Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

07.12.2016

Neuer Oberbefehlshaber

Seit Dienstag, 06. Dezember 2016, steht es fest: Der nächste Bundespräsident von Österreich und Oberbefehlshaber des Bundesheeres heißt Alexander Van der Bellen.

Die offizielle Angelobung findet am 26. Jänner 2017 statt. 

Wahlergebnis im Detail

Bundespräsidentenwahlen der 2. Republik

-red-


05.12.2016

Simulatorübung in der Schweiz

Offiziere des 21. Generalstabslehrgangs, des Führungslehrgangs 1, Soldaten der Heerestruppenschule sowie Offiziere und Unteroffiziere der 4. Panzergrenadierbrigade nahmen vom 28. November bis 2. Dezember 2016 an einer simulationsgestützten Übung in Thun teil.

Dabei hatten sowohl die Kursteilnehmer als auch die Angehörigen der Streitkräfte die Möglichkeit vorhandenes Wissen zu festigen und in die Praxis umzusetzen.

Fähigkeiten in der Kernkompetenz

Nur was möglichst real und praktisch geübt wird, kann im Bedarfsfall auch umgesetzt werden. Der elektronische Taktiksimulator für mechanisierte Truppen in Thun bietet den Übungsteilnehmer die Möglichkeit theoretisches Wissen praktisch anzuwenden. Durch die realistische und gefechtsnahe Simulation arbeiten die Teilnehmer unter einsatznahen Bedingungen.

Das Schwergewicht der Ausbildung liegt einerseits bei der Anwendung der Prinzipien des Kampfes der verbundenen Waffen und andererseits bei der Führung der Truppen im Gefecht mithilfe normierter Abläufe in der beweglichen Befehlsstelle. Diese wurde, ebenso wie die Kampffahrzeuge der Kompaniekommandanten, realitätsnah mit einem Kampffahrzeug dargestellt.

Steigerung der Führungsleistung

Sowohl in den Planungsphasen als auch im laufenden Gefecht wurde die Führungsleistung durch die standardisierte Zusammenarbeit der einzelnen Funktionen verbessert. Qualitativ hochwertige Entscheidungen in der geforderten Zeit zu treffen, stellte die Richtschnur des Handelns dar. Durch die Bildung von zwei identen Kampfgruppen und das Üben auf Gegenseitigkeit entstand ein dynamischer Übungsablauf. Dieser forderte die Teilnehmer in ihrer Führungsrolle und verlangte von ihnen das Treffen von schnellen und fundierten Entscheidungen.

Umfassender Ausbildungsansatz

Durch die gezeigte Leistung des Generalstabslehrgangs konnte das Niveau der vorangegangenen theoretischen und praktischen Ausbildung bestätigt werden. Die Kombination von theoretischem Wissen einerseits und der praktischen Anwendung andererseits, verlangte von den Lehrgangsteilnehmern eine breite und umfassende Auseinandersetzung mit den an sie gestellten Aufgaben. Eine fordernde Ausbildung und der Blick über den eigenen Tellerrand können die Offiziere auf die Herausforderungen im Beruf vorbereiten.

Hauptmann Markus Dock-Schnedlitz ist Teilnehmer des 21. Generalstabslehrganges.


30.11.2016

Ausbildungskooperation mit der Deutschen Bundeswehr

Die Heeresunteroffiziersakademie (HUAk) in Enns bildet seit zehn Jahren qualifizierte Unteroffiziere der Deutschen Bundeswehr im Stabsdienst aus.

Im Jahr 2006 wurde bei Fachgesprächen auf Kommandantenebene die Idee geboren, besonders qualifizierte Unteroffiziere der Deutschen Bundeswehr, die für eine Laufbahn als Offizier vorgesehen sind, an der HUAk auszubilden. Am Anfang war es nur für einige Teilnehmer des Stabsmanagerlehrganges der "Schule für Feldjäger und Stabsdienst" möglich an der gemeinsamen Ausbildung teilzunehmen. Mittlerweile hat sich dieses Vorhaben zu einem der größten Kooperationsprojekte des Österreichischen Bundesheeres im Bereich der Ausbildung entwickelt.

Heuer wurden bereits 18 Lehrgangsteilnehmer im Stabsdienst ausgebildet. 52 weitere Offiziersanwärter nehmen vom 28. November bis 2. Dezember 2016 an einer gemeinsamen Stabsübung in Enns teil. Dabei wird zwei Tage lang ein Szenario eines multinationalen Bataillons bearbeitet. Einsatzerfahrene Ausbilder und Stabstrainer fordern mit computerunterstützten Simulationen auf der Grundlage realistischer Bedrohungsszenarien die Auszubildenden und bringen ihre eigenen Erfahrungen ein.

