Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

28.08.2018

Luftraumsicherungsoperation in Ostösterreich

Von 29. bis 31. August 2018 sichern die Luftstreitkräfte des Bundesheeres verstärkt den Luftraum über Wien. Anlass dafür ist der österreichische EU-Ratsvorsitz.

Bei dieser Operation wird ein Flugbeschränkungsgebiet über Teile Wiens, Niederösterreichs und des Burgenlandes errichtet. Das Bundesheer wird 24 Militärluftfahrzeuge, darunter zwölf Flächenflugzeuge und zwölf Hubschrauber, zur Luftraumsicherung einsetzen. Es werden vor allem Patrouillenflüge zur Überwachung des Luftraumes und zur Identifizierung von Luftraumverletzungen durchgeführt. Dadurch können mögliche Gefahrenpotenziale frühzeitig erkannt und die notwendigen Maßnahmen eingeleitet werden.

-red-


27.08.2018

Heeresmeisterschaft im Militärischen Fünfkampf

An der Militärakademie in Wiener Neustadt fand vom 20. bis 24 August 2018 die Heeresmeisterschaft 2018 im Militärischen Fünfkampf statt.

Der Militärische Fünfkampf besteht aus den Einzelbewerben Schießen, Schwimmen, Werfen, Hindernisbahn und Geländelauf. Einzelstarter sowie Mannschaften können am Wettbewerb teilnehmen. Ausdauer, Kraft, Koordinations- und Konzentrationsfähigkeit sind Eigenschaften, die der Athlet beim Meistern dieser Disziplinen des Heeressports benötigt.

Verteidigungsminister Mario Kunasek zeichnete bei der Siegerehrung 2018 folgende Athleten aus: in der Allgemeinen Klasse Stabswachtmeister Lucas Bodisch vom Jägerbataillon 33, in der Seniorenklasse Oberstleutnant Michael Fedl vom Kommando Landstreitkräfte und in der Mannschaftswertung das Team „Kärnten 2“, gebildet aus Soldaten des Pionierbataillons 1.

Ebenfalls ausgezeichnet wurden die besten Verbände der Jahreswertung 2017, das Jägerbataillon 26, gefolgt vom Kommando der 7. Jägerbrigade/Stabsbataillon 7. Den dritten Platz belegt das Pionierbataillon 1. Die Jahreswertung ist das Ergebnis der Wertung der Teilnahme an allen Heeresmeisterschaften (Militärischer Fünfkampf, Orientierungslauf, Geländelauf, Schießen, Sportklettern, Schibergsteigen, Ski-Patrouillenlauf, Ski-Langlauf).

-red-

Weiterführende Informationen: 

Foto-Album zur Heeresmeisterschaft im Militärischen Fünfkampf 2018 


23.08.2018

Grundwehrdiener besuchen Gedenkstätte

Das Pionierbataillon 3 intensiviert die Zusammenarbeit mit dem Verein „MERKwürdig“, der die KZ-Gedenkstätte in Melk betreut. In Zukunft sollen alle Melker Grundwehrdiener diese Gedenkstätte während ihres Präsenzdienstes besuchen.

Im Zweiten Weltkrieg befand sich in der Birago-Kaserne, die kurz vor dem Ersten Weltkrieg errichtet wurde und heute das Pionierbataillon 3 beherbergt, ein Konzentrationslager. Zwischen dem 21. April 1944 und 15. April 1945 befanden sich insgesamt 14.390 KZ-Häftlinge in dem größten niederösterreichischen Außenlager des KZ-Mauthausen. Diese leisteten Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie, wo sie vor allem Stollen für unterirdische Produktionsstätten im Wachberg östlich von Melk errichteten. Mindestens 4.874 KZ-Häftlinge starben aufgrund der unmenschlichen Bedingungen, wobei über 3.500 Leichen, in dem im Herbst 1944 errichteten Krematorium, verbrannt wurden. Seit 1962 ist das ehemalige Krematoriumsgebäude ein öffentliches Denkmal und beherbergt die KZ-Gedenkstätte Melk. Diese wird seit 1994 vom Verein „MERKwürdig“ betreut.

