Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

18.06.2020

Russland: Neue Raketen-Systeme

Bis 2023 sollen in den russischen Streitkräfte acht neue Elemente für Boden-Luft-Raketen entstehen. 

Es handelt sich dabei um vier S-400 „Triumf“ Regimenter und vier Einheiten des S-350 „Witjas“. Die S-400  hat einen 126 kg schweren Splittersprengkopf, eine Reichweite von 380 km und kann unter anderem gegen überschallschnelle Kampfflugzeuge, Marschflugkörper sowie Kurz- und Mittelstreckenraketen zum Einsatz kommen. Die S-350 hat einen 24 kg schweren Splittersprengkopf, eine Reichweite von 120 km und unter anderem gegen überschallschnelle Kampfflugzeuge, Marschflugkörper, Abstandslenkwaffen oder ballistische Raketen eingesetzt werden. Beide Systeme können Ziele theoretisch bis zu ihrer Dienstgipfelhöhe von 30.000 m bekämpfen.

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17.06.2020

Iran: Mögliche Propagandaversenkung

Am 7. Juni 2020 haben Satelliten das Modell eines amerikanischen Flugzeugträgers der Nimitz-Klasse an der Küste von Bandar Abbas fotografiert.

Die Attrappe ist 200 m lang und 50 m breit. Somit ist sie etwa ein Drittel kleiner als das Original. Es wird davon ausgegangen, dass der Iran, wie bereits 2015, eine Propagandaversenkung des Modells plant.

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17.06.2020

Nepal: Konflikt mit Indien nach Grenzübertritten

Am 12. Juni 2020 kam es im umstrittenen Grenzgebiet von Kalapani zu Kampfhandlungen zwischen indischen und nepalesischen Soldaten.

Zahlreiche indische Soldaten waren auf nepalesisches Staatsgebiet vorgedrungen und wurden dort von einer Patrouille aufgegriffen. Die indischen Soldaten versuchten die nepalesischen zu entwaffnen, woraufhin deren Kommandant den Befehl zum Feuer gab. Ein indischer Soldat wurde dabei getötet, fünf weitere verwundet. Bereits seit Monaten gibt es Uneinigkeiten rund um das Grenzgebiet, da Indien das Grenzabkommen von 1997 nicht weiter anerkennt und auf nepalesischem Gebiet Straßen und Tempel baut.

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16.06.2020

China: Militäreinsatz wegen Überschwemmung

2.500 Soldaten des chinesischen Militärs und der Volkspolizei kamen in südchinesischen Provinzen bei Überflutungen zum Einsatz.

Die Soldaten werden in den betroffenen Gebieten hauptsächlich für Aufräumarbeiten und zur Evakuierung von Menschen eingesetzt. Zusätzlich brachten sie etwa 50 Tonnen mit diversen Hilfsgütern in die Katastrophengebiete. 

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16.06.2020

China: Jungfernflug von Hubschrauberdrohne

Am 20. Mai 2020 fand der Jungfernflug der Hubschrauberdrohne AR500C statt.

Der Flug dauerte 20 Minuten. Der AR500C ist eine Weiterentwicklung des AR500B, hat ein Abfluggewicht von maximal 500 kg, eine Einsatzhöhe von 6.700 Metern und eine maximale Geschwindigkeit von 170 km/h. Die Hubschrauberdrohne soll für die Aufklärung, Artilleriefeuerleitung, ELOKA und ABC-Aufklärungsarbeit eingesetzt werden wobei sie sowohl mit bemannten Flugzeugen als auch Hubschraubern zusammenarbeiten kann.

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15.06.2020

China: Spitalsschiffe zur Seuchenbekämpfung

In China könnten Spitalsschiffe bei der Bekämpfung von Epidemien eingesetzt werden.

