Veranstaltungen 


Hier finden Sie Termine von Veranstaltungen zum Thema Militär und Sicherheit.

 

Sonderausstellung

AONOGAHARA: Österreichische Kriegsgefangene in Japan 1914 – 1920

29.November 2019 bis 13. März 2020

Ausstellungseröffnung
Donnerstag, 28. November 2019, 17:00 Uhr
Lesesaal der NÖ Landesbibliothek
Kulturbezirk 3
3109 St. Pölten

Mit einem vergessenen Kapitel österreichischer Geschichte beschäftigt sich eine Ausstellung anlässlich des Jubiläumsjahres „150 Jahre Japanische-Österreichische Beziehungen“. 300 Soldaten der k.u.k. Kriegsmarine gerieten zu Beginn des Ersten Weltkriegs in japanische Kriegsgefangenschaft. Sie wurden großteils im Lager Aonogahara in der Nähe der Stadt Kobe untergebracht. Wieso sie überhaupt nach Ostasien kamen, warum sie zu Kriegsgefangenen wurden und wie sie das Leben im Lager bewältigten, damit beschäftigt sich die neue Sonderausstellung des Hauses der Geschichte in der NÖ Landesbibliothek. Die Schau entstand in Kooperation mit der Stadt Kasai und der Universität Kobe (Japan). Es sind bisher noch nie in Österreich gezeigte Leihgaben aus Japan, Slowenien sowie aus Privatbesitz zu sehen, ebenso Exponate aus dem Heeresgeschichtlichen Museum Wien, dem Weltmuseum Wien und dem Niederösterreichischen Landesarchiv.

Programm

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Lecture

Übermächtiges China? Wie die chinesische Seidenstraßen-Initiative die internationalen Beziehungen verändert

China hat in den letzten Jahren seinen Einfluss in den internationalen Beziehungen rapide ausbauen können. Das liegt nicht nur am neuen Selbstbewusstsein der chinesischen Führung sowie an den technischen und ökonomischen Leitungen des Landes, sondern auch an Pekings proaktiver Diplomatie, die weltumspannenden strategischen Leitlinien folgt. Die neue Seidenstraße (offiziell als ‚Belt und Road Initiative’ bezeichnet) stellt eine qualitativ neue Phase dar, in der China erstmalig seit fast 200 Jahren wieder zum global wirksamen Gestaltungsakteur wird. Mit besonderem Fokus auf digitale Technologien und Infrastrukturen befasst sich der Vortrag mit den daraus resultierenden geopolitischen, konzeptionellen und intellektuellen Herausforderungen, und wie sie sich als Veränderungen globaler Beziehungen darstellen. Reaktionsweisen und Handlungsoptionen aus europäischer Sicht werden abschließend skizziert und zur Diskussion gestellt.

Vortragender Dr. MAXIMILIAN MAYER School of International Studies, University of Nottingham Ningbo China Diskutantin Dr. NINA KLIMBURG-WITJES Institut für Wissenschafts- & Technikforschung, Universität Wien Moderation Dr. CHRISTIAN HADDAD

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Berggasse 7
1090 Wien

Freitag, 6. Dezember 2019 16:30 - 18:00 Uhr

Programm

Anmeldung

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Buchpräsentation

Migration. Flucht - Vertreibung - Integration
Stefan Karner - Barbara Stelzl-Marx (Hg.)

Universität Graz, Zentrum für Weiterbildung, SR 38.21
Harrachgasse 23
8010 Graz

Montag, 25. November 2019 | 15:00 Uhr 

Begrüßung und Einleitung
Univ.-Prof. Dr. Barbara Stelzl-Marx (Universität Graz, LBI für Kriegsfolgenforschung, Herausgeberin)
MR Dr. Wilhelm Sandrisser (Bundesministerium für Inneres)
Dr. Wolfgang Hölzl (Leykam Verlag)

Zum Thema und Einblicke ins Buch
Univ.-Prof. Dr. Annette Sprung (Universität Graz)
Mag. Dieter Bacher (LBI für Kriegsfolgenforschung, Autor)
PD Dr. Andrea Strutz (LBI für Kriegsfolgenforschung, Autorin)

Diskussion

Zum Buch: Migration ist im öffentlichen Diskurs allgegenwärtig. Wie kaum ein anderes Thema berühren es und die nachfolgenden Fragen der Integration von Migranten die Grundwerte unserer Zivilisation, greifen tief in persönliche Lebensumstände der Menschen ein, ja spalten Gesellschaften. Verunsicherung und Ängste können meist nur diffus artikuliert werden, sind aber latent vorhanden. Die europäische Politik reagiert darauf, wenn auch verzögert, unterschiedlich: Mit Grenzsperren, Quotenregelungen, Ausweisungen, Abschiebungen, dem Aufbau von Sammelzentren in Nordafrika oder der Unterstützung von Transitstaaten wie der Türkei. Auch Gesellschaft und Politik in Österreich sind gefragt. Täglich. Bedingt kann dabei auf Erfahrungen nach den Konflikten seit 1945 in Europa zurückgegriffen werden: Ungarn, Tschechoslowakei, Polen, Jugoslawien. Das Buch analysiert wesentliche Aspekte der Thematik sowohl im historischen als auch aktuellen Diskurs.