Die Vermittlung der Geschichte des ehemaligen KZ-Lagers ist ein gemeinsames Anliegen des Pionierbataillons 3 und des Vereins „MERKwürdig“. Aus diesem Grund arbeiten die beiden Institutionen bereits seit einigen Jahren zusammen. Diese Kooperation wird in Zukunft dahingehend intensiviert, dass der Besuch der Gedenkstätte ein fixer Bestandteil der wehrpolitischen Ausbildung der Melker Grundwehrdiener sein wird. Den Zweck des Gedenkens an dieses dunkle Kapitel der Melker Garnisonsgeschichte erklärt der Zeithistoriker Christian Rabl von „MERKwürdig“ wie folgt: „Grundwehrdiener, die beim Bundesheer ausgebildet werden, um die Demokratie zu beschützen, sollen wissen, was in einem Land passieren kann, wenn die Demokratie wegfällt.“

-keu-

Links:

KZ-Gedenkstätte Melk/Verein „MERKwürdig“

Arbeitsgemeinschaft Quarz-Roggendorf B9

KZ-Gedenkstätte Mauthausen


22.08.2018

Neue Hubschrauber für Bundesheer

Der Ministerrat hat die Beschaffung von drei weiteren „Black Hawk“-Transporthubschraubern und zwölf Mehrzweckhubschraubern beschlossen.

Diese Beschaffung ist Teil eines „Katastrophenschutz-Paketes“, das dem Österreichischen Bundesheer mehrere hundert Millionen Euro an Investitionen ermöglicht. Die zwölf leichten Mehrzweckhubschrauber müssen hochgebirgstauglich sein und werden demnächst ausgeschrieben. Sie sollen die ab 2023 auszumusternden „Alouette“ III ersetzen.

Die drei zusätzlichen S-70 „Black Hawk“ werden gebraucht von den USA um rund 60 Millionen Euro gekauft und sind eine 2013 verhandelte Option, die nun gezogen wird. Die „Black Hawk“-Staffel des Bundesheeres ist im Fliegerhorst Brumowski in Langenlebarn (NÖ) stationiert und wird mit den Neuanschaffungen die volle Staffelstärke von zwölf Hubschraubern erreichen. Für die Pilotenausbildung ist außerdem der Kauf von weiteren Schulungshubschraubern geplant, und 30 Millionen Euro sollen in den Ankauf von Landfahrzeugen fließen.

-red-


21.08.2018

Neue Boote für Melker Pioniere

Am 21. August 2018 übergab Verteidigungsminister Mario Kunasek die ersten 15 Stück der neuen Pionierboote an die Melker Pioniere.

Weitere 65 Stück vom „Pionier-Mehrzweckboot Aluminium“ sollen bis Mitte 2019 an die Pioniere sowie an das Jagdkommando übergeben werden. Die Anschaffungskosten der insgesamt 80 Boote betragen knapp 1,2 Millionen Euro. Das neue Mehrzweckboot ersetzt das Pionierboot aus Kunststoff, das aufgrund seines Alters nicht mehr instandsetzungswürdig ist.

Das neue „Pionier-Mehrzweckboot Aluminium“ kann sowohl Personen als auch Lasten transportieren und soll unter anderem im Katastropheneinsatz eingesetzt werden, wo Arbeits- und Transportboote nicht verwendet werden können. Angetrieben wird es von einem Außenbordmotor, wobei das Boot im Bedarfsfall auch mit Schiffhaken geschoben oder gerudert werden kann.

-red-


14.08.2018

Sichtbares Zeichen für gemeinsame Werte

Am 13. August, dem Gedenktag der dritten Bergisel-Schlacht unter Andreas Hofer, lud das Militärkommando Tirol als Traditionstruppenkörper des Tiroler Landsturms und der Tiroler Landesschützen zu einer Gedenkveranstaltung am Berg Isel ein.

