Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

02.02.2021

USA: Austausch der Blackhawk-Flotte

Der Militärhubschrauber „Defiant-X“ von Lockheed Martin/Sikorsky und Boeing soll ab 2030 die Blackhawk-Flotte der US-Army ersetzen.

Wie das Nachrichtenportal Focus berichtet, verfügt der „Defiant-X“ über die doppelte Reichweite und Geschwindigkeit eines Blackhawks. Diese liegt bei rund 300 km/h und einer Reichweite von bis zu 2.000 km. Die Fly-by-Wire-Funktion und mehrere Autopiloten versprechen zudem mehr Stabilität und Kontrolle. Die Verträge sollen 2022 unterzeichnet werden, die USA rechnen mit einer Auslieferung ab 2030.

-red-


01.02.2021

China/USA: Machtprobe im Südchinesischen Meer

Im Kampf um die Unabhängigkeit Taiwans hat der neue US-Präsident Joe Biden Taipeh seine Unterstützung ausgesprochen. Für China ein Affront, man sieht die Insel als „abtrünnige Provinz“.

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, geraten China und Taiwan immer weiter aneinander. Die USA stellt sich als Schutzmacht Taiwans gegen China und fordert Peking auf den Druck zu beenden. Experten sehen den Konflikt besorgniserregend, er grenze mittlerweile an einen drohenden Krieg. China startete vergangene Woche mit zahlreichen militärischen Übungen. Am 23. Jänner 2021 entsandte Peking 13 Flugzeuge, darunter strategische Bomber des Typ H-6K, die Atomwaffen tragen können, einen Y-8-U-Boot-Jäger und vier Jagdflugzeuge als Begleitschutz. Zwar fliegt China beinahe täglich Aufklärungsmissionen im taiwanesischen Luftraum, die Maschinen waren zuletzt aber immer unbewaffnet. Am 27. Jänner 2021 hat Peking zudem ein Manöver im Südchinesischen Meer gestartet. Es handelt sich um eine Reaktion auf den US-Flugzeugträger Theodore Roosevelt, der kurz vor Weihnachten zu einer Übung nahe der Küste Taiwans aufgebrochen war. China droht Taipeh nicht nur militärisch. Immer wieder wird über Cyberattacken, Desinformation, Wahleinmischung und Propaganda sowie die zunehmende diplomatische Isolation Taiwans berichtet.

-red-


29.01.2021

Russland: Ausstieg aus Open-Skies-Abkommen

Nachdem die USA aus dem Vertrag für militärische Beobachtungsflüge („Open Skies“) ausgestiegen ist, tut dies nun auch Russland.

Wie der Standard berichtet, ist nach dem Ausscheiden Russlands das Abkommen wertlos. Dem Vertrag gehören über 30 Länder an. Er sieht das gegenseitige Durchführen militärischer Aufklärungsflüge als vertrauensbildende Maßnahme vor. Den Unterzeichnerstaaten stehen mehrere Beobachtungsflüge pro Jahr im Luftraum der Vertragspartner zu. Der Ausstieg der USA erfolgte am 22. November 2020 unter Donald Trump, Grund sollen Vertragsverletzungen Moskaus gewesen sein.

Kurz vor dem Ablauf des atomaren Abrüstungsabkommens „New Start“ haben sich der Kreml und Washington allerdings auf die Verlängerung dieses Abkommens geeinigt. „New Start“ wäre Anfang Februar 2021 ausgelaufen. Das verlängerte Abkommen begrenzt die Nukleararsenale beider Länder auf je 800 Trägersysteme und je 1.550 einsatzbereite Atomsprengköpfe um weitere fünf Jahre.

-red-


29.01.2021

Somalia: Eskalation im Grenzgebiet

Die Spannungen zwischen Kenia und Somalia verhärten sich.

Wie der Spiegel berichtet, gibt es Vorwürfe gegen das kenianische Militär gemeinsam mit Kämpfern der autonomen Region Jubaland den somalischen Grenzposten Beledhawo angegriffen zu haben. Dem Anschlag sind mindestens zehn Personen, darunter fünf Kinder, zum Opfer gefallen. Laut der Nachrichtenagentur AP sind die Gefechte noch nicht beendet.

-red-


29.01.2021

Krisenprognose 2021: Afghanistan auf Rang 1

Die Internationale Crisis Group (ICG) nennt im Jahr 2021 zehn Krisenherde, die es besonders zu beobachten gilt.

