Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

06.04.2021

Indien: Atom-U-Boote statt Flugzeugträger

Die indische Marine fordert die Beschaffung von sechs Atom-U-Booten anstelle eines dritten Flugzeugträgers.

Um der Bedrohung durch China und Pakistan begegnen zu können, würde sich eine Atom-U-Boot-Flotte besser eignen, als eine Flugzeugträgerflotte argumentieren Experten. Der Marine-Generalstab erwägt auch die Beschaffung von Überwasserkampfschiffen ab einer Tonnage von 7.500 Tonnen an, nachdem China Kampfschiffe mit einer Tonnage von 12.000 Tonnen bei seiner Flotte einführt.

-nt-


06.04.2021

Deutschland: Start neuer Freiwilligendienst

Der Dienst steht unter dem Motto „Dein Jahr für Deutschland“.

Am 6. April 2021 rücken die ersten Rekruten in die Kasernen ein, die sich für den „Heimatschutz“ gemeldet haben. Der Dienst soll aus einer siebenmonatigen militärischen Ausbildung und Reservisteneinsätzen in den danach folgenden sechs Jahren bestehen. Rund 9.000 Männer und Frauen haben ihr Interesse angemeldet. Für 2021 stehen 1.000 Stellen für Freiwillige im Heimatschutz zur Verfügung. Bei der Rekrutierung will die Bundeswehr auf ein realistisches Bild vom Dienst für den Heimatschutz setzen. Ab 1. Oktober ist für alle ausscheidenden Soldaten eine „Grundbeorderung“ als Reservist für sechs Jahre vorgesehen, auch sie sollen heimatnah eingesetzt werden. Die Ausbildung und Verwendung für den Heimatdienst der Reservistendienstleistenden wird im kleinen Maßstab seit längerem erprobt. Die Bundeswehr will dadurch zusätzliche Kräfte für Krisen- und Katastropheneinsätze im Inland bereithalten.

-red-


06.04.2021

Iran/USA: Atomdeal-Verhandlungen gestartet

Das Abkommen von 2015 gilt als wichtiger Baustein zur Rüstungskontrolle. Es soll den Iran am Bau einer Nuklearwaffe hindern.

Russland, China, Deutschland, Frankreich und Großbritannien bemühen sich ab 6. April 2021 in Wien um die Wiederbelebung des Atomabkommens mit dem Iran. Die USA, die unter Donald Trump den Joint Comprehensive Plan of Action verlassen haben, schicken erstmals wieder Vertreter. Sie nehmen an den Gesprächen mit dem Iran aber nicht direkt teil. Ziel der diplomatischen Bemühungen ist die Rückkehr der USA zur Vereinbarung, die Aufhebung der US-Sanktionen gegen den Iran und eine überprüfbare Einhaltung aller nukleartechnischen Auflagen durch den Iran. US-Präsident Joe Biden will das Abkommen wiederbeleben. Unter seinem Vorgänger Donald Trump setzten die USA Sanktionen gegen Teheran.

-red-


06.04.2021

Russland: Großaufgebot bei Siegesparade

2020 hatte Präsident Wladimir Putin die Siegesparade Corona-bedingt verschoben.

Die Feierlichkeiten zum Sieg der Sowjetunion über Hitler-Deutschland werden am 9. Mai 2021 mit der traditionellen Siegesparade auf dem Roten Platz stattfinden. 12.500 Soldaten, 190 Fahrzeuge und 76 Flugzeuge sollen an der Waffenschau teilnehmen. In weiteren 27 Städten werden ebenfalls Paraden abgehalten. Insgesamt sind 47.000 Soldaten, 1.600 Fahrzeuge und 200 Flugzeuge dafür abgestellt. Die Militärshow dient der Machtdemonstration der russischen Streitmacht.

-nt-


05.04.2021

Peru: Guerilla-Anführer gestorben

Nach offiziellen Angaben ist ein wichtiger Anführer der linken Guerillaorganisation Sendero Luminoso an den Folgen eines Militäreinsatzes gestorben.

Nach offiziellen Angaben ist Jorge Quispe Palmino am 27. Jänner 2021 an den Folgen eines chronischen Nierenleidens, verschlimmert durch die Wunden des Angriffes auf sein Camp gestorben. Der Guerillaanführer führte zusammen mit seinem Bruder eine der letzten Einheiten der einst mächtigen maoistischen Kämpfer an. Palomino galt als einer der meistgesuchten Männer Perus. Die Regierung hatte ein Kopfgeld von zwei Millionen Soles (rund 450.000 Euro) auf ihn ausgesetzt. Zwischen 1980 und 2000 starben bei Auseinandersetzungen zwischen Sendero Luminoso und staatlichen Sicherheitskräften fast 70.000 Menschen.

-red-


02.04.2021

Indien/Südkorea: Chartern von Minenräumschiffen

Während des Besuches des südkoreanischen Verteidigungsministers in Indien, wurde über das Chartern von südkoreanischen Schiffen für die indische Marine diskutiert.

