Hier finden Sie aktuelle Beiträge zu sicherheitsrelevanten Themen aus der ganzen Welt, von anderen Armeen, weiterführende Inhalte mit Bezug zum Militär und Kurzmeldungen zur internationalen Sicherheitspolitik.

26.08.2019

China: Künstliche Intelligenz für Drohnen

Um der Gefahr von Eingriffen bei der Flugdrohnensteuerung durch elektronische Kampfführung des Gegners zu entgehen, arbeitet die chinesische Flugindustrie an der Entwicklung von künstlicher Intelligenz für unbemannte Luftfahrzeuge.

Damit sollen Flugdrohnen ihre Aufgaben in Zukunft selbstständig und unabhängig von der Steuerung durch die Bodenstation durchführen können.

Wichtige Aspekte bei der Entwicklung einer automatischen Steuerung sind die Gewährleistung einer sicheren Durchführung der Aufträge durch die Drohne selbst sowie im Notfall die Bereitstellung einer Eingriffsmöglichkeit durch die Bodenstation.

-nt-


24.08.2019

China: Keine Einfahrt für US-Kriegsschiffe nach Hongkong

Die chinesische Regierung hat die für den 17. August 2019 geplante Einfahrt des US-Kriegsschiffes USS „Green Bay“ verboten sowie die Einreise der USS „Lake Erie“ im September 2019 nach Hongkong untersagt.

Genehmigungen oder Verbote für Anlandungen von US-Kriegsschiffen in China stehen stets in Zusammenhang mit den aktuellen Beziehungen beider Länder.

Durch die permanenten Spannungen der vergangenen Wochen, wie rund um die Konfliktzone Chinesische See, die Waffenverkäufe der USA an Taiwan sowie aufgrund des Handelskrieges und der Unruhen in Hongkong, entschied sich die chinesische Regierung auf einen Flottenbesuch der Amerikaner zu verzichten.

-nt-


23.08.2019

Taiwan: USA liefern Kampfflugzeuge

Taiwan erhält nach Genehmigung durch das US-Außenministerium insgesamt 66 F-16-Mehrzweckkampfjets für acht Milliarden US-Dollar (7,2 Milliarden Euro).

Dabei handelt es sich um die neueste F-16-Generation „Viper“. Im Deal inbegriffen sind außerdem 75 Triebwerke sowie zusätzliche Systemkomponenten und Ersatzteile.

Das letzte Waffengeschäft zwischen den beiden Staaten fand erst Anfang Juli 2019 statt. Die USA lieferten damals 250 „Stinger“-Raketen, Maschinengewehre, Panzer und Munition im Wert von 2,2 Milliarden Dollar (etwa zwei Milliarden Euro) auf die Insel.

Die chinesische Regierung erklärte, der aktuelle Waffendeal gefährde und untergrabe die Souveränität Chinas und drohte den USA nun mit Konsequenzen. In einem ersten Schritt sollen jene US-Firmen, die an dem Geschäft beteiligt sind, mit Sanktionen belegt werden.

-red-


22.08.2019

China: Neuer Flugzeugträger weiterhin in Testphase

Der seit 1. August 2019 auf Testfahrt befindliche chinesische Flugzeugträger „Shandong“ Typ 001A soll künftig mit insgesamt 36 Kampfflugzeugen vom Typ J-15 ausgerüstet werden.

Chinas erster eigener Flugzeugträger „Laoning“ kann aufgrund seiner kompakten Größe lediglich 24 J-15 aufnehmen.

Bei der derzeitigen Testfahrt der „Shandong“ handelt es sich um die bereits siebte Erprobung der neuen Type.

-nt-


21.08.2019

Türkei: Ersatz für US-Kampfjets aus Russland

Nachdem die amerikanische Regierung den Verkauf von F-35-Kampfflugzeugen an die Türkei stoppte, will die türkische Regierung künftig neue Jets über Russland oder China beschaffen.

Die USA brachen den Verkauf aufgrund einer Lieferung russischer S-400-Luftabwehrraketen an das türkische Militär ab.

Die Türkei plant bereits Verhandlungen mit Russland über die Beschaffung von Jets vom Typ Su-35.

-nt-


20.08.2019

China: Neue Einsatzdoktrin der Luftwaffe

Eine neue Einsatzdoktrin der chinesischen Luftwaffe sieht vor, dass künftig H-6K-Bomber gemeinsam mit J-20-Kampfflugzeugen operieren sollen.

Im Kriegsfall sollen die H-6K-Bomber mithilfe von Hyperschallflugkörpern militärisch hochwertige Ziele im feindlichen Gebiet aus einer Entfernung von zwei bis 3.000 km angreifen. Die J-20-Kampfflugzeuge nehmen zusätzlich fliegende Radarsysteme und Tankflugzeuge des Gegners ins Visier.

Jeder H-6K-Bomber kann insgesamt sechs Hyperschallflugkörper abfeuern. Eine Bekämpfung dieser, schneller als Mach 5 fliegenden Raketen, stellt potenzielle Gegner vor große Probleme.

Nach den neuen Einsatzgrundsätzen der chinesischen Luftwaffe sollen die Angriffe der H-6K-Bomber gleich zu Beginn eines Krieges stattfinden, um beispielsweise Kommandozentralen, Raketenstellungen oder Flughäfen des Gegners sofort außer Gefecht zu setzen.

