Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

09.10.2020

Bildungskooperation mit KZ-Gedenkstätte Mauthausen

Am 8. Oktober 2020 unterzeichneten die Verteidigungsministerin Mag. Klaudia Tanner und die Direktorin des Mauthausen Memorials, DDr. Barbara Glück, eine Absichtserklärung über eine Zusammenarbeit des ÖBH und der KZ-Gedenkstätte Mauthausen.

Die langfristige Kooperation soll durch eine „Staats- und wehrpolitische Bildung“ in der Offiziers- und Unteroffiziersausbildung einen Beitrag zur Strategie gegen Antisemitismus und Rassismus leisten. Neben der Kooperation der Bildungseinrichtungen des Bundesheeres mit dem Mauthausen Memorial soll eine gemeinsame Erarbeitung von Inhalten zum Thema „Totalitarismus, Rassismus und Antisemitismus“ am Beispiel des KZ-Systems Mauthausen erfolgen. Außerdem sind Gedenkstättenbesuche durch Soldaten geplant. Das ÖBH – besonders das Militärkommando Oberösterreich – unterstützt die Gedenkstätte Mauthausen bereits bei der Gedenk- und Befreiungsfeier sowie bei Abholzungsarbeiten im Bereich des ehemaligen Steinbruchs.

-red-


05.10.2020

77 Offiziere zur Truppe ausgemustert

Am 2. und 3. Oktober 2020 musterten 53 Berufs- und 24 Milizoffiziere, darunter fünf Frauen, an der Theresianischen Militärakademie aus.

Der Festakt fand im Beisein von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und dem Generalstabschef Robert Brieger statt. Es wurden die Sponsion des Jahrganges „Hauptmann Neusser“ zum „Bachelor of Arts in Military Leadership“ sowie die Beförderung zum Leutnant gefeiert.

Aufgrund der Corona-Pandemie fand der Festakt in stark eingeschränkter Form statt. Für die Veranstaltung wurde ein spezielles Sicherheits- und Hygienekonzept erstellt: Besucher und Ehrengäste durften nur mit Einladung und nach einer Zutrittskontrolle teilnehmen und es gab zugewiesene Sitzplätze mit entsprechendem Abstand. Außerdem waren Experten des ABC-Abwehrzentrums und zusätzliches Sicherheitspersonal vor Ort.

-red-


30.09.2020

Neue Großraumbusse für das ÖBH

Am 29. September 2020 übergab Verteidigungsministerin Klaudia Tanner in der Maria-Theresein-Kaserne sechs Reisebusse an das Kommando Streitkräftebasis.

Die neuen Busse des Herstellers MAN werden künftig für den Transport der Soldaten in Österreich sowie bei Personalrotationen ins Ausland eingesetzt. Der Kaufpreis für die Anschaffung betrug knapp 2 Millionen Euro (332.000 Euro pro Fahrzeug). Zusätzlich wurden für das Jahr 2021 sechs weitere kleinere Busse in Auftrag gegeben. Diese sollen für Fahrten der Truppe zu Verlegungen und Angelobungen sowie für Repräsentationsaufgaben der Garde und sonstige Vorhaben im In- und Ausland eingesetzt werden.

-red-


29.09.2020

Military English 1B

Am 25. September 2020 wurde bei der Veranstaltung „Tag der Sprachen“ in der Landesverteidigungsakademie das neue Lehrbuch für die militärische Englischausbildung im Bundesheer vorgestellt.

Laut den Autoren, Oberst Herwig Preining und Vizeleutnant Rudolf Handler, soll das Lehrbuch dabei helfen, die spezifischen Bedürfnisse von Kursteilnehmern der militärischen Englischausbildung (Military English Training) zu erfüllen. Das Buch trägt den Titel „Military English 1B“, hat 89 Seiten, die sich auf acht Kapitel unterteilen und kann zur Gänze als PDF auf der Homepage des SIB im Intranet des BMLV abgerufen werden. Mit dem Werk soll die Materialbeschaffung für Kursteilnehmer künftig deutlich erleichtert werden. Für die Zukunft planen die beiden Autoren unter anderem die Publikation von Lehrbüchern für die Level 2A und 2B, aber auch eine App und ein interaktives Student’s book sind angedacht.

-red-


23.09.2020

Ein Dilemma und viele Perspektiven

Das Zentrum für Menschenorientierte Führung und Wehrpolitik veranstaltete vom 16. bis 18. September 2020 eine Diskussionsveranstaltung zum Thema „Werte und Normen – Dilemma-Bearbeitung“.

Bei der Veranstaltung wurde der Film „Terror – Ihr Urteil“ von Lars Kraume vorgeführt und anschließend diskutiert. Die Zuschauer schlüpfen bei diesem Film in die Rolle der Schöffen/Geschworenen und sollen ein Urteil über den Protagonisten fällen. Dieser hat als Pilot der Bundeswehr eine von Terroristen entführte zivile Passagiermaschine abgeschossen, bevor diese in einem mit 70.000 Besuchen besetzten Stadion zum Absturz gebracht werden konnte. Ziel der Veranstaltung war es, dieses Dilemma aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und dadurch Kernfragen aus der Sicht der jeweiligen Fachrichtungen mit Relevanz für die Ausbildung von Traineranwärtern zu erarbeiten.

