Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

02.02.2021

Auftrag für 100 Duellsimulatoren

Während eines Besuches der Heerestruppenschule unterzeichnete Bundesministerin Klaudia Tanner am 1. Februar 2021 den Vertrag zur Lieferung weiterer Duellsimulatoren.

Die 100 Stück Duellsimulatoren werden für die elektronische fernbedienbare Waffenstation auf den gepanzerten Mannschaftsfahrzeugen „Pandur“, „Dingo“, „Husar“ und „Hägglund“ eingesetzt. Die Investitionssumme beträgt rund 10 Millionen Euro, der Zulauf startet mit Beginn 2022. Unter Verwendung von Lasertechnik wird die Wirkung des eigenen Waffensystems auf ein anderes Waffensystem simuliert und umgekehrt. Damit wird die Waffenwirkung analog zum scharfen Schuss dargestellt, wobei alle Bedienungs- und Handlungsabläufe inklusive Notbetrieb durch die Waffen-/Systembedienung durchgeführt werden. Sämtliche Bewegungen, Vorgänge und Tätigkeiten werden elektronisch aufgezeichnet und mit einer Echtzeitauswertung dargestellt. Das ermöglicht eine kontinuierliche Verbesserung von Gefechtstaktik und -technik.

-red-


29.01.2021

Modernisierung der Pioniertruppen

Bei einem Truppenbesuch bei den Salzburger Pionieren in der Schwarzenberg-Kaserne sprach Bundesministerin Mag. Klaudia Tanner über Modernisierungsmaßnahmen.

Geplant sind Investitionen in der Höhe von 100 Millionen Euro. Sie sollen in die Infrastruktur, die Anschaffung von Transportfahrzeugen, Pionierpanzern und Brückenlegekapazitäten fließen. Allein im Bundesland Salzburg sind für das Jahr 2021 insgesamt 13,6 Millionen Euro und für das Jahr 2022 16,8 Millionen Euro für Infrastruktur-Baumaßnahmen vorgesehen. Zusätzlich werden neun Millionen Euro für Maßnahmen der Kasernen-Autarkie verwendet.

-red-


28.01.2021

Weitere 30 „Pandur Evolution“ in Auftrag

Bundesministerin Klaudia Tanner hat am 26. Jänner 2021 einen Auftrag für 30 weitere gepanzerte 6x6 „Pandur Evolution“ unterzeichnet.

Investiert werden rund 106 Millionen Euro. Zukünftig werden die österreichischen Streitkräfte eine Flotte von insgesamt 64 Mannschaftstransportpanzer dieser Klasse betreiben. Die Radpanzer werden vollständig in Österreich hergestellt, ihr Zulauf beginnt 2022.

-red-


27.01.2021

Corona-Planspiel präsentiert

Am 26. Jänner 2021 wurde Bundesministerin Klaudia Tanner ein strategisch-kooperatives Spiel zur Simulation der Corona-Pandemie präsentiert.

Gegenstand des analogen „Spieles“ COVID Buster ist die Simulation der aktuellen Corona-Pandemie und des damit verbundenen gesamtstaatlichen Krisenmanagements. Der Zweck ist die spielerische Auseinandersetzung mit den Kernaufgaben der Akteure (Gesundheitsbehörden, Rotes Kreuz, Polizei bzw. Bundesheer) und den verschiedenen Aspekten der Krise, um die Komplexität dieser Herausforderung zu erfassen und bei deren Eintritt möglichst rasch und richtig reagieren zu können. Zielgruppe dieses speziellen Werkzeuges zur Krisenbewältigung sind unter anderem Entscheidungsträger jener Organisationen, die aktuell im Einsatz stehen. Im nächsten TD-Heft wird ein detaillierter Artikel zu COVID Buster erscheinen.

-red-


21.01.2021

8. Tag der Wehrpflicht 2021

Am 20. Jänner 2021 fand der 8. Tag der Wehrpflicht 2021 statt.

Corona-bedingt wurde die Tagung als Livestream abgehalten. Nach Grußworten von Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen und Bundesministerin Mag. Klaudia Tanner, wurde über die aktuelle Lage und das Bedrohungsbild in und um Europa diskutiert.

