International

27.07.2022

Kuwait: Beschaffung von Eurofighter-Waffen

Die US-Regierung genehmigt den Verkauf von Waffen für das Kampfflugzeug Eurofighter „Typhoon“ an Kuwait.

Kuwait soll demnach Luft-Luft- und Luft-Boden-Waffen im Wert von etwa 397 Millionen US-Dollar (etwa 389 Millionen Euro) beschaffen. Darunter sollen 60 Stück der AIM-120 C-7/8 Advanced Medium-Range Air-to-Air Missiles (AMRAAMs), 250 Stück der Mk-84 Allzweckbomben sowie 501 Stück der Mk-83 Allzweckbomben sein. Außerdem sollen Munition, Trainingsgeräte und Ersatzteile geliefert werden.

Das US-Außenministerium begründete seine Zustimmung damit, dass dadurch außenpolitische und nationale Sicherheitsziele der USA unterstützt würden. Kuwait sei eine wichtige Kraft für die politische Stabilität und den wirtschaftlichen Fortschritt im Nahen Osten. Bereits 2016 bestellte Kuwait insgesamt 28 Stück des Kampfflugzeuges Eurofighter „Typhoon“. Bisher wurden vier Stück an die Kuwait Air Force geliefert.

-red-


27.07.2022

Tschechien: Neuer Schützenpanzer

Die tschechische Armee entschied sich für den schwedischen CV90 MkIV als neuen Schützenpanzer.

Der tschechische Premierminister Petr Fiala gab bekannt, dass Verhandlungen mit Schweden aufgenommen würden. Tschechien versuchte seit etwa fünf Jahren einen Ersatz für seine alternden Schützenpanzer des Typs BVP-2 zu finden.

Das schwedische Infanterie-Kampffahrzeug CV90 der fünften Generation sei eine etablierte und kampferprobte Plattform. Die Slowakei habe sich ebenso für dieses Modell entschieden und die tschechische Armee wolle die Verhandlungen mit der Slowakei koordinieren. Von dieser Zusammenarbeit erwarte man sich unter anderem Kosteneinsparungen.

-red-


26.07.2022

Südkorea: Erstflug von Kampfflugzeug KF-21

Die südkoreanische Luftwaffe meldete den erfolgreichen Erstflug des Kampfflugzeuges KF-21.

Das KF-21 „Boramae“ (zu Deutsch „Habicht“) ist ein zweistrahliges Kampfflugzeug der Generation 4.5 und war bei diesem ersten Flug mit vier Übungs-Raketen des Typs „Meteor“ bewaffnet. Der Erstflug dauerte, bei einer Höchstgeschwindigkeit von 400 km/h, 33 Minuten und wurde auf der Luftwaffenbasis Sacheon durchgeführt.

Bis zum Jahr 2026 sind mehr als 2.200 Testflüge mit sechs Prototypen des KF-21 geplant. Bis 2032 soll die südkoreanische Luftwaffe 120 Stück des Kampfflugzeuges erhalten. Damit sollen die Kampfflugzeuge F-4E „Phantom II“ und F-5E „Tiger II“ ersetzt werden.

-nt-


25.07.2022

Tschechien: Beschaffung von Tarnkappenjägern

Am 20. Juli 2022 gab die tschechische Regierung die Beschaffung von F-35-Kampflugzeugen bekannt.

Der tschechische Premierminister Petr Fiala gab die Entscheidung bekannt. Er sagte, dass die Verhandlungen mit der US-Regierung über die Beschaffung des Tarnkappenjägers der fünften Generation nun beginnen würden. Insgesamt sollen 24 Flugzeuge gekauft werden, um zwei Staffeln auf dem Luftwaffenstützpunkt Caslav auszurüsten. Laut der tschechischen Verteidigungsminsterin Jana Cernochova sollen die Verhandlungen bis Herbst 2023 abgeschlossen sein. Mit den Kampflugzeugen des Typs F-35A Lightning II soll die tschechische Luftwaffe modernisiert werden, da nur Kampfflugzeuge der 5. Generation die Missionsanforderungen auf künftigen Gefechtsfeldern erfüllen könnten.

-red-


21.07.2022

Japan: Neue Patrouillenschiffe

Das japanische Selbstverteidigungsministerium vergab einen Auftrag über den Bau von zwölf Patrouillenschiffen.

Der Auftrag ging an das Unternehmen Japan Marine United. Der Preis pro Schiff beträgt etwa 66 Millionen US-Dollar (etwa 65,5 Millionen Euro). Die zwölf Hochseepatrouillenboote sollen eine Länge von 95 Metern, eine Breite von 12 Metern und eine Verdrängung von 1.920 Tonnen haben. Die maximale Geschwindigkeit wird 20 Knoten betragen und an Bord soll eine 30-mm-Maschinenkanone eingebaut werden. Außerdem werden die Schiffe über einen Hangar und ein Hubschrauberlandungsdeck verfügen. Die neuen Hochseepatrouillenschiffe werden die Warn- und Überwachungsaufgaben in Friedenszeiten übernehmen sowie die Bewegung anderer Marineschiffe im Japanischen Meer, im Ostchinesischen Meer und im pazifischen Ozean zu überwachen.

