Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

12.04.2021

Moderne Systeme für Panzertruppe

Am 12. April 2021 übergab Bundesministerin Klaudia Tanner in der Welser Hessen-Kaserne drei Schwerlast-Transportsysteme.

Die geländegängigen Sattelzugmaschinen mit Sattelanhänger wurden speziell für den militärischen Einsatz entwickelt. Sie können bis zu 70 Tonnen schwere Panzer und Gerät befördern. Weitere militärische Ausstattungen und Ausführungen, wie die Tarnung mit spezieller Lackierung, die Infrarotbeleuchtung und die Vorbereitung für informations- und kommunikationstechnologische Erweiterungen, sind im Lieferumfang enthalten. Die Gesamtkosten betragen 5,8 Millionen Euro. Das Schwerlast-Transportsystem wird auch in der Deutschen Bundeswehr verwendet.

-red-


08.04.2021

Rückstau bei Stellungen abgebaut

Der Rückstau von 13.000 Männern, deren Stellung wegen der COVID-19-Pandemie verschoben wurde, ist bis auf 1.943 Stellungspflichtige abgearbeitet.

Um das zu erreichen wurde das Personal in den Stellungsstraßen aufgestockt sowie die Stellungszeiten und -tage ausgedehnt. In Kärnten und der Steiermark wurde der Überhang bereits abgearbeitet. In Wien, Niederösterreich und Oberösterreich sollte dies in den kommenden Tagen der Fall sein. Tirol rechnet mit einem Ende des Rückstaus bis Anfang Mai.

-red-


01.04.2021

Bundesheer bereitet sich auf Blackouts vor

Österreich ist zuletzt am 9. Jänner 2021 an einem flächendeckenden Blackout vorbeigeschrammt.

Es ist ein Szenario, das wir „ohne Zweifel vermehrt üben müssen“, sagt Bundesministerin Klaudia Tanner. Die Vorbereitungen für zukünftige Blackouts laufen daher auf Hochtouren. Bis 2024 soll die Autarkie in den ersten Kasernen gegeben sein. Geplant sind insgesamt zwölf „Sicherheitsinseln“, mindestens eine in jedem Bundesland. Diese Kasernen sollen in jedem Bereich eigenständig sein, von der Energieversorgung bis zur Verpflegung, um die Truppen handlungsfähig zu halten. In der zweiten Stufe sollen sie unter anderem auch die zivile Sanitätsversorgung sicherstellen können.

-red-


31.03.2021

Soldatinnen im ÖBH: „Auf gutem Weg, aber nicht am Ziel“

Seit 1998 dienen Frauen im Bundesheer. Derzeit gibt es einen Frauenanteil von etwa vier Prozent.

Mentorinnen, Fitness-App und mehr Sichtbarkeit sollen den Frauenanteil erhöhen. „Wir sind am richtigen Weg, aber das Ziel haben wir noch lange nicht erreicht. Es liegt noch sehr viel Arbeit vor uns“, sagt Bundesministerin Klaudia Tanner. Künftig sollen vermehrt weibliche Informationsoffiziere angeworben werden und die Rekrutierungsmaßnahmen unterstützen. Seit 2004 bietet das Bundesheer regelmäßig Vorbereitungstage oder –wochenenden sowie Schnupper- und Karrieretage an. Ab April startet eine neue Rekrutierungskampagne. Neben der Verbesserung der Infrastruktur, sehen die neuen Maßnahmen die Fortführung des Projekts „Fit fürs Heer“ vor. Eine zusätzliche Fitness-App soll Einsteigerinnen beim Erreichen der geforderten körperlichen Leistungen helfen. Junge Soldatinnen werden durch ein Mentoring-Programm in ihrer Ausbildung begleitet. 2020 wurde ein eigenes Referat geschaffen, dass den Frauenanteil bei Einsätzen zum Ziel hat. 

-red-


29.03.2021

120 Hochgebirgsjäger in den Kosovo entsandt

Das Hochgebirgs-Jägerbataillon 23 aus Tirol und Vorarlberg hat am 24. März 2021 insgesamt 120 Soldatinnen und Soldaten in der Pontlatzkaserne verabschiedet, sie werden in den Kosovo entsandt.

Als Teil des multinationalen Verbandes der Kosovo Force (KFOR) bewachen die Soldatinnen und Soldaten Kulturgüter oder patrouillieren in den Minderheitenenklaven sowie an der administrativen Grenzlinie. Bei gewalttätigen Demonstrationen unterstützen sie die lokale Polizei. Der Einsatz der Hochgebirgsjäger dauert bis Mitte Oktober 2021. Österreich ist seit 1999 an der NATO-geführten und durch die UN-Sicherheitsresolution 1244 mandatierten Kosovo Force beteiligt. Österreich zählt zu den bedeutendsten Investoren der Region und ist an der dauerhaften Stabilisierung und wirtschaftlichen Entwicklung des Kosovo interessiert.

-red-


19.03.2021

„Gefährliche Fauna“: Datenbank für Sicherheit im Auslandseinsatz

Verletzungen und Vergiftungen durch Säugetiere und Reptilien, wie durch Giftschlangen, spielen in vielen Ländern Afrikas eine wichtige Rolle.

