Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

19.08.2019

Südkorea: USA genehmigen Hubschrauberkauf

Das amerikanische Außenministerium hat dem möglichen Verkauf von insgesamt zwölf MH-60R „Sea Hawk“-Hubschraubern an die südkoreanische Marine zugestimmt.

Die Verhandlungen über den Verkauf sind noch im Gange.

Ein Vorteil dieser Variante: Durch den geplanten Verkauf mehrerer MH-60R-Hubschrauber an Indien könnte sich der Preis für die Hubschrauber für Südkorea noch vergünstigen.

Zusätzlich zur Beschaffung der zwölf Helikopter überlegt die Marine den Kauf von 13 APS-153 Multi-Mode-Radaren, 25 T-700-Triebwerken, zwölf Niederfrequenz-Sonarsystemen, 24 eingebetteten GPS- sowie Trägheitsnavigationssystemen mit selektiven Verfügbarkeits- bzw. Anti-Spoofing-Modulen, vier M-240D- sowie vier GAU-21-Geschützen und 1.000 Stück Sonobojen des Typs AN /SSQ-36/53/62.

Bis Ende des Jahres soll die Kaufentscheidung fallen.

-nt-


17.08.2019

Nordkorea: Neues Raketensystem

Die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA gab bekannt, dass bei den jüngsten vier Raketentests zugleich ein neues Raketensystem getestet wurde.

Die Tests seien durchgeführt worden, um die Flugeigenschaften, die Steuerung und die Zielgenauigkeit der Flugkörper zu überprüfen.

Nach Erkenntnissen der südkoreanischen Aufklärung soll es sich bei dem neuen System um Raketen des Typs KN-23 handeln, die den russischen SS-26 „Iskander“ nachempfunden sind. Sie verfügen über eine Reichweite von etwa 600 km. Bei den Tests wurden Flughöhen von 30 bis 50 km erreicht. Mithilfe der neuen Raketen plant das Regime künftig auch Flugplätze in Südkorea bombardieren zu können.

Bei den Tests wurde das sogenannte „Pull Up“-Manöver durchgeführt. Dabei wird der Gefechtskopf des Flugkörpers zuerst in eine horizontale Flugbahn gebracht und fliegt anschließend in einem Winkel von 90 Grad auf das Ziel zu. Mit diesem dynamischen Zielanflug soll ein Abfangen der Rakete erschwert werden.

Die KN-23 ist ein Feststoffflugkörper und kann dadurch von mobilen Startern schnell eingesetzt werden.

Der nordkoreanische Generalstab forcierte eine rasche Entwicklung der KN-23-Rakete, da er südkoreanische und amerikanische F-35-Kampfflugzeuge als ernste Bedrohung anerkennt.

-nt-


16.08.2019

Südkorea: Gemeinsame Manöver mit USA

Am 5. August 2019 begann ein zehntägiges Manöver der südkoreanischen und amerikanischen Streitkräfte und einige Tage später eine Stabsübung, die komplett auf einer Computersimulation basierte.

Bei beiden Manövern wurde Südkoreas neues Kommandosystem getestet.

Seit einigen Monaten hat das asiatische Land im Kriegsfall das Kommando über sämtliche Operationen auf der südkoreanischen Halbinsel, inklusive dem Einsatz amerikanischer Truppen, inne.

Um Nordkorea nicht zu provozieren, werden die Manöver offiziell nicht als gemeinsame Übungen bezeichnet.

-nt-


14.08.2019

Japan: Beteiligung an Einsatz in der Straße von Hormus?

US-Verteidigungsminister Mark Esper forderte bei Gesprächen mit dem japanischen Verteidigungsminister Takeshi Iwaya am 7. August 2019 das Land auf, sich dem gemeinsamen Einsatz in der Straße von Hormus anzuschließen, um die Sicherheit der Seewege zu garantieren.

Die japanische Regierung hat auf die Aufforderung der USA, sich an der internationalen Überwachung der Straße von Hormus zu beteiligen, äußerst zurückhaltend reagiert.

Denn die Situation ist für die japanische Regierung nicht leicht. Einerseits ist die Region für Japan von großer strategischer Bedeutung, da es fast seine gesamte Öl- und Gasversorgung von dort bezieht. Andererseits ist das Land den USA stark verbunden, doch die Regierung will auch keinesfalls den Iran verärgern. Japan investierte in den vergangenen Jahren viele Anstrengungen, um ein gutes Verhältnis zum Iran aufzubauen und will dieses jetzt nicht aufs Spiel setzen. Die großen iranischen Erdöl- und Gasvorkommen sind für Japan zu wichtig.

Eine mögliche Lösung für das japanische Dilemma könnte darin bestehen, dass Japan seine Militärschiffe nicht unter amerikanisches Kommando stellt, sondern eine eigene Mission zum Schutz seiner Schiffe entsendet.

Die USA änderten in den vergangenen Tagen ihre Sprachregelung, nachdem mehrere Länder zurückhaltend bis ablehnend auf die Aufforderung reagierten.

