Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

09.07.2019

Australien: US-Tiefwasserhafen geplant

Am 23. Juni 2019 gab die US-Regierung bekannt, dass bei Darwin ein Tiefwasserhafen für das US-Marinekorps geplant wird.

Der neue Stützpunkt wird 40 km nordwestlich von Darwin errichtet und soll mehr als 2.000 Marineinfanteristen samt Ausrüstung und Schiffen Platz bieten. Da der Stützpunkt künftig abseits von jeglichen Verkehrswegen liegt, ist damit zu rechnen, dass von dort aus in Zukunft eine Reihe geheimer Unternehmungen in das Gebiet der Südchinesischen See gestartet wird.

Bis zur Fertigstellung des neuen Tiefwasserstützpunktes werden die Schiffe der US-Marine weiter den Hafen von Darwin benutzen.

Gegen den Bau beginnt sich derzeit lokaler Widerstand zu organisieren.

-nt-


08.07.2019

China: Testflug mit Hyperschallgleitern

Das staatliche High-Tech-Unternehmen China Aerospace Science and Industry Corporation (CASIC) hat im chinesischen Internet ein Video eines Testflugs mit Hyperschallgleitern veröffentlicht.

Experten gehen davon aus, dass es sich dabei um die chinesische Neuentwicklung DF-17, die bei den Raketenstreitkräften möglicherweise schon unmittelbar vor der Einführung steht, handelt.

Das Video zeigt den Wiedereintritt des Gleiters in die Atmosphäre sowie den Zielanflug auf eine unterirdische Kommandozentrale. Der Flugkörper wird mittels Trägerrakete (verbaut in der Raketenspitze) auf Weltraumhöhe gebracht, trennt sich anschließend von dieser und beginnt seinen Zielanflug, bei dem er wieder in die Atmosphäre eintritt. Während des Anfluges wechselt der Gleiter laufend seinen Kurs, um eine Verfolgung, beziehungsweise Bekämpfung unmöglich zu machen. Durch die hohe Geschwindigkeit bleibt dem Gegner nahezu keine Zeit für eine Reaktion, eine Abwehr ist dadurch praktisch unmöglich.

-nt-


06.07.2019

Deutschland: Pionierübung mit österreichischer Beteiligung

Im Juni 2019 fand eine Übung im Gefechtsverband der deutschen Bundeswehr bei Rohrdorf am Inn (Bezirk Rosenheim) unter Beteiligung des österreichischen Pionierbataillons 2 aus Salzburg statt.

Ein Manöver dieser Art und Größenordnung wurde in der deutschen Bundeswehr seit mehr als zwanzig Jahren nicht mehr durchgeführt.

Am Trainingsplan stand dabei eine behelfsmäßige Bahnentladung über eine zerlegbare Kopframpe, ein Angriff über das 130 Meter breite Gewässer des Inn sowie die Erprobung und Vorbereitung eines organisierten Kriegsbrückenschlages.

Die erste Phase der Übung erfolgte bereits in der Nacht. Für den Aufbau der zerlegbaren Kopframpe waren Soldaten der 4. Kompanie des deutschen Pioniermaschinenzuges verantwortlich. Innerhalb weniger Stunden verstärkten sie die Gleise mittels Bodenplatten und setzten die einzelnen Elemente der Rampe zu einer soliden Einheit zusammen. Bis zum Abend rollten die letzten Fahrzeuge des Gefechtsverbandes von den Waggons.

In der zweiten Phase war die Pioniertruppe mit feindlichen Milizen konfrontiert, die improvisierte Sprengfallen einsetzten und damit sämtliche tragfähige Brücken zum Angriffsziel zerstörten. Um den 130 Meter breiten Inn zu überwinden, nutzte die 3. Kompanie der deutschen Gebirgspioniere eine Behelfsfähre, die ersten Gefechtsfahrzeugen den Angriff ermöglichte. Die 3. Kompanie des schweren Pionierbataillons 901 der Bundeswehr erhielt den Auftrag ab dem Folgetag eine Faltschwimmbücke zu errichten. Für deren Aufbau mussten erst die einzelne Schwimmelemente der Brücke aneinander gekoppelt werden. Das Bataillon wurde dabei tatkräftig durch den Sturmbooteinsatz des Pionierbataillons 2 aus Salzburg unterstützt. Um anschließend eine Überfuhr von schwerem Gerät gewährleisten zu können, musste am nächsten Morgen ein vollständiger Kriegsbrückenschlag vorgenommen werden. Hierbei wird die komplette Breite des Flusses genutzt und beide Ufer vollständig miteinander verbunden. Nach der Fertigstellung konnten die restlichen Fahrzeuge schnell und sicher den Angriff auf das Ziel fortsetzen.

