Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

25.10.2016

Niederösterreich: Neuer Militärkommandant

Brigadier Mag. Martin Jawurek wurde von Verteidigungs- und Sportminister Mag. Hans Peter Doskozil zum Militärkommandanten von Niederösterreich bestellt. Er folgt Brigadier Mag. Rudolf Striedinger nach, der diese Funktion von 2011 bis 2016 inne hatte und im April 2016 die Leitung des Abwehramtes übernahm.

Jawurek musterte 1988 nach Absolvierung der Theresianischen Militärakademie zum Landwehrstammregiment 37 aus. Er absolvierte die Generalstabsausbildung und war in verschiedenen Führungsfunktionen tätig. Der gebürtige Kremser sammelte bei Einsätzen in Zypern und Bosnien internationale Erfahrung. Unter anderem war er als „National Contingent Commander“ für das österreichische Kontingent verantwortlich. 2008 wurde Jawurek Leiter der Einsatzplanung in der Sektion IV-Einsatz.

-keu-


25.10.2016

Lernen durch Erleben

Vom 11. bis 13. Oktober 2016 besuchte der 21. Generalstabslehrgang die „Informationslehrübung Landoperationen 2016“ der Deutschen Bundeswehr. auf den Truppenübungsplätzen Munster und Bergen in Norddeutschland.

Bei dieser Übung zeigten über 850 Soldaten mit über 70 Gefechtsfahrzeugen realitätsnah die neuesten Entwicklungen militärischer Einsatzverfahren. Neben dem deutschen und dem österreichischen Generalstabslehrgang nahmen weitere internationale Teilnehmer die Gelegenheit wahr, die Leistungsfähigkeit moderner Streitkräfte und deren teilstreitkraftübergreifendes Operieren zu begutachten.

ILÜ 2016

Szenario
Das Szenario der Übung thematisiert einen Konflikt auf einer fiktiven Insel im Atlantischen Ozean, die sechs Länder umfasst. Zwischen diesen Ländern gibt es inner- und außerstaatliche Auseinandersetzungen. Aufgrund einer UN-Resolution wurden militärische Kräfte als Vorauskräfte entsandt, um die Lage vor Ort zu stabilisieren. Niederländische und deutsche Einheiten kamen gemäß des Übungsplanes zum Einsatz, um den Angriff eines der sechs Länder auf ein anderes abzuwehren und den Grenzverlauf wieder herzustellen.

Darstellung
Die Informationslehrübung zeigte, aufbauend auf das Szenario, an mehreren Stationen Abläufe und Systeme der Landstreitkräfte, deren Fähigkeiten und ihr Zusammenwirken im Einsatz. Dabei wurden der neue Schützenpanzer „Puma“, der Kampfhubschrauber „Tiger“ und der Raketenwerfer „MARS“ vorgeführt. Die Logistiktruppen und Spezialpioniere der Streitkräftebasis präsentierten ein Feldlager mit Brunnenbohrung, Treibstoff- und Munitionslagern, Instandsetzungseinrichtungen und vielen anderen Einrichtungen. Dieses dient zur umfassenden Versorgung der eingesetzten Truppen im Auslandseinsatz. Durch den Sanitätsdienst der Bundeswehr wurde die Versorgung von Verwundeten im Einsatz mittels Sanitätspanzern, Hubschraubern, Zelt- und Containerbasierten Rettungsstationen und einem Rettungszentrum lebensnah dargestellt. Dabei wurden sowohl der hohe Standard als auch die hohe Priorität der Sanitätsversorgung in der Bundeswehr sichtbar.

Führen im Gefecht
Die österreichischen Teilnehmer waren besonders am „Führungsinformationssystem Heer“ und den Systemen für elektronische Aufklärung und elektronische Kampfführung interessiert. Zum Abschluss der Übung wurden alle gezeigten Verfahren und Systeme bei einem Kampfgruppen-Gefechtsschießen zusammengeführt und die Schlagkraft teilstreitkraft-übergreifender Operationen dargestellt.