Giftschlangenbisse können zu Lähmungen, Blutungen und Muskelspasmen oder –nekrosen, Gewebeschädigungen, Herzbeschwerden und infolgedessen auch zum Tod führen. Die Projektreihe „Gefährliche Fauna“ macht auf tierische Gefahren aufmerksam. Dazu haben Experten eine Datenbank für Soldaten im Einsatz erstellt. Das Projekt konnte Ende 2020 für den Einsatzraum Nordafrika abgeschlossen werden, nun wird es auf Zentralafrika ausgeweitet. Die Zusammenarbeit dieser Projektreihe zwischen dem Naturhistorischem Museum und dem Bundesheer besteht seit 2012.

-red-


18.03.2021

Modifizierter „Black Hawk“ gelandet

Ein neues Cockpit und mehr Einsatzmöglichkeiten zeichnen den modifizierten Mehrzweckhubschrauber aus.

Die neuen Fähigkeiten beinhalten unter anderem die Integration des Behördenfunks, ein Helmvisier, GPS-gestützte Anflugverfahren und die Nutzung des Luftraumes nach Sicht- und Instrumentenflugregeln. Durch den Tausch von Komponenten im Bereich des Avioniksystems verfügt der modifizierte S-70 „Black Hawk“ außerdem über neue Möglichkeiten zur Nutzung des Luftraumes. Die Maschine verfügt über zwei Triebwerken, die je 1.940 PS leisten, dadurch erweist er sich vor allem als hochgebirgstauglich. Diese Fähigkeit kann er vor allem bei Einsätzen in gebirgigen Lagen (Galtür) ausspielen. Der Hubschrauber, der weltweit in 24 Staaten eingesetzt wird, bietet seinen Insassen hohen Schutz sowie Sicherheit (Crashfestigkeit) und zeichnet sich durch geringen Personal- und Wartungsaufwand aus. Neben dem Einbau des neuen Cockpits wurden drei weitere „Black Hawk“ beschafft, die mit derselben Avionik ausgerüstet werden; der Zulauf ist für 2022 vorgesehen.

-red-


17.03.2021

Hilfsgüter für den Libanon

In Kooperation mit der Hilfsorganisation „artists for children“ transportierte das Bundesheer mit einer C-130 „Hercules“ über vier Tonnen Material in den Libanon.

Infolge der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut am 4. August 2020 wurden tausende Familien obdachlos. Unmittelbar nach der Katastrophe entsandte das Bundesheer einen Experten für internationale Katastrophenhilfeeinsätze in den Libanon um die Bewältigung der Explosionsauswirkungen zu koordinieren. Die Nahrungsmittel und Unterrichtsmaterialien sind für über 100.000 Kinder.

-red-


03.03.2021

Jägerbataillon 25 trainiert den luftbeweglichen Einsatz

Seit 1972 ist die Ausbildung mit Hubschraubern die Kernkompetenz des Klagenfurter Jägerbataillon 25, dem Luftlandeverband im Bundesheer.

Die Zusammenarbeit mit Hubschraubern ist fordernd und muss regelmäßig geübt werden. Aus diesem Grund führte das Klagenfurter Jägerbataillon 25, der Luftlandeverband der 7. Jägerbrigade, Luftlandeausbildungen durch. Diese fanden vom 1. bis 5. Februar 2021 mit 50 Berufs- und Zeitsoldaten sowie vom 8. bis 12. Februar mit etwa 90 Soldaten in den Bezirken Klagenfurt, Klagenfurt Land, Feldkirchen und St. Veit statt. 

Vor allem das Einweisen der Hubschrauber, die Annährung, sowie das rasche Auf- und Absitzen standen bei der Ausbildung im Vordergrund, aber auch der Transport von Soldaten, Waffen und Ausrüstung sowie das ABC-Luftspüren wurden trainiert. Mitte Februar erfolgte auch die Fortbildung der Heeresflugretter. Mit Flügen bei Tag und Nacht konnten die Soldaten ihre Erfahrung und ihr Können ausbauen, um dieses bei Einsätzen im In- und Ausland anwenden zu können. Aufgrund der aktuellen COVID-19 Situation werden alle Soldaten vorab mittels PCR-Test getestet. Nur jene mit einem negativen Testergebnis nahmen mit FFP2-Schutzmaske während der Flugphasen an der Ausbildung teil.  

-red-


01.03.2021

654 neue Unteroffiziere

Am 26. Februar 2021 fand in Enns die Ausmusterung von 654 neuen Unteroffizieren, davon 41 Frauen, statt.

553 Berufssoldaten und 101 Milizsoldaten musterten als „Wachtmeister“ aus. Der Festakt für die Berufs- und Milizsoldaten erfolgte im Beisein von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner, Landtagspräsidenten von Oberösterreich Wolfgang Stanek und Generalstabschef Robert Brieger auf dem Sportplatz der Towarek-Schulkaserne in Enns. 169 der Berufs- und Milizsoldaten (davon zwölf Frauen) stammen aus Niederösterreich, 89 Teilnehmer (davon fünf Frauen) aus der Steiermark, Oberösterreich mit 72 Soldaten (sechs Frauen) und 58 Männer und fünf Frauen aus Salzburg. Die verbleibenden Unteroffiziere stammen aus Tirol (45 Soldaten, davon eine Frau), dem Burgenland mit 25 Männern und vier Frauen sowie Vorarlberg mit 19 Männern. Jahrgangsbester ist der gebürtige Oberösterreicher, Zugsführer Jonas Kager, vom Panzerstabsbataillon 4 aus Hörsching. Er konnte mit neun Auszeichnungen seine Ausbildung abschließen.

-red-