Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

27.08.2020

Hochgebirgslandekurs für Hubschraubercrews

Am 25. August verunfallte ein Bergsteiger am Dachsteinmassiv schwer. Die alarmierte Crew einer Bundesheer-„Alouette“ III aus Aigen im Ennstal musste eine schwierige Seil-Bergung bei Nacht durchführen, um das Leben des Verunglückten zu retten.

Dieser aktuelle Einsatz zeigt, wie wichtig und notwendig es ist, über gut ausgebildete Hubschraubercrews zu verfügen. Um das zu gewährleisten, müssen Hubschrauberbesatzungen gut ausgebildet sein, mit den speziellen Bedingungen im alpinen Gelände (sowohl im Sommer als auch im Winter) vertraut sein und regelmäßige Übungen absolvieren. Hier gilt: „Was nicht geübt wird, wird im Einsatz nicht beherrscht“. Um diesen Grundsatz gerecht zu werden, findet aktuell ein Hochgebirgslandekurs am Truppenübungsplatz Hochfilzen (Tirol) statt. Dabei werden alle im Bundesheer verwendeten Hubschraubertypen eingesetzt, um die Crews für alle Situationen im bestmöglich vorzubereiten. An dieser Ausbildung nehmen heuer auch zwei deutsche Crews mit Eurocoptern EC135 teil.

-MilKdo OÖ-


17.08.2020

Kinderbetreuung beim Militärkommando Oberösterreich

In den Kasernen Hörsching, Wels und Ried gibt es – trotz COVID-19 Einschränkungen – während der Sommerferien eine Kinderbetreuung für Angehörige des Bundesheeres.

Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren können dieses temporäre Angebot des Militärkommandos Oberösterreichs tage- oder wochenweise annehmen. Die Gruppengröße in Wels ist mit 19, in Ried mit 14 und in Hörsching mit 50 Kindern limitiert. Die Betreuung, inklusive Frühstück und Mittagessen, ist kostenlos. Das Ziel dieser Maßnahme ist es, die Eltern zu entlasten und den Kindern eine abwechslungsreiche und ansprechende Ferienzeit zu ermöglichen.

Gerhard Oberreiter, MilKdo OÖ


15.08.2020

Partnerschaft mit Nationalgarde

Das Österreichische Bundesheer wird in Zukunft mit der US-Nationalgarde kooperieren.

Am 14. August haben der österreichische Außenminister Alexander Schallenberg und US-Außenminister Mike Pompeo die Aufnahme Österreichs in das „State Partnership Program” der US-Nationalgarde verkündet. Die Partnerschaft soll unter anderem eine vertiefte Zusammenarbeit bei Übungen, friedenssichernden Einsätzen, der Bewältigung von Naturkatastrophen, dem Grenzschutz, der Cyber Security oder der Ausbildung von Unteroffizieren ermöglichen.

Dieses Programm der Nationalgarde wurde vor 27 Jahren gegründet und hat aktuell 82 Mitglieder. Alle 22 europäischen Mitgliedsstaaten waren früher ein Teil des ehemaligen Warschauer Paktes oder (im Fall der jugoslawischen Nachfolgestaaten) kommunistisch regiert. Die Nationalgarde ist eine von sechs Teilstreitkräften der USA. Sie ist hinsichtlich ihrer Organisation mit der Miliz des Bundesheeres vergleichbar, jedoch dem Gouverneur eines Bundesstaates unterstellt. In Friedenszeiten haben das Bundesheer und die US-Nationalgarde ähnliche Aufgaben. Das „State Partnership Program” ist nicht die erste militärische Kooperation zwischen den USA und Österreich. Beide Staaten arbeiten bereits seit Jahrzehnten eng zusammen, nehmen wechselseitig an Ausbildungen und Übungen teil oder sind gemeinsam an internationalen Einsätzen (beispielsweise im Kosovo) beteiligt.

-red-


14.08.2020

Kontaktpersonenmanagement durch Soldaten in OÖ

Seit Juli 2020 unterstützt das Bundesheer die Bezirkshauptmannschaften in Oberösterreich beim Kontaktpersonenmanagement.

Aufgrund der steigenden COVID-19-Infektionszahlen erhöhte Oberösterreich die Testkapazitäten und forderte dafür eine Unterstützung durch das ÖBH an. So sollen Infektionscluster erkannt und entsprechende Maßnahmen rasch angeordnet werden. Beim Kontaktpersonenmanagement befragen Soldaten der 4. Panzergrenadierbrigade und der Heeresunteroffiziersakademie das Umfeld von positiv auf COVID-19 getesteten Personen. Der Assistenzeinsatz ist vom Land Oberösterreich vorerst bis zum 30. September 2020 angefordert.

-red-


10.08.2020

Bundesheer-Offizier koordiniert Katastropheneinsatz in Beirut

Der Österreicher Hauptmann Gernot Hirschmugl ist seit 8. August 2020 im Auftrag der Vereinten Nationen im Einsatz in Beirut.

