• Veröffentlichungsdatum: 23.02.2017
  • – Letztes Update: 24.02.2017

  • 9 Min -
  • 1843 Wörter

Verteidigung - Ablauf der Einsatzführung

Markus Ziegler

(Foto: Bundesheer/Daniel Trippolt)
(Foto: Bundesheer/Daniel Trippolt)

In den ersten vier Teilen der Beitragsserie wurde das Gefechtsbild beschrieben, das eine bewegliche Einsatzführung in der Verteidigung auf gefechtstechnischer Ebene erfordert. Dieses Gefechtsbild diente als Grundlage, um Ableitungen für die eigene Einsatzführung zu treffen. Der fünfte Teil der Serie fasst jene einsatzrelevanten Folgerungen zusammen, die einen eigenen Abwehrerfolg gewährleisten.

Teil 5 der Serie: Bewegliche Einsatzführung in der Verteidigung

Ablauf der Verteidigung

Beziehen und Einrichten 

Das Beziehen des Gefechtsstreifens und das Einrichten zur Verteidigung erfolgt unter Funkstille. Der Stellungs- und Sperrenbau sowie das Unterziehen der gepanzerten Kampf- und Gefechtsfahrzeuge und Kfz muss der Luftsicht entzogen durchgeführt werden. Als Täuschungsmaßnahmen sind Scheinstellungen und Scheinspuren anzulegen. Sperren zwingen den Gegner zum Halten und ermöglichen eigenes wirkungsvolles Steilfeuer. Ausgebaute Stellungen gewährleisten das Überleben unter gegnerischem Feuer und schaffen die Voraussetzung, um eigene Kräfte zu verschieben.

Geplante Einsatzführung 

Die gegnerische Aufklärung muss vor dem Erreichen der FEBA (Forward Edge of the Battle Area - Vorderster Rand der Verteidigung) bekämpft bzw. abgewehrt werden. Dies wird durch den Einsatz von vorgeschobenen Kräften erreicht. Diese müssen, wenn sie entlang von Panzerlinien oder im Panzergelände in Stellung gehen, immer über genügend Panzerabwehr und Infanterie verfügen, um einen mechanisierten Aufklärungszug abwehren zu können. Auf Annäherungslinien im Infanteriegelände sind gruppen- bis halbzugstarke Infanteriekräfte mit Panzerabwehr kurzer Reichweite und Sperren zur Abwehr einer motorisierten Aufklärungsgruppe notwendig. Erkannte Aufklärung muss immer bekämpft werden.

(Foto: Bundesheer/Daniel Trippolt)
(Foto: Bundesheer/Daniel Trippolt)

Gegnerische Feuervorbereitung 

Erkannte gegnerische Beobachtungstrupps (BTrp) müssen bekämpft oder geblendet werden. Eigene BTrp haben Stellungspriorität vor Kampfelementen. Durch Auflockerung dieser wird verhindert, dass der Gegner ohne präzise Aufklärung der eigenen Stellungen Vorbereitungsfeuer schießt. Werden die eigenen Stellungen vorgestaffelt aufgeklärt, müssen Wechselstellungen außerhalb der Wirkungsfläche des feindlichen Steilfeuers bezogen werden. Aufgrund der Präzision und Wirkung von moderner Artillerie schützt nur eine bewegliche Einsatzführung vor der Vernichtung. Gegnerische BTrp und Joint Fire Support Teams (kombinierte Feuerunterstützungselemente; Anm.), die präzises Steilfeuer leiten können, sind Prioritätsziele und müssen bekämpft werden.

Einsatz gegnerischer Luftfahrzeuge 

Kampf- und Panzerabwehrhubschrauber können bei der Fliegerabwehr aller Truppen bekämpft werden. Erkannte gegnerische Forward Air Controller (Kräfte, die den Einsatz von Luftkampfmitteln beantragen und koordinieren; Anm. – siehe TD-Heft 4/2014) sind Prioritätsziele und müssen bekämpft werden. Unterstände können nicht gegen die Wirkung von Bomben bis 2 000 kg geschützt werden und müssen deshalb unbedingt der Luftsicht entzogen sein. Die eigene Fliegerabwehr hat Stellungspriorität vor der Kampftruppe. Sind die Kampfstellungen von Gepanzerten Kampf und Gefechtsfahrzeugen (GKGF) aus der Luft erkennbar, so haben sie vor Beginn von Kampfhandlungen der Luftsicht entzogene Bereitschaftsstellungen zu beziehen.

