Hier finden Sie aktuelle Beiträge aus Österreich zu sicherheitsrelevanten Themen wie Neues aus der Truppe, andere Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen.

17.09.2019

Verteidigungsminister Starlinger präsentiert Zustandsbericht des Bundesheeres

Der mit Spannung erwartete Bericht wurde am 17. September 2019 der Öffentlichkeit präsentiert. Er zeichnet ein drastisches Bild über den Zustand und die weitere Entwicklung des Bundesheeres, falls im Budget keine Trendumkehr erfolgt. Der Bericht empfiehlt eine Erhöhung des Wehrbudgets im kommenden Jahr von 2,2 auf 3,1 Milliarden Euro.

Analytisch und schonungslos wird darin der tatsächliche Zustand und der Entwicklungspfad des Bundesheeres sowie in den einzelnen Waffengattungen mit einem Zeithorizont bis 2030 aufgezeigt. In der Budgetvorschau wird neben dem Regelbudget ein Zusatzbudget zum Abbau des vorhandenen Investitionsrückstaus ausgeworfen. 2030 soll das bereits häufig geforderte ein Prozent des BIP erreicht werden.

Ausgangspunkt des Zustandsberichtes war eine umfassende Bedrohungsanalyse. Dabei zeigen sich für einen Kleinstaat steigende Sicherheitsrisiken, denen nur mit einem gesamtstaatlichen Ansatz begegnet werden können. Denn es besteht für einen Staat keine Exklusivität für Waffen und Kampfmittel. Klein- und Leichtwaffen, chemische und biologische Mittel und besonders Angriffsmittel im Cyberraum sind schon für Kleingruppen leicht zu organisieren.

Der Bericht basiert auf dem militärischen Szenario einer Schutzoperation. Diese dient dem Schutz des Staates sowie dessen Bevölkerung und deren Lebensgrundlagen. Dabei wird klar gezeigt, dass ein flächendeckender Schutz vom derzeitigen Bundesheer nicht gewährleistet werden kann. Als Vergleich dazu dient die Schweiz: Mit einer um die Hälfte kleineren Fläche steht doppelt so viel Personal zur Verfügung. Die in Österreich definierten rund 300 hochwertigen Schutzobjekte können im jetzigen Zustand des Bundesheeres nicht geschützt werden. Eine Drohnenabwehr ist praktisch nicht vorhanden.

Der personelle Rahmen für das Bundesheer 2030 wird von der nach wie vor gültigen Sicherheitsstrategie abgeleitet: Insgesamt 55.000 Personen, 1.100 im Auslandseinsatz und 12.500 für den Katastrophenschutz. Das Bundesheer hat in den vergangenen 20 Jahren rund 4.000 Personen abgebaut. Um sich wieder in Richtung der 26.000 Personen im festgelegten Organisationsrahmenplan zu nähern, muss in den nächsten zehn Jahren der derzeitige Personalstand um 2.000 Personen erhöht werden.

Auf die Stellung der Miliz wird besonders hingewiesen. Als Grundsatz gilt: gleiche Aufgaben, gleiche Ausrüstung. Dadurch soll die Entwicklung zu einem Zweiklassen-Bundesheer vermieden werden. Dringende Investitionen sind in allen Bereichen notwendig, besonders bei der persönlichen Schutzausrüstung und in der Mobilität. Außerdem sollen Teile der Miliz mit einer erhöhten Einsatzbereitschaft zur Verfügung stehen.

In zehn Prinzipien zur Weiterentwicklung wird unter anderem aufgezeigt: Ohne dringende Investitionen kann das Österreichische Bundesheer die österreichische Bevölkerung nicht mehr schützen. Letztlich stellt der Minister die Frage: „Was ist uns allen der Schutz und die Hilfe durch das Bundesheer wert“?

-red-

Zustandsbericht als Download


04.09.2019

Neuer Kommandant des Panzerbataillons 14

Am 4. September 2019 übernahm Oberstleutnant Jörg Loidolt in einem feierlichen Festakt offiziell das Kommando des Panzerbataillons 14 in der Welser Hessenkaserne.