Programm

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Podiumsdiskussion

Von der Strategie zur Realität - Weltmacht China

Landesverteidigungsakademie, Sala Terrena
1070 Wien, Stiftgasse 2a

Mittwoch, 27. November 2019,18:00 Uhr

Es diskutieren:
Peter BUCHAS IFK
Michael LÖWY Industriellenvereinigung
Thomas SEIFERT Wiener Zeitung
Doris VOGL Universität Salzburg
Susanne WEIGELIN - SCHWIEDRZIK Universität Wien

Moderation:
Walter FEICHTINGER Leiter IFK

Programm

Anmeldung

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Tagung

Unsichtbare Lager in Niederösterreich:
Beforschen, dokumentieren und zugänglich machen

Niederösterreichische Landesbibliothek
Landhausplatz 1, Haus Kulturbezirk 3
3109 St. Pölten
Mittwoch, 20. November 2019 | 9:00-18:00 Uhr

Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich
Kulturbezirk 5
3109 St. Pölten
Donnerstag, 21. November 2019 | 9:00-20:00 Uhr

Zum Thema: Erinnerungsorte sind integraler Bestandteil von Erinnerungskultur, besonders in der Vermittlungs- und Bildungsarbeit. Was aber, wenn die historische Dimension nicht mehr (oder kaum) erkennbar ist, wenn es keine materiellen Spuren gibt, und der Ort (mehrere) Transformationen erfahren hat? Auch auf niederösterreichischem Gebiet befinden sich solche „unsichtbaren“, transformierten Orte aus der Zeit des Ersten oder Zweiten Weltkrieges bzw. der Nachkriegszeit, wie etwa die Außenlager des Konzentrationslagers Mauthausen, das Flüchtlingslager Gmünd oder die Kriegsgefangenenlager Edelbach und Krems-Gneixendorf. Anhand von nationalen und internationalen Beispielen wird auf der Tagung die Frage diskutiert, wie diese Orte beforscht, dokumentiert und zugänglich gemacht werden können.

Veranstalter: Forschungsnetzwerk Interdisziplinäre Regionalstudien (first): Institut für jüdische Geschichte Österreichs, LBI für Kriegsfolgenforschung u.a. Stabsbereich Digital Memory Studies (Donau-Universität Krems) Zeithistorisches Zentrum Melk in Kooperation mit dem Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich und der NÖ Landesbibliothek Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos.

Kontakt und Anmeldung Edith Blaschitz, edith.blaschitzsymboldonau-uni.acpunktat

Programm

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Sonderausstellung

„Spionage! 39 Fälle“
Sonderausstellung
vom 06. 09. 2019 bis 19. 01. 2020

Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich
Kulturbezirk 5
3100 St. Pölten

Donnerstag, 5. September 2019, 18:00 Uhr
Eröffnung der Ausstellung mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Geheimdienst-Experten Siegfried Beer

Museum Niederösterreich St. Pölten | www.museumnoe.at

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Sonderausstellung

„Salzburger Kontingente im Dienste des Kaisers – Erzbischöfliches Militär auf den Kriegsschauplätzen Europas“

Das kleine Fürsterzbistum Salzburg lag geografisch im Zentrum des Hl. Römischen Reiches. Die Fürsterzbischöfe stammten fast nie aus dem Land Salzburg, sondern aus europäischen Adelsfamilien aus jenem Imperium. Daher lebten diese Souveräne des kleinen Fürsterzbistums genauso im Spannungsfeld zwischen Ost und West wie die Kaiser des Hl. Römischen Reiches, welches wiederum im Herzen Europas zwischen den anderen herrschenden Mächten lag. In diesem Kontext betrachten wir die Verpflichtungen der Fürsterzbischöfe gegenüber dem Kaiserhaus.