-red-


06.07.2019

Indien: Beschaffung israelischer Anti-Panzerraketen gestoppt

Das indische Verteidigungsministerium informierte Israel über die Stornierung der Bestellung israelischer „Spike“-Anti-Panzerraketen.

Der Vertrag hatte einen Wert von insgesamt 500 Millionen US-Dollar (etwa 439 Millionen Euro).

Grund für die Vertragsauflösung ist ein Versprechen der indischen Defence Research & Development Organisation an die Regierung. Die staatliche Behörde versicherte, dass indische Firmen innerhalb der nächsten zwei Jahre eine selbstentwickelte Anti-Panzerrakete (MPATGM) auf den Markt bringen werden. Sie soll über dieselben Eigenschaften wie die israelische „Spike“ verfügen. Nach Angaben der Behörde sei die Entwicklung bereits fortgeschritten und erste Tests hätten bisher ausgezeichnete Ergebnisse gebracht.

Die Entscheidung zum Ausstieg aus dem Vertrag fiel der indischen Regierung nicht schwer, da ihr Wirtschaftsförderungsvorhaben und die ausgegebene Parole „Make in India“ mit dem Vorschlag der Behörde in Einklang stand. Indische Militärs äußerten sich zur Stornierung jedoch durchaus skeptisch.

Bis 2021 soll die Anti-Panzerrakete MPATGM bereit für den Einsatz in der indischen Armee sein.

-nt-


05.07.2019

China: Entwicklung eines Drohnen-Transportflugverfahrens

Die National Defense University der chinesischen Armee und die China Aerospace Science and Technology Corporation sind derzeit mit der Entwicklung eines Verfahrens für unbemannte militärische Transportflüge in Kampfzonen beschäftigt.

Mit einer „Yunshuji“-5, der chinesischen Version der „Antonow“-2, wurden, im Rahmen eines Tests, ferngesteuerte sowie vollautomatische Versorgungsflüge in Kampfzonen durchgeführt. Dabei konnten insgesamt 500 Kilogramm Versorgungsgüter über eine Distanz von 500 Kilometer in ein vorab bestimmtes Zielgebiet eingeflogen und per Fallschirm abgeworfen werden.

Die Abteilung für Logistik der Zentralen Militärkommission fordert schon seit langem eine Möglichkeit um Nachschub in Kampfzonen zu befördern, ohne dabei Leben zu riskieren.

-nt-


04.07.2019

Indien: Beschaffung russischer S-400 nicht gestoppt

Indien wird von der geplanten Beschaffung russischer S-400 Luftabwehrraketen nicht abrücken und zugleich auch nicht auf künftige Waffenkäufe sowie sonstige Handelsbeziehungen mit Russland verzichten.

Dies betonten der indische Premier- und Außenminister während des Besuches ihres amerikanischen Amtskollegen in Indien. Das Land werde auch in Zukunft ausschließlich im Sinne seiner nationalen und historischen Interessen handeln.

Die Bezahlung der bestellten S-400-Raketen wird Indien vermutlich in Euro abwickeln, um etwaige amerikanische Sanktionen zu vermeiden.

-red-


03.07.2019

China: Kampfflugzeugverlegung in Südchinesische See

Die Heeresgruppe Süd hat insgesamt vier Kampfflugzeuge vom Typ J-10 in die Südchinesische See auf die Insel Yongxing verlegt.

In Folge immer wieder auftretender Zwischenfälle und Provokationen im vor Ort stattfindenden Territorialstreit will die chinesische Militärführung nun ausreichend Kräfte in die Region verlegen.