Am Abend des 30. November 2016 wurde bei einem Festakt die zehnjährige Kooperation mit zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft sowie Vertretern der Streitkräfte von Österreich und Deutschland gewürdigt.

-red-


29.11.2016

Demonstration „Neue Technologien im Katastropheneinsatz“

Am 23. November 2016 wurden in Lieboch Ergebnisse „Neuer Technologien im Katastropheneinsatz“ aus Forschungsprojekten der EU einem ausgewählten Teilnehmerkreis präsentiert.

Dazu konnten im Gemeindesaal der Marktgemeinde Lieboch Vertreter aus Italien (Italienischer Zivilschutz), Norwegen (ANSUR Technologies), Deutschland (Johanniter) und den Vereinten Nationen - vertreten durch das Technische Hilfswerk aus Deutschland, sowie Österreich mit dem Bundesministerium für Inneres, Land Steiermark/Abt Katastrophenschutz, ÖRK/Landesverband Steiermark sowie der Ortsstelle Lieboch, Samariterbund Steiermark, Lawinenwarndienst, Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, Stadt Graz und dem Steirischen Zivilschutzverband begrüßt werden.

Während des gesamten Tages wurden einerseits verschiedene Applikationen für Smartphones, aber auch Live Web Karten und der Einsatz von Drohnen demonstriert. Mit diesen speziellen Applikationen werden seit Jahren weltweit Ersterkundungen nach Großkatastrophen durchgeführt, Daten, Videos und sonstige Erkundungsergebnisse in beinahe Echtzeit ggf. auch über Satelliten übertragen, in der Koordinationszentrale erfasst, analysiert und eine entsprechendes, operatives Lagebild erstellt, sowie Entscheidungen für das weitere Vorgehen damit vorbereitet.

Diese Lösung gelangte bereits bei Großkatastrophen in Pakistan, Haiti, Äthiopien, Nepal, Zypern, Südsudan, Indonesien, Hongkong etc., zum Einsatz und wurde von den Teilnehmern als rasches Informationsgewinnungsinstrument empfunden, das einfach zu bedienen ist, für das es sicherlich im Inland – und Ausland Einsatzmöglichkeiten gibt (Zivilschutz, Polizei, Militär, Zivile Firmen).

-sgl-


28.11.2016

Hackerangriff

In der Nacht vom 27. auf den 28. November 2016 wurde die offizielle Website des Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport zum Ziel eines Hacker-Angriffes.

Bei dem „Angriff auf das Bundesheer“ handelte es sich um eine DDOS-Attacke. Dabei wird ein Server mit tausenden Anfragen „bombardiert“, was zu einem Zusammenbruch des Systems führt. Als Folge war die Bundesheer-Website für mehrere Stunden nicht verfügbar.

Ein Sprecher des Ministeriums erklärte, dass dieser Angriff gezeigt habe, dass das System gut geschützt sei und die Hacker nur bis zur „Eingangstüre“ vordringen konnten. Diese konnte jedoch nicht geknackt werden, weshalb auch die kritischen Systeme verschont blieben.

Bereits am Freitag, dem 25. November, gab es einen Hackerangriff auf die Website des Außenministeriums, der laut Ministerium aus der Türkei ausgeführt wurde. Ob es einen Zusammenhang zwischen beiden Attacken gibt ist unklar. Ermittlungen des Führungsunterstützungszentrums und des Abwehramtes laufen.

www.bundesheer.at

TD-Artikel zum Thema: Jeder ist verletzbar

-red-


28.11.2016

AEGIS 16

Von 21. bis 25. November 2016 fand die Übung „AEGIS 16 - Schutz kritischer Infrastruktur“ statt, die von der Landespolizeidirektion Niederösterreich, den Bezirkshauptmannschaften Mödling und Bruck an der Leitha sowie dem Österreichischen Bundesheer gemeinsam durchgeführt wurde.

Insgesamt nahmen rund 800 Soldaten (550 Kadersoldaten und 250 Grundwehrdiener) und 50 Polizisten mit 20 gepanzerten Transportfahrzeugen wie dem „Dingo“ oder „Husar“, zwei Bundesheer- und einem Polizeihubschrauber teil. Die Landespolizeidirektion NÖ war für die Gesamtleitung und die Einsatzführung der Übung zuständig.

