Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

04.10.2018

Neue Heeresgliederung in Tirol

Das Militärkommando Tirol wird durch eine eigenständige Pionier- und Sicherungskompanie verstärkt. Außerdem wurde das „Kommando Gebirgskampf“ in die „6. Gebirgsbrigade“ umgegliedert.

Zwei Kompanien in der Garnison Landeck wurden in eine Pionier- und Sicherungskompanie und in eine Kaderpräsenzkompanie des Jägerbataillons 23 umgegliedert. Die Pionier- und Sicherungskompanie kann bei Sicherungseinsätzen und bei der Katastrophenhilfe aus Landeck sofort eingesetzt werden. Sie ist direkt dem Militärkommando Tirol unterstellt.

Das Jägerbataillon 6 des Militärkommandos Tirol wurde in das Stabsbataillon 6 umgewandelt und der 6. Gebirgsbrigade (vormals Kommando Gebirgskampf) unterstellt. Der neu installierten 6. Gebirgsbrigade in Absam wird außerdem das Jägerbataillon 24 mit den Garnisonen in Lienz und St. Johann/Tirol, das Jägerbataillon 23 in Landeck und Bludesch sowie das Jägerbataillon 26 in Spital an der Drau, aber auch das Pionierbataillon 2 in Salzburg zugeordnet sein.

-red-


03.10.2018

Bundesheer bei internationaler Übung in Dänemark

Im September 2018 nahmen 60 Soldaten sowie eine C-130 „Hercules“-Transportmaschine des Österreichischen Bundesheeres an der internationalen Übung „NIGHT HAWK 2018“ im dänischen Aalborg teil.

Spezialeinsatzkräfte aus elf Ländern übten im internationalen Verbund das Aufklären und Bekämpfen asymmetrischer Kräfte. Unterstützt wurden die Bodentruppen durch Transportflugzeuge und Hubschrauber der beteiligten Nationen. Insgesamt waren rund 1.800 Soldaten und 33 Luftfahrzeuge an der dreiwöchigen Übung beteiligt.

Übungsannahme: Eine Halbinsel von einem benachbarten Staat war teilweise besetzt. Diverse separatistische Gruppierungen versuchten landesweit ihre Interessen durchzusetzen. Die Bevölkerung wurde durch terroristische Anschläge bedroht. Die asymmetrischen Kräfte planten auch den Rest des Landes zu besetzen.

Das Übungsziel der multinationalen Spezialeinsatzkräfte war das Sichern dieser Halbinsel. Die terroristischen Gruppierungen mussten aufgeklärt und bekämpft werden. Nach dieser ersten Intensiv-Phase war der Einsatzraum soweit gesichert, dass weitere Teile der beteiligten Armeen einfließen und die Lage auf der Halbinsel stabilisieren konnten.

Übungsgebiet war fast das gesamte Festland Dänemarks. Viele ausgewiesene Tiefflugstrecken, simulierte Bedrohung durch Luft-Boden-Lenkwaffen und die Errichtung mehrerer taktischer Landezonen boten auch den österreichischen Soldaten optimale Bedingungen, um taktische Verfahren im Verbund mit anderen Nationen zu üben und zu optimieren.

-red-


01.10.2018

Symposium zum Ersten Weltkrieg

Am 4. Oktober 2018 findet an der Donau-Universität Krems ein Symposium zum Thema Erster Weltkrieg und das gemeinsame Erbe Niederösterreichs und Sloweniens statt.

Das Symposium mit dem Titel „Erinnerungslandschaften“ behandelt unter anderem Aspekte der Vertreibung, der Kriegsgefangenschaft und der Prägung des Landschaftsbildes in Slowenien durch den Ersten Weltkrieg. Verschiedene Experten werden zu diesen Themen und dem vielfältigen gemeinsamen niederösterreichischen und slowenischen Erbe des Ersten Weltkrieges referieren. Auch eine Exkursion zu dem ehemaligen Kriegsgefangenenlager Sigmundsherberg in Niederösterreich steht auf dem Programm.

-red-

Weiterführende Informationen:

Information und Anmeldung


27.09.2018

Neue Kommandanten beim Österreichischen Bundesheer

Das Kommando Luftunterstützung und das Heeressportzentrum erhielten im September 2018 neue Kommandanten.

Neuer Kommandant des Kommandos Luftunterstützung wird Oberst Mag. Wolfgang Wagner. Bei einem Festakt am 25. September 2018 am Fliegerhorst Vogler in Hörsching (OÖ) übergab Brigadier Andreas Putz seinem Nachfolger die Führung. Wagner betonte in seiner Ansprache, dass die größte Herausforderung in den nächsten Jahren beim Personal liegt, da viele Männer und Frauen das Bundesheer pensionsbedingt verlassen werden. „Dieses Personal quantitativ und qualitativ zu ersetzten wird sehr schwierig. Wir müssen daher für alle Bereiche Personal werben und Lust auf unseren Beruf machen“, so Wagner in seiner Ansprache.

