Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

05.07.2018

Milizsoldaten zeigten ihren Kindern den Soldatenalltag

Die Straßer Milizsoldaten haben einen Familienerlebnistag organisiert, um ihren Kindern den Alltag eines Soldaten beim Bundesheer zu zeigen.

„Warum hast du eine Uniform an?“ Diese Frage stellen die Kinder von Milizsoldaten häufig ihren Vätern und Müttern, wenn diese zu einer Übung einrücken. Harald Wonisch, Milizbeauftragter des Jägerbataillons 17, betreut etwa 700 Milizsoldaten und veranstaltete heuer erstmals einen Familienerlebnistag für seine Milizkameraden und deren Kinder am Straßer Garnisonsübungsplatz. „Es ist mir wichtig, dass auch die Familien und speziell die Kinder unserer Milizsoldaten wissen, was Papa und Mama beim Bundesheer leisten“, so Wonisch.

Nach einer Standeskontrolle, dem Errichten eines Feldlagers und dem Beziehen der Gruppenzelte folgte ein gemeinsamer Orientierungsmarsch, das Überqueren eines Gewässers und eine Wettfahrt mit dem Boot über einen Teich. Das Essen wurde selbst zubereitet: Brotbacken im selbstgebauten Ofen und Würstelgrillen rundeten den ereignisreichen Tag ab. Bis zum Zapfenstreich erzählten die Väter ihren Kindern am Lagerfeuer noch die eine oder andere Anekdote aus dem Soldatenleben.

-red-


03.07.2018

Girls‘ Camp 2018 beim Bundesheer

Zwischen 29. Juni und 1. Juli 2018 hatten junge Frauen die Möglichkeit den Soldatinnen-Alltag beim Bundesheer kennenzulernen.

84 Interessentinnen blickten in Ried im Inkreis, Allentsteig und Villach hinter die Kulissen und erlebten den Alltag einer Soldatin beim ÖBH. Für ein Wochenende schlüpften sie in die Rolle einer Soldatin und sammelten Eindrücke beim Exerzierdienst, erhielten eine Einweisung in die Selbstverteidigung und militärische Körperausbildung, lernten mit Waffe und Gepäck zu marschieren, wie man sich tarnt und in freier Natur überlebt.

Das Konzept des Girls´ Camps wurde von Soldatinnen für Interessentinnen am Soldateninnenberuf entwickelt. Erfahrene Soldatinnen und Soldaten informieren Frauen im Alter zwischen 17 und 30 unter anderem darüber, wie man sich auf die Ausbildung zur Soldatin vorbereiten kann, wie man richtig trainiert und über die Karrierechancen bei den unterschiedlichen Waffengattungen des Bundesheeres.

Derzeit leisten über 600 uniformierte Frauen inklusive Heeressportlerinnen ihren Dienst beim Bundesheer. Zwei weitere Girls‘ Camps werden im Sommer an sechs verschiedenen Standorten in ganz Österreich durchgeführt.

-red-

Weiterführende Informationen:

Termine und Infos zu den Girls’ Camps


27.06.2018

Grenzschutzübung „Pro Borders“ in Spielfeld

Das Bundesheer und die Polizei haben am Dienstag, den 26. Juni 2018, gemeinsam eine Grenzschutzübung in Spielfeld/Steiermark durchgeführt.

Ziel der Übung war die Überprüfung der Leistungsfähigkeit der Grenzkontrollsysteme im Bereich des Grenzmanagements. Außerdem sollten gemeinsame Maßnahmen, die bei einem Assistenzeinsatz für eine verstärkte Grenzsicherung erforderlich wären, getestet werden.

500 Polizisten und 220 Soldaten nahmen an der Übung teil. Vom Bundesheer wurden zwei Mannschaftstransportpanzer „Pandur“ mit Sperrgitter, ein geschütztes Mehrzweckfahrzeug „Husar“, zwei S-70 „Black Hawk“, zwei „Agusta Bell 212“ Transporthubschrauber sowie ein Verbindungshubschrauber „Allouette III“ eingesetzt.

-red-

Weiterführende Informationen:

Spielfeld: Grenzschutzübung als Botschaft (Artikel)

Österreich übt den Grenzschutz (Artikel)


26.06.2018

Österreichische Militärmusiken in Salzburg

Die Salzburgarena war am 21. und 22. Juni 2018 Schauplatz von Konzerten unterschiedlicher Militärmusiken.

Die Militärmusiken Salzburg, Niederösterreich, Oberösterreich, Tirol, Vorarlberg, Kärnten, Burgenland und die Gardemusik präsentieren bei freiem Eintritt dem Publikum ihr Können. Begonnen wurde an beiden Tagen um 19:00 Uhr mit einer Fanfare aller acht teilnehmenden Militärmusiken. Anschließend erfolgten Showvorführungen der Militärmusik Salzburg, der Militärmusik Vorarlberg und der Gardemusik.