„Traditionspflege im Bundesheer ist die Weitergabe von Werten und Normen, die als vorbildhaft und nachahmenswert erachtet und von Generation zu Generation weitergegeben werden. Tradition ist somit Erbe der Vergangenheit und Auftrag für die Zukunft. Was wir aus der dritten Bergiselschlacht lernen können, ist der Wille, für die Freiheit einzutreten und dafür auch zu kämpfen!“  Mit diesen Worten erinnerte der Tiroler Militärkommandant Generalmajor Herbert Bauer daran, wie das Bundesland unter Andreas Hofer zum dritten Mal befreit wurde. Bauer meinte darüber hinaus: „Ein Staat hat die Verpflichtung für die Sicherheit seiner Bevölkerung zu sorgen. Das ist nur zu erreichen, wenn rechtzeitig dafür gesorgt wird, ausreichend Personal und Soldaten zur Verfügung zu haben, die entsprechend ausgerüstet und bewaffnet sind.“

Der Abgeordnete zum Nationalrat, Hermann Gahr, fand als Vertreter des Landes Tirols ähnliche Worte. Er betonte, dass der Friede gesichert werden müsse, wobei er eine europäische Perspektive einnahm und betonte, dass es wichtig sei „unser Land im europäischen Geist weiterzuentwickeln“, dem auch die Vergangenheit nicht im Weg stehe, denn „der Traditionstag am Bergisel steht für Moderne und Tradition, die verbunden gehören“. Zusätzlich thematisierte er die „Allgemeine Wehrpflicht“ und meinte: „In einem Land wo Wohlstand, Freiheit und Sicherheit selbstverständlich sind, ist es zumutbar, eine gewisse Zeit dem Staat zu dienen. In Italien und Deutschland denkt man wieder über die Einführung der Wehrpflicht nach. Ein Grund diese Entscheidung der Österreicher von damals als klug und zukunftsweisend zu beurteilen.“

Im Zuge der Gedenkveranstaltung stand auch die 40jährige Partnerschaft der Stabskompanie des Militärkommandos Tirol mit der Schützenkompanie Wilten im Fokus. Generalmajor Bauer gratulierte den beiden Einheiten zu diesem Jubiläum und sagte: „Jahraus und jahrein rücken diese beiden Einheiten gemeinsam aus und setzen damit ein sichtbares Zeichen für gemeinsame Werte um unsere Heimat Tirol!“

Frank Nalter/Militärkommando Tirol


31.07.2018

Assistenzeinsatz in Gasen beendet

Das Österreichische Bundesheer hat einen Assistenzeinsatz zur Beseitigung von Sturmschäden in Gasen/Steiermark am 26. Juli 2018 beendet.

Nach schweren Unwettern mit Sturmschäden im Bezirk Weiz im Juni 2018 ersuchte die Landeswarnzentrale das Militärkommando Steiermark am 14. Juni 2018 um Unterstützung. Ab 15. Juni wurde deshalb ein Assistenzeinsatz des Bundesheeres durchgeführt. 64 Soldaten aus der Steiermark und Kärnten leisteten insgesamt 9.500 Arbeitsstunden.

Bei den Arbeiten wurden mit Hilfe von Motorsägen Verklausungen im Fischbach-, Steinbach-, Finkenpeter- und Hofstättergraben sowie gestürzte Bäumen an der Landesstraße beseitigt. Die fachkundige Anleitung für den Einsatz erfolgte durch die Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung des Landes Steiermark.

-red-


24.07.2018

Spatenstich für Akademie-Turnhalle

Am 23. Juli 2018 erfolgte an der Towarek-Schulkaserne in Enns der Spatenstich für den Neubau einer Turnhalle.