Mehrwert
Die Lehrgangsteilnehmer nehmen eine Vielzahl von Eindrücken an die Landesverteidigungsakademie mit. Diese werden sie in den nächsten Wochen des Generalstabslehrgangs mit ihrem Lehrpersonal auswerten. Die Erkenntnisse fließen in Planspiele, wissenschaftliche Arbeiten und Vorschriften ein. Sie werden in weiterer Folge auch die eine oder andere Entwicklung im Bundesheer beeinflussen.

Generalstabslehrgang
Im 21. Generalstabslehrgang werden Führungskräfte für die Spitze des Bundesheers ausgebildet, welche ab 2019 in den Bereichen Führung, Forschung und Entwicklung des Bundesheers Verantwortung tragen werden. Dafür benötigen diese Offiziere ein umfassendes Wissen über die Entwicklung der Streitkräfte, mit denen sie im internationalen Einsatz kooperieren werden. Wesentlich dabei ist, dass dieses Wissen nicht nur aus Büchern stammt, sondern durch reale Bilder und Eindrücke vermittelt wird. Die „Informationslehrübung Landoperationen“ bot in diesem Zusammenhang nicht nur die Gelegenheit, das moderne Gefecht zu begreifen sondern auch Fragen zu stellen, Erfahrungen auszutauschen und internationale Kontakte herzustellen.

Generalstabslehrgang

Hptm Mag. (FH) Stefan Hitzenhammer; Teilnehmer des 21. Generalstabslehrganges.


24.10.2016

Nationalfeiertag 2016

Die Informations- und Leistungsschau des Österreichischen Bundesheeres um den Nationalfeiertag 26. Oktober haben in Wien seit vielen Jahren Tradition. Heuer präsentiert sie sich in einer neuen Form vom 22. bis 26. Oktober 2016.

Da das Parlamentsgebäude umgebaut wird und Teile davon vorübergehend auf dem Heldenplatz unterbracht werden, steht dieser Ort nur mehr eingeschränkt zur Verfügung. Das Parlament ist zwar noch nicht dorthin übersiedelt, die Bauarbeiten haben jedoch bereits begonnen. Die Leistungsschau des Österreichischen Bundesheeres findet deshalb an mehreren Orten im 1. Wiener Gemeindebezirk statt:

  • Heldenplatz
  • Burgtheater
  • Schottengasse
  • Freyung
  • Am Hof

„Wir haben einmalige Plätze für die Waffenschau des Bundesheeres zur Verfügung gestellt bekommen, wo die Leitungsfähigkeit und das breite Einsatzspektrum des Bundesheeres dargestellt werden kann“, so der Militärkommandant von Wien, Brigadier Mag. Kurt Wagner zu den geänderten Rahmenbedingungen.

Hot Spot
Der „Hot Spot“ der Informations- und Leistungsschau befindet sich rund um das Burgtheater. Dort stehen bereits seit Samstag Panzer, Hubschrauber und sonstiges Gerät des Bundesheeres bereit. Interessierte Besucher können sich vor Ort ein Bild über die Ausrüstung der Soldaten verschaffen, erhalten Informationen oder können in einem der zahlreichen Fahrzeuge Platz nehmen. Die Leistungsschau ist nicht nur für die Wiener sondern auch für viele Touristen eine willkommene Attraktion.

Höhepunkt 
Der 26. Oktober 2016 wird bereits um 0730 Uhr mit einer Festmesse und der anschließenden Kranzniederlegung in der Krypta am Äußeren Burgtor beginnen. Ab 0900 Uhr finden neben den statischen Präsentationen mehrere dynamische Vorführungen statt. Den Höhepunkt des Tages bildet die Angelobung der Rekruten, die um 1030 Uhr auf dem Heldenplatz in Anwesenheit der Bundesregierung stattfinden wird.

Informations- und Leistungsschau in Wien 

Personaloffensive
Die Leistungsschau 2016 steht im Zeichen der Personaloffensive. Das Heerespersonalamt nutzt die Gelegenheit, um Personen über eine Karriere beim Bundesheer zu informieren. Deshalb befinden sich an allen fünf Orten der Leistungsschau Informationsstände, die Auskunft über Jobchancen in der Armee geben.

