Archiv-Ausgabe

 

Der Erste Weltkrieg in Europa 1915-1917 Teil 2 − Spezial 2/2017 (359)

 

Hauptthemen

Editorial

Dass das zweite Spezialheft zur Thematik des Ersten Weltkriegs anlässlich der 100. Wiederkehr des ersten der beiden großen Kriege des 20. Jahrhunderts nicht als Einzelheft, sondern in zwei Teilen erscheint, ist nicht nur der besonderen Dramatik der Zeitperiode von 1915 bis 1917 geschuldet, sondern gleichfalls auch der Fülle an zu berücksichtigenden Themenblöcken und Perspektiven. Dabei spielte natürlich das Faktum eine große Rolle, dass gerade anlässlich der 100. Wiederkehr der einzelnen Kriegsjahre zahlreiche Symposien und Kongresse die historische Forschung zum Themenkomplex des ersten Weltkrieges bedeutend beflügelt haben. Ebenso wurden in den letzten Jahren neue Quellen und Dokumente in Archiven und Studiensammlungen zugänglich.

Der zweite Teil des TD-Spezial „Der Erste Weltkrieg 1915 - 1917“ ist als Ergänzung bzw. Fortführung der beiden bereits erschienenen Spezialhefte gedacht und widmet sich mit einem größeren Beitrag den militärischen Begebenheiten an der deutschen Westfront. Gerade der Zeitabschnitt von 1915 bis 1917 bedeutete für den westlichen Kriegsschauplatz in Frankreich eine maßgebliche Transformation des Kampfverfahrens auf beiden Seiten. Der Übergang zur Materialschlacht, bei der beide Seiten stetig zunehmende Massen an Menschen und Material auf das Schlachtfeld führten, brachte auch ein Massensterben in einem in der Kriegsgeschichte bis dato noch nie dagewesenen Ausmaß, und das oftmals bei lediglich geringen taktischen Erfolgen. Namen wie Verdun, Flandern, Ypern oder der Sommeabschnitt gelten auch heute noch als Synonyme für die sinnlose Opferung Hunderttausender Soldaten. Aber auch an den österreichisch-ungarischen Fronten entwickelte sich das Kampfverfahren weiter, vom linearen Stellungskrieg zur Zonenkampfführung. Die Ereignisse des Seekrieges bzw. der als Überblicksthema für den ganzen Weltkrieg geltende Beitrag über die Rolle der Frauen im Ersten Weltkrieg runden gemeinsam mit den Kurzbiographien wichtiger militärischer Protagonisten die militärische Perspektive ab. Den oftmals unterschätzten Vorgängen innerhalb der österreichisch-ungarischen Innen- und Außenpolitik wird in diesem Sonderheft gleichfalls breiter Raum gewidmet, um im allgemeinen historischen Kontext die politisch-militärische Wechselwirkung, insbesondere jedoch die Interessen der Habsburgermonarchie in der zweiten Kriegsphase darzustellen. Der Beitrag „Die Heimat möcht‘ ich wiedersehn“ ergänzt die genannten Darstellungen.

Auch der zweite Teil des Spezialhefts „1915 – 1917“ kann keinesfalls den Anspruch einer allumfassenden Darstellung der zweiten Phase des Weltkriegs erheben, sondern versucht, trotz Einarbeitung neuester Forschungsergebnisse, einen verständlichen und leicht lesbaren Überblick zu vermitteln, und wird dem Leser sicherlich die eine oder andere interessante Neuigkeit bieten.

Oberst dhmfD Hofrat Dr. M. Christian Ortner ist Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums.

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