Loidolt übernahm die Führungsverantwortung vom scheidenden Kommandanten des Verbandes, Oberst Gerhard Bojtos. Dabei gab Bojtos die Standarte des einzigen Panzerbataillons in Österreich an den Kommandanten der 4. Panzergrenadierbrigade, Brigadier Siegwart Schier, zurück, der wiederum diese an Oberstleutnant Loidolt weitergab.

Zahlreiche Ehrengäste nahmen an der Kommandoübergabe teil, unter anderem der Bürgermeister der Stadt Wels Andreas Rabl und die Landtagsabgeordnete Silke Lackner.

-red-


31.08.2019

80 Jahre Beginn Zweiter Weltkrieg: HGM-Sonderausstellung

Der Überfall auf Polen durch die deutsche Wehrmacht vor 80 Jahren, am 1. September 1939, war der Beginn des Zweiten Weltkrieges.

16 Tage nach dem Überfall Deutschlands beteiligte sich auch die Sowjetunion unter Josef Stalin bei dem Angriff. Die Folge war ein von beiden Mächten besetztes Polen mit unzähligen Ermordungen, Massenterror, Aussiedlungen und Deportationen in die Konzentrationslager.

Zur Erinnerung an die damaligen Geschehnisse zeigt das Heeresgeschichtliche Museum von 2. bis 13. September 2019 die Sonderausstellung „Poland First To Fight“. Diese entstand als Gemeinschaftsprojekt des polnischen Außenministeriums, dem Museum des Zweiten Weltkrieges in Danzig und dem HGM. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Kriegserfahrungen aus polnischer Sicht, wie beispielsweise der Kampf polnischer Soldaten für eine unabhängige Heimat.

Sonderausstellung „Poland First To Fight“ im HGM

von 2. bis 13. September 2019, 9:00 – 17:00 Uhr

-red-


30.08.2019

80 Jahre Beginn Zweiter Weltkrieg: Programmschwerpunkte im Fernsehen

Am 1. September 2019 jährt sich der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges zum 80. Mal, dem von 1939 bis 1945 mehr als 60 Millionen Menschen zum Opfer fielen. Aus diesem Anlass bieten unter anderem der ORF und arte umfangreiche Programmschwerpunkte mit Dokumentationen, Spielfilmen, Analysen und Interviews.

Der ORF widmet sich dem Thema ab heute (30. August) bis einschließlich 7. November in zahlreichen Programmen in ORF 2 und ORF 3, darunter zwölf Neuproduktionen. ORF 2 bringt heute (30. August) die Doku „Blutiges Edelweiß“ über die 2. und 3. Gebirgsjägerdivision der deutschen Wehrmacht, die zu einem großen Teil aus Österreichern bestand. Am 31. August und 1. September stehen zwei Live-Sondersendungen auf dem Programm. Dabei wird der Fokus auf Ereignisse in den Bundesländern und dem Krieg in Europa, der Sowjetunion und den USA gelegt. Neben bislang wenig beachteten Themen, wie die Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg oder die Kriegsfinanzierung, kommen auch Historiker zu Wort. Live im Studio analysiert Hugo Portisch.

arte startet seinen Programmschwerpunkt „Vor 80 Jahren: Überfall auf Polen“ am 1. September mit der Doku-Erstausstrahlung „Polen 39“. Dabei werden, neben dem Feldzug, vor allem die Einstellungen und das Handeln der Wehrmachtssoldaten analysiert. Bis 4. September zeigt arte insgesamt vier Dokumentationen (zwei Erstausstrahlungen) und den Spielfilm „Jeder stirbt für sich allein“.

-red-

Übersicht und Informationen zu allen Sendungen beider TV-Programmschwerpunkte:

ORF

arte


26.08.2019

Kommandoübergabe in Bruckneudorf

Am 23. August 2019 übergab Oberst Franz Neuhold das Kommando über den Truppenübungsplatz Bruckneudorf an Oberstleutnant Markus Ziegler.