-red-


19.01.2021

Jahresbilanz 2020: Bis 8.600 Soldaten im Einsatz

Das Österreichische Bundesheer hat aufgrund der COVID-19-Krise ein intensives Jahr hinter sich.

Contact-Tracing, Grenzkontrolle, Auslieferung von 5 Millionen Test-Kits: Das Bundesheer war 2020 in vielfältiger Weise im Corona-Einsatz. Bis zu 8.600 Soldatinnen und Soldaten waren in Spitzenzeiten österreichweit im Einsatz. Im Burgenland, der Steiermark, Tirol und Kärnten unterstützten pro Tag durchschnittlich 814 Soldaten die Sicherheitsbehörden im sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz. In allen Bundesländern, Wien ausgenommen, versahen pro Tag durchschnittlich 286 Soldaten ihren Dienst an der Grenze zur Unterstützung der Gesundheitsbehörden im Kampf gegen COVID-19, alleine das entspricht umgerechnet 83.000 Personentagen. In der Hauptstadt übernahm das Bundesheer auch die Bewachung der kritischen Infrastruktur und ermöglichte dadurch die Verfügbarkeit von weiteren Sicherheitskräften. Neben dem COVID-19 Einsatz leistete das Bundesheer Unterstützung bei Naturkatastrophen. Unwetterschäden wurden beseitigt, Dächer von der Schneelast befreit und Brände aus der Luft bekämpft. Österreichweit wurden zudem 26 Tonnen Kriegsmaterial bei 1.267 Einsätzen geborgen, beurteilt und vernichtet. Aktuell sind 1.000 Soldatinnen und Soldaten in 16 Missionen weltweit für die internationale Friedenssicherung im Einsatz.

TRUPPENDIENST-Spezialausgabe „Unser Heer 2019

Auch heuer wird es eine Spezialausgabe zu den Leistungen des Österreichischen Bundesheeres geben.  

-red-


13.01.2021

50 Jahre im Dienste Österreichs

Nach über 156.000 Flugstunden und fast 254.000 Einsätzen, beendete die Flotte der Saab 105 OE nach 50 Jahren mit 31. Dezember 2020 ihren operationellen Dienst. 

Der letzte Flug der Jubiläumsmaschine 50 Jahre Saab 105 BJ-40 „Golden Tiger“ führt sie auf Einladung der „Flying Bulls“ nach Salzburg zum Hangar-7. Die Luftstreitkräfte des Bundesheeres nutzen diesen Überstellungsflug am 13. Jänner 2021 für eine Abfangübung mit dem Verfahren „Landezwang“ am Flughafen Salzburg. 

Die Saab 105 OE „Flying Tiger“ ist bis Jahresmitte im Hangar-7 für die Öffentlichkeit ausgestellt, bevor sie zu ihrem finalen Ausstellungsplatz überstellt wird. 

-red-


22.12.2020

Grundwehrdienst nach Maß

Am 22. November 2020 informierten Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Bundesministerin Elisabeth Köstinger (zuständig für den Zivildienst) über die geplante Reform der Teiltauglichkeit. 

Geplant ist ein „Grundwehrdienst nach Maß", der auf jeden Stellungspflichtigen individuell abgestimmt wird. Beurteilt werden die künftigen Grundwehrdiener weiterhin nach psychischen und physischen Maßstäben, allerdings wird genau erhoben, in welchen Bereichen jeder einzelne tauglich bzw. nicht tauglich ist. Galt ein Stellungspflichtiger in der Vergangenheit zum Beispiel aufgrund einer Schulteroperation als untauglich, kann er künftig als Kraftfahrer beim Bundesheer eingesetzt werden und auch den Gebrauch einer Waffe erlernen. Dafür werden bei der Bewertung der Stellungspflichten neben den aktuellen Wertungsziffern 2 bis 9 geringere Anforderungen eingeführt. 

Durch das neue Beurteilungssystem rechnet man  im kommenden Jahr mit 1.200 zusätzlichen Grundwehrdienern bzw. 800 Zivildienern. Durch den neuen „Grundwehrdienst nach Maß" soll die Verfügbarkeit an Stellungspflichtigen trotz der bevorstehenden geburtenschwachen Jahrgänge gewährleistet werden. Die neue Regelung tritt für Geburtenjahrgänge ab 2003 in Kraft. Die ersten Stellungstermine für 2021 sind für März geplant. Für Rekruten, die aufgrund der Corona-Krise im Jahr 2020 nicht einrücken konnten, gilt die alte Tauglichkeitsregelung. 