Jobchance Bundesheer

Sonstige Veranstaltungen
Den 26. Oktober nutzt nicht nur das Österreichische Bundesheer, um sich zu präsentieren. So finden unter anderem der „Tag der offenen Tür“ im Parlament, im Bundeskanzleramt, im Verfassungsgerichtshof oder in der Nationalbibliothek statt. Darüber hinaus haben zahlreiche Museen, bei teilweise freiem Eintritt und speziellen Führungen sowie Programmen, länger geöffnet. Wien ist nicht der einzige Ort mit einer Informations- und Leistungsschau des Bundesheeres am Nationalfeiertag. In der Salzburger Innenstadt findet anlässlich des Jubiläums „Salzburg - 200 Jahre bei Österreich“ eine ähnliche Veranstaltung wie in Wien statt.

Informations- und Leistungsschau Salzburg

-keu-


11.10.2016

IKT-Sicherheitskonferenz 2016

Von 11. bis 12. Oktober 2016 findet in St. Johann im Pongau die IKT-Sicherheitskonferenz statt, die vom Abwehramt des Bundesheeres in Kooperation mit dem Land Salzburg und der Gemeinde St. Johann veranstaltet wird.

50 Vortragende und 30 Aussteller präsentieren ihre Expertisen und ihre Lösungsansätze zum Thema Cyber-Sicherheit. Denn: Cyber-Attacken finden täglich statt, und es betrifft jeden Bereich. „Security ist ein Prozess und kein Produkt. Ziel ist es, Prozesse für die Sicherheit Österreichs zu verbessern", so der Moderator zu Beginn der Veranstaltung.

Die Vorträge handeln unter anderem über den russisch-ukrainischen Cyberwar, über die Rolle von INTERPOL bei der Bekämpfung der Cyberkriminalität bis hin zur Live-Hacking Vorführung, um nur einen kleinen Teil zu nennen.

Der Chef des Generalstabes des Bundesheeres, General Mag. Othmar Commenda, eröffnete den bereits zum 15. Mal stattfindenden Event. „Informations- und Kommunikationstechnologie bringt gravierende Änderungen mit sich. Das Bundesheer als Sicherheitseinrichtung muss auf die Dynamik der IKT-Sicherheit und den Datenschutz reagieren. Man muss der Wahrheit ins Auge schauen.“ so Commenda.

Bereits am ersten Tag zeigte sich das massive Interesse an diesem, einmal im Jahr stattfindenden, Event. So waren bereits am ersten Tag mehr als 700 Teilnehmer angemeldet. Die Veranstalter mussten sogar Wochen vorher Interessenten ablehnen, da keine freien Plätze mehr zur Verfügung standen.

Cyber Security Challenge

Parallel findet die Cyber Security Challenge statt. Diese ist ein Bewerb, der junge Talente sucht. Österreich war neben Großbritannien der einzige Staat in Europa, der auf der Suche nach jungen Cyber Security- Hackern diesen Bewerb 2012 gestartet hat. Heute beteiligen sich zahlreiche Nationen daran. Dieses Jahr sind in Österreich 380 Teilnehmer dabei. Die zehn besten Schüler und zehn besten Studenten werden dann in Fünfer-Teams bei der finalen Cyber Security Challenge in Düsseldorf bei der 3. European Cyber Security Challenge antreten. Der Altersschnitt der Österreicher ist 23 Jahre, der jüngste 18 und der älteste um die 30. Österreich hat bereits zwei Mal die Challenge gewonnen.

„Wir müssen uns mit jungen Talenten nicht verstecken. Die begabten jungen Menschen werden in funktionierende und gut aufgestellte Infrastruktur gesteckt, wo sie verschiedene Aufgaben zu lösen haben. Wir geben ihnen den Rahmen, woran sie sich orientieren können“, so Josef Pichlmayr von der Cyber Security Challenge Austria und CEO der IKARUS Security Software GmbH. Wer glaubt, das Hacken ein Freizeitsport ist, wie es in Holywood oft vermittelt wird, der irrt. „Die gesamte Freizeit geht bei Einsteigern garantiert drauf. Auch scheitern 999 von 1.000 Angriffen“, sagt Pichlmayr.