Nach der Pause spielten am Donnerstag alle Militärmusikkapellen in einem Großkonzert. Den Abschluss bildete schließlich der "Große Österreichische Zapfenstreich" des Österreichischen Bundesheeres - dirigiert vom Militärmusikchef und umrahmt vom Einzug des Ehrenbataillons der Garde sowie von Fackelträgern der Salzburger Pioniere.

Die Österreichische Militärmusik ist wichtiger Bestandteil der Traditionspflege im Österreichischen Bundesheer und wesentlich für den Nachwuchs der zivilen Musikkapellen.

-red-


21.06.2018

Bundesheer verlängert Botschaftsschutz

Der Assistenzeinsatz für den Schutz ausländischer Botschaften wird für das zweite Halbjahr 2018 verlängert. Somit nimmt das Bundesheer während des österreichischen EU-Vorsitzes diese Bewachungsaufgabe weiter wahr.

Aktuell werden neun diplomatische Einrichtungen (Botschaften und internationale Einrichtungen) in Wien als Assistenzleistung für die Polizei von etwa 100 Soldaten bewacht. Dieser Einsatz, der im August 2016 begann, war im März 2018 aufgrund einer Messerattacke vor der iranischen Botschaft in die Schlagzeilen geraten und wurde daraufhin einer Evaluierung unterzogen.

-red-

Interview mit Oberst Sacken vom Militärkommando Wien 


20.06.2018

Schlankere Verwaltung und Stärkung der Truppe

Verteidigungsminister Mario Kunasek hat dem Ministerrat die Reorganisation des Österreichischen Bundesheeres zum Beschluss vorgelegt. Diese sieht vor, die Kommanden der oberen operativen Führung auf zwei - Streitkräfte und Streitkräftebasis - zu reduzieren.

Dem Kommando Streitkräfte sollen die neun Militärkommanden, die 3. Brigade (Kommando Schnelle Einsätze), 4. Panzergrenadierbrigade, die 6. und 7. Jägerbrigade sowie die Brigaden für Luftunterstützung und Luftraumüberwachung, mit den bisherigen Standorten, unterstellt werden. Die Kernaufgabe der Streitkräfte sind die Führung, Planung und Vorbereitung von Einsätzen.

Zur Streitkräftebasis gehören künftig die Bereiche Logistik mit der Heereslogistikschule, den Heereslogistikzentren, Heeresmunitionsanstalten, die Heeresbekleidungsanstalt, das Militärhundezentrum, der Sanitätsbereich mit den Sanitätszentren und Feldambulanzen, aber auch der Bereich Führungsunterstützung & Cyberverteidigung mit der Führungsunterstützungsschule sowie das Heeressportzentrum und der Entminungsdienst. Die Streitkräftebasis hat die Aufgabe, die Streitkräfte bei ihren Aufgaben zu unterstützen und die Cyberverteidigung sicherzustellen.

Die Aufgaben der Militärkommanden sollen unverändert bleiben, weshalb diese bei Bedarf auch weiterhin auf Truppenverbände im jeweiligen Bundesland zugreifen können. Ebenso bleibt die Zuordnung der selbstständig strukturierten Miliz bei den Militärkommanden. Den Kern der Milizkräfte bilden weiterhin zehn Milizbataillone und deren Anbindung an einen präsenten Verband der Streitkräfte bleibt bestehen.

Auf Grundlage des Ministerratsbeschlusses erhält der Generalstab den Auftrag für Detailplanungen, die inklusive adaptierter Organisationspläne bis zum Jahresende abgeschlossen sein sollen. Im Jahr 2019 soll die Zentralstelle evaluiert und den neuen Anforderungen angepasst werden. Das Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Truppe zu stärken und die Verwaltung zu verschlanken.

-red-


11.06.2018

EU-MODEX 2018 - Üben für den europäischen Ernstfall

Von 24. bis 27. Mai 2018 waren Eisenerz und der Erzberg in der Steiermark Schauplatz der größten Erdbeben- und Höhlenrettungseinsatzübung in Europa. Bei der EU-MODEX 2018 trainierten europäische Rettungsteams mit über 230 Personen.

Das Referat Katastrophenschutz beim Land Steiermark organisierte hauptverantwortlich die Katastrophenübung.

Die Ziele der EU-MODEX waren die Vorbereitung auf gemeinsame Einsätze innerhalb des EU-Mechanismus, Üben des Einsatzverfahrens und der Arbeitsweise in gemeinsamen Operationen, um Hilfe besser koordinieren zu können. Das alles fand unter den Augen internationaler Beobachter und Delegationen aus der Schweiz und dem Iran statt.