Diese Möglichkeit wird im Zuge der Analysen zum Umgang mit COVID-19 geprüft. Viele der großen Städte Chinas liegen am Meer oder an Flüssen, weshalb Spitalsschiffe mit Kapazitäten für bis zu 1.000 Patienten im Ernstfall rasch die Spitäler am Festland entlasten könnten. Dadurch könnte zudem der aufwendige Bau von großen Feldspitälern vermieden werden. Spitalsschiffe sind schnell verfügbar, haben die notwendige Infrastruktur an Bord und weisen ein großes Durchhaltevermögen auf.

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12.06.2020

Russland: neue Doktrin zu atomarem Gegenschlag

Der russische Präsident Wladimir Putin hat einer neuen Verteidigungsdoktrin zugestimmt.

Gemäß dieser Doktrin könnte Russland nun auch einen konventionellen Angriff auf seine kritische Infrastruktur mit einem atomaren Gegenschlag antworten. Russland reagiert so auf die Entwicklung neuer konventioneller Waffen im Hyperschallbereich durch die USA. Laut der Doktrin ist Russland nun befugt einen existenzbedrohlichen Erstschlag sowohl atomar als auch konventionell zu begegnen.

Sowohl Russland als auch China ordnen ihre strategischen Vorkehrungen neu, nachdem die USA das START-Abkommen aufgekündigt haben und einer Neuverhandlung mit Russland nur dann zustimmen, wenn auch China miteinbezogen wird. Keines der beiden Länder ist jedoch an Neuverhandlungen interessiert. China betont dabei, dass sein atomares Arsenal das kleinste der drei Länder ist und daher nicht reduziert werden könnte.

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10.06.2020

Australien: vertiefte Beziehungen mit Indien

Bei einem virtuellen Treffen zwischen dem australischen Premierminister Scott Morrison und dem indischen Premierminister Narendra Modi am 4. Juni haben sich beide Seiten auf eine Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen geeinigt.

Zudem wurde beschlossen, dass künftig die Streitkräfte der beiden Länder ihre Stützpunkte zur Versorgung und Reparatur nutzen können. Es sollen so die Zusammenarbeit und gemeinsame Manövertätigkeit intensiviert werden. In Australien leben 700.000 Menschen mit indischen Wurzeln und 106.000 indische Studierende, die in dort an Universitäten eingeschrieben sind.

nt


09.06.2020

Nepal: Uneinigkeit mit Indien

Der nepalesische Außenminister Pradeep Kumar Gyawali verlangt einen sofortigen Abzug indischer Truppen aus dem Territorium von Kalapani.

Sowohl Indien als auch Nepal beanspruchen dieses Gebiet – ebenso wie Limpiyadhura und Lipu Lekh. Nepal beruft sich hierbei auf den Vertrag von Sugauli (1816). Grund für die aktuellen Uneinigkeiten ist der Bau einer Straße in den umstrittenen Gebieten durch Indien. Zusätzlich sorgt eine im Jahr 2019 veröffentlichte politische Karte, in der diese als indisches Staatsgebiet ausgewiesen sind, für Spannungen, da diese für Nepal einen Bruch des 1997 getroffenen Abkommens darstellen.

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09.06.2020

China: Verteidigungsbudget steigt 2021

Der chinesische Verteidigungsminister, General Wei Fenghe, gab bekannt, dass das Budget für das Jahr 2021 um 6,6 Prozent ansteigen wird.

Somit steigt dieses von 167 Milliarden auf 178,2 Milliarden USD. Dies stellt den geringsten Zuwachs der letzten 30 Jahre dar. Vor der Krise wurde ein Zuwachs von sieben bis 7,5 Prozent erwartet. Beim Volkskongress betonte Ministerpräsident Li Keqiang die Wichtigkeit des chinesischen Militärs, besonders in Hinblick auf die Unabhängigkeitsbewegungen Taiwans, die China unter allen Umständen zu unterbinden versucht.

Im Gegensatz zu China reduzieren viele asiatische Staaten wie etwa Indonesien (um 558 Millionen USD) oder Thailand (um 555 Millionen USD) aber auch Malaysia, Vietnam und die Philippinen aufgrund der aktuellen Krise ihr Verteidigungsbudget im kommenden Jahr.

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