-hla-


14.12.2020

Bevölkerung mit Corona-Einsatz zufrieden

Das erste Zwischenergebnis einer Onlineumfrage zum Einsatz des Bundesheeres bei den Corona-Massentestungen zeigt eine hohe Zufriedenheit der Bevölkerung.

Seit 4. Dezember sind Mitarbeiter des Bundesheeres bei den laufenden Covid-19-Massentests eingesetzt. Mit der Durchführung ist die Bevölkerung zufrieden. Das kam kürzlich bei einer Onlineumfrage durch das Bundesheer heraus. Anonym und auf freiwilliger Basis wurde die Bevölkerung mittels Plakaten in den Teststraßen zur Feedback-Befragung eingeladen. Insgesamt nahmen an der Umfrage 2.611 Personen teil – 61 Prozent hatten zuvor eine Teststraße in Wien besucht. Die Akzeptanz des Einsatzes des Bundesheeres zur Durchführung der Massentestungen ist äußerst hoch. 89 Prozent der Befragten gaben an, den Einsatz voll und ganz zu befürworten. 94 Prozent meinten, die Organisation sei „sehr gut", fünf Prozent befanden sie für „gut". Auch mit der Behandlung durch Bundesheerangehörige waren so gut wie alle Befragten (98 Prozent) zufrieden. Die Durchführung der Massentests scheint auch das Image des Bundesheers verbessert zu haben – das gaben zumindest mehr als sechs von zehn Befragten an. 30 Prozent meinten, ihr persönlicher Eindruck vom Bundesheer habe sich „stark verbessert", 33 Prozent sagten, er habe sich „eher verbessert".

-red-


01.12.2020

Heeres-Logistik für Coronatests

Österreich hat für die geplanten Corona-Massentests insgesamt zehn Millionen Testkits bestellt. Mehr als 1, 6 Millionen wurden bereits geliefert.

Die erste Lieferung der Testkits kam am 26. November 2020 an. Bis 11. Dezember 2020 sollen alle bestellten Tests basierend auf einem Verteilungsschlüssel in den Heereslogistikzentren Wien, Eisenerz, Wels, Salzburg, St. Johann, Klagenfurt und Graz angeliefert werden. Die Testkits werden abhängig von den Vorgaben aus den Bundesländern aus den Heereslogistikzentren entweder an den mit der Testung beauftragten Verband, ein Lager der Länder oder an zivile Stellen wie Einsatzorganisationen oder Gemeinden zugestellt.

Da in Tirol die Massentestungen bereits am 4. Dezember 2020 starten, sind 600.000 COVID-Testkits auf dem Weg in das Bundesland. Im Burgenland werden für den Bildungsbereich etwa 10.600 Testkits sowie weitere 220.000 für die Massentestungen bereitgestellt. Ab 1. Dezember werden der Truppenübungsplatz Bruckneudorf, die Martinkaserne in Eisenstadt sowie Montecuccoli-Kaserne in Güssing beliefert. In Niederösterreich werden etwa 70.000 Tests für den Bildungsbereich beschafft und etwa 1,26 Millionen für die Massentestung, die am 12. Dezember starten soll. 1,41 Millionen Testkits werden in Wien für die Testungen ab 4. Dezember zur Verfügung gestellt. Täglich wird das Heereslogistiklager die Wiener Teststationen mit 150.000 Tests beliefern. In Kärnten wurden 15.000 Tests für den Bildungsbereich und 420.000 Stück für die Massentestungen bestellt. Mit 940.000 bestellten Tests werden in der Steiermark die Lehrertestungen von 5. bis 6. Dezember und die Massentests vom 12. bis 13. Dezember durchgeführt. In Salzburg starten die Lehrertestungen ebenfalls am 5. Dezember. Dazu wurden 200.000 Tests vom Bundesheer beschafft. 50.000 bzw. 700.000 Testkits wurden für die Lehrer- und Massentests in Oberösterreich organisiert. 220.000 Tests stehen in Vorarlberg bereit.

-red-