Angriff der gegnerischen Kampftruppe 

Das Bekämpfen und Abnützen der Angriffsspitzen durch vorgestaffelte Kräfte erfolgt durch das Zusammenwirken von Flachfeuer, Sperren und Steilfeuer. Das gleiche gilt für das Abwehren des Angriffes an der FEBA.

Nach einem Abwehrerfolg und einem erwarteten Ansatz der zweiten Staffel ist zu berücksichtigen, dass eigene Kräfte, die vom Gegner erkannt wurden, Wechselstellungen beziehen. Diese Stellungen haben sich außerhalb der Wirkungsfläche des zu erwartenden Steilfeuers zu befinden. Wenn es steilfeuersichere Unterstände gibt, müssen nicht unbedingt Wechselstellungen bezogen werden.

Die Stellungen sind bezogen und die Schützen warten auf das Auftauchen des Gegners, um ihn zu bekämpfen. (Foto: Bundesheer/Daniel Trippolt)
Die Stellungen sind bezogen und die Schützen warten auf das Auftauchen des Gegners, um ihn zu bekämpfen. (Foto: Bundesheer/Daniel Trippolt)

Vorgeschobene Kräfte zur Sicherung

Taktischer Überbau 

Um den angreifenden Gegner, dessen Struktur und sein Schwergewicht während der Annäherung zu erkennen, werden die Aufklärungskräfte der Brigade bis zu 30 km und die Aufklärungskräfte der Bataillone bis zu zehn km vor der FEBA eingesetzt. Durch diese Distanzen soll die eigene Führung, ab Erkennen des Gegners bis zum Auftreffen auf die FEBA, genügend Zeit für das Führungsverfahren und dessen Umsetzung erhalten. Die Brigade benötigt dazu zwei Stunden, ein Bataillon eine Stunde. Daraus ergibt sich für die gefechtstechnische Ebene, dass sie etwa zwei Stunden vor dem Auftreffen der ersten feindlichen Angriffsspitzen auf die FEBA darüber informiert wird. Sollten vorgestaffelte Aufklärungskräfte erkannt werden, wird dies der gefechtstechnischen Ebene zeitgerecht übermittelt.

Gefechtsvorposten 

Auf der taktischen Ebene wird ein Gefechtsvorposten drei bis fünf Kilometer vor der FEBA eingesetzt. Dieser Gefechtsvorposten wird in der Regel vom kleinen Verband vorgeschoben eingesetzt. Er dient in den taktischen Verfahren „Verzögerung“ und „Verteidigung“ vor allem zur Sicherung im Gefecht. Die Stärke dieser Kräfte umfasst bis zu einem Drittel der eingesetzten eigenen Kräfte. Sie können auf der gesamten Breite des Gefechtsstreifens, aber mit Schwergewicht an den im Gelände beurteilten Annäherungslinien und Stoßachsen, eingesetzt sein. Dadurch können jedoch Lücken entstehen, die es der gegnerischen Aufklärung ermöglichen, in die Tiefe zu sickern.

Der Gefechtsvorposten bricht nach Erfüllung seines Auftrages, spätestens aber dann, wenn er die Angriffsspitzen des Gegners zum Entwickeln gebracht hat, das Gefecht ab. Daraufhin wird er durch eigene Kräfte in der FEBA aufgenommen bzw. durchgeschleust. Ab diesem Zeitpunkt befinden sich keine eigenen Kräfte zwischen der gegnerischen Angriffsspitze und den eigenen Verzögerungs- bzw. Verteidigungsteilen.