In den vergangenen Monaten wurde die neue Einsatzdoktrin ausführlich getestet.

In Zukunft sollen die Hyperschallflugkörper aus noch größerer Entfernung eingesetzt werden können.

-nt-


19.08.2019

Südkorea: USA genehmigen Hubschrauberkauf

Das amerikanische Außenministerium hat dem möglichen Verkauf von insgesamt zwölf MH-60R „Sea Hawk“-Hubschraubern an die südkoreanische Marine zugestimmt.

Die Verhandlungen über den Verkauf sind noch im Gange.

Ein Vorteil dieser Variante: Durch den geplanten Verkauf mehrerer MH-60R-Hubschrauber an Indien könnte sich der Preis für die Hubschrauber für Südkorea noch vergünstigen.

Zusätzlich zur Beschaffung der zwölf Helikopter überlegt die Marine den Kauf von 13 APS-153 Multi-Mode-Radaren, 25 T-700-Triebwerken, zwölf Niederfrequenz-Sonarsystemen, 24 eingebetteten GPS- sowie Trägheitsnavigationssystemen mit selektiven Verfügbarkeits- bzw. Anti-Spoofing-Modulen, vier M-240D- sowie vier GAU-21-Geschützen und 1.000 Stück Sonobojen des Typs AN /SSQ-36/53/62.

Bis Ende des Jahres soll die Kaufentscheidung fallen.

-nt-


17.08.2019

Nordkorea: Neues Raketensystem

Die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA gab bekannt, dass bei den jüngsten vier Raketentests zugleich ein neues Raketensystem getestet wurde.

Die Tests seien durchgeführt worden, um die Flugeigenschaften, die Steuerung und die Zielgenauigkeit der Flugkörper zu überprüfen.

Nach Erkenntnissen der südkoreanischen Aufklärung soll es sich bei dem neuen System um Raketen des Typs KN-23 handeln, die den russischen SS-26 „Iskander“ nachempfunden sind. Sie verfügen über eine Reichweite von etwa 600 km. Bei den Tests wurden Flughöhen von 30 bis 50 km erreicht. Mithilfe der neuen Raketen plant das Regime künftig auch Flugplätze in Südkorea bombardieren zu können.

Bei den Tests wurde das sogenannte „Pull Up“-Manöver durchgeführt. Dabei wird der Gefechtskopf des Flugkörpers zuerst in eine horizontale Flugbahn gebracht und fliegt anschließend in einem Winkel von 90 Grad auf das Ziel zu. Mit diesem dynamischen Zielanflug soll ein Abfangen der Rakete erschwert werden.

Die KN-23 ist ein Feststoffflugkörper und kann dadurch von mobilen Startern schnell eingesetzt werden.

Der nordkoreanische Generalstab forcierte eine rasche Entwicklung der KN-23-Rakete, da er südkoreanische und amerikanische F-35-Kampfflugzeuge als ernste Bedrohung anerkennt.

-nt-


16.08.2019

Südkorea: Gemeinsame Manöver mit USA

Am 5. August 2019 begann ein zehntägiges Manöver der südkoreanischen und amerikanischen Streitkräfte und einige Tage später eine Stabsübung, die komplett auf einer Computersimulation basierte.

Bei beiden Manövern wurde Südkoreas neues Kommandosystem getestet.

Seit einigen Monaten hat das asiatische Land im Kriegsfall das Kommando über sämtliche Operationen auf der südkoreanischen Halbinsel, inklusive dem Einsatz amerikanischer Truppen, inne.

Um Nordkorea nicht zu provozieren, werden die Manöver offiziell nicht als gemeinsame Übungen bezeichnet.

-nt-


14.08.2019

Japan: Beteiligung an Einsatz in der Straße von Hormus?

US-Verteidigungsminister Mark Esper forderte bei Gesprächen mit dem japanischen Verteidigungsminister Takeshi Iwaya am 7. August 2019 das Land auf, sich dem gemeinsamen Einsatz in der Straße von Hormus anzuschließen, um die Sicherheit der Seewege zu garantieren.

Die japanische Regierung hat auf die Aufforderung der USA, sich an der internationalen Überwachung der Straße von Hormus zu beteiligen, äußerst zurückhaltend reagiert.

Denn die Situation ist für die japanische Regierung nicht leicht. Einerseits ist die Region für Japan von großer strategischer Bedeutung, da es fast seine gesamte Öl- und Gasversorgung von dort bezieht. Andererseits ist das Land den USA stark verbunden, doch die Regierung will auch keinesfalls den Iran verärgern. Japan investierte in den vergangenen Jahren viele Anstrengungen, um ein gutes Verhältnis zum Iran aufzubauen und will dieses jetzt nicht aufs Spiel setzen. Die großen iranischen Erdöl- und Gasvorkommen sind für Japan zu wichtig.

Eine mögliche Lösung für das japanische Dilemma könnte darin bestehen, dass Japan seine Militärschiffe nicht unter amerikanisches Kommando stellt, sondern eine eigene Mission zum Schutz seiner Schiffe entsendet.

Die USA änderten in den vergangenen Tagen ihre Sprachregelung, nachdem mehrere Länder zurückhaltend bis ablehnend auf die Aufforderung reagierten.

-nt-