Der Berufsoffizier wird dort die Hilfsmaßnahmen nationaler und internationaler Hilfsorganisationen zur Bewältigung der Auswirkungen der Explosionskatastrophe vom 4. August 2020 koordinieren. Als Teil des 12-köpfigen Koordinierungsstabes der UNDAC (United Nations Disaster Assessment and Coordination) wird Hauptmann Hirschmugl dafür sorgen, dass es zu keinen Duplizierungen oder gegenseitigen Behinderungen bei den Hilfeleistungen kommt. So soll möglichst effizient und rasch geholfen werden. Sein Einsatz wird voraussichtlich drei Wochen andauern.

-red-


31.07.2020

Miliz beendet Einsatzpräsenzdienst

Am 31. Juli 2020 endete der COVID-19-Einsatzpräsenzdienst der Milizsoldaten, die Anfang Mai eingerückt waren.

Sechs Kompanien beendeten aufgrund der Grenzöffnungen ihren Dienst bereits Anfang Juni, die restlichen 800 Soldaten Ende Juli. Die Milizsoldaten wurden durch Berufssoldaten und Grundwehrdiener abgelöst. Ab August befinden sich weiterhin knapp 400 Soldaten im Corona-Einsatz. 80 davon sind Milizsoldaten, die ihren Einsatz freiwillig verlängert haben. In Summe leisteten die Milizsoldaten während dieses Einsatzes 1.325.000 Personenstunden und fuhren mit 300 Heeresfahrzeugen rund 1,5 Millionen Kilometer.

-red-


22.07.2020

Flugnotfallübung in Hörsching

Am 21. Juli 2020 führte das Kommando Luftunterstützung eine Flugnotfallübung am Fliegerhorst Vogler in Hörsching durch.

Übungsannahme war ein Triebwerksbrand einer C-130 Hercules beim Anflug auf den Flughafen. In Zusammenarbeit mit den zivilen Einsatzkräften wurde das Notfallverfahren, der Einsatz der Rettungskette und die Evakuierung der Besatzung geübt. Der simulierte Notfall war die Abschlussübung der Rekruten der Luftfahrzeugrettung und ABC-Abwehr des Einrückungstermines Juni.

-red-


21.07.2020

ÖBH unterstützt Contact-Tracing

Das Bundesheer wird künftig in der Steiermark mit zwölf speziell geschulten Soldaten beim Contact-Tracing eingesetzt.

Wie der ORF berichtet, soll der neue Assistenzeinsatz vorerst bis Jahresende dauern und die Behörden entlasten. Die Soldaten werden in einem Callcenter arbeiten und dort das Nachverfolgen sowie das aktive Ermitteln von Kontaktpersonen übernehmen.

-red-

Zum ORF-Artikel


06.07.2020

Keine Nachfolge für Saab 105

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner gab bekannt, dass es vorerst keine Nachfolge für die Saab-105-Düsentrainer geben wird und die Eurofighter im Dienst bleiben.

Wie der ORF berichtet, ist weder ein Ersatz für die fast 50-jährigen Saab-105-Trainingsjets, die auch für die Luftraumüberwachung eingesetzt wurden, noch eine Aufrüstung der Eurofighter geplant. Stattdessen werde eine „Klärung des Rechtsstreits zum Ausstieg auf dem Eurofighter-Vertrag“ abgewartet, um dann einen „breiten Diskussionsprozess auf parlamentarischer Ebene [zu] starten“. Aktuell sind noch zwölf der ursprünglich 40 schwedischen Jets sowie 15 Eurofighter im Dienst. Die Saab 105 werden 2021 altersbedingt aus dem Betrieb ausscheiden.

-red-

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18.06.2020

ÖBH beendet gesundheitspolizeilichen Assistenzeinsatz

Das Militärkommando Oberösterreich beendete den gesundheitspolizeilichen Assistenzeinsatz am 17. Juni 2020.

In den vergangenen Monaten war das Militärkommando Oberösterreich für die COVID-19 Assistenzeinsätze im eigenen Bundesland verantwortlich. Einheiten aus dem eigenen und anderen Bundesländern sowie eine Milizkompanie waren eingesetzt, um die Bevölkerung vor den Auswirkungen des Corona-Virus zu schützen. Dieser Auftrag ist nun ausgelaufen. Aus diesem Anlass übergab Militärkommandant, Brigadier Dieter Muhr, an Landeshauptmann Thomas Stelzer das Modell eines geöffneten Schlagbaumes mit Fieberthermometer als Symbol der erneut offenen Grenzen.

Die Soldatinnen und Soldaten haben in den vergangenen dreieinhalb Monaten 370.000 Stunden an den Grenzübergängen verbracht und dabei etwa 362.000 Distanztemperaturmessungen durchgeführt. Zum Höchststand des Einsatzes waren etwa 600 Soldaten an den Grenzübergängen zu Deutschland und Tschechien eingesetzt.

-red-