Folgerungen für die gefechtstechnische Ebene

Das Beziehen des Gefechtsstreifens erfolgt im gesicherten Fuß- oder Motmarsch, da sich gegnerische Kräfte bereits im Raum befinden können. (Foto: Bundesheer/Daniel Trippolt)
Das Beziehen des Gefechtsstreifens erfolgt im gesicherten Fuß- oder Motmarsch, da sich gegnerische Kräfte bereits im Raum befinden können. (Foto: Bundesheer/Daniel Trippolt)

Aufklärung und Lagebild

Die Aufklärungskräfte vom Bataillon aufwärts erkennen die Annäherung des Gegners und dessen entfaltete Gefechtsordnung bis in Kompaniekolonnen. Sie können aber nicht die Annäherung im Gefechtsstreifen selbst beobachten. Somit fehlt den Kompanie- und Zugskommandanten die Beurteilungsgrundlage, ob der Gegner in das Schwergewicht der eigenen Kräfte angreift oder ob ein Verschieben eigener Kräfte in Ergänzungsstellungen zur Verlagerung des Schwergewichtes notwendig ist. Die Grundlage für diese Beurteilung kann die Kompanie nur selbst schaffen. Dazu setzt sie eigene Kräfte zur Beobachtung bzw. als vorgeschobene Sicherung ein. Die Anzahl dieser Kräfte richtet sich nach der Größe des zu überwachenden Geländes. 

Gegnerische Aufklärung und Angriffsspitzen 

Ab dem Zeitpunkt des Abbrechens des Gefechtes der Gefechtsvorposten müssen die Kompanien selbstständig die gegnerische Aufklärung abwehren, die tatsächlichen Annäherungswege des Gegners im eigenen Gefechtsstreifen erkennen und seine Angriffsspitzen bekämpfen. Für diese Aufgaben müssen gemäß der Beurteilung der Lage genügend Kräfte vor der FEBA im eigenen Gefechtsstreifen eingesetzt sein. Diese Kräfte können entweder vom Kompaniekommandanten unmittelbar oder direkt von den vorne eingesetzten Zügen geführt werden. Zur Beurteilung, welche Variante gewählt wird, ist der Führungsgrundsatz der Einfachheit entscheidend. Die vorgeschobenen Kräfte richten sich je nach Auftrag ein.

Auftrag: Beobachten

Zweck: Gegnerische Annäherung erkennen und melden.

Der Ausbau der Stellungen erfolgt nach den Grundsätzen des stehenden Spähtrupps.

Auftrag: Aufklärung bekämpfen

Zweck: Die gegnerische Aufklärung darf die FEBA nicht erkennen.

Dies bedeutet, dass die Aufklärung bekämpft und anschließend das Gelände weiter gehalten wird. Die Rücknahme oder ein Stellungswechsel in eine Wechselstellung außerhalb einer möglichen Zielfläche der gegnerischen Artillerie dieser Kräfte ist erforderlich, sobald die gegnerische Artillerie ihre Feuerstellungsräume bezieht. Dies ist dann der Fall, wenn die gegnerischen Bataillone ihre Ablauflinien überschreiten. Haben eigene Kräfte, die bereits gegen die Aufklärung gekämpft haben, den Auftrag, auch die Feindspitzen zu bekämpfen, ist ein Stellungswechsel zwingend erforderlich. Es ist davon auszugehen, dass die gegnerische Aufklärung einen Zielpunkt für das Vorbereitungsfeuer auf erkannte eigene Kräfte festlegen wird.

Ein Soldat bezieht, nachdem er alarmiert wurde, seine Stellung. (Foto: Bundesheer/Daniel Trippolt)
Ein Soldat bezieht, nachdem er alarmiert wurde, seine Stellung. (Foto: Bundesheer/Daniel Trippolt)

Sperren 

Panzersperren auf Bewegungslinien sind so anzulegen, dass der Gegner bereits beim Erkennen dieser Sperren bekämpft werden kann. Wenn es die Bewegungslinie zulässt, ist ein verdeckter Mineneinsatz anzustreben. Dadurch können GKGF bereits beim Auffahren auf die Sperren bekämpft bzw. vernichtet werden. Niederdrahtsperren gegen die infanteristische Aufklärung sind im ruralen Gelände zu errichten, um den Gegner auflaufen zu lassen. In weiterer Folge kann dieser mit einer schlagartigen Feuereröffnung vernichtet werden.