Militärexperten vermuten, dass es sich dabei lediglich um eine Vorhut handelt. In nächster Zukunft müsse damit gerechnet werden, dass mindestens eine ganze Staffel von J-10-Jets zum Stützpunkt auf Yongxing verlegt werden würde.

-nt-


02.07.2019

Indien: Rascher Ankauf neuer Raketen nach Luftkämpfen mit Pakistan

Nach umfangreichen Analysen der Luftkämpfe vom 26. Februar 2019 mit Pakistan entschied die indische Militärführung umgehend zusätzliche Luft-Luft-Raketen zu beschaffen.

Insgesamt werden 300 russische Kurzstreckenraketen vom Typ R-77 sowie 400 Mittelstreckenraketen vom Typ R-77 bestellt.

Ergebnisse der Analyse zeigten, dass die pakistanische Luftwaffe ihre amerikanischen AIM-120-Flugkörper selbst bei großen Distanzen erfolgreich einsetzen konnte.

Über den eigentlichen Ablauf des Luftkampfes vom 26. Februar hält sich die indische Luftwaffe weiterhin bedeckt. Unbestritten dürfte jedoch sein, dass das indische Radar die pakistanische Angriffsformation, bestehend aus acht F-16, vier „Mirage“-3 sowie vier JF-17, erst zehn Kilometer vor der Waffenstillstandslinie entdeckte. Ein Teil der Angriffsformation drang auf indisches Territorium vor, wo dieser anschließend von vier SU-30, zwei Mirage-2000 und zwei MiG-21 der indischen Luftwaffe abgefangen wurde. Bei dem sich entwickelnden Luftkampf schossen die pakistanischen Flugzeuge aus großer Entfernung, während die indischen Flugzeuge auf Nahkampfdistanz kommen wollten.

Die Anzahl der abgeschossenen Jets bleibt weiterhin unklar. Bislang wurde lediglich der Abschuss einer indischen MiG-21, bei dem der Pilot in pakistanische Gefangenschaft geriet, bestätigt.

Beobachter gehen aufgrund der schnellen Analyse- und Beschaffungsreaktion Indiens davon aus, dass die indische Luftwaffe bei den Kämpfen nicht erfolgreich und unterlegen war.

-nt-


01.07.2019

Indien: Militär stellt drei Integrated Battle Groups an Grenze auf

Nach umfangreichen Übungen mit Integrated Battle Groups (IBG) wird Indien insgesamt drei IBG entlang den Grenzen zu Pakistan und China aufstellen.

Bis November 2019 sollen zwei IBG im Gebiet von Jammu, Punjab und Rajasthan, entlang der Grenze zu Pakistan aufgestellt werden. Ab Jahresende wird zusätzlich eine gebirgstaugliche IBG in Pannagarh (Westbengalen) an der Grenze zu China stationiert.

IBG werden um T-90 Panzereinheiten gebildet und bestehen aus Infanterie-, Artillerie-, Luftabwehr-, Pionier-, Fernmelde- und Kampfhubschraubereinheiten. Sie sind schnell beweglich, können tief in gegnerisches Gebiet vordringen und reagieren durch ihre Zusammenstellung rasch auf unterschiedliche Situationen. Eine IBG verfügt über eine Mannschaftsstärke von 5.000 Soldaten und operiert als „Türöffner” für klassische Divisionen oder Korps. Im Einsatzfall muss sie schnell verfügbar sein und selbstständig arbeiten können. Hauptaufgabe einer Integrated Battle Group ist es, schnell durch die feindlichen Linien durchzubrechen und den Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen.

-nt-


01.07.2019

China: Mögliche Einführung neuer VTOL-Jets

In der chinesischen Marine wird neben der Aufstellung von Flugzeugträgerkampfgruppen über die Einführung neuer VTOL-Kampfflugzeuge (Senkrechtstarter) zur schnellen Unterstützung von amphibischen Kampfgruppen und für eine flexible Verteidigung von Inseln nachgedacht.

Das Militär untersucht nun, ob Jets der Type J-31 zu VTOL-Kampfflugzeugen umgebaut werden können oder eine komplette Neuentwicklung gestartet werden muss.

Derzeit wird für die Marine ein modernes amphibisches Landungsschiff der Klasse 075, die mit der WASP- und America-Klasse vergleichbar ist, entwickelt.

-nt-