-mb-

Mehr über die IKT-Sicherheitskonferenz folgt


10.10.2016

"Bundesheer on the road " in Lambach

Einmal in einen Kampfpanzer „Leopard“ klettern, durch die dicke Kanone der Panzerhaubitze "M109" blicken oder in einem Schützenpanzer „Ulan“ sitzen – das war für viele ein einmaliges Erlebnis.

Bei den gepanzerten Räderfahrzeugen war der „Dingo“ in der AC- und Sanitätsversion vertreten. Der neue „Husar“ beeindruckte durch seinen besonderen Schutz gegen Beschuss und Minen. Ein weiterer Publikumsmagnet war das 300 PS starke Sturmboot der Pioniere. Auch ein Transporthubschrauber Agusta Bell 212 mit Sanitätsplattform stand zur Besichtigung bereit.

Passend zur Landesausstellung "Mensch und Pferd"
Die Tragtierstaffel war gemäß dem Motto der gemeinsamen Landesausstellung Lambach und Stadl-Paura "Mensch und Pferd" mit vier Haflingern vertreten. Die Heeresmunitionsanstalt Stadl Paura präsentierte das Thema Munition und das Heerespersonalamt informierte über Karrieremöglichkeiten beim Bundesheer. Wie man Lehrling beim Bundesheer wird konnten Interessierte beim Stand des Heereslogistikzentrums Wels erfahren.

Feierliche Angelobung
„Ich gelobe“ schallte es am Freitag Abend lautstark, als über 200 Grundwehrdiener aus den Garnisonen Hörsching, Wels und Ried angelobt wurden. Musikalisch untermalt wurde die Angelobung mit dem "Großen Österreichischen Zapfenstreich", präsentiert von der Militärmusik Oberösterreich unter Kapellmeister Vizeleutnant Sepp Strasser.

Militärkommando Oberösterreich


01.10.2016

Ausmusterung und Tag der Leutnante an der Theresianischen Militärakademie

Am Samstag, dem 1. Oktober 2016, wurde an der Alma Mater Theresiana in Wiener Neustadt der "Tag der Leutnante" durchgeführt.

Tags davor hatte die Sponsion zum „Bachelor of Arts in Military Leadership“ am Fachhochschul-Bachelor-Studiengang „Militärische Führung“ und eine stimmungsvolle militärische Ausmusterungsfeier, die von einem beeindruckenden Feuerwerk gekrönt wurde, stattgefunden.

Insgesamt wurden 67 Leutnante in das Bundesheer übernommen. Davon waren 21 Angehörige des Jahrganges „Weissenwolff“, die ihr Studium an der Militärakademie und die Truppenoffiziersausbildung jüngst abschlossen und ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten als Berufsoffiziere zur Anwendung bringen werden.

46 Leutnante werden nach ihrer Ausbildung zum Milizoffizier, die zumeist neben zivilem Studium oder ziviler Anstellung erfolgt war, in den Milizbataillonen für die Sicherheit unserer Heimat zur Verfügung stehen.

Der „Tag der Leutnante“ begann mit einem Festgottesdienst, gefolgt von einer Benagelung der Akademiefahne durch den scheidenden Jahrgang und die langersehnte Übergabe der Säbel, die zuvor gesegnet worden waren. Getreu dem Motto: „Die erste Kerbe dem Freund, jede andere dem Feind“, fand im Anschluss an die Übergabe der Säbel das traditionelle Kerbenschlagen statt.

Dem militärischen Festakt, der am Nachmittag begann, gaben höchste Vertreter aus der Politik, dem Militär und dem öffentlichen Leben die Ehre. Der designierte Kommandant der Theresianischen Militärakademie, Brigadier Mag. Karl Pronhagl, hob in seiner Ansprache die hohe Qualität der Ausbildung und die internationale Anerkennung derselben hervor, die sich auch in den ungewohnten Uniformen ausländischer Kursteilnehmer wiederspiegelte, die in den Formationen nachfolgender Jahrgänge angetreten waren.

