Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

19.04.2019

Russland: Produktion von neuem Luftverteidigungssystem startet

Russland hat die Entwicklung des modernen S-350-Luftverteidigungssystems „Vityas“ abgeschlossen.

Nach erfolgreicher Absolvierung mehrerer Tests am 26. März 2019 wurde die Produktion der ersten Serie der neuen Systemgeneration begonnen. „Vityas“ soll künftig in Massenfertigung hergestellt werden und die bereits 1983 entwickelte S-300PS ersetzen. Die geplante Übergabe an das Militär ist für Ende 2019 vorgesehen.

Im Fall eines Luftangriffs arbeitet das Waffensystem automatisch, die drei Mann starke Besatzung besitzt dabei eine Kontrollfunktion. Das System verfügt über die Multifunktionsradare 50N6E und die Trägerraketen 50P6E mit jeweils zwölf 9M96E2-Raketen. Die Zeit für die Inbetriebnahme der „Vityas“ beträgt fünf Minuten.

-red-


18.04.2019

Schweiz: Größter Kampfjetwettbewerb der Welt

Am Militärflugplatz Payerne, 60 Kilometer von Bern entfernt, werden in den nächsten Wochen Kampfflugzeuge von insgesamt fünf unterschiedlichen Herstellern getestet.

Der Grund des weltgrößten westlichen Herstellerwettbewerbs ist die geplante Erneuerung der schweizerischen Luftraumüberwachung. Dafür sollen im Rahmen des Großprojekts „Air2030“ etwa sieben Milliarden Euro in neue Jets und ein modernes Verteidigungssystem investiert werden.

Bei den künftig getesteten Flugzeugtypen handelt es sich um den deutschen Eurofighter, die amerikanischen F/A-18 „Super Hornet“ und F-35A, die französische „Rafale“ sowie die schwedische „Gripen“ E.

Die Tests erfolgen auf dem Simulator und in der Luft, es werden je acht Missionen geflogen und Lärmmessungen durchgeführt. Ein Scharfschießen ist nicht geplant.

Ersten Informationen zufolge wird die Schweiz etwa 30 bis 40 Kampfjets anschaffen. Der finale Typenentscheid soll bis Ende 2020 erfolgen.

-red-


18.04.2019

China: Marine sucht Pilotennachwuchs in Schulen

Die Marineluftwaffe hat mit der Anwerbung von Piloten in den letzten Abschlussklassen der chinesischen Gymnasien begonnen.

Insgesamt 14 Schulen beteiligen sich in diesem Jahr an der Kooperation mit der Marine, um geeignete Bewerber für das Jugend-Fliegerprogramm zu finden.

Die Jugendlichen sollen zwischen 1. September 2002 und dem 31. August 2005 geboren, 1,60 bis 1,80 Meter groß und frei von Krankheiten sein. Außerdem müssen Blutdruck und Sehkraft den gültigen Pilotenstandards entsprechen.

Marineluftwaffe und die Luftwaffe der Chinesischen Volksbefreiungsarmee befinden sich in einem harten Konkurrenzkampf um geeignete Bewerber. Ein Hauptproblem bei der Musterung des Pilotennachwuchses ist der Umstand, dass etwa 70 Prozent der chinesischen Bevölkerung kurzsichtig ist.

-nt-


17.04.2019

Indien: Ausschreibung für gezogene Haubitzen

Der israelische Waffenhersteller Elbit bemüht sich zusammen mit dem indischen Unternehmen Bharat um den Auftrag für die Herstellung von 1.580 gezogenen Haubitzen.

Bei einem Vergleichsschießen hat Elbit mit seiner 155 mm-Haubitze, Kaliber 52 des Typs ATHOS 2052 gewonnen. Auch bezüglich der Produktionskosten können sich die Firmen mit der Konkurrenz messen und dabei selbst den indischen Hersteller der Haubitze Dhanush unterbieten.

Die Waffe verfügt über ein vollautomatisiertes Munitionsladesystem und erreicht eine Einsatz-Schussweite von 41 Kilometern.

-nt-


16.04.2019

USA: Trump plant Weltraumarmee

Die Vereinigten Staaten bereiten die Bildung einer militärischen Einheit für das Weltall vor.

Die geplante sechste Teilstreitkraft der US-Armee soll künftig militärische Operationen im Weltraum übernehmen sowie amerikanische Sicherheitsinteressen schützen. Sie könnte über eine Stärke von 15.000 bis 20.000 Soldaten verfügen und dürfte die Bezeichnung „United States Space Force“ erhalten. Damit wäre die Einheit die mit Abstand kleinste Teilstreitkraft innerhalb des US-Militärs.

Als Grund für die Einführung einer eigenen Weltraumarmee nennt das US-Verteidigungsministerium die durch China und Russland ansteigende Bedrohungslage im All.

Sämtliche Weltraumaktivitäten der Vereinigten Staaten sollen künftig dem neuen Führungskommando „United States Space Command“ unterstehen.