Das Heeresportzentrum übernimmt ab 1. Oktober 2018 Oberst Christian Krammer, der schon seit 2017 mit der Führung betraut ist. Nun übergab ihm Verteidigungsminister Mario Kunasek offiziell das Kommando: „Mit Oberst Krammer haben wir uns für einen erfahrenen und kompetenten Bewerber entschieden. Ich bin mir sicher, dass er diese Aufgabe sehr gut meistern wird“, so Kunasek.

-red-


26.09.2018

Sprachinstitut des Bundesheeres feiert Europäischen Tag der Sprachen

200 Sprachen werden in Europa gesprochen. Diese sprachliche und kulturelle Vielfalt wurde am Europäischen Tag der Sprachen 2018 durch das Sprachinstitut des Bundesheeres an der Landesverteidigungsakademie mit einem Festakt gewürdigt.

Der Europäische Tag der Sprachen wird jährlich am 26. September zelebriert. Zu den anwesenden Gästen zählten unter anderem der Leiter des Sprachinstituts des Bundesheeres, Oberst Bruno Nestler, der Leiter des Abwehramtes, Generalmajor Rudolf Striedinger, sowie zahlreiche ausländische Militärs wie etwa die Militärattachés der Ukraine und Italiens. Ein Teil des Festaktes war eine Buchvorstellung über das Themenfeld Militärdolmetschen. Außerdem wurde in Vorträgen das Sprachinstitut des Bundesheeres (SIB), seine Aufgaben und Leistungen sowie Zukunftspläne für die Fremdsprachen-Ausbildung von Soldaten näher erläutert. Abgeschlossen wurde die Festveranstaltung durch die Verleihung der Danksagungsurkunden an Sprachtrainer des Bundesheeres. Das SIB erhielt in der Vergangenheit bereits zahlreiche Auszeichnungen, wie etwa 2015 den „Kulturpreis Deutsche Sprache“.

Der Europäische Tag der Sprachen geht auf eine Initiative des Europarates zurück und verfolgt das Ziel zur Wertschätzung aller Sprachen und Kulturen beizutragen. Den Menschen sollen die Vorteile von Sprachkenntnissen und dem lebenslangen Lernen bewusstgemacht werden. Österreichs Vorsitz im Rat der Europäischen Union im zweiten Halbjahr 2018 machte deutlich, wie wichtig gute Fremdsprachenkenntnisse im Umgang mit europäischen Partnern und Gästen sind. Die EU hat 24 Amtssprachen. Trotz des „Brexit“ wird Englisch die dominante Sprache der europäischen Militärs bleiben, waren sich die Festredner an der Landesverteidigungsakademie einig.

-tn-


21.09.2018

Heeresunteroffiziersakademie feiert 60-jähriges Jubiläum

Am 19. September 2018 feierte die Heeresunteroffiziersakademie in Enns ihr 60-jähriges Jubiläum.

Auch die 35-jährige Partnerschaft mit der Stadt Enns wurde zelebriert. Bei dem Festakt wohnten dem Akademiekommandanten, Brigadier Nikolaus Egger, zahlreiche Gratulanten und Ehrengäste bei, unter anderem der Generalstabschef des Bundesheeres, General Mag. Robert Brieger, der Bürgermeister von Enns, Franz Stefan Karlinger, und der Abgeordnete zum Nationalrat, Mag. Michael Hammer. 

Seit 1958 hat die ehemalige Heeresunteroffiziersschule den Hauptauftrag die Truppenunteroffizierskurse sowie ab 1985 zusätzlich die Stabsunteroffizierskurse für alle Unteroffiziere des Österreichischen Bundesheeres durchzuführen. 1995 wurde sie aufgewertet zur Heeresunteroffiziersakademie (HUAk). Seit Jänner 1959 durchliefen in Enns rund 80.000 Soldaten die Unteroffiziersausbildung.

Unteroffiziere bilden - gestern wie heute - eine wesentliche Stütze für Österreichs Streitkräfte und werden deshalb nicht zu Unrecht als deren Rückgrat bezeichnet. Österreichische Unteroffiziere nehmen traditionell eine Vermittlerrolle zwischen Offizieren und Mannschaften ein. Die heutige Heeresunteroffiziersakademie definiert sich als Kompetenzzentrum für die allgemeine nationale wie auch internationale Ausbildung sowie Fort- und Weiterbildung von Unteroffizieren des Berufs- und Milizstandes. Dies gilt seit 1998 für Männer und Frauen gleichermaßen.

-red-

Weiterführende Informationen:

Heimat der Unteroffiziere (Artikel)

Heimstätte und Kaderschmiede (Kommentar)


20.09.2018

Ausstellung „Leben hinter Stacheldraht“

In Purgstall an der Erlauf findet im Feuerwehrmuseum bis Ende Oktober 2018 die Sonderausstellung „Leben hinter Stacheldraht“ statt.