Ausgangslage war ein fiktives Szenario in „Modulistan“, wo ein Erdbeben mit der Stärke 7,2 nach Richter die Region Eisenerz erschüttert. Ein Drittel der Gebäude ist zerstört und mehrere Menschen sind verschüttet. Die lokalen Behörden sind überfordert und rufen die Europäische Union um Hilfe. Dann wird alles eingespielt, was im Realfall auch passieren kann wie ein Diplomatenbesuch, eine Demonstration der lokalen Bevölkerung, Sitzstreiks vor dem Koordinationsbüro von Angehörigen vermisster Personen, Ignorieren von Fragen der Ersthelfer und, last but not least, die Gefährdung der Rettungsmission durch kriminelle Elemente.

Die Rettungsteams setzten bei ihrer 48 Stunden dauernden Suche Hunde, Horchgeräte, Kameras, Drohnen und anderes Spezialgerät erfolgreich ein.

Die Steiermark möchte in weiterer Folge aus Eisenerz ein internationales Sicherheits- und Katastrophenschutzzentrum machen, was das erste Zentrum im hochalpinem Gelände wäre. Dieses könnten auch lokale Rettungs- und Einsatzorganisationen nutzen.

-red-


08.06.2018

Fahrzeugübergabe an EU-Transportmanagement

Am Freitag, den 8. Juni 2018, fand eine Übergabe von 160 Fahrzeugen an das EU-Transportmanagement für den Einsatz im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft Österreichs 2018 durch Verteidigungsminister Kunasek statt.

In der Maria-Theresien-Kaserne in Wien informierte der Verteidigungsminister über die geplanten Unterstützungsleistungen, welche Kräfte für etwaige Assistenzen bereitgehalten werden und die Luftraumsicherung während der Ratspräsidentschaft, die Österreich von 1. Juli bis 31. Dezember 2018 innehat.

Außerdem wurden das Dekontaminationssystem „Mammut“, der ABC-Aufklärungsfahrzeug „Dingo“ 2, der ferngesteuerte Roboter „Taurob Tracker“ und das Zielzuweisungs- und Tieffliegererfassungsradar den Medienvertretern präsentiert, vorgeführt und erläutert. Auch die Militärpolizei mit dem neuen StG 77 war in der Kaserne vertreten. Mit einer Schlüsselübergabe durch Minister Kunasek an den Kommandanten endete der Festakt.

-red-


07.06.2018

Welpentaufe im Militärhundezentrum

Im Militärhundezentrum in Kaisersteinbruch/Burgenland fand eine traditionelle Welpentaufe mit Verteidigungsminister Mario Kunasek statt.

Im Rahmen der Militärhundetaufe übernahm er die Patenschaft von zwei Labrador-Welpen, „Wilson“ und „Wily“. Mit der symbolischen Übergabe der Dienstmarken im Rahmen dieses Festaktes traten die beiden Junghunde offiziell ihren Dienst beim Bundesheer an. Ihre Ausbildung dauert ungefähr drei Monate.

Das Militärhundezentrum im Burgenland züchtet und bildet Diensthunde für das Bundesheer aus. Derzeit gibt es 164 Militärhunde, darunter größtenteils Rottweiler, Schäfer- und Labradorhunde sowie Jagdhunde. Diese werden für Aufgaben im In- und Ausland eingesetzt.

-red-


04.06.2018

Neue Fahrzeugtypen für Bundesheer

Am 4. Juni 2018 wurden in der Rossauer Kaserne drei neue Fahrzeugtypen des Österreichischen Bundesheeres vorgeführt: das Aufklärungsfahrzeug „Dingo“ 2, das geschützte Universalgeländefahrzeug BvS 10 AUT Hägglunds und der "Pandur Evolution".

2016 wurde die Beschaffung von insgesamt 58 Stück des „Dingo“ 2 bei der Firma Krauss Maffei Wegmann (KMW) sowie 32 Stück der geschützten Universalgeländefahrzeuge namens BvS 10 AUT Hägglunds bei der schwedischen Firma BAE Systems und 34 Stück des "Pandur EVO" bei der Firma Steyr-Daimler-Puch in Auftrag gegeben. Die Beschaffungssumme beträgt insgesamt 256 Millionen Euro.

Der Lieferungszeitraum ist für die Jahre 2018 bis 2019 vorgegeben. Die Fahrzeuge verfügen unter anderem über eine neue Drei-Farb-Flecktarnung, höhere Nutzlast, erhöhten Minenschutz, elektrisch fernbedienbare Waffenstationen und mehr Platzangebot im Innenraum.

Die Universalgeländefahrzeuge BvS 10 AUT Hägglunds verstärken das Kommando Gebirgskampf, können mittels einer Auftriebshilfe sogar schwimmfähig gemacht werden und haben höchste Geländegängigkeit sowie eine ABC-Schutzanlage und ein Rundumsichtsystem.

Die drei neuen Fahrzeugtypen werden in einem weiteren Artikel diese Woche noch genauer vorgestellt.

-red-