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Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

24.11.2020

Armenien/Aserbaidschan: Übergabe von 121 Orten

Im Konflikt mit Aserbaidschan um die Südkaukasus-Region Bergkarabach gibt Armenien die Kontrolle von mehr als hundert Ortschaften ab.

Wie die Presse berichtet, hat die armenische Regierung am 23. November eine Liste mit insgesamt 121 Städten und Dörfern veröffentlicht, die in die aserbaidschanische Kontrolle übergehen. Teilweise hatte Armenien die Kontrolle über die Orte zuletzt bei Kämpfen verloren, teilsweise kommt es zu einer kampflosen Übergabe. Bergkarabach ist seit Jahrzehnten zwischen den beiden ehemaligen Sowjetrepubliken Armenien und Aserbaidschan umkämpft. Bei den neuerlichen Kampfhandlungen, die am 27. September 2020 begannen und mit dem Waffenstillstandsabkommen vom 10. November beendet wurden, erlangte Aserbaidschan weite Teile des Anfangs der 1990er Jahre verlorenen Gebietes zurück. Während Aserbaidschan auf die Unterstützung der Türkei vertraut, sieht Armenien Russland als seine „Schutzmacht". Rund 2.000 russische Soldaten kontrollieren die Waffenruhe im Konfliktgebiet.

-red-


24.11.2020

Saudi-Arabien/Jemen: Rebellen bombardieren Öl-Anlage

Houthi-Rebellen starteten Raketenangriff auf Anlagen des saudischen Staatskonzerns Aramco.

Wie die internationale Nachrichtenagentur Reuters berichtet, haben die Houthi-Rebellen im Jemen bei einem Raketenangriff am 23. November 2020 eine Öl-Anlage des Staatskonzern Aramco in Saudi-Arabien angegriffen. Die Attacke der Houthi ist eine Reaktion auf die anhaltende Belagerung im Jemen. Nur wenige Stunden vor dem Luftangriff hat Saudi-Arabien den G20-Gipfel beendet. Bereits im September 2019 wurden bei mehreren Raketen- und Drohnenangriffen der Houthi-Rebellen Anlagen von Aramco beschädigt. Seit 2015 bombardiert Saudi-Arabien Ziele im benachbarten Jemen und führt dort ein Militärbündnis an. Saudi-Arabien und der Staatskonzern Aramco zählen zu den größten Ölproduzenten der Welt.

-red-


24.11.2020

Türkei/Deutschland: Verweigerte Schiffsinspektion

Bundeswehrfregatte stoppt im Mittelmeer einen türkischen Frachter, muss die Suche nach illegalen Waffen aber abbrechen.

Wie die deutsche Tageszeitung Spiegel berichtet, verlangt die Türkei von Deutschland wegen einer versuchten Kontrolle eines türkischen Frachtschiffs auf dem Weg nach Libyen eine Entschuldigung. Die Türkei wirft der Deutschen Bundeswehr vor, die Besatzung eines türkischen Frachters bedroht zu haben. Beweise gibt es keine. Auslöser des heftigen Streites ist die Durchsuchung des türkischen Frachters „Roseline A" am 22. November 2020. Soldaten der deutschen Fregatte „Hamburg" hatten den türkischen Frachter im Mittelmeer ca. 200 km nördlich von Libyen gestoppt, weil auf dem Schiff eine illegale Waffenlieferung für die libysche Regierung vermutet wurde. Die deutschen Streitkräfte unterstützen mit ihren Patrouillen im Mittelmeer die EU-Mission „Irini" zur Eindämmung des florierenden Waffenschmuggels in Libyen. Laut deutschen Angaben habe die Besatzung der „Hamburg" einen Hinweis aus dem EU-Hauptquartier in Brüssel erhalten und das Frachtschiff deswegen kontrolliert. Die Besatzung der „Roseline A" sei über die Kontrolle per Funk ebenso wie die türkische Regierung informiert worden.