Für Unruhen könnten etwa die Friedensgespräche mit den einst herrschenden islamistisch-militanten Taliban in Afghanistan (Rang 1) sorgen. Der jüngst ausgebrochene Konflikt in der Region Tigray lässt Äthiopien (Rang 2) nicht zur Ruhe kommen. Ethnische Spannungen spielen derzeit vor allem den Dschihadisten in der Sahelzone (Rang 3) in die Karten. Der wirtschaftliche Zerfall des Landes sorgt in Venezuela (Rang 4) für Konfliktpotential. Immer wieder flackert in Libyen (Rang 5) der Bürgerkrieg auf, der vor allem durch ausländische Kräfte befeuert wird. In Somalia (Rang 6) könnten die geplanten Wahlen weitere Auseinandersetzungen beschwören. Auf Rang 7 nennt die ICG den Jemen, wo ein neuer Anlauf der Friedensgespräche zwischen Sanaa und den Huthi-Rebellen unumgänglich scheint. Die Sammlung von Atommaterial und die Verbesserung des Raketenprogramms des Iran beschwört eine weitere Verschärfung des Konfliktes mit den USA (Rang 8) herauf. Angespannt bleibt die Lage zwischen Russland und der Türkei (Rang 9). Der weltweit umfassendste Gefahrenherd ist aber der Klimawandel (Rang 10). Die ICG ist eine NGO, die sich auf Analysen und Lösungsvorschläge zu internationalen Konflikten spezialisiert hat. Sie wird wesentlich von westlichen Regierungen, Stiftungen und Konzernen finanziert.

-red-


28.01.2021

Indien/Frankreich: Gemeinsames Luftmanöver

Am 20. Jänner 2021 haben die indische und französische Luftwaffe mit einem gemeinsamen Manöver in Jodhpur begonnen.

Die Übung „Desert Knights“ dauert bis zum 25. Jänner 2021. Von französischer Seite nehmen Kampfflugzeuge des Typ Rafale, ein A330-Tanker und ein A400M-Transporter daran teil. In das Manöver sollen 175 Soldaten eingebunden sein. Indien nimmt mit Kampffliegern des Typ Mirage 2000, Su-30MKI, Tankflugzeugen des Typs IL-78 und AWACS Maschinen teil. Neu-Delhi setzt außerdem erstmals seine kürzlich erworbenen Rafale Kampfflieger ein. Der General der indischen Streitkräfte, Bipin Rawat, soll im Zuge des Manövers an Bord einer französischen Rafale den Einsatz mitfliegen, um Erfahrungen der französischen Luftwaffe zu erhalten.

-nt-


27.01.2021

Tschechien: Armee lernt „Breaching“

Bisher wurden die Soldaten der Tschechische Armee nicht systematisch im Sprengen von Mauern, Aushebeln von Türen oder dem Aufsprengen von Schlössern ausgebildet.

Während des Kampfes im verbauten Gebiet und bei Auslandseinsätzen ist das „Breaching“ allerdings unverzichtbar. 2021 werden deshalb Pionier-, Luftlande- und Spezialeinsatzkräfte in drei Kursen ausgebildet. Neben dem für das gewaltsame Eindringen in Gebäude erforderlichem Verfahren, liegt der weitere Ausbildungsschwerpunkt auf den Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der eigenen Kräfte, Unbeteiligter sowie eventueller Geiseln.

-red-


27.01.2021

USA: Probleme bei Freedom Klasse

Die U.S. Navy hat die weitere Auslieferung von Littoral Combat Schiffen der Klasse Freedom gestoppt.

Nach einer Reihe von Schäden beim Antrieb, die speziell im Hochgeschwindigkeitsbereich aufgetreten sind, wurde ein Konstruktionsfehler festgestellt. Der Hersteller, Lockheed Martin, will das Problem rasch lösen. Die Behebung wird voraussichtlich einige Monate dauern. In der Zwischenzeit sollen die bereits in Dienst gestellten Littoral Combat Schiffe im normalen Geschwindigkeitsbereich genutzt werden.

-nt-


26.01.2021

Indien: Kampf gegen Terroristen aus Pakistan

Die indische Armee hat am 22. Jänner 2021 einen Einsickerungsversuch von Terroristen durch die Waffenstillstandslinie im Sektor Akhnoor in Jammu abgewehrt.

Drei Terroristen wurden noch auf pakistanischer Seite erschossen. Die pakistanische Armee reagierte mit heftigem Artilleriefeuer auf den Zwischenfall. Vier indische Soldaten wurden verletzt. Am 21. Jänner ist es Sicherheitskräften zudem gelungen, einen Waffen- und Munitionstransport von Pakistan per Drohne nach Indien, zu stoppen. Es konnten zwei Stück AK-47 Sturmgewehre, eine Pistole und 16 Stück Handgranaten sowie neun AK-Magazine mit 269 Patronen sichergestellt werden. Zwei Männer wurden gefangen genommen.

-nt-


25.01.2021

Mali: Proteste gegen französische Armee

Am 20. Jänner 2021 hat die Polizei eine Demonstration gegen die französische Armee mit Tränengas aufgelöst.

Die Polizei errichtete Straßensperren um die Demonstranten abzuwehren. Vor Kurzem hatte Frankreich angekündigt, sein Kontingent im Krisengebiet zu reduzieren. 2020 war die Mission von 600 auf 5.100 Soldaten aufgestockt worden.

-nt-