Neu-Delhi und Seoul nähern sich bei der Beschaffung von Minenräumungsschiffen wieder an. Eine Zusammenarbeit mit der südkoreanischen Kangnam Corporation über den Bau von zwölf Minenräumungsschiffen hat sich 2018 zerschlagen. Seit 2005 will die indische Marine Minenräumschiffe beschaffen, da ihre aktuelle Flotte in die Jahre gekommen ist. In der Zwischenzeit hat die indische Marine alle Schiffe außer Dienst stellen müssen. Neben Südkorea bieten Russland und die USA den gewünschten Schiffstyp an.

-nt-


02.04.2021

Deutschland/Norwegen: Beschaffung von U-Booten

Die Kieler Werft ThyssenKrupp Marine Systems soll in den kommenden Jahren sechs U-Boote der Klasse U212 bauen.

Nach jahrelangen Verhandlungen haben sich Berlin und Oslo auf ein gemeinsames Rüstungsprojekt geeinigt. Zwei U-Boote sind für die Bundeswehr, vier für Norwegen bestimmt. Sie sollen in Kiel gebaut werden, die Auslieferung soll 2029 starten – drei Jahre später als ursprünglich geplant. Die 2019 begonnen Verhandlungen waren aufgrund der Corona-Pandemie ins Stocken geraten. Die Baukosten sollen etwa 3,5 Milliarden Euro für Norwegen und 1,5 Milliarden Euro für Deutschland betragen.

-red-


01.04.2021

USA: Verwendung für Zumwalt-Klasse gesucht

Die U.S. Navy erwägt drei Schiffen der Zumwalt-Klasse eine neue Funktion zukommen zu lassen.

Ursprünglich war geplant, etwa 28 Schiffe dieser Klasse fertigen zu lassen, um die bestehende Zerstörer-Flotte abzulösen. Technische Probleme und explodierende Kosten führten aber zur Einstellung des Baus. Zusätzlich sollen die Betriebskosten ungewöhnlich hoch gewesen sein. Das neue Artilleriesystem „rail gun“ kam bis dato nicht über Versuche hinaus. Das bestehende Artilleriesystem der Schiffe wäre dauerhaft auch zu teuer, da ein Schuss etwa 800.000 US-Dollar kostet. Auch sonst sollen die Schiffe der Zumwalt-Klasse die Erwartungen der Marine nicht erfüllt haben. Eine neue Funktion für die drei bestehenden Schiffe wurde noch nicht gefunden. Als mögliches Verwendungsfeld wird der Einsatz als Hyperschallwaffenträger angedacht. Für diesen Einsatz müsste die Startplattform umgebaut und durch neue Zellen ersetzt werden. Gegner des Projektes argumentieren, dass sich SSBN-U-Boote besser für einen derartigen Einsatz eignen würden.

-nt-


01.04.2021

USA: Microsoft produziert Headsets für Army

Technologiegigant Microsoft soll mehr als 120.000 Augmented-Reality-Headsets für US-Soldaten produzieren.

Die HoloLens-Headsets sind mit Nachtsicht-Funktion, Wärmebild und Audiokommunikation ausgestattet. Die Geräte verfügen zudem über spezielle Sensoren, um einen Gegner im Kampf anzuvisieren. Die Headsets werden seit zwei Jahren von US-Soldaten getestet. 2018 hat Microsoft den Vertrag in an Land gezogen. Wie die New York Times berichtet soll Microsoft für die Entwicklung, Herstellung und Produktion bis zu 21,9 Milliarden US-Dollar erhalten.

-red-


01.04.2021

Taiwan: Armee nur bedingt verteidigungsbereit

Armee-Insider kritisieren die gelassene Haltung Taiwans trotz drohendem Konflikt mit China.

Chinas Militärbudget ist 16-mal höher als jenes von Taiwan. Mit rund 170.000 Soldaten hat Taiwan zwar in etwa so viele Soldaten wie die Deutsche Bundeswehr, ein Ungleichgewicht besteht aber vor allem auf See: Taiwan verfügt über zwei einsatzfähige U-Boote aus den 1980er Jahren, China baut bereits seinen dritten Flugzeugträger. Armee-Insider kritisieren zudem die mangelnde Ausbildung der 700.000 Reservisten. Sie sollen im Ernstfall das Rückgrat der Truppen bilden. Derzeit werden Reservisten aber nur alle zwei Jahre für höchstens eine Woche für einen möglichen Einsatz vorbereitet. Unterdessen soll sich China bereits zielgerichtet für einen möglichen Angriff rüsten. Wie das Nachrichtenportal Deutsche Welle berichtet, ignoriert China die Mittellinie in der Meeresstraße von Taiwan derzeit so oft wie seit Jahrzehnten nicht. 2020 seien an fast jedem dritten Tag Flugzeuge in die Luftraumüberwachungszone Taiwans eingedrungen. US-Präsident Joe Biden hat Taiwan seine Unterstützung im Kampf gegen China zugesichert.

-red-