Eine Zustimmung der Abgeordneten im Kongress zu den Plänen der US-Regierung steht noch aus.

-red-


16.04.2019

Philippinen: US-Streitkräfte nehmen an Übung Balikatan teil

Das amerikanische amphibische Angriffsschiff USS Wasp nimmt gegenwärtig an der Übung Balikatan teil.

An Bord der USS Wasp sind mehrere Kampfflugzeuge vom Typ F-35B „Lightning II“ des U.S. Marines Corps stationiert. Insgesamt 7.000 Soldaten aus den USA und den Philippinen sind an der Übung im Südchinesischen Meer beteiligt.

Das Militärschiff operierte mit Teilen der philippinischen Flotte in den vergangenen Tagen in der Nähe eines von China beanspruchten Seegebiets, der Scarborough-Untiefe. Die USA und die Philippinen näherten sich der Zone nach Angaben eines US-Verteidigungsbeamten jedoch nicht unter 25 Meilen. Chinesische Kräfte beobachten das Manöver weiterhin mit besonderem Augenmerk.

Ziel der Übung ist die Herstellung maritimer Sicherheit und amphibischer Fähigkeiten sowie der militärische Austausch beider Länder.

-nt-


15.04.2019

Indien: Marine bekommt neue U-Boote

Die indische Marine hat damit begonnen, eine Ausschreibung für eine neue U-Bootklasse vorzubereiten.

Weltweit wurden Hersteller über die Planungen für den Bau von sechs konventionellen U-Booten informiert. Die Klasse Projekt 75-India soll 50% größer als die Scorpene-Type sein und über 12 Cruise-Missiles für Land- oder Seeziele, sowie 18 schwere Torpedos verfügen.

-nt-


13.04.2019

China: Export neuer Hubschrauberdrohne

Die Volksrepublik hat eine neue Hubschrauberdrohne mit der Bezeichnung „Blowfish“ A2 entwickelt.

Sie ist 1,87 Meter lang, 62 Zentimeter hoch und verfügt über ein Abfluggewicht von 38 kg. Die Drohne kann eine Ladung von zwölf Kilogramm aufnehmen und erreicht eine Geschwindigkeit bis zu 130 km/h. Ihre Verwendungsgebiete sind Aufklärung, elektronische Kampfführung und der Angriff.

Die „Blowfish“ A2 eignet sich für den Einsatz bei Infanterieeinheiten, die damit über ein zusätzliches Kampfelement verfügen.

-nt-


12.04.2019

Russland: Größter Hubschrauber schließt erste Tests ab

Der russische Hersteller „Russian Helicopters“ hat die Erprobung der neuesten Type des größten Hubschraubers der Welt, einer Mi-26T2V, abgeschlossen.

Die Entwicklung des Fluggerätes erfolgte im Auftrag des russischen Verteidigungsministeriums, das nun gemeinsam mit der Herstellerfirma die weitere Testung durchführt. Dabei soll die Mi-26T2V bezüglich ihre Einsatzfähigkeit unter verschiedenen klimatischen Bedingungen geprüft werden.

Das Modell verfügt mit dem NPK90-2V über ein voll integriertes Avionikpaket. Es erleichtert dem Piloten das Steuern des Helikopters und automatisiert die Flüge bis kurz vor der Landung. Mit an Bord sind außerdem eine multifunktionale Farb-LCD-Anzeige sowie das neu installierte Selbstschutzsystem „Vitebsk“. Dieses kann Bedrohungen erkennen und automatisch abwehren.

-red-


11.04.2019

Japan: Militär verliert F-35 „Lightning II“ über dem Pazifik

Einer der neuesten Kampfjets der japanischen Luftstreitkräfte, eine Lockheed Martin F-35A, stürzte am 9. April 2019 über dem Pazifik ab.

Das Tarnkappenflugzeug führte ein Nachtflugtraining mit drei anderen F-35 durch, als nach einer halben Stunde plötzlich der Kontakt abriss. Durch eine groß angelegte Suchaktion des Militärs konnte die Absturzstelle des Fliegers 135 Kilometer vom japanischen Festland entfernt lokalisiert werden. Die Suchtrupps fanden dabei nur einzelne Teile der Maschine - der Rest des Wracks wird in 1.500 Metern Tiefe vermutet, was eine Bergung des Flugschreibers erschwert. Vom Piloten fehlt bislang jede Spur.

Nach einem Absturz einer F-35B des U.S. Marine Corps im September 2018 war dies bereits der zweite Unfall mit einem Flugzeug des erst 2015 eingeführten Kampfjettyps.

Luftfahrtexperten vermuten, dass sich Russland und China der Absturzstelle, die außerhalb der Hoheitsgewässer liegt, mit U-Booten nähern könnten, um Informationen zu sammeln. Dies könnte eine der größten Unterwasserspionageaktionen seit dem Ende des Kalten Krieges hervorrufen.

-red-