Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

27.07.2016

Indien: Geänderte Einsatzbedingungen durch Gletschererwärmung

Die indische Armee muss neue Verhaltensvorschriften für die Hochgebirgstruppen im Gebiet von Siachen erlassen und schnell umsetzen, da sich durch die schnelle Erderwärmung die Einsatzbedingungen für die Soldaten ändern.

Die durchschnittlichen Minimumtemperaturen im Gletschergebiet haben sich dramatisch geändert. Sie betrugen 2012 minus 40°C, 2014 minus 37°C, 2015 minus 34°C und 2016 nur mehr minus 30°C. Die maximale durchschnittliche Höchsttemperatur ist von 13°C im Jahre 2012 auf 15,5°C im Jahre 2016 gestiegen. Die Winter beginnen später und der Schnee verfestigt sich nicht wie in früheren Zeiten. Bis dato galt das Gletschergebiet als relativ stabil. Durch die Temperaturveränderungen stiegen die Lawinenabgänge um 20 Prozent. Bei dem letzten großen Lawinenabgang 2016 verlor das Madras-Regiment zehn Soldaten, die in ihrem Posten unter zehn Meter Schnee begraben wurden. Einige Stützpunkte, selbst in einer Höhe von 6.400 Metern, mussten wegen der ständigen Lawinengefahr verlegt werden.

Generell wurde an die Truppen, die in dem Gebiet von Siachen stationiert sind, ein Bewegungsverbot ausgegeben, sofern es sich nicht um Patrouillen handelt. Die Posten im Hochgebirge werden nun mittels Gräben vor Lawinen geschützt. Das Schneegebiet steht unter ständiger Beobachtung. Wettermeldungen und Meldungen über den Schneezustand werden täglich an die Truppe ausgegeben. Spezielle Lawinenrettungsteams wurden an gefährdeten Stellen für ein schnelles Eingreifen positioniert und an die Truppe wird laufend modernes Lawinenrettungsgerät ausgegeben. Neben den neuen Vorschriften für den Einsatz auf dem Siachen-Gletscher müssen durch die Klimaerwärmung die Vorschriften und Einsatzgrundsätze für sämtliche Hochgebirgseinsätze überdacht werden.

-nt-


26.07.2016

Japan/USA: Rüstungskauf

Die USA haben dem Kauf von 246 SM-2 Block IIIB-Raketen und vier Bell V-22 „Osprey“ Kipprotor-Wandelflugzeugen durch Japan zugestimmt.

Die SM-2-Raketen (SM - Standard Missile) sind für den Einsatz auf den vier Zerstörern der Kongo-Klasse und auf zwei Zerstörern der Atago-Klasse bestimmt. Japan reagiert mit dem Waffenkauf auf die zunehmende Bedrohung durch China.

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25.07.2016

Russland: Überschall-Tarnkappenbomber

Nach Angaben von Oberst Alexei Solodovnik, Professor an der Strategischen Raketenakademie der russischen Streitkräfte, entwickelt Tupolev einen Überschall-Tarnkappenbomber, der innerhalb von zwei Stunden jeden Punkt der Erde erreichen kann.

Der Bomber PAK-DA (Perspektiwny Awiazionny Kompleks Dalnei Awiazii - Perspektivischer Flugkomplex der Fernfliegerkräfte) kann von jedem normalen Flugplatz abheben. Die Triebwerke werden in der Startphase mit Kerosin betrieben. Um in den Weltraum fliegen zu können, wird auf ein Metan-Sauerstoffgemisch umgeschaltet. Die Triebwerke sollen schon erfolgreich getestet worden sein. 2020 soll der erste Prototyp in der Luft sein.

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Video 1

Video 2


20.07.2016

China: Los bestimmt Übungstruppe

Am 12. Juli 2016 hat die Übung "Firepower 2016" in der Region Qingtongxia begonnen. Die übende Truppe wurde per Losentscheid zu dem Artilleriemanöver ausgewählt.

Fünf Artilleriebrigaden aus fünf Heeresgruppen wurden per Losentscheid zu dem zwei Monate dauernden Manöver abkommandiert. Als Feinddarsteller fungiert eine Brigade des 47. Korps der westlichen Heeresgruppe. An dem Manöver nimmt auch ein Regiment für elektronische Kampfführung teil. Der Anmarsch in das Übungsgebiet erfolgte über eine Distanz von 2.500 km auf der Bahn und Straße.

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19.07.2016

Südkorea: Aufregung über Raketenabwehrsystem

Das südkoreanische Verteidigungsministerium gab vergangene Woche bekannt, dass ein Abkommen mit den USA über die Stationierung des THAAD (Terminal High Altitude Area Defense-)Raketenabwehrsystems abgeschlossen wurde. China und Russland haben gegen die Errichtung von THAAD in Südkorea heftigen Protest eingelegt. Die beiden Staaten argumentieren, dass THAAD gegen die Bedrohung von nordkoreanischen Raketen sinnlos wäre und sich ausschließlich gegen die Raketenwaffen von China und Russland richte.

China und Russland sehen in der Stationierung von THAAD als eine Bedrohung ihrer nationalen Sicherheit. Die Aufstellung von THAAD soll bis Ende 2017 erfolgen und wird unter dem Kommando der United States Forces Korea (USFK) stehen.

