• Veröffentlichungsdatum: 01.04.2021

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Würdigung und Wertschätzung

Othmar Wohlkönig

Verwendungsabzeichen „Neu“

Im Jahr 2005 wurde das Verwendungsabzeichen für den Kommandounteroffizier (KdoUO) als sichtbares Zeichen beim damaligen Kommando Landstreitkräfte eingeführt. Vier Jahre später (2009) erhielten alle KdoUO – auch jene der Brigaden, der Heeresunteroffiziersakademie, der Heerestruppenschule und des Jagdkommandos – ein Verwendungsabzeichen, als besondere Kennzeichnung ihrer Funktion. Damit wurde ein wesentlicher Schritt zur Etablierung dieser wichtigen Position gesetzt.

Das Verwendungsabzeichen wurde ausschließlich an jene Unteroffiziere verliehen, die als KdoUO eingeteilt waren. Durch die Grundfarbe wurde die Zugehörigkeit zur jeweiligen Waffengattung (z. B. mechTruppe – schwarz, Infanterie – grün oder Akademie – rot) dokumentiert. Die Anzahl der Sterne bezog sich auf den Dienstgrad des Kommandanten der jeweiligen Führungsebene (Brigadier bzw. Generalleutnant). Getragen wurde es zu allen Anzugsarten des Bundesheeres. Entweder in Form der Aufschiebeschlaufe, mit dem Dienstgrad kombiniert zum Kampfanzug 03 in braungrau, als Verwendungsabzeichen in Metall auf dem Anzug grau oder auf dem Gesellschaftsanzug jeweils an der rechten Brusttasche.

Im Jänner 2020 wurde, im Auftrag des Zentrums für Menschenorientierte Führung und Wehrpolitik, als Ergebnis eines Evaluierungsprozesses das Verwendungsabzeichen „Neu“ für KdoUO eingeführt. Abweichend von der bis dato gültigen Ausführung in Metall und Stoff, wird die Kennzeichnung künftig in Form eines Lorbeerkranzes in Silber direkt auf dem Dienstgradabzeichen „Vizeleutnant“ erfolgen. Damit entfallen die Kennzeichnungen der Waffengattungen und der Führungsebene. Mit dieser Regelung werden auch die KdoUO in den Auslandsmissionen (KFOR, EUFOR und UNIFIL bei der Einsatzvorbereitung und die Dauer des Einsatzes) mit den neuen Verwendungsabzeichen ausgestattet. Obwohl sich die „Kennzeichnung“ des KdoUO dadurch verändert hat, bleibt er – und die mit ihm verbundene Funktion – einheitlich sichtbar und erkennbar.

Medaille des KdoUO der Streitkräfte

Durch den ständigen Kontakt mit der Truppe kann der KdoUO die Arbeit der Soldatinnen und Soldaten im täglichen Dienst-, Ausbildungs-, Übungs- und Einsatzbetrieb beurteilen und bewerten. Der übliche und im Bundesheer gebräuchliche Weg, um hervorragende Leistungen zu würdigen, ist das mündliche Dankeschön oder die schriftliche Belobigung. Um diese Anerkennung zu unterstreichen, wurde die Medaille des KdoUO der Streitkräfte geschaffen.

Dabei handelt es sich um die Adaption einer in den US-Streitkräften praktizierten Form der Würdigung. Diese besondere Auszeichnung erfolgt vorrangig an Unteroffiziere, die durch überdurchschnittliche Leistung hervorstechen. Das Besondere an der Medaille – dem „KdoUO-Coin“ – ist die persönliche und individuelle Gestaltung. Überreicht wird sie mit einem Handschlag. Dabei liegt die Medaille so auf der Handfläche des KdoUO, dass sie nach dem Handschlag in der Handfläche des zu würdigenden Unteroffiziers verbleibt. Die Medaille des KdoUO ist vielleicht weniger als ein Orden, aber sie ist viel mehr als ein „Schulterklopfen“. Vor allem aber ist ihre Verleihung eine besondere und nachhaltige Form der Würdigung und persönlichen Wertschätzung.

Vizeleutnant Othmar Wohlkönig, Kommandounteroffizier der Streitkräfte

Medaille des KdoUO der Streitkräfte. (Foto: ÖBH/Wohlkönig)
Medaille des KdoUO der Streitkräfte. (Foto: ÖBH/Wohlkönig)
 

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