Der höchste Offizier des Bundesheeres, General Mag. Othmar Commenda, verwies in seiner Festrede auf die Zeitlosigkeit militärischer Tugenden und hob dabei besonders persönlichen Einsatz und militärisches Auftreten sowie Respekt und Demut hervor. Er kündigte an, dass militärisch-tugendhaftes Verhalten seitens Vorgesetzter und Untergebener gleichermaßen auf den Prüfstand gestellt werden würde.

Vor dem Treueeid der neuen Offiziere wandte sich der Bundesminister für Landesverteidigung und Sport, Mag. Hans Peter Doskozil, an diese und hob Herausforderungen hervor, die durch die nunmehr geänderte Struktur zu Tage treten. Wenn man „das Bundesheer im Herzen trage“, wären diese jedoch gut zu bewältigen, so der Minister.

Zum Abschluss seiner Rede verlieh er dem Jahrgangsersten den Offizierssäbel in Anerkennung erbrachter Leistungen während der Offiziersausbildung.

Nach der Meldung der Beendigung des Festaktes durch den Kommandanten des Akademikerbataillons, Oberst Gerhard Fleischmann, und dem Abrücken der angetretenen Teile blieben die neu ernannten Leutnante auf dem Maria Theresien Platz stehen und wurden dem Bundesminister und dem Generalstabschef persönlich vorgestellt.

Auch heuer wurde zu Ehren der ausgemusterten Leutnante wieder eine Parade entlang der Grazer Straße durchgeführt. Dabei konnten die zahlreichen Zuseher, die sich entlang der Paradestrecke drängten, Eurofighter im Überflug genauso bewundern wie den Vorbeimarsch gepanzerter Fahrzeuge. Neben den kürzlich angekauften Pionierbooten wurde auch das mannigfaltige Betätigungsfeld des Österreichischen Bundesheeres anhand zahlreicher Spezialfahrzeuge einem breiten Publikum vorgeführt.

Den Höhepunkt der Parade stellte wohl das „Fußtreffen“ dar, welches aus dem Akademikerbataillon, einer Gardekompanie und der Gardemusik aus Wien und einer Gebirgsjägerkompanie des Jägerbataillons 26 aus Spittal an der Drau, die durch das Tragtierzentrum aus Hochfilzen mit Haflingern unterstützt wurde, bestand.

Nach der Parade fanden sich die neuen Berufsoffiziere auf dem Balkon der Militärakademie ein. Uralter Tradition folgend werden die davor angetretenen nachfolgenden Jahrgänge mit scherzhaften Kommandos bedacht und die „Burgherren“ ermahnt, ihrer Stellung als ältester Jahrgang auf der altehrwürdigen Burg gerecht zu werden. Auch der traditionelle „Kappenwurf“ wurde vom Balkon aus durchgeführt! Dabei werden die ausgediente Fähnrichskappen in die zusehende Menge geworfen. Man sah so manch stolzes Kind, das mit einer gefangenen Kappe den Heimweg vom Tag der Leutnante antrat.

Der ausgemusterte Jahrgang „Weissenwolff“ wird in Kameradschaft zwischen seinen Mitgliedern fortbestehen. Als sichtbares Zeichen dafür wird fortan ein Denkmal im Akademiepark dienen, das einen heulenden Wolf darstellt (siehe Fotostrecke).

 

Weiterführende Information

Auch die echten Wölfe profitieren von den „Weissenwölffen“.

Indes wurde heute der Studienbetrieb an der Theresianischen Militärakademie wieder aufgenommen und der neue erste Jahrgang begrüßt. 

Was studiert man eigentlich auf einer Militärakademie?

 

-stc-


26.09.2016

Sicherheit durch Mehrsprachigkeit

Unter diesem Motto stand der „Tag der Sprachen“, der vom Sprachinstitut der Landesverteidigungsakademie am 26. September 2016 veranstaltet wurde. Im Mittelpunkt standen heuer die slawischen Sprachen.