Grund der Übergabe war die Versetzung von Franz Neuhold in den Ruhestand mit 1. September 2019. Der Oberst war seit 2007 für den Truppenübungsplatz Bruckneudorf verantwortlich und ist mit zwölf Jahren, der bislang längstdienende Kommandant dieser traditionsreichen militärischen Liegenschaft. Neuhold hat das aktuelle Erscheinungsbild des Truppenübungsplatzes nachhaltig geprägt. Während seiner Führung kam das Institut Jäger der Heerestruppenschule nach Bruckneudorf, das Institutsgebäude wurde errichtet, das Kommandogebäude und die Kreuzbauten saniert sowie die Außenstelle des Heeresgeschichtlichen Museums auf dem Ungerberg eröffnet.

Oberstleutnant Markus Ziegler, der seit zwei Jahren stellvertretender Kommandant am Truppenübungsplatz ist, wurde mit der Führung beauftragt. Ziegler war zuvor am Institut Jäger als Hauptlehroffizier tätig und TRUPPENDIENST-Lesern als Autor der Artikelserien „Bewegliche Einsatzführung in der Verteidigung“ und „Aufklärung und Angriff“ bekannt.

-keu-

Links:

Kommentar Franz Neuhold:
TÜPl Bruckneudorf – Geschichte und Zukunft

Artikelserie 150 Jahre Brucker Lager/TÜPl Bruckneudorf:
Teil 1:
Von der Gründung 1867 bis zum Ersten Weltkrieg 1914
Teil 2: Vom Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 bis zum Ende der Besatzungszeit 195
Teil 3: Vom Ende der Besatzungszeit 1955 bis heute

Buchtipp: TÜPl Bruckneudorf - 150 Jahre Brucker Lager

 

 


26.08.2019

Zehn Jahre deutsch-österreichische Trainingskooperation

Am 6. August 2019 feierten die Heereslogistikschule in Wien und das Ausbildungszentrum Technik Landsysteme in Aachen ihre zehnjährige Ausbildungskooperation.

Dafür besuchte der Kommandant der Heereslogistikschule, Oberst dG Stefan Lampl, den Leiter des Instituts Technischer Dienst, Oberst Klaus-Dieter Cohrs, am Standort in Aachen.

Im Mittelpunkt des Treffens standen Gespräche mit vor Ort stationierten österreichischen Soldaten, die am Kampfpanzer „Leopard“ 2 ausgebildet wurden sowie die zukünftige Entwicklung der deutsch-österreichischen Kooperation.

Ab 2020 sollen die Trainingskooperation zwischen der Heereslogistikschule und dem Ausbildungszentrum Aachen vertieft und die gegenseitigen Schulungsmöglichkeiten weiter ausgebaut werden.

-red-


20.08.2019

Ablinger Gesamtsieger des Handbike-Weltcup 2019

Der Innviertler und Heeressportler Walter Ablinger erreichte beim abschließenden Handbike-Straßenrennen in Baie Comeau (Kanada) den sechsten Platz und holte damit den Gesamtweltcupsieg 2019 in der Schadenklasse MH 3 nach Österreich.

In diesem Jahr mussten insgesamt sechs Einzelbewerbe – drei Straßenrennen und drei Zeitfahrten – absolviert werden. Lediglich acht Punkte trennten Ablinger zum Schluss von dem Belgier Jean-Francois Deberg, der seine Chance auf Gold mit einem zweiten Platz in der Tageswertung verspielte.

Für Walter Ablinger ist der Sieg, nach 2012 und 2013, bereits der dritte seiner Sportkarriere und eine gelungene Ausgangslage für die Qualfikation der Paralympics in Tokio 2020.

-red-


30.07.2019

Neue Militärhundewelpenpaten

Zur traditionellen Militärhundetaufe am 29. Juli 2019 besuchten Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein und Verteidigungsminister Thomas Starlinger das Militärhundezentrum des Österreichischen Bundesheeres in Kaisersteinbruch.

Bierlein und Starlinger übernahmen dabei die Patenschaft von je zwei jungen Rottweilern. Als Paten fungierten ebenfalls der Kommandant der Streitkräftebasis Generalmajor Alexander Platzer, der Landeshauptmann des Burgenlandes Hans Peter Doskozil und Frauenministerin Ines Stilling.