Im urbanen Gelände wird die gegnerische Aufklärung, wenn sie entlang von Straßen vorgeht, nicht von Sperren überrascht, sondern mit Richtsplitterladungen bekämpft. Richtsplitterladungen dienen zur Feuerverdichtung und wirken in jene Räume, in denen Sicherungselemente zum Feuerschutz ihre Stellungen beziehen können. Leuchtknallkörper und andere akustische Alarmeinrichtungen in schuss- bzw. beobachtungstoten Räumen sind zu errichten. So kann eine Umgehung des eigenen Verantwortungsbereiches erkannt werden.

Stellungen 

Im ruralen Gelände sind zumindest Schützenmulden anzulegen. Im urbanen Gelände sind Stellungen in Ziegel- und Betonbauten zu errichten. Bei schwächerer Bausubstanz ist ein entsprechender Stellungsausbau notwendig. Im ruralen Gelände sind Kammstellungen anzustreben, damit ein gedecktes Absetzen möglich ist, falls Teile der gegnerischen Aufklärung das Gelände vor dem Sicherungselement halten. Eine Feldkabelverbindung muss errichtet werden, da bis zum Auftreffen des Gegners Funkstille herrscht. Schutzdeckungen gegen Steilfeuer werden nicht benötigt, da die gegnerische Artillerie zum Zeitpunkt des Einsatzes der Aufklärung den Feuerstellungsraum noch nicht bezogen hat.

Geplante Einsatzführung 

Die Leitung des Feuerkampfes für die Infanteriewaffen erfolgt über Zielpunkte. Können die möglichen Annäherungswege nicht aus einem Gruppennest bestrichen werden, sind Ergänzungsstellungen vorzubereiten. Die Beobachtung im gesamten Verantwortungsbereich muss immer sichergestellt sein.

Abbrechen des Gefechtes, Absetzweg und Aufnahme 

Ein gedeckter oder zumindest verdeckter Absetzweg muss erkundet werden. Im Bedarfsfall können Nebelhandgranaten eingesetzt werden, damit der Gegner nicht gezielt auf sich absetzende Teile feuern kann. Wenn notwendig, sind die Sperren an der FEBA zu schließen. Das Absetzen und die Aufnahme sind auf jeden Fall vorzuüben.

Gegnerische Soldaten greifen an. Der Führung des Gruppenkommandanten fällt eine wesentliche Rolle bei der Abwehr des Angriffes zu. (Foto: Bundesheer/Daniel Trippolt)
Gegnerische Soldaten greifen an. Der Führung des Gruppenkommandanten fällt eine wesentliche Rolle bei der Abwehr des Angriffes zu. (Foto: Bundesheer/Daniel Trippolt)
Gegnerische Auklärung und Angriffsspitzen nähern sich an. Sobald sie sich vor den eigenen Stellungen befinden, werden sie bekämpft. (Foto: Bundesheer/Daniel Trippolt)
Gegnerische Auklärung und Angriffsspitzen nähern sich an. Sobald sie sich vor den eigenen Stellungen befinden, werden sie bekämpft. (Foto: Bundesheer/Daniel Trippolt)
Das Vorgehen in Kellern und dunklen Räumen macht den Einsatz von künstlichem Licht im Ortskampf notwendig. (Foto: Bundesheer/Daniel Trippolt)
Das Vorgehen in Kellern und dunklen Räumen macht den Einsatz von künstlichem Licht im Ortskampf notwendig. (Foto: Bundesheer/Daniel Trippolt)

Auftrag: Feindspitzen bekämpfen

Zweck: Die gegnerischen Angriffsspitzen werden mittels Sperren und Flachfeuer zum Stehen gebracht, um ihnen Verluste zuzufügen.

Während die angreifende Kompanie entwickelt, um weiter anzugreifen, kann sie als stehendes Ziel mit Steilfeuer bekämpft und so dezimiert werden. Gelingt es der vorgeschobenen Sicherung in Gruppenstärke, mit Flachfeuer halbzugstarke Kräfte sowie mit dem Steilfeuerelement zugstarke Kräfte zu vernichten, ist die Hälfte der gegnerischen Kompanie ausgeschaltet. Dadurch ist sie nicht mehr in der Lage, ihren Auftrag zu erfüllen und weiter anzugreifen.