Seit dem Jahr 2002 gilt der 26. September als „Europäischer Tag der Sprachen und der Sprachenvielfalt“. Rund um dieses Datum werden in 47 Ländern mit 800 Millionen Europäern Veranstaltungen zu diesem Thema abgehalten. Eine davon an der Landesverteidigungsakademie in Wien. Der Tag der Sprachen soll das lebenslange Sprachenlernen würdigen und Mehrsprachigkeit sowie interkulturelles Verständnis in Politik und Öffentlichkeit fördern.

Tag der Sprachen an der Landesverteidigungsakademie

„Strategisch handeln heißt, die Zukunft zu gestalten“, meinte OberstdG Thomas Fronek, der Leiter des Sprachinstitutes des Bundesheeres bei seiner Begrüßung. Die Veranstaltung war sein erster offizieller Auftritt in dieser Funktion. Den Beitrag seines Institutes zur Gestaltung der Zukunft skizzierte er wie folgt:

  • Adaptieren der einsatzorientierten Sprachvermittlung, um aktuelle und innovative Lehr- und Lernmethoden anwenden zu können. Eine davon ist das „virtual teaching“ - das Online-Klassenzimmer auf dem Bildschirm.
  • Festigen der sicherheitsrelevanten Fachsprache mit dem Alleinstellungsmerkmal des Sprachinstitutes - der Militärfachsprache.
  • Sicherstellen einer umfassenden Sprachausbildung, die neben der eigentlichen Ausbildung auch die Sprachmittlung und Terminologiearbeit abdeckt.

 

Externe Gäste

Der erste externe Gast, Prof. Dr. Emmerich Kelih, referierte zum Thema „Mehrsprachigkeit - Sprachkontakt - Bilingualismus“. Dabei stellte er fest, dass „Sprache niemals ein isoliertes Phänomen ist“ und „verschiedene Sprachen immer in Verbindung zu- und miteinander stehen“. Kelih zeigte am Beispiel der Lehnwörter, wie sich der Sprachwandel in Gang setzt und zum sozialen Wandel der Gesellschaft beiträgt.

Das Sprachinstitut verfügt über mehrere internationale Partner. Einer davon ist das „Gymnazium Malacky“ in der Slowakei, deren Direktorin Dr. Elena Krajcirova ebenfalls zu Gast war. Den Mehrwert vielfältiger Zusammenarbeit beschrieb sie mit den Worten „Gemeinsamkeiten erkennen aber auch Unterschiede schätzen lernen“. Ihr Vortrag fand in slowakischer Sprache statt und wurde konsekutiv (unmittelbar, aber zeitversetzt nachfolgend; Anm.) von Mag. Christian Kersch vom Sprachinstitut in Deutsch übersetzt.

Weitreichende Konsequenzen

„Die Militärsprache ist ernsthaft, denn militärische Aktionen sind mit ernsten und weitreichenden Konsequenzen verbunden“. So brachte der Leiter des Fachbereiches für slawische Sprachen, Oberst Mag. Matthias Ivancsits, die Bedeutung der militärischen Fachsprache auf den Punkt. „Jeder Soldat muss Englisch als Arbeitssprache bei internationalen Einsätzen beherrschen. Aber nicht jeder spricht diese Sprache auch auf einem Niveau, das seiner Funktion angepasst ist“, so Invancsits. Der Mehrwert der Sprache ist schwer messbar aber „gerade bei heiklen Einsätzen und Aufgaben kann die lingua franca (gemeinsame Fremdsprache zur Verständigung; Anm.) die Muttersprache nicht ersetzen.“ Ivancsits nutze seinen Vortrag auch, um die aktuellen Projekte seines Fachbereiches vorzustellen: 

  • Wörterbuch Ukrainisch-Deutsch,
  • das in fünf Sprachen verfasste OSZE-Glossar und den
  • CEDC-Glossar für internationale Katastrophenhilfe.

 

Diese Publikationen sollen sowohl gedruckt, als auch als App verfügbar sein.