Die sieben Welpen wurden im April 2019 geboren und treten mit Erhalt der Hundedienstmarke ihren Dienst beim Bundesheer an. Die jungen Rottweiler sollen künftig aufgrund ihrer Charaktereigenschaften zu Wach- und Schutzhunden ausgebildet werden. Zuvor müssen sie jedoch eine gesundheitliche Untersuchung sowie die „Welpenschule“ absolvieren.

Derzeit gibt es im Österreichischen Bundesheer insgesamt 172 Militärhunde, darunter Rottweiler, Schäfer-, Labrador- und Jagdhunde.

-red-


28.06.2019

NCT Europe 2019 - Erstmals Konferenz in Wien

Vom 25. bis 27. Juni 2019 fand im Hotel InterContinental in Wien eine Konferenz der NCT-Europe-Serie statt.

Die Bedrohung durch atomare, chemische und biologische Stoffe jeglicher Art, sowie durch unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen sowie explosive Kampfmittel stellen zivile und militärische Einsatzkräfte vor tiefgreifende neue Herausforderungen.

Das Auffinden und eindeutige identifizieren, die Dekontamination bei einem Massenanfall von betroffenen Personen und die Entschärfung von immer raffinierteren Sprengfallen benötigen neben neuen technologischen Entwicklungen auch eine enge Zusammenarbeit und einen Erfahrungsaustausch in Ausbildung und Training.

Eröffnet wurde die dreitägige Veranstaltung mit einer Leistungsdemonstration österreichischer ABC-Abwehrkräften gemeinsam mit zivilen Einsatzorganisationen am ABC- & Katastrophenhilfeübungsplatz TritolWerk. Internationale zivile und militärische Ersthelfer, sogenannte First Responder, hatten danach die Gelegenheit, gemeinsam zu üben.

Neben der praktischen Trainingsmöglichkeit sind die Vortragsserie sowie eine Industrieausstellung Eckpfeiler dieser Veranstaltung. Ein Vortrag eines Vertreters der belgischen Feuerwehr über den Terroranschlag am 22. März 2016 in Brüssel mit 35 Toten zeigte anschaulich, wie schnell Rettungskräfte überfordert sind und welche Herausforderungen gefährliche Stoffe bei solchen Einsätzen zusätzlich darstellen.

Allgemein steht die NCT Serie für hochkarätige Veranstaltungen, die Regierungsdelegationen, führende Ersthelfer und Entscheidungsträger im Katastrophenschutzwesen mit Unternehmen und innovativen Branchenvertretern mit der CBRN-Community in Verbindung bringen.

Veranstaltet wird diese weltweite NCT-Konferenzserie durch die IB Consultancy, einem privaten und gut vernetzten Verteidigungs- und Sicherheitsunternehmen.

- red -


26.06.2019

Generalmajor Reinhard Trischak ist neuer EUFOR-Kommandant in Bosnien und Herzegowina

Mit 26. Juni 2019 übernahm Generalmajor Reinhard Trischak das Kommando über EUFOR/ALTHEA in Bosnien und Herzegowina.

Trischak folgt damit Generalmajor Martin Dorfer nach, dem Verteidigungsminister Thomas Starlinger Dank für sein Engagement und seinen Einsatz aussprach. Seit Dezember 2004 stellt Österreich bereits zum achten Mal in Folge den EUFOR/ALTHEA-Kommandanten.

Der gebürtige Burgenländer ist seit 1981 beim Österreichischen Bundesheer. Von 1985-1989 war er als Kompaniekommandant tätig. Zwischen 1991 bis 1994 absolvierte Trischak den Generalstabslehrgang und wurde von 2006 bis 2008 im EU-Militärstab in Brüssel eingesetzt. Vor seiner neuen Funktion hatte er die Agenden des Abteilungsleiters der Militärpolitik im Verteidigungsministerium inne.

Generalmajor Reinhard Trischak führt künftig etwa 600 Soldaten aus insgesamt 20 verschiedenen Ländern, davon 15 aus EU- und fünf aus Nicht-EU-Staaten. In Bosnien und Herzegowina sind derzeit 330 österreichische Soldaten stationiert. Damit stellt Österreich das größte Kontingent innerhalb der EUFOR/ALTHEA-Mission.

-red-