Die Ausstellung will:

  • einen Überblick über das Salzburger Militärwesen im souveränen Erzbistum Salzburg geben,
  • die Aufbau- und Ablauforganisation des Salzburger Militärs seit den Ende des Lehenswesens bis zur Säkularisierung darstellen,
  • die Antworten der Fürsterzbischöfe auf Bedrohungen des Landes und des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation vermitteln,
  • die Teilnahme Salzburger Militärkontingente an für Europa wichtigen Feldzüge und Schlachten in Ost und West dokumentieren,
  • die Waffenwirkungen im Lichte der technischen Entwicklungen und die daraus entstandenen taktischen Kampfverfahren aufzeigen,
  • das Soldatenleben und den hohen Blutzoll, den Salzburger Einheiten auf den Schlachtfeldern Europas geben mussten, aufrollen sowie
  • das Entstehen und Wirken des adeligen militärischen St. Rupert-Ritter-Ordens bis zu seiner Auflösung 1811 untersuchen.

Nach der Eroberung von Konstantinopel durch die Osmanen wurde 1494 unter Erzbischof Friedrich V. von Schaumburg der Begriff der Landfahne eingeführt. Diese Volksbewaffnung bestand aus 10% der Einwohner und betrug in der Regel 300 Mann pro definierten Bezirk, ein Mehrbedarf wurde durch Söldner ergänzt.

Erzbischof Paris Lodron führte eine ständige Miliz ein und ließ an der Salzach eine Kaserne erbauen, die Alte „Thürnitz“. Hier war das Militär stationiert. Anlass war der 30-jährige Krieg. Aus dieser Regentschaft stammt auch ein großer Teil der Befestigungsmauern um die Stadt. Vier verschiedene Truppengattungen formierten das Salzburger Militär:

1. Die Leibgarde des Fürsterzbischofs. Sie war die älteste stehende Formation des Salzburger Militärs.
2. Das Stadtkommando bestand aus 6 Füsilierkompanien zu je 70 Mann und 1 Grenadierkompanie.
3. Im Schloss- und Landkommando dienten viele in der Stadt Geborene (Soldatenkinder) und ältere Soldaten, welche beim Stadtkommando ausgemustert und zur Ergänzung abgegeben worden waren.
4. Die Artillerie unterhielt man zur Bedienung der Festungs- und Feldartillerie.

So kämpften gegen das Osmanische Reich hunderte Salzburger auf den Kriegsschauplätzen von der Befreiung Wiens beginnend. Auf den Schlachtfeldern von Mohacs, Belgrad und am Balkan ließen Salzburger Reichskontingente unter kaiserlichen Feldherren für das Weiterbestehen des Abendlandes ihr Leben. Der hohe Blutzoll soll hier in der Ausstellung dokumentiert werden.

Aber nicht nur am Balkan und im Osten kam Salzburger Militär zum Einsatz, auch im Westen und Herzen Europas wurden Salzburger Militärformationen, in der Regel in Regimentsstärke, im Rahmen der Reichsarmee ständig unter hohen Verlusten eingesetzt.

Das Fürsterzbistum Salzburg stellte im Spanischen Erbfolgekrieg ab 1706 ein Regiment mit 10 Kompanien zu je 150 Mann, also um die 1500 Mann durch mehrere Jahre hinweg für den Einsatz bei zahlreichen Gefechten und Schlachten. Namen wie Namur in Belgien, Philippsburg am Rhein und Freiburg im Breisgau tauchen in den Kriegsberichten des Salzburger Militärs im 18. Jahrhundert immer wieder auf. Schließlich verteidigte das Salzburger Regiment mehrmals erfolgreich und mit großen Verlusten im 2. Koalitionskrieg die Festung Philippsburg gegen die napoleonischen Truppen, bis das Regiment schließlich nach Kriegsende am 5. Mai 1801 wieder nach Salzburg stark dezimiert heimkehrte.

Ergänzt werden die Untersuchungen des SWGMs durch die Darstellungen der Entwicklungen und historischen Prozesse im Bereich der Organisation des Salzburger Militärs während aller geschichtlichen Epochen. Ausgestellt wird auch die Funktion des St. Rupert-Ritterordens, der die Basis der Salzburger Offiziere bildete. Mit dieser Ausstellung erforschte das SWGM einen bis dato kaum beachteten Teil der Salzburger Geschichte und entriss ihn damit der Vergessenheit.

Kurt A. Mitterer

 

Salzburger Wehrgeschichtliches Museum

Kaserne Schwarzenberg
Postfach 5005071 WALS     

E-Mail: museumsymbolwehrgeschichte-salzburgpunktcom

Die Ausstellung kann mittwochs und freitags nach Voranmeldung bei Prof. Mag. Erwin Niedermann, Tel.: 0043 664 7508 2717, besichtigt werden.

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