In Anwesenheit des Verteidigungsministers Mario Kunasek erfolgte der offizielle Baubeginn der Sporthalle. Sie wird über 1000 Quadratmeter groß sein und neben der Halle, Umkleideräume sowie eine zweigeschossige Kletterwand umfassen. In dieser Anlage können die Mitarbeiter und Soldaten der Heeresunteroffiziersakademie Gymnastik-, Kardio- und Krafttraining betreiben. Der Bau der Halle soll im Juni 2019 abgeschlossen sein. Die Kosten belaufen sich auf 3,62 Millionen Euro.

-red-


16.07.2018

Neuer Generalstabschef

Der Verteidigungsminister, Mario Kunasek, hat am 16. Juli 2018 Generalmajor Mag. Robert Brieger zum neuen Generalstabschef des Österreichischen Bundesheeres (ÖBH) bestellt.

Generalmajor Brieger (61) war zuvor der Stabschef des Verteidigungsministers und ist seit 1975 beim ÖBH. Er folgt General Mag. Othmar Commenda nach, der Ende Juni 2018 in den Ruhestand getreten ist.

Brieger war zwölf Jahre lang für die militärstrategische Führung sowie die Planung und Vorbereitung der Einsätze des Bundesheeres im In- und Ausland in verschiedenen Leitungsfunktionen im Verteidigungsministerium verantwortlich. Unter seiner Führung als Gruppenleiter erfolgte die Planung und Vorbereitung für den Tschad-Einsatz 2008–2010. Brieger war maßgeblich am Transformationsprozess des Österreichischen Bundesheeres sowie an der Ausarbeitung und Umsetzung der Streitkräfteplanung „ÖBH 2010“ mitbeteiligt.

Generalmajor Brieger kann auf eine langjährige Auslandserfahrung verweisen: Er war unter anderem Kommandant des österreichischen Kontingents im Kosovo in den Jahren 2001 und 2002. Außerdem führte er von 2011 bis 2012 als Kommandant der EUFOR-Truppe in Bosnien und Herzegowina 1.700 Soldatinnen und Soldaten aus insgesamt 25 Nationen.

-red-


10.07.2018

Österreichisches Assistenzmodell als Vorbild für effizienten EU-Außengrenzschutz

Verteidigungsminister Mario Kunasek und Innenminister Herbert Kickl haben am 10. Juli 2018 an der Landesverteidigungsakademie in Wien ein zivil-militärisches Kooperationsmodell vorgestellt.

Kunasek und Kickl sagten auf der Pressekonferenz, dass der österreichische Assistenzeinsatz ein Vorbild für eine europäische zivil-militärische Zusammenarbeit zur Bewältigung von sicherheitspolitischen Herausforderungen sei. „Das Österreichische Assistenzmodell ist als Best Practice-Modell zum Export geeignet“, betonte Innenminister Kickl. Durch die Verwendung von militärischem Fachpersonal und Gerät soll die zivile Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache (Frontex) entlastet und die EU-Außengrenze undurchlässiger werden.

Man erhoffe sich positive Synergien durch eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Frontex, Polizei und Militär. „Das Frontex-Mandat und andere Gesetze müssen evaluiert und angepasst werden, damit das Militär Assistenzleistungen erbringen kann“, sagte Verteidigungsminister Kunasek auf die Frage, wie das Modell im europäischen Rahmen konkret aussehen könnte. Außerdem sei Österreich dazu bereit, auch Truppen in Drittländer z. B. nach Afrika zu Assistenzleistungen (Logistik und Überwachung) zu entsenden. Derzeit stehen 800 österreichische Soldaten im Assistenzeinsatz zur Überwachung der Bundesgrenze. 100 weitere bewachen Botschaften in Wien.

Verteidigungsminister Mario Kunasek will die Ergebnisse einer Konferenz, die zwischen 100 internationalen und nationalen Experten an der Landesverteidigungsakademie stattfindet, sowie weitere Handlungsvorschläge beim informellen Verteidigungsministertreffen im August in Wien den Vertretern anderer EU-Länder in Form eines Konzeptpapieres präsentieren.

-tn-