Eine THAAD-Batterie besteht aus sechs mobilen Feuereinheiten, 48 Interceptors (Abfangraketen), einem fliegendem Radar und einer Feuerleitstelle. Als Aufstellungsorte eigenen sich die Provinzen Gyeonggi, Ganwon, Chungcheong, Gyeongsang und Jeolla. Mit dem Radar von THAAD lassen sich Raketen bis in eine Entfernung von 2.000 km erfassen.

-nt-


16.07.2016

Thailand: U-Boot-Kaufentscheid

Der thailändische Verteidigungsminister, Prawit Wonsuwon, hat am 1. Juli 2016 bekannt gegeben, dass Thailand drei chinesischen U-Booten der Yuan Klasse (Typ 041) kaufen werde. Im Ausschreibungsverfahren waren auch U-Boote aus Deutschland und Südkorea mit dabei.

China hat Thailand für den Kauf einen Kredit in der Höhe von einer Milliarde USD über zehn Jahre Laufzeit eingeräumt. Die thailändische Regierung begründet die Beschaffung mit dem Umstand, dass die umliegenden Staaten ebenfalls U-Boote beschaffen und Thailand seine Interessen auf See, speziell im Gebiet von Andaman schützen müsse.

-nt-


15.07.2016

China: Keine Gehaltserhöhung

Das chinesische Verteidigungsministerium ist Gerüchten im Internet entgegengetreten, dass die Gehälter der Offiziere verdoppelt würden: Am gegenwärtigen Gehaltsschema werde nichts geändert, und Erhöhungen werde es im bisherigen Rahmen geben.

Ein Leutnant der Chinesischen Volksbefreiungsarmee verdient gegenwärtig 6.200 RMB (etwa 830 Euro/Monat).

-nt-


13.07.2016

Kroatien: Soldaten sollen russische Grenze überwachen

Die kroatische Präsidentin, Kolinda Grabar Kitarovic, setzt sich für einen Einsatz kroatischer Soldaten an der Grenze zu Russland im Zuge der Truppenverstärkungen der NATO in den baltischen Staaten und Polen ein. Das Staatsoberhaupt betonte, dass es eine moralische Pflicht als Mitgliedsland des Nordatlantischen Verteidigungsbündnisses sei, die Freiheit aller demokratischen Staaten entlang der Grenze zu Russland zu schützen.

Eine kroatische Kompanie soll in Deutschland als Teil eines deutsch-niederländischen Kontingentes stationiert werden. Der Zeitpunkt der Umsetzung des Vorhabens ist noch nicht entschieden. Frühestens 2017 oder ein Jahr später sollen kroatische Mannschaften und Offiziere in einer Kaserne der Bundeswehr Quartier beziehen.

-emi-


12.07.2016

Kroatien: Armee verlängert Afghanistan-Mission und erhöht Truppenkontingent

Die Entscheidungsträger der NATO haben sich auf dem Gipfeltreffen in Warschau, am 9. Juli 2016, darauf geeinigt, die Mission in Afghanistan über das Jahr 2016 hinaus zu verlängern. Der kroatische Verteidigungsminister, Josip Buljevic, bestätigte in der Hauptstadt Polens die weitere Teilnahme kroatischer Soldaten in Afghanistan und eine Erhöhung des Kontingents.

Bislang konnten höchstens 70 Militärangehörige an der Mission teilnehmen, jetzt haben insgesamt 95 Berufssoldaten dazu die Möglichkeit. Die Aufgabe der kroatischen Offiziere und Mannschaften ist die afghanischen Sicherheitskräfte inklusive der Polizeieinheiten in vielfältiger Weise militärisch auszubilden. Der Verteidigungsminister betonte allerdings, dass sich die Anzahl der entsendeten Soldaten nach dem Bedarf orientieren werde, aber jedenfalls innerhalb der Grenzen bleiben wird, die das kroatische Parlament beschlossen hat.

-emi-


11.07.2016

China: Transportflugzeug Y-20 an Truppe übergeben

Am 6. Juli 2016 wurde das erste Transportflugzeug der Chinesischen Volksbefreiungsarmee vom Typ Y-20 bei einem Transportgeschwader in Chengdu offiziell in Dienst gestellt.

In einer Zeremonie übergab der Vizevorsitzender der Zentralen Militärkommission, Xu Qiliang, in Vertretung von Präsident Xi Jinping, die Maschine dem Geschwader. Die Y-20 hatte ihren Erstflug im Jänner 2013 und verfügt über ein maximales Abfluggewicht von 200 Tonnen. Das Flugzeug wurde vollständig in China entwickelt und gebaut.

Mit der Y-20 verfügt die chinesische Luftwaffe über ein Transportflugzeug, das sowohl im taktischen, wie im strategischen Bereich eingesetzt werden kann. Damit schliesst die Chinesische Volksbefreiungsarmee eine Lücke im Einsatzspektrum der Luftwaffe. Die Y-20 wird in Zukunft auch internationale Einsätze durchführen. Der Zulauf weiterer Maschinen an die Transportverbände geht nun ständig voran.

-nt-