-nt-


19.07.2022

China/Pakistan: Gemeinsames Seemanöver

Von 10. bis 13. Juli führten China und Pakistan das gemeinsame Seemanöver "Sea Guardian-2" durch.

Das Manöver startete am chinesischen Marinestützpunkt Wusong und endete vor der Küste in Shanghai. Die chinesische Volksbefreiungsarmee war mit den Frigatten "Xiangtan (531)" und "Shuozhou (610)", dem Versorger "Qiandaohu (886)", einem U-Boot, einem Aufklärungsflugzeug, einem Hubschrauber und zwei Kampfflugzeugen vertreten. Pakistan nahm mit der Fregatte "Taimur" teil. Während dem Manöver wurden der Seekampf, die U-Bootjagd und die Luftabwehr sowie auch die Versorgung auf See und die Reparatur von beschädigten Schiffen geübt. 

-nt-


19.07.2022

USA: Hyperschallwaffe

Die Airforce testete am 12. Juli 2022 erneut die Hyperschallwaffe AGM-183A ARRW.

Die Hyperschallrakete wurde beim Test von einem B-52H-Bomber vor der Küste Kaliforniens abgefeuert. Es handelte sich um den zweiten erfolgreichen Versuch. Zuvor gab es bereits mehrere Fehlschläge, bis die Rakete im Mai 2022 erstmals erfolgreich gestartet wurde. Die von Lockheed Martin entwickelte Waffe erreicht eine Geschwindigkeit von Mach 5 (über 6.000 km/h) und soll es der USA ermöglichen, zeitkritische Hochwertziele aus großer Entfernung zu bekämpfen.

-nt-


18.07.2022

Brasilien: Gepanzerte Aufklärungsfahrzeuge

Die brasilianische Armee unterzeichnete einen Vertrag über die Modernisierung von neun gepanzerten Aufklärungsfahrzeugen vom Typ EE-9 Cascavel.

Die Modernisierung umfasst unter anderem die Installation eines zentralen Reifenfüllsystems (CTIS), eines neuen Powerpacks, eines ballistischen Computers, einer Klimaanlage sowie einer Optronik für Fahrer, Kommandant und Richtschütze. Außerdem soll ein Werfer für Panzerabwehr-Lenkflugkörper (ATGM) und ein elektrisches Revolverantriebssystem installiert werden sowie eine Aktualisierung der bestehenden Elektrik-, Aufhängungs-, Brems- und Kühlsysteme erfolgen.

Der Vertrag wurde mit einem Konsortium aus lokalen Unternehmen geschlossen und hat einen Wert von etwa 14,2 Millionen US-Dollar (etwa 14,1 Millionen Euro). Geplant ist die Entwicklung von zwei Prototypen und sieben Pilotserienfahrzeugen. Damit soll im dritten Quartal 2022 begonnen werden. Ein Jahr später soll die brasilianische Armee dann den ersten modernisierten Prototypen erhalten. Bis 2031 will Brasilien zunächst 98 Radpanzer modernisieren, je nach Finanzierung könnten weitere 103 folgen.

-red-


14.07.2022

Deutschland: Verbesserung der Verteidigungsfähigkeiten

Die deutsche Bundeswehr plant die Verbesserung ihrer Territorial- und Bündnisverteidigungsfähigkeiten.

Dies geht aus einem Zwischenbericht des Verteidigungsministeriums hervor. Zu diesem Zweck soll unter anderem bis Oktober 2022 ein Führungskommando „Territorialverteidigung“ in Berlin aufgebaut sowie einzelne Territorialkommandos gestärkt werden. Durch die Bündelung der Führungsorganisation in Berlin sollen vor allem Fähigkeiten, die die NATO-Bündnisverpflichtungen betreffen, verbessert werden.

Bereits im Jänner 2022 begann das deutsche Verteidigungsministerium die Strukturen der Bundeswehr effizienter und effektiver zu gestalten. Aufgrund des Ukraine-Krieges wurde diese Entwicklung zusätzlich beschleunigt. Schwerpunkte liegen auf den Bereichen Personal, Material und Finanzierung. Außerdem beschloss der Deutsche Bundestag am 8. Juli 2022 ein Gesetz, das Ausrüstungs-Beschaffungen erleichtern und verkürzen soll. Auf der Beschaffungsliste stehen unter anderem neue Flugzeuge, Hubschrauber, Schiffe und Panzer.

-red-


14.07.2022

Südkorea: Beschaffung von Kampfflugzeugen

Das südkoreanische Verteidigungsministerium einigte sich auf die Beschaffung von weiteren Kampfflugzeugen des Typs F-35.

Seit 2021 verfügt die südkoreanische Luftwaffe über 40 Stück des Kampfflugzeuges F-35A Block 3. Bis zum Jahr 2030 sollen nun 20 Stück des F-35-Kampfjets in der Block-4-Variante um drei Milliarden US-Dollar (etwa 2,9 Milliarden Euro) beschafft werden. Mit der Beschaffung will Südkorea den nordkoreanischen Nuklear- und Raketenbedrohungen entgegenwirken.

-nt-