Die Übung basierte auf einer fiktiven Gefährdungslage, die sich gegen kritische Infrastruktur im Zuständigkeitsbereich der Bezirkshauptmannschaften Mödling und Bruck an der Leitha befanden. In diesem Fall koordiniert und regelt die Landespolizeidirektion für Niederösterreich den vorbeugenden Schutz dieser Infrastruktur und die damit zusammenhängende Abwehr von allgemeinen Gefahren und sonstiger Aufgaben aus der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe, Ordnung und Sicherheit sowie die Anwendung von Befugnissen durch Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes und Assistenz leistenden Soldaten. Das Bundesheer wurde im Zuge dieser Übung von der Landespolizeidirektion NÖ zur Assistenzleistung angefordert.

Ziel des geübten Assistenzeinsatzes war es, den Schutz und die Funktionalität von kritischer Infrastruktur (am Beispiel von zwei Schutzobjekten) im Zusammenwirken mit der Polizei und der Bezirkshauptmannschaften zu gewährleisten. Die Soldaten unterstützten die Polizei beim Schutz von wichtiger Infrastruktur.

-red-


15.11.2016

Workshop für Bandvagn S10

Vom 2. bis 4. November 2016 erfolgte eine Fahrzeug- bzw. Systemeinweisung der zukünftigen Nutzer, wie dem Gebirgskampfzentrum und dem Jägerbataillon 24, auf dem Bandvagn S10 (BvS10) „Hägglunds“ durch einen Vertreter der Lieferfirma.

Bei diesem „Erstkontakt“ wurden den Soldaten der Haspinger-Kaserne in Lienz Konfigurationsmöglichkeiten und Ausstattungsvarianten vorgestellt und sie konnten bei Probefahrten die Grundleistung des Fahrzeuges kennenlernen. Die begleitenden Infrastrukturmaßnahmen, Ausbildung, Einschulung etc. waren ebenfalls Thema des „Workshop Hägglunds“.

Zurzeit befinden sich österreichische Soldaten für erste Einschulungen auf dem Gerät in Schweden. Dort werden auch Absprachen mit der Herstellerfirma und ein Erfahrungsaustausch über die Nutzungsmöglichkeiten des BvS10 bei der schwedischen Armee geführt.

Vizeleutnant Boris Kurnik, Hochgebirgs-Jägerbataillon 24


03.11.2016

Bundesheer-Kontingent nach Ungarn verabschiedet

Am Donnerstag, den 3. November 2016, hat Bundesminister Hans-Peter Doskozil das österreichische Kontingent bei einem Festakt in Nickelsdorf verabschiedet.

Rund 60 Soldaten werden für voraussichtlich sechs Monate im Raum Hódmezóvásárhely, in der ungarischen Grenzregion zu Rumänien und Serbien stationiert. Das Austrian Contingent Hungary (AUTCON HUN) wird die ungarischen Behörden bei einer humanitären Hilfeleistung unterstützen.

Die Österreicher sind für die Instandsetzung der Straßeninfrastruktur im Grenzgebiet sowie für den Container-Transport vorgesehen. Dafür stehen ihnen moderne Hakenladesysteme, Kipper, Tieflader, Bagger, Planiergeräte sowie diverse LKW- und PKW-Typen zur Verfügung; insgesamt rund 50 Fahrzeuge. Geführt wird das Kontingent von dem Kommandanten des Pionierbataillons 3 aus Melk, Oberst Reinhard Koller.

-red-


28.10.2016

Bundesheer-Leistungsschau in Salzburg

Mehr als 50.000 Besucher strömten am 26. Oktober in die Salzburger Innenstadt und erlebten die Bundesheer-Leistungsschau. "Ein beeindruckendes Zeichen der engen Verbundenheit zwischen dem Land und seinem Bundesheer", wie es Landeshauptmann Wilfried Haslauer formulierte.

Während Pionierboote bei großem Andrang auf der Salzach ihre Runden drehten, ging der Festakt um den Dom weiter: Am Mozartplatz zeigte die Luftraumüberwachung ihr Aufgabenspektrum und hatte Modelle der Radaranlagen vom Kolomansberg und des Eurofighters ausgestellt. Auch die Fliegerabwehr baute ihr Gerät auf. Am Residenzplatz bezogen die Sanitäter Stellung: Oberst Dr. Ewald Esterer führte durch das moderne Kontaminationszelt.

