• Veröffentlichungsdatum: 30.10.2020
  • – Letztes Update: 29.10.2020

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Aufklärungs- und Artilleriebataillon 4

Michael Vitovec

(Foto: 4.PZGRENBRIG)

Mit dem Aufklärungs- und Artilleriebataillon 4 verfügt die 4. Panzergrenadierbrigade über einen der drei im Bundesheer verfügbaren Verbände dieser Art. Das Aufklärungs- und Artilleriebataillon 4 ist aufgrund seiner Gliederung und Ausrüstung der „Hammer und die Augen“ der 4. Panzergrenadierbrigade in allen Einsatzarten. Die Verbindung von Aufklärung - Führung - Feuerunterstützung am Boden und aus der Luft stellt ein wesentliches Mittel zur Auftragserfüllung von Streitkräften dar und ist unverzichtbar.

Das Bataillon, mit seinen Standorten Horn und Allentsteig, verbindet die Fähigkeiten Aufklärung, Führung und Wirkung und liefert dadurch einen wesentlichen Beitrag zum Lagebild der 4. Panzergrenadierbrigade sowie die weitreichende Feuerunterstützung für den Großverband. Für die Umsetzung des Auftrages stehen eine Stabskompanie, zwei Aufklärungskompanien und zwei Artilleriebatterien zu Verfügung.

Die beiden Aufklärungskompanien sind in der Radetzky-Kaserne in Horn, die Stabskompanie und die beiden Artilleriebatterien sowie das Bataillonskommando sind in der Liechtenstein-Kaserne in Allentsteig disloziert. Durch eine „Kaderpräsenzeinheit“ sowie einen hohen Kaderanteil ist das Bataillon rasch verfügbar und im Bedarfsfall durch einen starken Milizanteil auf annähernd 1 000 Soldaten aufwuchsfähig.

Eine Panzerhaubitze M-109 A5Ö im scharfen Schuss. (Foto: AAB4)
Eine Panzerhaubitze M-109 A5Ö im scharfen Schuss. (Foto: AAB4)
Soldaten munitionieren eine Panzerhaubitze mit Granaten auf. (Foto: AAB4)
Soldaten munitionieren eine Panzerhaubitze mit Granaten auf. (Foto: AAB4)
Aufklärer beobachten das Gelände mittels Wärmebildgerät des geschützten Mehrzweckfahrzeuges „Husar“. (Foto: AAB4)
Aufklärer beobachten das Gelände mittels Wärmebildgerät des geschützten Mehrzweckfahrzeuges „Husar“. (Foto: AAB4)

Als Hauptwaffensysteme stehen einerseits die leichten Spähfahrzeuge vom Typ „Pinzgauer“ und die geschützten Mehrzweckfahrzeuge „Husar“ und andererseits die Panzerhaubitze M-109 A5Ö zur Ver­fügung. Die Artillerieelemente sind mit dem Waffeneinsatzsystem „Combat Next Generation“ (siehe TD-Heft 4/2016, „Digital voll vernetzt“) ausgerüstet und befinden sich auf internationalem Standard.

Die Aufgaben des Aufklärungs- und Artilleriebataillons im Kampf der Verbunden Waffen sind:

  • Liefern eines Beitrages zum Lagebild im Verantwortungsbereich der Brigade durch alle verfügbaren Sensoren; 
  • Aufklären und Bekämpfen von gegnerischen Akteuren und von Räumen durch die Aufklärungskräfte in Verbindung mit Artillerie und verfügbaren Luftmitteln; 
  • Fähigkeit zur streitkräftegemeinsamen taktischen Feuerunterstützung (STF/JFS); 
  • Sicherstellen der weitreichenden Feuerunterstützung mit den Artilleriebatterien bis zu 25 Kilometer; 
  • Koordinieren der Luftnahunterstützung für die Kampfbataillone der Brigade; 
  • Zerschlagen, Niederhalten, Blenden und Ausleuchten von gegnerischen Kräften.
Aufklärer im Einsatz bei KFOR. (Foto: AAB4)
Aufklärer im Einsatz bei KFOR. (Foto: AAB4)
Ein Kommandant eines Aufklärungszuges macht eine Befehlsausgabe für seine Spähtruppkommandanten. (Foto: AAB4)
Ein Kommandant eines Aufklärungszuges macht eine Befehlsausgabe für seine Spähtruppkommandanten. (Foto: AAB4)

Das AAB4 in der Einsatzart Schutz

  • Flächendeckende Überwachung von Räumen sowohl durch die Aufklärungselemente als auch durch die Steilfeuerbeobachter; 
  • Verstärken des Brigadekommandos durch Zuarbeiten in den Bereichen Planung und Führung von Aufklärungssensoren und Kampfunterstützungselementen aller Art;
  • Schutz von Räumen und Objekten unter Einsatz von schweren Waffensystemen zur Demonstration der eigenen Stärke;
  • Begleitschutz von Transporten unter Splitterschutz durch die Gefechtsfahrzeuge in der bestehenden Truppeneinteilung;
  • Kontrolle und Überwachung von Verkehrswegen und Drehscheiben;
  • Im Zuge von Lageeskalationen Übergang in die Primäraufgabe des Verbandes ohne Umgliederung;
  • Koordinierung eines begrenzten Luftraumes durch die „Joint Terminal Attack Controller“;
  • Durch die Gliederung, Ausrüstung und Zweitrollenfähigkeit ist der Verband in der Lage, in allen Phasen einer Eskalation angepasst zu reagieren.

Oberstleutnant Michael Vitovec ist Bataillonskommandant des Aufklärungs- und Artilleriebataillons 4.

 

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