• Veröffentlichungsdatum: 15.04.2016

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Auf den Spuren Napoleons - Teil 2

Redaktion TRUPPENDIENST

Dem Beitrag im TRUPPENDIENST-Heft Nr. 349 "Operation im Alpenvorland - Teil 1" liegt eine Karte mit dem Titel „Auf den Spuren Napoleons in Österreich“ bei, in der die wichtigsten Museen und Denkmäler zu diesem Thema eingezeichnet sind. Die Zahlen von 1 bis 12 bei den folgenden Beschreibungen beziehen sich auf die Eintragungen in der Karte.

Im ersten Teil des Beitrages wurden die ersten sechs Museen bzw. Denkmäler beschrieben. Der zweite Teil stellt die restlichen Denkmäler dar.

Denkmäler und Museen in Westösterreich (Tirol und Salzburg)

 

7. Denkmal Pass Strub

8. Struber-Denkmal, Pass Lueg

9. Denkmal Walserfeld

Denkmal am Pass Strub

Der Pass an der Landesgrenze zwischen Salzburg und Tirol war in der Geschichte mehrfach umkämpft. Salzburger und Tiroler Schützen konnten hier im Jahr 1805 gegen eine zahlenmäßig weit überlegene bayerische und französische Streitmacht siegen. Die napoleonischen Truppen konnten dabei verzögert, aber nicht nachhaltig aufgehalten werden.

Im Jahr 1809 war der Pass während des Tiroler Volksaufstandes gegen die französische Besatzung unter Andreas Hofer wiederum Schauplatz von Gefechten. Bayrische Truppen konnten ihn nur unter schweren Verlusten einnehmen. Als Folge der Niederlage wurden die Befestigungsanlagen am Pass abgebrochen.

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Struber-Denkmal, Pass Lueg

Der österreichische Gastwirt und Schützenhauptmann Josef Struber kämpfte am Pass Lueg im Jahre 1809 erfolgreich gegen Franzosen und Bayern. Diese mussten sich nach der Niederlage zurückziehen und konnten den Pass erst nach dem Friedensschluss im Oktober 1809 wieder in Besitz nehmen. Für seinen Sieg über die napoleonischen Kräfte wurde der Schützenhauptmann von Andreas Hofer zum Major befördert. Zu Ehren Strubers wurde 1898 ein Denkmal vor Ort errichtet. 

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Denkmal Walserfeld

Das Denkmal erinnert an die Schlacht am Walserfeld vom Dezember 1800. Damals standen sich dort etwa 60 000 französische und 43 000 kaiserlich-österreichische Soldaten gegenüber. Die Österreicher, geführt von dem erst 18-jährigen Erzherzog Johann, verloren hier gegen die Franzosen. Das Gefecht bei dem es 22 000 Tote gab, gilt als größte militärische Auseinandersetzung Salzburgs. Noch heute findet man Kriegsrelikte auf den Äckern des ehemaligen Schlachtfeldes.

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Literatur: Kurt A. Mitterer: Salzburg anno 1800. Die vergessene Schlacht auf den Walser Feldern. Österreichischer Miliz-Verlag, Salzburg 1999. ISBN 3-901185-18-6.

Museen und Denkmäler in Ostösterreich (Ober- und Niederösterreich)

 

10. Denkmal Schloss Ebelsberg

11. Denkmal Dürnstein/Loiben

12. Denkmal Schöngrabern

Denkmal Schloss Ebelsberg

1805 und 1809 kämpften österreichische Truppen im Raum Ebelsberg im Dritten bzw. Fünften Koalitionskrieg gegen Napoleon. Das ist in der taktisch günstigen Lage des Geländes begründet. Einerseits erschweren die Flüsse Traun und Donau feindliche Bewegungen, andererseits begünstigen die Mauern des Schlosses Ebelsberg sowie seine steilen Böschungen die eigene Verteidigung. Darüber hinaus war das Gelände gut für den Einsatz von Artillerie geeignet.

1809 befehligte Feldmarschallleutnant Hiller die österreichischen Truppen. Er konnte jedoch nicht verhindern, dass Napoleon die Schlacht gewann und seinen Feldzug nach Enns und weiter Richtung Osten fortsetzte. 

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Denkmal bei Dürnstein/Loiben

Während des Dritten Koalitionskrieges der Napoleonischen Kriege kam es zur Schlacht bei Dürnstein. Sie wird auch als Schlacht bei Loiben (heute ein Teil Dürnsteins) bezeichnet und fand im November 1805 statt. Sie endete in einer Niederlage der Franzosen, konnte den Vormarsch Napoleons jedoch nicht gefährden. Für seine Gegner war dieses Gefecht der einzige Erfolg des gesamten Feldzuges. Nur hier konnten sie sich, wenn auch nur kurzfristig behaupten.

Während der Kampfhandlungen wurden die Ortschaften Loiben und Dürnstein von Franzosen, aber vor allem von den, mit Österreich verbündeten Russen geplündert. Die Erinnerung an das Gefecht lebt noch heute in zahlreichen Sagen, Ortsbezeichnungen Gedenktafeln und einem Denkmal weiter.

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Denkmal bei Schöngrabern

Die Schlacht bei Hollabrunn und Schöngrabern zwischen den französischen und den russisch-österreichischen Truppen fand im November 1805 (Dritter Koalitionskrieg) bei Hollabrunn statt. Dabei kam es zum Kampf zwischen einer Nachhut von Russen und Österreichern gegen napoleonische Truppen. Die Franzosen wurden dabei kurzfristig aufgehalten und der Ort Schöngrabern von der russischen Artillerie in Brand geschossen.

Im Jahre 1809 kam es im Zuge des Fünften Koalitionskrieges neuerlich, sowohl in Hollabrunn als auch in Schöngrabern, zu Gefechten zwischen österreichischen und napoleonischen Truppen.

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TRUPPENDIENST bittet seine Leser um die Zusendung weiterer Fotos zu den hier angeführten, aber auch zu anderen Spuren Napoleons in Österreich. 


Kontakt: gerold.keuschsymbolbmlvs.gvpunktat

 

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