Nur wenige Meter davon entfernt gaben Heeres-Sportler Autogramme. "Eine einmalige Kulisse", war Vizeleutnant Christian Rabenberger voll des Lobes. Durch die Bögen lud am Domplatz das Tragtierzentrum aus Hochfilzen zum Reiten auf den Haflingern ein, was besonders bei Kindern ankam. "Pferde sind ein gutes Bindeglied zur Bevölkerung", weiß Major Josef Hager.

Unweit davon, am Kapitelplatz, waren die Panzer Publikumsmagneten, nebst dem zum Abseil-Turm umfunktionierten "Manitou"- Teleskoplader der Pioniere.Vor tausenden Zuschauern dann der Höhepunkt: Mit begleitenden Worten von Chef-Organisator Oberst Franz Pritz und Kommandant Ulf Remp absolvierten Gebirgssoldaten mit Luftunterstützung von vier Helikoptern und unter lautem Pyrotechnik-Feuer den "Festungssturm". "Einfach toll", erinnerte sich der stellvertretende Generalstabschef Bernhard Bair an seine Zeit in Salzburg. Dem konnte Bürgermeister Heinz Schaden zustimmen: "Schön, wenn die Menschen sehen, was das Bundesheer kann."

Knapp 15.000 Portionen Gulasch wurden von der Feldküche ausgegeben. Das erste Konzert der Salzburger Militärmusikkapelle, wieder in voller Stärke, bildete den Abschluss dieser Großveranstaltung. Militärkommandant Brigadier Heinz Hufler war am Ende des Tages zufrieden: "Für Salzburg und das Bundesheer war das ein sehr besonderer Tag."

Militärkommando Salzburg


26.10.2016

Ausbildungskooperation zwischen österreichischer und bosnischer Militärmusik

Die Militärmusik Kärnten trainiert auf Einladung des bosnisch-herzegowinischen Verteidigungsministeriums die Militärmusiker der bosnischen Streitkräfte. Ziel der gemeinsamen Fortbildung ist die Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit und die Förderung der bosnischen Militärmusik.

Seit 13. Oktober sind 40 Kärntner Militärmusiker, darunter drei Militärmusikerinnen, unter der Führung von Militaerkapellmeister Oberstleutnant Dietmar Prantner in Sarajewo und proben fuer gemeinsame "open air"-Auftritte im Rahmen eines großen Blasorchesters. Die musikalische Ausbildungskooperation sieht drei gemeinsame Konzerte in Bosnien-Herzegowina sowie den Austausch von musikalischem Know-How vor. Die gemeinsamen Konzerte finden rund um den Österreichischen Nationalfeiertag in der Hauptstadt Sarajewo sowie in den Städten Banja Luka und Mostar statt. Das Bundesheer leistet damit auch einen Beitrag für das österreichisch-bosnisch-herzegowinische Kulturjahr 2016. Die Aufführungen der beiden Militärmusiken umfassen anspruchsvolle Werke großer österreichischer und bosnisch-herzegowinischer Komponisten.

Erstes gemeinsames Konzert

Den ersten Höhepunkt nach mehreren Tagen Probe, bildete ein gemeinsamer Auftritt der beiden Militärmusiken im Rahmen eines militärischen Festaktes im EUFOR (European Forces) Camp Butmir in Sarajevo. Dabei wurde am 21. Oktober der „Große Österreichische Zapfenstreich“ für die EUFOR-Soldaten aufgeführt. Der Kommandant von EUFOR/ALTHEA, der österreichische Generalmajor Friedrich Schrötter, begrüßte zu diesem Anlass eine Vielzahl hochrangiger bosnisch-herzegowinischer und internationaler Gäste.

EUFOR "Althea"

Die friedensbewahrende EUFOR Operation Althea umfasst derzeit rund 600 Soldaten aus 15 EU Mitgliedsstaaten sowie fünf Partnernationen. Österreich ist mit 328 Soldaten der größte Truppensteller für den Einsatz in Bosnien und Herzegowina. Eine der Hauptaufgaben der EUFOR-Truppe ist die umfassende Ausbildungsunterstuetzung fuer das bosnisch-herzegowinische Militär im Rahmen des sogenannten „Capacity Building & Training“ Programms. Darüber hinaus unterstützt die multinationale Truppe weiterhin die zivilen Behörden bei der Aufrechterhaltung von Frieden und Stabilität im Rahmen einer gesamteuropäischen Strategie.

-red-