Abzeichenverleihung

Ein weiterer Gast war der Leiter des Sprachendienstes der Europäischen Union in Österreich, Mag. Achim Braun. Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Rede des Hausherren und Kommandanten der Landesverteidigungsakademie, Generalleutnant Mag. Erich Csitkovits. Dieser nahm, als letzten offiziellen Tagesordnungspunkt die Verleihung der Sprachtrainerabzeichen vor.

Das Sprachinstitut in Zahlen

Jährlich werden vom Sprachinstitut etwa

  • 800 Personen in 10 Sprachen ausgebildet,
  • 4 000 Personen in 16 Sprachen geprüft,
  • 1 500 Seiten in Deutsch lektoriert,
  • 2 500 Seiten in und aus 25 Sprachen übersetzt,
  • 200 Tage in und aus 18 Sprachen gedolmetscht,
  • 50 dezentrale Sprachausbildungen veranstaltet,
  • 800 Zulassungsprüfungen in Deutsch abgehandelt und 
  • 2 000 Einstufungsprüfungen in Deutsch durchgeführt.

 

Sprachinstitut des Bundesheeres

Europäische Kommission

Österreichisches Sprachenkompetenzzentrum

-keu-


25.08.2016

Das Bundesheer freut sich über wölfischen Nachwuchs

Ein sensationeller Schnappschuss gelang auf dem Truppenübungsplatz „Allentsteig“ mit einer Fotofalle:

Die Aufnahme zeigt Jungtiere eines Wolfsrudels, das auf dem über 15.000 Hektar großen Areal des Truppenübungsplatzes Allentsteig im niederösterreichischen Waldviertel sein Streifgebiet hat. Dabei handelt es sich um die ersten Wölfe, die in Österreich seit ihrer Ausrottung vor über 100 Jahren in freier Wildbahn geboren wurden.

Mehr Information zu den Wölfen folgt in Kürze.

Willkommener Räuber

-red-


09.08.2016

Dröhnende Motoren

Von 10. August bis 16. Oktober 2016 zeigt das Heeresgeschichtliche Museum am Fliegerhorst Zeltweg in einer Sonderausstellung die Geschichte des Motorrad-Rennsports.

Unter dem Titel »Dröhnende Motoren – Motorradrennen am Fliegerhorst« werden neben historischen Motorrädern auch Ausrüstung und Erinnerungsstücke aus der Anfangszeit des Motorrad-Rennsports gezeigt.

www.hgm.at 

-keu-


04.08.2016

Pioniere im Einsatz

Nach großen Unwetterschäden in der Steiermark sind 140 Soldaten mit schwerem Pioniergerät in Stanz im Mürztal und Breitenau am Hochlantsch, beide Orte im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag, im Einsatz.

Konkret arbeiten derzeit 120 Soldaten an mehreren Schadstellen in Stanz und 20 Soldaten an zwei Orten in der Breitenau. Die Bundesheerhelfer werden durch vier Bagger und schwere Lastkraftwagen der Villacher Pioniere verstärkt.

Ein am 2. August 2016 im Einsatz gewesener Transporthubschrauber S-70 „Black Hawk“ wird heute, 4. August, erneut eingesetzt, um Holz aus einer Rutschung in einem Steilhang auszufliegen. Derzeit finden dort durch die Soldaten Schlägerungen auf dem steilen Waldstück statt, da teilweise bereits entwurzelte Bäume im Graben liegen. Bei zwei Gehöften in einer Höhenlage von 900 bis 1.100 Meter ist die nachhaltige Absicherung von Hangrutschungen voll im Gange.

Eine Steinschlichtung zur Hangabsicherung wird beim Eiblbauer nach Vorarbeiten durch die Pioniere von einer zivilen Baufirma fertiggestellt. An einer anderen Stelle wird der abrutschgefährdete Hang mit einem Haus von den Bundesheersoldaten durch eine Krainerwand abgesichert.

In der Breitenau arbeiten die 20 Soldaten bei einer Hangabstützung zum Schutz für ein gefährdetes Wohnhaus sowie beim Entfernen von Verklausungen.

Militärkommando Steiermark