-red-


24.11.2020

Japan: JS Kumano zu Wasser gelassen

Am 19. November 2020 wurde in der Mitsui Werft in Okayama, die erste 30 FFM Fregatte zu Wasser gelassen.

Das Schiff wird den Namen Kumano erhalten und ist das Zweite seiner Klasse. Das erste Schiff ist gegenwärtig noch in der Werft von Mitsubishi Heavy Industry in Nagasaki in Bau. 2022 sollen beide Schiffe bei der Marine in Dienst gestellt werden. Die Fregatte ist als Einsatzplattform für Über- und Unterwasserdrohnen ausgelegt. Bewaffnet wird das Schiff mit Raytheon Rim-116 Rolling Airframe Missiles und MHI Typ 17 anti-ship missiles. Ein eigener Hangar bietet Platz für Seahawk Hubschrauber. Durch die Vollautomatisierung des Schiffes beläuft sich die Besatzung auf 90 Matrosen. Angetrieben wird die Fregatte von zwei Rolls Royce MT30 Gasturbinen und zwei MAN 12V28/33D STC Dieselmaschinen. Die maximale Geschwindigkeit beträgt 30 Knoten.

-nt-


23.11.2020

Ungarn: Kauf zweier KC-390 Transporter

Ungarns Luftwaffe erhält bis 2024 zwei Exemplare des brasilianischen Militärtransporters Embraer.

Wie die Budapester Zeitung berichtet, erwirbt die ungarische Armee zwei Transportflugzeuge des brasilianischen Herstellers Embraer. Bei den Maschinen handelt es sich um Transportflugzeuge des Typ KC-390. Genutzt werden sollen die KC-390 als Tanker und Transporter sowie als fliegende Intensivstation. Die Zustellung soll zwischen 2023 und 2024 erfolgen.

Nach Portugal, das im Sommer 2019 fünf KC-390 bestellt hat, ist Ungarn das zweite europäische NATO-Land, das sich für den brasilianischen Militärtransporter entschieden hat.

-red-


23.11.2020

Äthiopien: Ultimatum an Rebellen in Tigray

Die Volksbefreiungsfront soll binnen 72 Stunden kapitulieren. 

Wie die Presse berichtet, hat die Zentralregierung der Rebellengruppe und Regierungspartei, der Volksbefreiungsfront TPLF eine 72-Stunden-Frist zur Kapitulation gesetzt. Das Militär soll sich bereits auf dem Weg zur Regionalhauptstadt Mekelle befinden. Die zweitgrößte Stadt der Region, Adigrat, ist bereits unter Kontrolle der Regierung. 

Während einer Fernsehansprache erhob der äthiopische Armeechef, General Birhanu Jula, vor wenigen Tagen Vorwürfe gegen den Chef der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus. Tedros unterstütze die Rebellen in Tigray und versorge sie mit Waffen. Beweise für die Anschuldigungen gibt es nicht. Vonseiten der WHO gab es zunächst keine Stellungnahme zu den Vorwürfen. Tedros ist seit 2017 an der Spitze der WHO und war zuvor in Äthiopien Gesundheits- und Außenminister. Er gehört der Ethnie der Tigray an, die etwa sechs Prozent der äthiopischen Regierung ausmacht. 

Bei den mittlerweile zwei Wochen andauernden Kämpfen zwischen den Regierungstruppen und Milizen der Tigray Volksbefreiungsfront (TPLF) sind hunderte Menschen getötet worden. Eine unabhängige Überprüfung der Situation gestaltet sich schwierig, da sowohl Internet- als auch Telefonverbindungen eingeschränkt sind. Äthiopiens Ministerpräsident Abiy Ahmed – Friedensnobelpreisträger von 2019 – wirft der TPLF vor, einen bewaffneten Aufstand angezettelt zu haben. Der Bundesstaat mit der Größe Österreichs und fünf Millionen Einwohnern wird seit 2018 von der TPLF regiert. 

-red-


23.11.2020

Deutschland: Bedarf an Taktischem Luftverteidigungssystem

Im Regierungsentwurf zur Haushaltsaufstellung 2021 und dem Finanzplan des Bundes bis 2024 wird die Fähigkeitslücke bei der Luftabwehr angesprochen.