Für die Veranstaltung konnten verschiedene Experten aus den Bereichen Recht & Weisung, Psychologie & Gesellschaft, Ethik & Theologie, Militär sowie Ausbildung & Führungsverhalten gewonnen werden. Diese diskutierten auf Basis ihrer jeweiligen Expertisen ihre Ansichten zum Thema und arbeiteten Fragen dazu aus. Zudem wurde analysiert, inwiefern dieses oder ähnliche Dilemmata in die Praxis von Auswahlverfahren, in die Ausbildung oder die Einsatzvorbereitung eingebunden werden könnten. Dabei zeigte sich besonders die Bedeutung der Selbstreflexion als Weg zur Erkenntnis über eigene Werte und die Recht-, Zweck- und Verhältnismäßigkeit der eigenen Handlungen. Als Fazit zeigte sich, dass komplexe Herausforderungen gesamtheitliche, interdisziplinäre Lösungsansätze brauchen.

Oberst Bernhard Schulyok


23.09.2020

Bundesheer überwacht erneut Botschaften

Ab dem 23. September 2020 übernimmt das Österreichische Bundesheer wieder die Überwachung von Botschaften und internationalen Instituten in Wien.

Die Landespolizeidirektion hat diesen sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz angefordert, um die Exekutivkräfte für den aktuellen COVID-19-Einsatz zu entlasten. Zunächst sollen 17 Objekte durch die Militärpolizei gesichert werden, bei Bedarf kann die Überwachung auf bis zu 20 Objekte erweitert werden. Der Assistenzeinsatz ist bis Ende des Jahres vorgesehen. Die Soldaten sind bei diesem Einsatz mit Pfefferspray und Dienstpistolen sowie einer Stichschutzweste ausgestattet. Sie haben dieselben Rechte und Pflichten wie die Beamten der Exekutive. Das Bundesheer wurde zuletzt im Frühjahr 2020 zu einem derartigen Einsatz herangezogen.

-red-


18.09.2020

Gedenktafelenthüllung in der Birago-Kaserne

Am 17. September 2020 fand eine große Gedenkveranstaltung auf dem Gelände der Birago-Kaserne statt, bei der eine Gedenktafel enthüllt wurde.

In der Kaserne befand sich zwischen April 1944 und April 1945 das größte Außenlager des KZ-Mauthausen. Etwa 14.400 Gefangene wurden in so genannten „Blöcken“ interniert und in einer nahegelegenen Stollenanlage zur Zwangsarbeit verpflichtet. Der Verein „MERKwürdig – Zeithistorisches Zentrum Melk“ organisierte die Gedenkveranstaltung gemeinsam mit dem Militärkommando Niederösterreich und dem Pionierbataillon 3. Bei der Veranstaltung wurden unter anderem Erinnerungstexte ehemaliger Melker KZ-Häftlinge verlesen und eine Gedenktafel enthüllt. Besondere Ehrengäste waren Ada und Nada Starc aus Slowenien – Tochter und Enkelin des in Melk ermordeten Joze Starc.

-red-


14.09.2020

Start der Aktion „Achtung Kriegsrelikte“

Am 13. September 2020 startete die Aktion „Achtung Kriegsrelikte“ in Österreich.

Die Aktion soll die Bevölkerung im Umgang mit Kriegsrelikten sensibilisieren. Österreichweit sollen 6.285 Plakate in 2.095 Gemeinden ausgehängt werden. Anlass dafür ist die Tatsache, dass in Österreich jährlich über 1.100 gefährliche Kriegsrelikte bei Freizeitaktivitäten oder bei Bauarbeiten gefunden werden. Allein im Jahr 2019 wurden über 26.000 kg Kriegsrelikte aufgefunden. Die Plakate sollen darauf aufmerksam machen und informieren, was im Fall eines Fundes zu tun ist. Die Fundstücke dürfen nicht berührt, bewegt oder aufgehoben werden, die nächste Polizeidienststelle muss sofort persönlich oder per Anruf unter 133 informiert werden.

-red-


09.09.2020

Drohnen-Forschungsprojekt startet in Österreich

Das EU-Forschungsprojekt CURSOR zur Optimierung von Rettungsoperationen durch Drohnen startete im August in Österreich.

Insgesamt nehmen 15 europäische und eine japanische Partner daran teil. Ziel ist es, durch den Einsatz neuer Technologien wie Miniaturroboter, Drohnen und Sensoren Rettungs- und Suchoperationen schneller und effizienter durchführen zu können. Die Feldtests für das Projekt werden auf dem Schießplatz des Österreichischen Bundesheeres in Felixdorf durchgeführt. Dabei werden Dummies aus Kunststoff, deren „Atmung“ elektrisch simuliert wird, in eine Betonröhre gelegt und verschüttet. Diese sollen durch die Drohnen aufgespürt werden. Das Forschungsprojekt CURSOR läuft bereits seit September 2019 und soll Ende August 2022 abgeschlossen werden. Finanziell wird das Projekt von der Europäische Kommission mit knapp 7 Mio. Euro unterstützt.

-red-


03.09.2020

Digitaler Kompetenztest für Grundwehrdiener

Bei der Stellung wird ab dem 1. September 2020 ein digitaler Kompetenztest für Rekruten angeboten.

Dieses freiwillige Testangebot soll die digitale Kompetenz prüfen und beruht auf einer Kooperation zwischen dem Verteidigungs- und dem Wirtschaftsministerium. Auf Basis der Ergebnisse wird ein individuelles Ausbildungs- und Trainingsangebot für die persönliche Weiterentwicklung der digitalen Kompetenzen erstellt. Laut Generalmajor Erwin Hameseder ist die digitale Kompetenz, neben Rechnen, Lesen und Schreiben, heute als vierte Grundfertigkeit zu sehen. Das Projekt könnte in Zukunft auch auf Miliz- und Kadersoldaten ausgeweitet werden.

-red-