Sie klärt über die modernsten Kriegsgefangenenlager der k. u. k. Monarchie auf. Diese befanden sich während des Ersten Weltkrieges in Wieselburg und Purgstall. Zwischen 1915 und 1918 wurden über 80.000 russische und italienische Kriegsgefangene in diesen Lagern festgehalten. In der Sonderausstellung „Leben hinter Stacheldraht“ erfährt man über den Lageralltag und welche Schicksale sich damals dort ereigneten. Die Besucher können auch kunstvoll gefertigte Bastelarbeiten von Kriegsgefangenen betrachten.

Die Ausstellung wurde im Frühjahr 2018 eröffnet. Bis Ende Oktober kann sie jedes Wochenende besichtigt werden. Die genauen Termine entnehmen Sie dem unten stehenden Link.

-red-

Weiterführende Informationen:

Veranstaltung und Öffnungszeiten


18.09.2018

Panzergefecht: Bundesheer übt in Deutschland

Von 17. September bis zum 14. Oktober 2018 nehmen 80 österreichische Soldaten mit 18 Panzern an einer Informationslehrübung der Deutschen Bundeswehr teil.

Dabei trainieren insgesamt 2.300 Soldaten vor Zusehern das moderne Panzergefecht. Bereits am 12. September erfolgte die Verladung der Fahrzeuge auf die Eisenbahn. Die Masse des österreichischen Kontingents stammt vom Panzerbataillon 14 aus Wels.

Großangelegte Übung in Niedersachsen

Die Informationslehrübung (Einsatzart „Verzögerung“) im niedersächsischen Bergen, bei der auch scharf geschossen wird, vermittelt dem Kadernachwuchs einen realistischen Einblick ins Gefechtsfeld. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundeswehr und die weiträumige Verlegung sollen neue Erkenntnisse und Erfahrungen gewonnen werden.

Das Panzerbataillon 14 stellt zwei Panzerzüge „Leopard“ 2 A4 für die Übung bereit, diese werden ergänzt durch einen Panzergrenadierzug mit 24 Schützenpanzer „Ulan“ vom Panzergrenadierbataillon 35 aus Großmittel. Mit logistischer Unterstützung wartet das Panzerstabsbataillon 4 aus Hörsching und Wels auf. Persönliche Ausrüstung, Ersatzteile und Munition transportierte man in 30 Seecontainern nach Deutschland.

Grund für die Teilnahme der Österreicher war unter anderem das gute Abschneiden der Welser Panzersoldaten bei der „Panzerweltmeisterschaft“ (Strong Europe Tank Challenge). 2017 konnte der Titel und 2018 der dritte Platz geholt werden.

-red-


17.09.2018

Pioniere stellen Infrastruktur in der Steiermark wieder her

Ab Montag, dem 17. September 2018, unterstützen Pionierkräfte des Militärkommandos Steiermark die zivilen Einsatzkräfte bei der Wiederherstellung von Infrastruktur in Gasen.

50 Soldaten des Bundesheeres legen bei diesem Katastropheneinsatz Bachläufe frei, stützen einen Hang ab und bauen eine Behelfsbrücke aus Stahl („Bailey-Brücke“). Die „Bailey-Brücke“, benannt nach dem britischen Armeeangestellten Donald Coleman Bailey, ist eine transportable, aus vormontierten Fachwerkträgern zusammensetzbare Not- oder Behelfsbrücke. Die Konstruktion entspricht dem eines Baukastensystems, alle Einzelbauteile werden durch Bolzen verbunden. Die Brückenteile wurden für die Katastrophenvorsorge vom Land Steiermark in großer Anzahl beschafft und stehen dem Bundesheer bei Bedarf zur Verfügung.

-red-


15.09.2018

Zeitzeugin des Warschauer Aufstands

Eine Zeitzeugin, Anna Lehr-Splawinski, überlebte den Warschauer Aufstand 1944 und berichtete Schülern in einem Zeitzeugengespräch im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien von ihren Erlebnissen.

Am 1. August 1944, nach Jahren der deutschen Besatzung, griffen die Bewohner der polnischen Hauptstadt zu den Waffen, der Warschauer Aufstand 1944 brach los. Anna Lehr-Splawinski hat als Meldegängerin und Angehörige der polnischen Heimatarmee beim Warschauer Aufstand mitgekämpft. Gegen Kriegsende wurde sie auch in ein Konzentrationslager verschleppt, überlebt dieses jedoch.

Zum Abschluss der Sonderausstellung zum Warschauer Aufstand 1944 berichtete die 92-jährige Lehr-Splawinski den anwesenden Schülern des Sacre Coer in Pressbaum von ihren Erlebnissen 1944. Die Schüler besichtigten zuvor sowohl die Sonderausstellung, als auch die Dauerausstellung zum Zweiten Weltkrieg im Heeresgeschichtliche Museum.

-red-