Wie das Fachmagazin „Europäische Sicherheit" berichtet, soll die Fähigkeitslücke durch ein neues System geschlossen werden, auch um den NATO-Zielen zu entsprechen. Das sei die Voraussetzung für einen wirksamen Schutz gegen neuartige Bedrohungen, wie die russische Hyperschallrakete „Avangard" oder die in Entwicklung stehende SSC-X-9. Eine 360 Grad Abdeckung ist notwendig, da sie durch die eingeführten Systeme wie die „Patriot" nicht abgedeckt werden kann. Für das taktische Luftverteidigungssystem wird seit fünf Jahren an der Angebotserstellung gearbeitet, das französische Rüstungsunternehmen MBDA hat bereits mehr als 100 Millionen Euro in die Entwicklung investiert.

-red-


20.11.2020

Großbritannien: Massive Erhöhung des Armeebudgets

Trotz Corona und Brexit: London stockt das Armeebudget in den kommenden vier Jahren um beinahe 20 Milliarden Euro auf.

Mit der zehnprozentigen Erhöhung des Militärbudgets für 2021 auf etwa 41.5 Milliarden Pfund (46,4 Milliarden Euro, das höchste Militärbudget seit 30 Jahren) startet Großbritannien mit der Anhebung der Militärausgaben, berichtet die Tageszeitung Kurier. In den nächsten vier Jahren sollen für die britischen Streitkräfte insgesamt 16 Milliarden Pfund (18,5 Milliarden Euro) mehr ausgeben werden, als ursprünglich veranschlagt. Investiert werden soll vor allem in High-Tech-Rüstungsgüter und in die Cyber-Abwehr. Für Premierminister Boris Johnson ist die „Ära des Rückzugs" der Briten damit vorbei. Die Stärkung der Armee sei notwendig, da „die internationale Lage gefährlicher und umkämpfter ist als je zuvor seit dem Kalten Krieg"

-red-


20.11.2020

Vereinigte Arabische Emirate: F-35-Deal mit USA

Die Vereinigten Arabischen Emirate erhalten ihre ersten Reaper-Drohnen und schließen den F-35-Deal mit den USA ab.

Das US State Department hat dem Verkauf von F35 Kampfflugzeuge an die Vereinigten Arabischen Emirate zugestimmt. Der Verkauf umfasst bis zu 18 MQ-9-Reaper und zugehörige Ausrüstung für 2,97 Milliarden US-Dollar sowie bis zu 50 F-35 Joint Strike Fighter-Jets und die dazugehörige Ausrüstung für geschätzte 10,4 Milliarden US-Dollar. Wie das amerikanische Nachrichtenportal CNBC berichtet, ist es der erste Verkauf tödlicher unbemannter Flugsysteme an eine arabische Armee. Die Vereinigten Arabischen Emirate sind das erste arabische Land, das den Lockheed Martin Stealth-Jet der fünften Generation erhält.

-nt-


20.11.2020

Israel/Syrien: Luftangriffe auf Golanhöhe

Israelische Kampfjets bombardierten militärische Ziele in Syrien. Drei Soldaten sollen getötet worden sein.

Wie die Wiener Zeitung berichtet, hat die israelische Armee Ziele in Syrien bombardiert. Bei den Luftangriffen sollen drei Soldaten getötet worden sein. Laut dem israelischen Armeesprecher Jonathan Conricus seien insgesamt acht Ziele der iranischen Al-Quds-Brigaden und syrischer Truppen angegriffen worden. Es handle sich um Lagerhäuser, militärische Einrichtungen sowie Batterien syrischer Boden-Luft-Raketen. Israel reagiert mit seinem Angriff auf gefundene Sprengsätze auf ihrer Seite der Grenze, westlich der Alpha-Linie. Die Alpha-Linie trennt die 1967 von Israel besetzten Golanhöhen von Syrien.

-red-