-nt-


13.08.2019

Südkorea: USA fordern höheren Kostenersatz für stationierte Streitkräfte

Da US-Präsident Donald Trump seine Forderung einer massiven Erhöhung der Kostenbeteiligung für die Stationierung von amerikanischen Truppen beibehält, wächst in Südkorea die Verärgerung gegenüber den USA.

Am 9. August 2019 traf US-Verteidigungsminister Mark Esper in Südkorea zu ersten Gesprächen ein. Demnächst wird die eigentliche Verhandlung über die Stationierungskosten beginnen.

Die Regierung von Südkorea plant im Fall einer Kostenerhöhung, die Waffenkäufe in den USA massiv zu reduzieren. Dies hätte negative Auswirkungen auf amerikanische Arbeitsplätze.

Die amerikanische Truppenpräsenz in Südkorea würde von den USA nicht ausschließlich zum Schutz Südkoreas gegen den kommunistischen Norden eingesetzt, sondern diene vorrangig amerikanischen Interessen, um China in seinen wirtschaftlichen und militärischen Aktivitäten einzuengen, so die Meinung der südkoreanischen Regierung und vieler Medien.

Beobachter gehen davon aus, dass die USA mit der Erpressung von Konzessionen einen massiven strategischen Fehler begehen, der sich für die Vereinigten Staaten nachteilig auswirken könnte.

-nt-


12.08.2019

Myanmar: Aufbau von U-Boot-Flotte

Mit Ende 2019 soll das indische U-Boot INS „Sindhuvir“ an die Marine von Myanmar als Schulungsboot übergeben werden.

Grund dafür ist ein Beschluss der Regierung Myanmars künftig eine eigene U-Boot-Flotte aufzustellen. Die indische Marine wird die Schulung der Besatzung durchführen.

Derzeit wird das ehemals russische und von Indien 1980 in Dienst gestellte Unterwasserschiff bei Hindustan Shipyard Inc. für die Überstellung generalüberholt.

-nt-


10.08.2019

Indien: Raketen für neue Fregatten

Die indische Marine hat BrahMos-Raketen (überschallschnelle Seezielflugkörper) in der Seeversion erhalten.

Sie sollen künftig in die ersten drei Raketenfregatten der „Talwar“-Klasse mit einem neuen achtzelligen vertikalen Abschusssystem (VLS) und einer Schiffssteuerung zum Abschuss der BrahMos-Raketen eingebaut werden.

Die Fregatten selbst werden gegenwärtig in Kaliningrad in Russland gebaut.

2022 sollen die Schiffe an die indische Marine ausgeliefert werden.

-nt-


09.08.2019

Deutschland: Marine erhält neue Bordhubschrauber

Der NH90 „NATO Frigate Helicopter“(NFH) wird ab 2025 den „Sea Link“ Mk-88A-Bordhubschrauber der Deutschen Marine ablösen.

Deutschland erhält eine eigene Version des NATO-Helikopters, der ähnlich der französischen Variante „Caiman“ ausgestattet sein wird.

Bordhubschrauber sind mit Sonar, Radar und Torpedos bestückt und stellen damit wichtige Elemente im Seekrieg über und unter Wasser dar.

Die Variante NFH ist bereits in Italien, Norwegen, Belgien und den Niederlanden im Einsatz.

-red-


08.08.2019

Thailand: Militär erhält neue Infanteriefahrzeuge

Das US-Verteidigungsministerium hat dem Verkauf von 60 Infanteriefahrzeugen vom Typ „Stryker“ M 1126 an die thailändische Armee zugestimmt.

Davon kommen insgesamt 37 Fahrzeuge aus dem Bestand der amerikanischen Streitkräfte und werden vor der Überstellung generalüberholt. Bei den restlichen 23 Stück handelt es sich um Neufahrzeuge.

Die Kosten für die Anschaffung sollen zwischen 80 und 94 Millionen US-Dollar (etwa 71 bis 84 Millionen Euro) betragen.

-nt-


07.08.2019

Indien: Neues Luftwaffenfunksystem

Die Luftwaffe hat nach ausführlichen Analysen des Luftkampfes von Balakot beschlossen, das israelische Funksystem Software Defined Radio (SDR) für die Kampfjets Mirage 2000, MiG 29 und Su 30 zu beschaffen.

Das System gewährleistet bei einer Störung der Kampffrequenz einen automatischen Frequenzwechsel des Funkverkehrs.

Die Sofortmaßnahme war notwendig, da beim Luftkampf von Balakot die Kommunikation unter den Kampfflugzeugen und mit den Führungsstellen durch eine massive Störung von außen schwer behindert wurde. Daraus ergab sich eine gefährliche Lage, da weder Piloten, noch die Führungsstellen den jeweiligen Aufenthaltsort der einzelnen Jets wussten. Zusätzlich wurde bekannt, dass Pakistan den gesamten indischen Funkverkehr mithören konnte.

Die indische Luftwaffe ist zuversichtlich, dass mit der israelischen Neubeschaffung nun sämtliche Probleme beseitigt sind.

-nt-