Im Falle einer Kampfkraftgegenüberstellung bedeutet dies, dass die Überlegenheit der angreifenden Kompanie gegenüber dem verteidigenden Zug von 3:1 auf 1,5:1 gesunken ist. So wird der Gegner dazu gezwungen, seine zweite Staffel oder die Reserve frühzeitig einzusetzen. Durch das vorgeschobene Element darf nicht versucht werden, einen Abwehrerfolg über den Gegner zu erringen. Aufgrund dessen quantitativer Überlegenheit würde es wahrscheinlich zu einer Verzahnung kommen, die schlussendlich zur Vernichtung des vorgeschobenen Elementes führen würde.

(Foto: Bundesheer/Daniel Trippolt)
(Foto: Bundesheer/Daniel Trippolt)

Sperren 

Panzersperren sollen auf Bewegungslinien und im panzergängigen Gelände errichtet werden, um ein rasches Entwickeln und Wirksamwerden der Feuerkraft von GKGF zu verhindern. Wenn es die Bewegungslinie zulässt, ist ein verdeckter Mineneinsatz anzustreben. Dadurch können GKGF bereits beim Auffahren auf die Sperre bekämpft bzw. vernichtet werden. Bezüglich der Anlage von Sperren und Minen gelten die gleichen Grundsätze wie beim Kampf gegen die feindliche Aufklärung. Darüber hinaus soll der Ausbau von Sperren bzw. Verrammelungen verhindern, dass der Gegner ohne Pioniereinsatz in die eigenen Stellungen stoßen kann. Richtsplitterladungen sollen zur Feuerverdichtung in Räume wirken, in denen gegnerische Elemente zur Feuerunterstützung in Stellung gehen können.

Stellungen

Bei der Anlage von Stellungen sind die gleichen Grundsätze wie sie beim Kampf gegen feindliche Aufklärung angeführt wurden zu berücksichtigen. 

Geplante Einsatzführung 

Der Einsatz der Gruppen erfolgt nach den Prinzipien des Widerstandsnestes. Die Leitung des Feuerkampfes für die Infanteriewaffen erfolgt über Zielpunkte. Darüber hinaus sind Zielpunkte für Steilfeuer auf jene Geländeteile vorzubereiten, in denen gegnerische Unterstützungselemente in Stellung gehen können. Für mögliche Annäherungswege, die nicht aus einem Gruppennest bewirkt werden können, sind Ergänzungsstellungen vorzubereiten. Die Beobachtung muss jederzeit im gesamten Verantwortungsbereich sichergestellt sein. Das Abbrechen des Gefechtes muss erfolgen, bevor der Gegner Kräfte in Stellung gebracht hat, die es ihm ermöglichen, die Feuerüberlegenheit zu gewinnen und eigene Kräfte niederzuhalten.

Sind eigene gruppenstarke Kräfte eingesetzt, wird das Abbrechen des Gefechtes notwendig, sobald der Gegner halbzugstarke Kräfte zum Einsatz bringt und diese durch eigenes Feuer nicht mehr niedergehalten werden können. Gelingt es dem Gegner dennoch, die eigenen Kräfte niederzuhalten, so ist der günstigste Zeitpunkt des Abbrechens unmittelbar nach Beendigung des eigenen Steilfeuers, das den Gegner niedergehalten hat. Dazu ist das Gruppennest mittels Nebelhandgranaten einzunebeln, um ein gezieltes Bekämpfen der sich absetzenden Teile durch den Gegner zu verhindern. Ein gedeckter oder zumindest verdeckter Weg ist zu erkunden. Wenn es möglich ist, sind die Sperren an der FEBA zu schließen. Das Absetzen und die Aufnahme der eigenen Teile sind vorzuüben.

wird fortgesetzt

Major Markus Ziegler, MA ist Hauptlehroffizier am Institut Jäger der Heerestruppenschule.

Link zur Serie

Eine Gruppe bei einem Halt während des gesicherten Marsches zur Annäherung an das Angriffsziel. (Foto: Bundesheer/Daniel Trippolt)
Eine Gruppe bei einem Halt während des gesicherten Marsches zur Annäherung an das Angriffsziel. (Foto: Bundesheer/Daniel Trippolt)
 

Ihre Meinung

Meinungen (0)