Ende Oktober 2019 startete die chinesische Volksbefreiungsarmee im südlichen Teil der Tianshan-Berge ein Panzer-Manöver in Divisionsgröße.

Die Heeresgruppe West übt dabei den Angriff und die Abwehr einer Panzerdivision. Das Manöver findet teilweise im scharfen Schuss statt.

-nt-


06.11.2019

Indien/Frankreich: Gemeinsame Anti-Terrorübung

Von 31. Oktober bis 13. November 2019 führen indische und französische Truppen in Rahasthan im Nordwesten Indiens eine gemeinsame Anti-Terrorübung durch.

Im Mittelpunkt der Übung steht das Trainieren von Operationen zur Terrorismusbekämpfung in Halbwüstengebieten unter UN-Mandat. Ziel der Kooperation ist das Verständnis, die Zusammenarbeit und die Interoperabilität zwischen den beiden Armeen zu verbessern. Zum Abschluss des Manövers absolvieren die Soldaten ein 36-stündiges Trainingsszenario, bei dem Terroristen in einem Dorfversteck neutralisiert werden müssen.

An der Übung „Shakti“ 2019 nehmen ein Sikh-Kontingent des indischen „Sapta Shakti“-Kommandos und französische Marinesoldaten des 21. Marineinfanterieregimentes teil.

-nt-


05.11.2019

China: Erste Versuche mit Weltraumflugzeug

Die Chinese Academy of Aerospace and Aerodynamics führte erfolgreich erste Windkanalversuche mit einem neuen TSTO (two-stage-to-orbit)-Weltraumflugzeug durch.

Die Entwicklung ist in der Funktionsweise mit dem amerikanischen Weltraumgleiter X-37B vergleichbar. Der Antrieb besteht aus zwei Stufen. Die erste Stufe bringt das Weltraumflugzeug in eine bestimmte Höhe, in der anschließend die zweite Stufe gezündet wird, die das Flugzeug in den Weltraum bringt. Die erste Stufe landet anschließend wieder auf der Erde und kann erneut verwendet werden. Die zweite Stufe wird dann im Weltraum abgesprengt. Nach Beendigung seiner Mission kehrt das Weltraumflugzeug wieder zu seinem Stützpunkt zurück. Dabei landet es wie ein Kampfflugzeug auf einer „normalen“ Landebahn.

Militärexperten sehen Weltraumflugzeuge künftig als fixen Bestandteil einer modernen Luftwaffe. Damit wird es möglich die Raketenabwehr, Aufklärungsmissionen, Satellitenangriffe und Bombardierungen vom Weltraum aus durchzuführen. Zusätzlich kann das Flugzeug zum kostengünstigen Transport von Astronauten zur Weltraumstation eingesetzt werden. Die ersten Testflüge sollen bis spätestens 2030 erfolgen.

-nt-


04.11.2019

Türkei: U-Boot-Entwicklung

Der stellvertretende Generaldirektor des türkischen Verteidigungsministeriums, Mehmet Sari, erklärte bei einer Pressekonferenz, dass die Türkei derzeit an der Entwicklung eines eigenen U-Bootbauprogrammes arbeite.

Die neue U-Bootklasse R soll bis 2040 in der Türkei entwickelt und gebaut werden. Laut türkischen Marineexperten wird sich die R-Klasse an deutschen U-Booten vom Typ 212 orientieren und soll in der Werft von Gölcück gebaut werden.

-nt-


02.11.2019

USA/Indien: Forschung zur Drohnenabwehr

Die militärischen Forschungsorganisationen der USA und Indien, das U.S. Air Force Research Laboratory und die India‘s Defence Research and Development Organisation, wollen künftig den Einsatz von Drohnenschwärmen analysieren und daraus Abwehrmöglichkeiten entwickeln.

Damit reagieren die Forschungszentren auf den Terrorangriff auf saudische Ölraffinerien vom Mai 2019. Hierbei wurde ein ganzer Drohnenschwarm eingesetzt, der die Verteidigung der Ölanlagen ohne Probleme überwand.

Drohnenschwärme können von Transportflugzeugen wie einer C-130J oder einer C-17 gestartet werden.

Auch der Rüstungshersteller Lockheed Martin arbeitet derzeit mit dem neuen Q-53-Radar und einem 60-KW-Laser an neuen Möglichkeiten der Drohnenabwehr. Grundsätzlich wird künftig vermehrt mit Angriffen von Drohnenschwärmen zu rechnen sein.

-nt-


30.10.2019

Indien: Neue Hubschrauber

Bis März 2020 soll die indische Luftwaffe insgesamt 22 Kampfhubschrauber vom Typ AH64-E „Apache“ erhalten.

Acht davon dürften in der sogenannten I-Version (I = Indien) geliefert werden. Sechs weitere „Apache“ AH64-E sollen beim indischen Heer zum Einsatz kommen.

Bereits in den nächsten Monaten sollen die „Apache“-Kampfhubschrauber taktisch in das Kampfverfahren der indischen Armee integriert werden.

-nt-


29.10.2019

China: Große Luftwaffenübung

Anfang Oktober 2019 führten die chinesischen Luftstreitkräfte ein großes Luftabwehrmanöver auf dem Hochplateau von Tibet durch.

Luftabwehreinheiten, FlaK- und FlaRak-Verbände übten dabei den Kampf im Hochgebirge und bei schwierigem Wetter. Das Manöver fand unter anderem in Höhen von 4.500 Metern statt.

-nt-